Teil 3 über christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt mit der ICF-Konferenz 2026.
Die ICF (International Christian Fellowship) Church hat mittlerweile eine Vielzahl von Standorten in Deutschland (34 Standorte), sowie Albanien, Brasilien, Isreal, Italien, Kambodscha, Kroatien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Ukraine. [24]
Ziel von ICF als Kirche ist es „unsere Leidenschaft, dass Menschen Jesus Christus ähnlicher werden, furchtlos leben und ihr Umfeld positiv verändern.“ [25]
CF gliedert sich in ICF College, ICF Worship, ICF Network und ICF Radio. Unter Leadership werden Leo & Susanne Bigger aufgeführt, Tobias & Frauke Teichen, die Ehepaare Burkhalter, Schulter, Beck, Sieber und Joel Spirgi.
„Wir“ erinnern „uns“ 2024 sprach Tobias Teichen auf dem Leitungskongress Willow-Creek über Jüngerschaft.
Tobias Teichen (ICF München) ist Pastor, Prediger und Buchautor laut seiner Webseite. [26] Er hat auch einen eigenen Podcast, der den Titel „Leadership Podcast“ trägt.
ICF beschreibt sich als „eine überkonfessionelle Freikirche auf biblischer Grundlage, die aus dem Traum entstanden ist, Kirche für die Menschen wieder dynamisch, lebensnah und zeitgemäss zu gestalten.Wir feiern gemeinsam den Glauben an Gott, integrieren ihn im Alltag und leben freundschaftliche Beziehungen“, [27] mit einem erweiterten Netzwerk von eigenständigen Partnerkirchen. [28]
Die Partnerkirchen allerdings werden nicht benannt.
Dem bundesweiten Netzwerk der EAD ist ICF nicht angeschlossen. Regional existieren allerdings Vernetzungen mit der evangelikalen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD).
So gehören nachweislich mind. 8 ICF Kirchengemeinden zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz. Zu nennen sind die Städte Wetzlar, Augsburg, Darmstadt, Karlsruhe, München, Lörrach, Heilbronn und Reutlingen. [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36]
Es gibt auch ICF Churches, die sich auf die Glaubensgrundlage der EAD/DEA beziehen, wie z.B. ICF Berlin. [37]
Damit ist der Beweis erbracht, dass es sich bei der ICF Kirche um eine evangelikale Kirche handelt, die der KiNC-Landschaft durch die Vernetzung mit der EAD nahesteht.
Zu den Rednerinnen und Teilnehmerinnen der Konferenz 2026 gehört auch Bethel Music, „eine christliche Lobpreisbewegung und ein Künstlerkollektiv aus Redding, Kalifornien, das aus der dortigen Bethel Church hervorgegangen ist und weltweit bekannte Anbetungslieder schreibt und produziert, um die Gegenwart Gottes zu suchen und Ausdrucksformen der Anbetung zu schaffen (…)“. [38]
Die Bethel Church (USA) gehört der Pfingstbewegung an. Aktuell ist Bill Johnson leitender Pastor der Kirche, die von Kritiker*innen als extremcharismatische Kirche mit esoterischen Lehren und Praktiken beschrieben wird. [39]
Bill Johnson war erst im Juni 2024 Teilnehmer der Münchner Fundi-Konferenz UNUM24. Deshalb ist über ihn bekannt, dass er in der Vergangenheit u.a. für die „Heilung“ Homosexueller warb [40] und Homosexualität als „Verstoß gegen Gottes Plan“ [41] hält.
Bill Johnson und damit auch die Bethel Church stehen der „Neuen Apostolischen Reformation“ (NAR) nahe. [42] Damit ist eine christliche Vorherrschaft gemeint, die jeden Lebensbereich umfassen soll und die auch als christlicher Dominionismus definiert werden kann.
„Wort der Wahrheit“ bezeichnet diesen „Glauben“ als in „Wahrheit widergöttlich und antichristlich“. Nachzulesen hier
Neben der Bethel-Bewegung wird an der ICF Worship an der Konferenz ebenso teilnehmen, der Gründer und Senior-Leader von Kingdomcity (Malysia) Mark Varughese und z.B. auch Peter Wenz vom Gospel Forum Stuttgart. [43]
Das Gospel Forum Stuttgart ist eine evangelikale Freikirche, die zur charismatischen Bewegung gehört. Von der TAZ wurde das Forum als „Glaubensfabrik“ bezeichnet, die Homosexualität verbietet und Comics für Teufelszeug hält.
Für das Gospel Forum Stuttgart darf einzig allein Peter Wenz sprechen, der sich als von Gott gesetzter Pastor versteht. Das weiß er seit einer Begegnung mit Gott, der gesagt habe: „Peter, wenn ich dich als Pastor gesetzt habe, kann dich niemand absetzen.“ [44]
Im Dezember 2012 wurde Wenz in den Vorstand der Evangelischen Allianz Deutschland oder Deutsche Evangelische Allianz berufen. [45]
Sieben Jahre später, 2019, berichtete Kontext: Wochenzeitung über „Krach im Gospel-Forum“, denn dort gehe es sehr „unchristlich“ zu. „Dreh- und Angelpunkt ist deren Chef Peter Wenz, der nach Ansicht einiger Gemeindemitglieder allzu selbstherrlich agiert“. Sich selbst würde er als „der Gesalbte des Herrn“ bezeichnen. [46]
Zu diesem Zeitpunkt hatten schätzungsweise 1.800 Mitglieder*innen das Gospel-Forum wegen Peter Wenz‘ Führungsstil verlassen. [47]
2017 waren bereits kritische Artikel über das Gospel-Forum erschienen. Aussteiger*innen berichteten von einer „fundamentalistischen Gesinnung“. [48]
Diese „fundamentalistische Gesinnung“ wird darum auch auf der ICF Conference anzutreffen sein. Aber ebenso auch Vertreter*innen von NAR und KiNC. Was genau genommen identisch ist.
Denn ob christlicher Fundamentalismus, KiNC oder NAR, sie alle streben nach Dominanz, nach Missionierung und nach politischer Macht.
Und so modern oder hip ihr Erscheinungsbild auch ist, in Wahrheit ist deren gesamtes Leben und deren Alltag durchdrungen von den Inhalten eines mehr als 2.000 Jahre alten Buches und genau das wollen sie auch anderen aufzwingen.
In Teil 4 geht es um Veranstaltungen von Alive Worship, einem Projekt der Alive Church e.V. in Karlsruhe.