Weihnachten neu erleben

Am 10.02.2026 berichtete das Sprachrohr der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) idea über „Rekord: 540.000 Euro Überschuss bei „Weihnachten neu erleben““. [1]

Weihnachten neu erleben“ bezeichnet sich selbst als „Die Grösste Charity-Weihnachtsshow Deutschlands“. [2]

[3]

Interessant sind in diesem Zusammenhang drei Unterstützer/Partner*innen des Projekt bzw. „unsere Gold- und Silber-Sponsoren 2025“. [4]

Darunter Rittal und die Rittal Foundation, die beide Evangelikal sind, denn der Geschäftsführer und Gründer der Foundation ist Friedhelm Loh. Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group. [5]

Bei Forbes 2026 wird Friedhelm Loh/Friedhelm Loh Group auf Platz 10 der zehn reichsten Deutschen gelistet und das mit einem Vermögen derzeit bei 13,8 Milliarden Dollar. [6]

Zu den weiteren Partner*innen gehört auch Dürr Dental SE. [7] Theresa Strobel (Assistentin Vorstand, Vertrieb und Marketing DÜRR DENTAL) gehört seit 2024 zum Vorstand des evangelikalen Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF).

Zitat von Strobel: „Unsere Wirtschaft, unsere Führungsebenen und unsere leitenden Persönlichkeiten brauchen mehr denn je eine tiefe Begegnung mit Gott. Dafür schlägt mein Herz. Deshalb freue ich mich, ein Teil des KCF-Teams sein zu dürfen.[8]

Auch Martin Dürrstein, Chef des Unternehmens, ist für seinen christlichen Glauben bekannt. 2015 wurde er vom KCF als christlicher Unternehmer ausgezeichnet. [9]

[10]

Er bedankte sich bei der Auszeichnung mit den Worten: „Er habe nicht geplant, Vorstandsvorsitzender zu werden. Dass er seine heutige Position inne habe, sei Gottes Führung gewesen. Es sei ihm ein Anliegen, die von Gott gegebenen Chancen zu nutzen. Dürrstein dankte auch seiner Frau Esther, die ihn „motiviere und stärke und mit der ich durchs Leben gehen darf“. Vor allem wolle er mit dem Preis aber Gott die Ehre geben.“ [11]

Dürr Dental als international agierende Dürr Dental-Gruppe erzielte 2024 „einen Umsatz von mehr als 374 Millionen Euro mit Kunden in 174 Ländern.“ [12]

Auf’s Geld kommen wir später noch einmal zu sprechen. Zunächst wollen wir das Team des Vereins „Weihnachten neu erleben“ vorstellen.

Der Geschäftsführer des Vereins Weihnachten neu erleben ist Markus Heusser. Er ist seit dem 1.10.2020 Leiter des Missionswerk der Liebenzeller Mission, [13] die genau wie die EAD, der KcF, dem christlichen Kinderhilfswerk Die Arche zur KiNC-Landschaft gehört.

KiNC = Kingdom minded Network Christianity (vernetzt mit der Absicht einen christlichen Gottesstaat zu errichten)

Die Liebenzeller Mission ist also ebenfalls Evangelikal.

Mit Michael Hoffmann, Geschäftsführer der FC-Gruppe und 1. Vorsitzender des Vereins, ist nicht nur ein Mitglied der Freikirche ICF Karlsruhe an Bord, sondern auch eine Person, die seit 2007 zum Leitungsteam von ICF Karlsruhe gehört.

Die ICF Karlsruhe gehört übrigens zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Karlsruhe, genau wie die Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe. Diese wird vertreten durch Sibylle Beck als weiteres Vorstandsmitglied.

Sibylle Beck, hier unten im Bild, hält ihre Predigten für die ICF Karlsruhe. [14]
Ihre Predigten stehen via Youtube zur Verfügung.

Markus Miles (Dekan der Römisch Katholischen Kirche Karlsruhe) und Dr. Thomas Schalla (Evangelischer Stadtdekan Karlsruhe) komplettieren den Vorstand des Vereins „Weihnachten neu erleben“. [15]

Weiter heißt es: „Die inhaltliche Leitung erfolgt durch das Leitungsteam Michael Hoffmann, Manuel von Kahlden, Theresa Mirkes, Matthias Heusser, Markus Heusser und Nina Treiber.

Mit Manuel von Kahlden ist der stellvertretende Gemeindeleiter des ICF Karlsruhe verantwortlich für die Inhalte.

[16]

Nina Treiber, von Beruf Luftakrobatin oder Kunstakrobatin, war zur Kommunalwahl 2019 in Karlsruhe aufgestellt als neue Kandidatin „Für Karlsruhe“ in den neuen Gemeinderat aufgestellt. [17]
Beim evangelikalen Willow-Creek-Leitungskongress schwebte sie in weißen Bändern über die Bühne. [18] Die Liebenzeller Mission erwähnt sie namentlich als Teilnehmerin des Fests Geh:Halten. [19]

Theresa Mirkes gehört ebenfalls zum ICF Karlsruhe. [20]

Das Leitungsteam ist also zum größten Teil evangelikal und genau diese Haltung fließt auch in die Veranstaltung ein. 2023 wurden zu „Weihnachten neu erleben“ im Zeitraum 7.-10.12.2023 75.000 Besucher*innen erwartet. [21]

Es geht nämlich um die Verpackung der christlich-evangelikalen Botschaft, die mittels Schauspiel, Tanz, Akrobatik als „spektakuläre Show“ vermittelt wird. Es gibt eine Live-Band, einen 400köpfigen Chor und ein großes Orchester.
2.400 Ehrenamtliche sind dafür verantwortlich.

[22]

So. Zurück zum Geld. Denn der gesamte Erlös unterstützte 2025 lokale Kinderhilfsprojekte und zwar die Projekte „Kinder & Jugend ARCHE Karlsruhe“, „Hanne-Landgraf-Stiftung“ und „Villa Kunterbunt Bruchsal“.

Was bisher zu sehen war: ein Projektteam mit einem hohen Anteil von Freikirchler*innen/Evangelikalen, drei Partnerorganisationen mit evangelikalem Background und finanzkräftigen Partner*innen.

[23]

Darunter dm mit 4.000 Standorten in 14 europäischen Ländern und einer Umsatzentwicklung 2023/2024 von 17,74 Milliarden Euro europaweit. Im Geschäftsjahr 2024/2025 stieg der europaweite Umsatz um 8,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. [24]

Darunter Europa Park, Deutschlands größter Freizeitpark, laut einer Studie „errechneten für das Familienunternehmen in Baden-Württemberg Umsätze von über einer Milliarde Euro in der Saison 2023/2024.“
Einem Park, der die gesamte Region nachhaltig stärkt. [25]

Darunter Maisenbacher Hort + Partner, einer Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei mit rund 120 Mitarbeiter*innen. Für MHP war es ein Herzensanliegen „Weihnachen neu erleben“ zu unterstützen. [26]

Der Radiosender Die Neue Welle zitiert Michael Hoffmann folgendermaßen: [27]

Besonders hebt er die überkonfessionelle Zusammenarbeit der Karlsruher Kirchen hervor, die ein starkes Zeichen der Einheit setze“.

Allerdings ist das Projekt, wie dargelegt und mit Quellen belegt, vorwiegend in den Händen von Evangelikalen, die der KiNC-Landschaft zugeordnet werden können, während das Projekt finanziert und unterstützt wird von Unternehmen, die ein evangelikales Projekt finanzieren und die Gefahr, die von ihnen droht ignorieren.

Das war’s. #EvangelikaleSindGefährlich

Anhang:

Ein Bericht einer Aussteigerin über ICF

Eine Reportage Inside Freikirchen ICF Undercover

Der Seelenfänger von Zürich

Binkert in Wetzlar

Am 27.01.2026 hält Hermann Binkert im Kreissitzungssaal Wetzlar einen Vortrag zum Thema: „Meinungsforschung in der Demokratie“. Die Einladung ist versehen mit dem Logo Lahn-Dill-Kreis, dem Logo der GWAB, dem Logo der Stadt Wetzlar, ….

In dem Referat wird Hermann Binkert aufzeigen, „wie politische Prozesse, öffentliche Debatten und Entscheidungsfindungen durch Umfragen beeinflusst werden.“

Wie schnell doch die Menschen, die Bürger*ìnnen darunter auch die Demokrat*innen, vergessen.

Bereits vor 10 Jahren berichtete marktforschung.de über „Meinungsforschung von rechts außen?[1] Schon 2016 wurde über Binkerts Kontakte zur AfD berichtet. Spiegel-Recherchen hatten ergeben, dass Binkert als INSA-Geschäftsführer „beratend für die AfD tätig war“. [2]

2019 veröffentlichte Die Zeit einen mehrseitigen Artikel über Hermann Binkert als „Meinungsforscher im postfaktischen Umfeld“. [3]

Aber es kommt noch „besser“. Im November 2017 lud der Deutschland-Kurier zu einer Veranstaltung an der nicht nur Erika Steinbach, David Bendels, Nikolaus Fest und Maximilian Krah sondern auch Hermann Binkert teilnahmen.

Im Januar 2018 organisierte INSA einen Jahresempfang und mit dabei David Bendels. Etwa zwei Wochen später referierte Binkert über „Meinungsforschung in postfaktischer Zeit“, wie die JF auf ihrer Facebook-Seite schreibt.

Geschäftlich ist er dem Blatt ebenfalls verbunden, ein ehemaliger Insa-Mitarbeiter sagt, er habe eine Leserbefragung bearbeiten müssen, die Insa im Auftrag der Jungen Freiheit durchgeführt habe.

Bereits drei Mal gab Binkert seine Ansichten bei NIUS zum Besten. [4]
NIUS wird „als rechtspopulistisches und rechtskonservatives Portal im Stil von Fox News eingeordnet“, so Wikipedia.

Zitat: „Nius wird vorgeworfen, sich nicht der Selbstregulierung des Presserats zu unterwerfen Falschmeldungen zu veröffentlichen und Zweifel an Schwere und Folgen der Erderwärmung zu säen. Die Seite wird gelegentlich als „Krawallportal“ bezeichnet.“ [5]

2023 sprach Hermann Binkert auf dem evangelikalen Kongress christlicher Führungskräfte (KcF). Das Sprachrohr der Evangelischen Allianz Deutschland, nämlich idea, widmete ihm einen ganzen Artikel mit der Überschrift: „Meinungsforscher: Christen, werdet Meinungsbildner![6]

Uns kommt es so vor als sei es gestern gewesen, am 10.01.2026 berichtete die TAZ über das bevorstehende Superwahljahr 2026 „glühen bei den Umfrageinstituten die Drähte heiß in den berechnenden Maschinen und Köpfen.“ [7]


Und wieder stoßen wir auf Binkert. Hier als Zitat:
Drähte nach ganz oben Insa-Chef Hermann Binkert hat ausgezeichnete Kontakte zur rechtsextremen Partei und liegt auch stets vorn, wenn es gilt, namentlich erwähnt zu werden. Er hat die AfD schon bei 69 Prozent gesehen und ist jederzeit bereit, noch eine Schippe draufzulegen. Er prophezeit: Es wird ein knappes Rennen; Weidel ist noch lange nicht Kanzlerin. Und möchte die törichten Kollegen vor jeder Form von Siegesgewissheit warnen. Insa, grinst er, habe den ultimativen Joker, „den Draht nach ganz oben“„.

Wir mussten nicht lange suchen, um auf Hermann Binkerts Publikation „Wie Deutschland tickt“ erschienen im Fontis-Verlag zu stoßen.

Diese Publikation wird auch im aktuellen Prospekt des extrem rechten Antaios Verlag aufgeführt. [8]

Felix Menzel’s Recherche D hat Binkert gar ins Lexikon aufgenommen. Felix Menzel, Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der „Blaue Narzisse“, ist aktuell Pressesprecher der AfD-Fraktion im Sächschischen Landtag. [9]

Doch das sollte nicht weiter wundern, denn bereits 2017 bezeichnete Belltower News Hermann Binkert als dem Höcke-Flügel nahestehend. [10]

Gewarnt wurde vor den Zahlen von INSA als „AfD-nahe[s] Umfrageinstitut“.

Im letzten Jahr hat Binkert auf der Mitgliederversammlung des Trägervereins der evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ für Familie und Lebensschutz geworben und eine geistig-moralische Wende gefordert.

Zitat: „Das Maß der Wirtschaft ist der Mensch; das Maß des Menschen ist sein Verhältnis zu Gott.“

Wie die rechtskatholische Zeitung Die Tagespost berichtete, sind Binkert und Alexandra Maria Lindner (Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht) [11] Mitglieder im Trägerverein von idea. [12]

Hermann Binkert selbst katholisch ist gut vernetzt und das auch mit der KiNC-Landschaft, also mit Gruppierungen, Gemeinden und Einzelpersonen die einen christlichen Gottesstaat anstreben. (siehe Maria Hinsenkamp)

Doch Binkerts Vernetzungen reichen sehr viel weiter nämlich bis zum Deutsch-Ungarischen Institut für Europäische Zusammenarbeit am Mathias Corvinus Collegium in Kooperation mit dem Nézőpont-Institut. Hier hatte Binkert an einer Veranstaltung als Redner teilgenommen. [13]

Nachfolgender Screenshot dient als Beweis.

Hier sprach als Referent in 2025 auch Ulrich Vosgerau [14] vom rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit. Ulrich Vosgerau ist bzw. war Teilnehmer der „Deportationskonferenz“ in Potsdam.

Binkert bewegt sich also auch in einem sehr rechten Netzwerk und hier kommt er auch so gut an, wie das Interview der Woche mit Binkert mit der Junge Freiheit beweist. [15]

Wir fragen uns in diesem Zusammenhang, warum u.a. die Stadt Wetzlar eine Veranstaltung mit Binkert nicht nur befürwortet, sondern geradezu fördert?

Wir fragen uns, wurden diese Fakten, die jederzeit überprüfbar sind, vergessen oder werden sie ganz einfach ignoriert?

Und wir fragen uns weiter, wieso Organisationen gegen Rechts für eine solche Veranstaltung werben und wir fragen uns was dieser Einsatz gegen Rechts wert ist?

Nachträgliche Ergänzung von fundiwatch

Binkert war auch auf der Vorabendveranstaltung zum letzten Marsch fürs Leben in München im Haus der Bayerischen Wirtschaft- geneinsam mit der als Hategroup eingeordneten Anwaltslobbyorganisation Alliance Defending Freedom (ADF), vor deren zunehmenden Einfluss das EPF schon lange warnt…

Christliche Events – Teil 5

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Grob geschätzt wurden in den bisherigen Teilen mind. 21 christliche Events erwähnt oder vorgestellt. Bedeutsam ist dabei, diese größeren und großen Events sind Veranstaltungen, die der KiNC-Landschaft zugeordnet werden können.

Der Begriff KiNC umfasst Gruppierungen und Freikirchen, die einen christlichen Gottesstaat anstreben. Dabei ist jede Veranstaltung mit Rednerinnen und Auftritten das Ergebnis von Netzwerken und für jedes Netzwerk gilt: es ist mehr als die Summe seiner Mitglieder/Mitstreiterinnen.

Und hier in ihren Echokammern bestätigen sie sich gegenseitig. Hier erfahren sie auch keinen Widerspruch, sondern ausschließlich Zustimmung oder/und Erweckung samt Euphorie.

Abgesehen davon kann damit auch Geld verdient werden. Das beweisen die „christlichen“ Rapper O’Bros, die mittlerweile einen eigenen Shop betreiben.

Hier verkaufen sie nicht nur ihre Musik, sondern auch T-Shirts und Sweater wie diese zum Beispiel. [63]

KiNC-Events sind auch ein Geschäftsmodell. Das zeigt das SPRING Festival der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) im Zeitraum 6.-11. April 2026 in Willingen mit einem üppigen Programm.

Tageskarten kosten zwischen 85 und 105 Euro inkl. einem Mittagessen. [64] Doch die Teilnehmer*innen müssen auch irgendwo schlafen, wenn sie am gesamten Festival teilnehmen wollen.

Frühbucher*innen können in einer Ferienwohnung oder einem Gästehaus wohnen, aber auch in einem Hotel oder Komfort-Hotel. Zusätzlich besteht die Möglichkeit in einem Single-Hotel einzuchecken, in einem Konferenz-Hotel, einem Alleinerziehenden-Hotel oder sich mit einem Wohnmobil-Stellplatz zufrieden geben.

Dabei variieren die Preise für Erwachsene zwischen 380,00 (ohne Unterkunft) und 790,00 Euro (Normalpreis Single-Hotel). Nachzulesen hier

Allerdings sind die * und ** interessant. Denn bei Belegung mit nur einem Erwachsenen wird ein Aufschlag berechnet. Bei Ferienwohnungen wird immer mindestens der Preis von zwei Erwachsenen berechnet.

Ein solches Festival geht also ins Geld und die Teilnahme ist zugleich auch Ausdruck von finanzieller Priviligiertheit.

Doch schauen „wir“ uns das Netzwerk, das hinter dem Festival steht, genauer an. 25 Künstlerinnen und Rednerinnen werden das Programm „bereichern“.

Zu nennen wäre Sebastian Rochlitzer, der als Bauchredner gemeinsam mit dem sockenfressenden Ungeheuer Ulfie auf deutschen Bühnen unterwegs ist, laut evangelisch..de, die ihn zusätzlich als Entertainer und Evangelisten beschreiben. [65]

Er arbeitet für die Evangelikale Stiftung GmbH. [66]

Sie ist vernetzt mit Easynutrition GmbH Meiningen (Foodstuff Produktion & Processing) [67] und WERTEC GmbH (Werkstatt-Technik Vertriebs GmbH). [68]

Gegründet wurde die Evangelikale Stiftung GmbH von Lutz Scheufler.

Eine weitere Rednerin ist Verena Hammes. Sie ist Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) und Mitglied im Konvent der Evangelischen Allianz.

Ebenfalls dabei ist Bastian Decker, Pastor im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP). „Er schult Christen darin, glaubwürdig und authentisch ihren Glauben in natürlichen Gesprächen zu teilen“, [69] sprich zu Missionieren.

Interessant ist die Personalie Fadi Krikor. Angekündigt wird er folgendermaßen: „Fadi Krikor ist Unternehmer und Gründer mehrerer Werke. Er leitet ein nationales ökumenisches Netzwerk und wirkt in internationalen Leitungsnetzwerken.“ [70]

Gemeinsam mit seiner Frau Nicole erwarb er ein ehemaliges Kloster und gründete „Father’s House for All Nations“. [71] Darüber hinaus gilt er als Initiator von„Deutschland Betet Gemeinsam“, war Redner auf der christlich-fundamentalen UNUM24-Konferenz, die er auch mitorganisiert hat.

In diesem Zusammenhang verweisen wir auf diesen Eintrag: https://fundiwatch.org/csd-muenchen-trifft-auf-christlich-fundamentalistische-veranstaltung-von-miteinander-fuer-europa/
Hier wird auf Fadi Krikor und Gerhard Kehl, die Initiatoren der UNUM24 näher eingegangen.

Krikor hat es geschafft, in das gemeinsame Gebet für Deutschland die sog. „charismatische Nationentheologie“ nach Deutschland zu tragen.
Was es damit auf sich hat, hat Philipp Greifenstein ausführlich im Eulemagazin dargestellt

Hier ein Zitat von Krikor: „Gott habe „persönlich und durch mehrere prophetische Worte“ zu ihm gesprochen. Krikors Mission besteht darin, „die Völker“ in der Endzeit zu sammeln. Es gäbe dafür eine „Dringlichkeit im spirituellen Reich“, Gott selbst habe „Alarm geläutet, seine Armee und Wächter zu sammeln“. […][72]

Er ist also Vertreter einer christlichen Endzeit-Theorie oder auch Eschatologie. [73]

Zu den Künstler*innen des Springfestivals gehört u.a. auch Leuchtwerk, ein christliches Bandkollektiv aus der Rhein-Main-Region. 2023 entstand im Rahmen eines Auftritts in Kassel dieses Foto. [74]

Evangelikalismus oder christlicher Fundamentalismus kommt mittlerweile hip, farbenfroh, tättowiert oder gepierct daher und sich diesem anzuschließen kostet Geld, wie am Beispiel des Spring-Festivals zu sehen war.

Auch die Future Conference 2026 (27.03.- 28.03.2026), organisiert von Awakening Europe e.V. vertreten durch Ben Fitzgerald, [75] kostet. Wer an der zweitägigen Veranstaltung teilnehmen möchte, muss 140,00 für den Eintritt [76] bezahlen und benötigt noch eine Unterkunft und Verpflegung.

Dafür erhalten die Teilnehmenden die geballte Ladung christlichen Fundamentalismus um die Ohren. Denn zu den Rednern, Frauen sind nicht vorgesehen, gehören der Fußballspieler John Bostock von Ballers in God, Kris Vallotton von der Bethel Church in Redding und Ben Fitzgerald von der Awakening Church.

Fundiwatch beschäftigte sich bereits intensiv mit den Verbindungen von Ballers in God und der Bethel Church.

Dabei darf nicht übersehen werden, dass die Bethel Church Redding eine neucharismatische Megachurch in Redding, Kalifornien ist und mit Kris Vallotton ist einer der Mitbegründer und Leiter der Bethel Church Redner auf der Future Conference.

Die Bethel Church gilt als extrem charismatisch, die New Age Lehren verbreitet und nach Dominionismus oder Dominanz strebt, also NAR.

Bill Johnson, einer der führenden Pastoren und Mitbegründer der Bethel Church, fordert u.a. in seinen Publikationen „eine Abkehr von der alten, bibelgeprägten Sicht der Gläubigen: „Es ist Zeit für eine Revolution in unserer Vision““. [77]

Er ist der Ansicht es brauche einen „aggressiven Glauben“. „Johnson redet von einem „Evangelium der Macht“ (gospel of power – 163); „Ich bin hier als ein militärischer Vertreter des Himmels. Die Kirche ist im Angriff“ (155).“ [78]

Das zeigt sich bis hin nach Deutschland, wo die Bewegung Awakening Europe unter Ben Fitzgerald mit Bethel verbunden ist. 2024 wurde er als einer der Hauptreferenten bei der charismatischen UNUM24-Konferenz in München eingeladen.“ [79]

Laut Das Wort der Wahrheit hat Bill Johnson ein „weltweit tätiges apostolisches Netzwerk aufgebaut (Bethel Leaders Network; Global Legacy), durch das der Einfluß von Bethel und seinen Lehren weithin ausgebreitet wird“.

Wenn von einem weltweit tätigen apostolischen Netzwerk die Rede ist, dann ist damit NAR (Neue Apostolische Reformation) gemeint, vor der die Huffpost am 04.06.2024 vor der „größten Bedrohung für die amerikanische Demokratie, von der Sie noch nie gehört haben“ warnte. [80]

Diese Warnung müssen „wir“ ernst nehmen, denn diese Bedrohung hat sich weltweit ausgebreitet. Mehr zu NAR

Wir beenden Teil 5 mit Überlegungen zur Toleranz

Christliche Events 2026 – Teil 4

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Teil 4 der Reihe „christliche Events in 2026“ beginnt mit einer Veranstaltung der Alive Church e.V. in Karlsruhe.

Die Alive Church gehört laut Eigenangaben zum Bund freikirchlicher Pfingstgemeinden KdöR (BFP), der zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) gehört und mit der EAD intensiv verbunden ist. [49]

Damit ist die Alive Church Teil der KiNC-Landschaft, die das Königreich Gottes auf Erden errichten will.

Darüber hinaus arbeitet die Alive Church mit der Evangelischen Allianz Karlsruhe, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Karlsruhe (ACK), dem Forum Evangelischer Freikirchen in Karlsruhe (FEFK) und dem Forum christlicher Leiter Karlsruhe (FCLK) zusammen.“

Außerdem ist die Alive Church aktives Mitglied im Hillsong Network.2023 berichtete u.a. Correctiv über die evangelikale Pfingst- und Megakirche Hillsong. [50] Es ging u.a. um mangelnde finanzielle Transparenz und Machmissbrauch.

Sex vor der Ehe oder homosexuelle Beziehungen würden nicht offen, aber subtil problematisiert und ein traditionelles Familienbild werde propagiert.

Hillsong setze stark auf charismatische Führungspersönlichkeiten, ohne wirksame Gegenmechanismen, so Michael Herbst Prof. für praktische Theologie in einem Interview mit dem Sonntagsblatt.

Der Professor stellte außerdem eine starke Fixierung auf die eigenen Gemeinden fest, so zähle bei Hillsong nur das Engagement in der eigenen Gemeinde, nicht jedoch z.B. ehrenamtliche Tätigkeit im Tierheim.

Hauptpastor der Hillsong Germany Freimut Haverkamp wirbt mit den Worten „Ich will dir Mut machen, dass du Teil wirst von der Armee Gottes (…)“ .

Was das Reich Gottes ist, „das mit Spenden gepflegt werden soll, interpretiert Pastor Haverkamp offenbar sehr frei.

Hillsong Germany hat mittlerweile auch lokale Initiativen in Konstanz, Düsseldorf, München …. [51] Eine Hillsong Konferenz Europa wird vom 21. bis 23. Oktober 2026 in Deutschland stattfinden. [52]

Zurück zur Alive Church Trägerin der Durlacher Tafel in Karlsruhe [53] und Unterstützerin von The Justice Project. Am 28.02.2026 findet Alive Worship 10 Jahre Jubiläumsfeier & Live Album Recording in der MHP Arena in Ludwigsburg statt.

[54]

Wer sich auskennt oder genau hinschaut wird mindestens zwei Special Guests aus der KiNC-Landschaft entdecken. Gemeint sind die christlichen Rapper O’Bros und Henok Worku (VIVE Church Frankfurt/Main).

Auf der Seite der Alive Church werden „next dates“ veröffentlicht. 12 davon betreffen 2026. Darunter das „Allianz Wochenende und Gebetswochenende“ der EAD. Die Worship Night findet im ICF Karlsruhe statt und die Gottesdienste im Missionswerk Karlsruhe. [55]

Veranstaltungen der Alive Church mit dem Titel „Pray“ finden im Zeitraum 12.-16.01., 06.-09.07., 12.-16.10.2026 in Ludwigshafen statt. [56]

In der Festhalle Durlach findet am 25.01.2026 Vision Sunday statt. Zusätzlich gibt es mehrere Tauftermine in 2026. [57]

Weiter geht es im März 2026 mit der nächsten ECHO Night in der Festhalle Durlach. Dabei handelt es sich um ein Event, das Jugendliche und junge Erwachsene in Baden-Württemberg und Umgebung zusammenbringt, „um Gottesdienst zu feiern und Gott zu begegnen – mit Worship, Ministry, heftiger Message und Gemeinschaft.“ [58]

Im Mai folgt dann die Churchcon 2026, die 2 ganze Tage andauert mit Worship und Rednern. Als Redner sind aufgeführt: Graziano Gangi (Alive Church Karlsruhe),

Henok Worku (Vive Church Frankfurt), Benjamin Sawadsky (Hoop Kirche Bremen), Christian Knorr (Credo Kirche Wuppertal), Timo Langer, Alive Worship und Alive Music. [59]

Im Zeitraum 14. bis 15. Mai 2026 findet die Sisterhood Conference statt für die die Alive Church Werbung macht, bei der es sich allerdings um eine Veranstaltung von Hillsong handelt. [60]

Tickets für Frauen ab 18 Jahren kosten 95 Euro, für Mädchen unter 18 belaufen sich die Kosten auf 35,00 Euro. Was die Mädchen und Frauen im Rahmen der Konferenz erwartet, konnte bisher nicht ermittelt werden.

Ach ja, die Celebrate Life Church e.V. mit Sitz in Stuttgart [61] lädt zur Ladies Conference ein. Dif findet am 16. und 17.10.2026 im Neckarforum in Esslingen statt. Bei dieser Gelegenheit soll auch das 40jährige Jubiläum der christlichen Frauenzeitschrift Lydia gefeiert werden.

Die Zeitschrift offenbart ein rückständiges Frauenbild und auch sie bietet zahlreiche Veranstaltungen an, darunter z.B. „biografisches Schreiben“, „lebendig schreiben lernen“ und u.a. auch den Lydia-Frauentag am 26.09.2026 „hoffnungs.voll“ in der Evangeliumshalle in Marburg. [62]

Und wer sich noch mehr Veranstaltungen wünscht, wartet einfach auf Teil 5 der Reihe über „christliche Events“ 2026.

Teil 5


Christliche Events 2026 – Teil 3

Teil 1

Teil 2

Teil 3 über christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt mit der ICF-Konferenz 2026.

Die ICF (International Christian Fellowship) Church hat mittlerweile eine Vielzahl von Standorten in Deutschland (34 Standorte), sowie Albanien, Brasilien, Isreal, Italien, Kambodscha, Kroatien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Ukraine. [24]

Ziel von ICF als Kirche ist es „unsere Leidenschaft, dass Menschen Jesus Christus ähnlicher werden, furchtlos leben und ihr Umfeld positiv verändern.“ [25]

CF gliedert sich in ICF College, ICF Worship, ICF Network und ICF Radio. Unter Leadership werden Leo & Susanne Bigger aufgeführt, Tobias & Frauke Teichen, die Ehepaare Burkhalter, Schulter, Beck, Sieber und Joel Spirgi.

„Wir“ erinnern „uns“ 2024 sprach Tobias Teichen auf dem Leitungskongress Willow-Creek über Jüngerschaft.

Tobias Teichen (ICF München) ist Pastor, Prediger und Buchautor laut seiner Webseite. [26] Er hat auch einen eigenen Podcast, der den Titel „Leadership Podcast“ trägt.

ICF beschreibt sich als „eine überkonfessionelle Freikirche auf biblischer Grundlage, die aus dem Traum entstanden ist, Kirche für die Menschen wieder dynamisch, lebensnah und zeitgemäss zu gestalten.Wir feiern gemeinsam den Glauben an Gott, integrieren ihn im Alltag und leben freundschaftliche Beziehungen“, [27] mit einem erweiterten Netzwerk von eigenständigen Partnerkirchen. [28]

Die Partnerkirchen allerdings werden nicht benannt.
Dem bundesweiten Netzwerk der EAD ist ICF nicht angeschlossen. Regional existieren allerdings Vernetzungen mit der evangelikalen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD).

So gehören nachweislich mind. 8 ICF Kirchengemeinden zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz. Zu nennen sind die Städte Wetzlar, Augsburg, Darmstadt, Karlsruhe, München, Lörrach, Heilbronn und Reutlingen. [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36]

Es gibt auch ICF Churches, die sich auf die Glaubensgrundlage der EAD/DEA beziehen, wie z.B. ICF Berlin. [37]

Damit ist der Beweis erbracht, dass es sich bei der ICF Kirche um eine evangelikale Kirche handelt, die der KiNC-Landschaft durch die Vernetzung mit der EAD nahesteht.

Zu den Rednerinnen und Teilnehmerinnen der Konferenz 2026 gehört auch Bethel Music, „eine christliche Lobpreisbewegung und ein Künstlerkollektiv aus Redding, Kalifornien, das aus der dortigen Bethel Church hervorgegangen ist und weltweit bekannte Anbetungslieder schreibt und produziert, um die Gegenwart Gottes zu suchen und Ausdrucksformen der Anbetung zu schaffen (…)“. [38]

Die Bethel Church (USA) gehört der Pfingstbewegung an. Aktuell ist Bill Johnson leitender Pastor der Kirche, die von Kritiker*innen als extremcharismatische Kirche mit esoterischen Lehren und Praktiken beschrieben wird. [39]

Bill Johnson war erst im Juni 2024 Teilnehmer der Münchner Fundi-Konferenz UNUM24. Deshalb ist über ihn bekannt, dass er in der Vergangenheit u.a. für die „Heilung“ Homosexueller warb [40] und Homosexualität als „Verstoß gegen Gottes Plan[41] hält.

Bill Johnson und damit auch die Bethel Church stehen der „Neuen Apostolischen Reformation“ (NAR) nahe. [42] Damit ist eine christliche Vorherrschaft gemeint, die jeden Lebensbereich umfassen soll und die auch als christlicher Dominionismus definiert werden kann.

Wort der Wahrheit“ bezeichnet diesen „Glauben“ als in „Wahrheit widergöttlich und antichristlich“. Nachzulesen hier

Neben der Bethel-Bewegung wird an der ICF Worship an der Konferenz ebenso teilnehmen, der Gründer und Senior-Leader von Kingdomcity (Malysia) Mark Varughese und z.B. auch Peter Wenz vom Gospel Forum Stuttgart. [43]

Das Gospel Forum Stuttgart ist eine evangelikale Freikirche, die zur charismatischen Bewegung gehört. Von der TAZ wurde das Forum als „Glaubensfabrik“ bezeichnet, die Homosexualität verbietet und Comics für Teufelszeug hält.

Für das Gospel Forum Stuttgart darf einzig allein Peter Wenz sprechen, der sich als von Gott gesetzter Pastor versteht. Das weiß er seit einer Begegnung mit Gott, der gesagt habe: „Peter, wenn ich dich als Pastor gesetzt habe, kann dich niemand absetzen.“ [44]

Im Dezember 2012 wurde Wenz in den Vorstand der Evangelischen Allianz Deutschland oder Deutsche Evangelische Allianz berufen. [45]

Sieben Jahre später, 2019, berichtete Kontext: Wochenzeitung über „Krach im Gospel-Forum“, denn dort gehe es sehr „unchristlich“ zu. „Dreh- und Angelpunkt ist deren Chef Peter Wenz, der nach Ansicht einiger Gemeindemitglieder allzu selbstherrlich agiert“. Sich selbst würde er als „der Gesalbte des Herrn“ bezeichnen. [46]

Zu diesem Zeitpunkt hatten schätzungsweise 1.800 Mitglieder*innen das Gospel-Forum wegen Peter Wenz‘ Führungsstil verlassen. [47]

2017 waren bereits kritische Artikel über das Gospel-Forum erschienen. Aussteiger*innen berichteten von einer „fundamentalistischen Gesinnung“. [48]

Diese „fundamentalistische Gesinnung“ wird darum auch auf der ICF Conference anzutreffen sein. Aber ebenso auch Vertreter*innen von NAR und KiNC. Was genau genommen identisch ist.

Denn ob christlicher Fundamentalismus, KiNC oder NAR, sie alle streben nach Dominanz, nach Missionierung und nach politischer Macht.

Und so modern oder hip ihr Erscheinungsbild auch ist, in Wahrheit ist deren gesamtes Leben und deren Alltag durchdrungen von den Inhalten eines mehr als 2.000 Jahre alten Buches und genau das wollen sie auch anderen aufzwingen.

In Teil 4 geht es um Veranstaltungen von Alive Worship, einem Projekt der Alive Church e.V. in Karlsruhe.

Teil 4

Teil 5

Wann ist eine Organisation evangelikal?

Zum Verständnis: Die evangelische Kirche ist nicht evangelikal und Evangelikale sind nicht zwangsläufig christlich fundamental. Doch der Übergang ist fließend.

Wann ist eine Organisation evangelikal? Am Beispiel der Berliner Stadtmission soll dieser Frage nachgegangen werden.

Die Berliner Stadtmission ist vernetzt mit dem Bundesverband der evangelischen Stadtmissionen in Deutschland, dem Diakonischen Werk, der Evangelischen Kirche, International vernetzt und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (amd). [1]

amd ist intensiv mit der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) verbunden. Die intensive Verbundenheit beinhaltet u.a. auch die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [2]

Die Berliner Stadtmission selbst gehört ebenfalls zum Netzwerk der EAD. [3] Sie ist mit dieser verbunden und das bedeutet u.a. die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [4]

Außerdem ist die Gemeinde Sammelstelle der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert von Samaritan’s Purse. Präsident von Samaritan’s Purse International Disaster Relief ist Franklin Graham, [5] einer der prominentesten christlichen „Führer“ der Trump öffentlich unterstützt hat.

Denn er glaubt Trump sei von Gott auserwählt.

Die Berliner Stadtmission verfügt neben internationalen Vernetzungen über zunächst 6 Kontakte oder Verbindungen. 3 davon sind eindeutig evangelikal.

Dr. Maria Hinsenkamp („Visionen eines neuen Christentums“) hat die DEA (Deutsche Evangelische Allianz identisch mit der EAD) der KiNC-Landschaft zugeordnet.

KiNC ist die Abkürzung für Kingdom minded Network Christianity, also christlichen Gruppierungen, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Ist 3/6 evangelikal vernetzt bereits Evangelikal oder nur ein bisschen, nur z.B. 50%?

Muss noch mehr dazukommen, wie z.B. die Orientierung an „Mission Respekt – „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, [6] den die Evangelische Weltallianz (WEA), der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog (PCID) und Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Sommer 2011 gemeinsam veröffentlicht haben?

Während die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei der Begegnung mit Muslimen das gegenseitige Kennenlernen in den Vordergrund stellt, hat die EAD beschlossen nicht auf Missionierung zu verzichten. [7]

Mission/Erweckung ist eines der Merkmale von KiNC, neben Einheit, Jüngerschaft und Gebet.

Aber ich bin noch nicht fertig. Es geht noch weiter. Auf der Webseite der Berliner Stadtmission ist unter der Rubrik Angebote der Christus-Treff Berlin (CTB) zu finden. [8]

Dabei handelt es sich um eine evangelikale Freikirche, die hervorgangen ist aus dem Christus-Treff Marburg. [9]

2017 gab es Demonstration gegen den CT Marburg, da diese für Homoheilungen warb.

Aber es gibt noch mehr. Unter den Angeboten der Berliner Stadtmission ist auch das TSB – Theologisches Studienzentrum aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein duales Studienmodell gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Tabor | Marburg (EHT). [10]

Die Evangelische Hochschule Tabor ist dem evangelikalen Spektrum zuzuordnen, da diese zur Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor gehört und diese wiederum gehört zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz Marburg. [11]

Gut vernetzt ist die Evangelische Hochschule Tabor Marburg laut Eigenangaben mit der Evangelischen Allianz Deutschland, dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband und z.B. mit der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL), [12] die ebenfalls evangelikal ist.

So gehört die Liebenzeller Mission, Träger*in der IHL, zu den mit der EAD intensiv verbundenen Werken. [13]

Ich komme zurück zur Frage „Wann ist eine Organisation evangelikal oder wieviel evangelikale Vernetzung ist okay?

Zum Wesen von Evangelikalen gehören die starke Betonung der Bekehrung, der Autorität der Bibel (Bibeltreue) und ein aktives Glaubensleben mit starkem Engagement. Innerhalb des Evangelikalismus gibt es unterschiedliche Ausprägungen von konservativ bis gemäßigt.

Doch was ist gemäßigt? Wer hat’s definiert? Und was ist konservativ? Schließt dieser Begriff auch die Radikalisierten ein? Denn dann wäre die Bezeichnung ein Euphemismus für Rechts oder Extrem Rechts.

Doch zurück zur Berliner Stadtmission, die eine „christliche Motiviertheit“ bei Bewerbungen erwartet [14] und die unter Angebote z.B. die Ausbildung Bibelerzählen anbietet. [15]

Wieviele Gespräche über den christlichen Gott oder den „lieben Herrn Jesus“ in den Angeboten der Berliner Stadtmission sind okay? 5, 10 oder 20.

Wieviele Hauskreise sind in Ordnung? So findet sich unter Glaube und Gemeinde die Junge Kirche Berlin Treptow (JKB), die christliche Jugendgruppen, Glaubenskurse und Hauskreise anbietet. [16]

Hauskreise oder Kleingruppen bietet auch die Junge Kirche Berlin (JKB) Lichtenberg an, sowie u.a. auch regelmäßige Freizeiten. [17] Auch das ist ein weiteres Angebot der Berliner Stadtmission.

Oder z.B. Moab – Wohnheim für Studierende und Auszubildende. „Wir kommen ins Gespräch über unsere kulturellen Prägungen, unseren Glauben, unsere Werte und Weltanschauungen.
Wir bieten Raum für geistlichen Austausch und persönliches Wachstum. Unterschiedliche Veranstaltungen laden dazu ein, zu den großen Fragen des Lebens und des Glaubens ins Gespräch zu kommen
.“ [18]

Wieviel Missionierung, wieviele Missionierungsversuche gestattet eine Gesellschaft und subventioniert diese auch noch?

Wann ist eine Organisation Evangelikal? Die Antworten müssen Sie selbst finden. Ich habe meine Antworten bereits gefunden.

#NoGods #NoMasters

Christliche Events 2026 – Teil 2

Teil 1

Teil 2 zum Thema christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt im Veranstaltungskalender des christlichen Gästehauses Schönblick.

Von Kongressen bis Worship Academy ist alles dabei.

Geschäftsführer von Schönblick Gemeinnützige GmbH ist Martin Scheuermann. [14] Seit 2017 ist Martin Scheuermann Vorsitzender des evangelikalen Kongress Christlicher Führungskräfte (KcF). [15]

Der KCF ist ein Zweckbetrieb von idea, [16] einem der Sprachrohre der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), die laut Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums“ Teil der KinC-Landschaft ist. Dabei handelt es sich um christliche Organisationen, Freikirchen …, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Im christlichen bzw. evangelikalen Gästehaus Schönblick findet im Juli (10.07.-12.07.2026) das Schö Festival statt. Unter den Mitwirkenden teffen „wir“ auf zwei Namen, die schon vom letzten Teil bekannt sein dürften.

Die Namen oder Protagonisten sind Johannes Hartl vom Gebetshaus e.V. und Prof. Dr. Heino Falcke. Das Programm der Veranstaltung ist noch nicht vollständig. Deshalb können zu diesem Festival keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die nächste Veranstaltung ist ein Kongress gegen Menschenhandel & sexuelle Ausbeutung im Zeitraum 26.4.-29.4.2026.

Mit dabei ist Gaby Wentland (Mission Freedom, Himmelsstürmer, Pfingstkirche, EAD). Sie wird in 2026 auf so vielen Veranstaltungen anzutreffen sein, dass ihre Vernetzung in der KiNC-Landschaft erschrecken.

Wer sie live erleben will, kann dies auf der MEHR Konferenz in Augsburg 2026, im Januar 2026 bei der Marantha Church und Revival Night Münden, in Hamburg-Volksdorf „Den Heiligen Geist täglich erleben“, bei der 15-Jahre Feier von Mission Freedom in Frankfurt im Januar 2026, auf dem Willow-Creek-Kongress im Februar in Dortmund, im Februar 2026 im Vaterhaus in Magdeburg, im März auf diversen Veranstaltungen in Fulda, im April im Christlichen Zentrum Life, in der Schule der Erweckung in Füssen, auf der Frauenkonferenz in Winnenden, im März bei Heilungsversammlungen. [17]

Ebenfalls mit dabei auf dem Kongress Freiheit 2026 werden Frank Heinrich vom Vorstand der EAD, die Psychologische Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer und Huschke Mau sein.

Mau ist Gründerin des Vereins Sisters, der sich für ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell einsetzt. Sisters e.V. definiert Frau ausschließlich biologisch und kann damit den TERFs zugeordnet werden. Also den Gruppierungen, die trans Frauen exkludieren.

Als Beweis dient ein Text vom 17.02.2023.

Zurück zum Freiheits-Kongress gegen Menschenhandel, an dem auch Politiker*innen teilnehmen werden. U.a. der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schorndorf Christian Gehring (CDU), sowie Dr. Brigitte Schmidt-Hagenmeyer von der SPD. Sie ist als Psychotherapeutin mit eigener Praxis tätig. [18]

In den Monaten September und Oktober 2026 finden in Schönblick „Worships Generations“ statt, ein Lobpreiskongress, und „Israel geht uns alle an!“. Im Jahr darauf findet der Kongress Christenverfolgung heute statt, wie nachfolgender Screenshot vom Veranstaltungskalender belegt.

[19]

Auch der Willow Creek Leitungskongress im Februar in Dortmund ist Teil der KiNC-Landschaft, denn Willow Creek ist eine Organisation der EAD. Der 3tägige Kongress findet in der Westfalenhalle Dortmund statt. [20]

Wir zitieren Michael Herbst, Greifswald: „Willow-Kongresse sind Feste des Glaubens: Man geht ein bisschen frömmer raus, als man reinkam.“ [21]

Und Evi Rodemann, Hamburg „Willow Creek bedeutet für mich Inspiration, Ermutigung und Herausforderung für mein persönliches missionales Leben“.

Die Entstehung von Willow Creek mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar im Gebäude des Evangeliums Rundfunks (ERF) geht zurück auf eine Studienreise in die USA und basiert auf der Erkenntnis: „Schon nach den ersten Eindrücken wurde klar: „Das ist es! So etwa sollte Gemeinde sein!“ Was Christen im deutschsprachigen Raum ersehnten, hier war es: eine missionarische Gemeinschaft von wachen Mitarbeitern, die alles darauf anlegten, Menschen über echte Beziehungen sensibel für Jesus zu gewinnen.“ [22]

Im Kontext mit der Äußerung des Geigenbauers Martin Schleske in einem Interview „Ich lass mich von Gott spielen wie ein Instrument[23] entsteht ein Geschmäckle. Denn Martin Schleske gehört zu den Referent*innen des Leitungskongress 2026 in Dortmund, der mit missionarischen Absichten durchgeführt wird und der zur KiNC-Landschaft gehört.

Beim Lesen hat uns der Gedanke sowohl abgestoßen als auch erschreckt von irgendeiner Gottheit gespielt zu werden wie ein Instrument. Denn als Mensch gespielt zu werden wie ein Instrument erinnert mehr an eine Marionette oder Handpuppe als an einen Menschen mit Reflektionsfähigkeit und eigenem Willen.

Auf dem Leitungskongress 2024 des Willow-Creek sprach der Pastor und Gründer des ICF München Tobias Teichen über Jüngerschaft. Jüngerschaft ist eines der Merkmale von KiNC.

Mit der ICF-Konferenz 2026 geht es weiter in Teil 3. Dieser führt uns auch zur Worship-Bewegung aus Redding, Kalifornien (Bethel-Music).

Teil 3

Teil 4

Christliche Events 2026

Teil 1

Für 2026 sind eine Reihe von christlichen/evangelikalen Veranstaltungen/Konferenzen/Konzerten angekündigt, hinter denen zum großen Teil missionarische Absichten stehen.

Welche Veranstaltungen das sind und welche davon zur KiNC-Landschaft (Kingdom minded Network Christianity = vernetzt, um einen christlichen Gottesstaat zu errichten) gehören, soll in diesem Mehrteiler beginnend mit Teil 1 gezeigt werden.

Glaubensfestival MEHR – The Sound of Joy (3.1.-06.01.2026 im Messezentrum Augsburg). Der Veranstalter ist das Gebetshaus e.V. mit dem 1. Vorsitzenden Johannes Hartl, der nachweislich zur KiNC-Landschaft gehört.

Dabei ist das Glaubensfestival an dem u.a. auch O’Bros auftreten mehr als nur ein Festival mit Bands, also Musik und Lobbreis. Es wird auch einen Nachmittag geben, „der zum Weiterdenken“ anregen soll. Die geladenen Gäste sind alles Akademiker*innen/Wissenschaftler*innen.

Der Nachmittag heißt „MEHRdenken“. [1]

Durch deren Tätigkeiten an Universtitäten sind sie bereits gut vernetzt. Ein Beispiel dafür sind Benedikt Paul Göcke und Ludger Schienhorst-Schönberger. Beide sind Mitglied im rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.

Am Beispiel von Dr. Oliver Dürr vom Zentrum Glaube & Gesellschaft der Univeristät Fribourg lassen sich die Vernetzungen anschaulicher darstellen.

Oliver Dürr ist „Member Oxford Collaboration on Theology and Artificial Intelligence (OCTAI), University of Oxford, Member of the Board, Collegium Emmaus und Pedagogy Fellow, Pedagogy of Christ & Being Human Project, Yale Center for Faith & Culture, Yale University“. [2] D.h. seine Kontakte führen nach Oxford (UK), nach Connecticut (USA) während er in der Schweiz unterrichtet. Als Talkgast für einen Talk-Gottesdienst taucht er auch wieder auf. [3]

Veröffentlicht werden seine Beiträge auch auf Youtube. Diesen lässt sich entnehmen, dass der Theologe auf dem Eden Fest 2023 einen Vortrag gehalten hat. [4]

Auch für den Christlichen Convent Deutschland hat Dürr in 2022 einen Vortrag zum Thema Hoffnung innerhalb des Christentums des CCD gehalten. [5]

Zum Trägerkreis des CCD gehören Vertreter*innen aus verschiedenen Kirchen und Freikirchen. [6] Der CCD gehört darum mindestens zum Umfeld der KiNC-Landschaft.

Zurück zum Glaubensfestival MEHR. Es wird ein Kinderprogramm (MEHRkids) geben, eine sog. ZIMZUM-Lounge für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13-25 Jahren, das MEHRforum mit christlichen Werken, Verlagen, Unternehmen, Bibelschulen und Missionswerken. Darüber hinaus Speeddating, Segnungsgebet, Evangelischer Abendmahlgottesdienst, katholischer Eucharistiefeier, Raum der Stille & Gebetsraum und LeadersLounge.

Als Referent tritt der US-amerikanische Bestsellerautor, christliche Berater, Redner und Gründer von Ransomed Heart Ministry John Eldredge auf. Als Buchautor liegt im „Der Ungezähmte Mann“ – Auf dem Weg zu einer neuen Männlichkeit am Herzen. [7]

Zusammenfassend festgehalten: „Der Mann ist für ein abenteuerliches Leben geschaffen. Ein Mann wird erst dann wirklich glücklich sein können, wenn in seiner Arbeit, in seiner Liebe und in seinem spirituellen Leben das Abenteuer Einzug hält“, schreibt Eldrigde, Autor weiterer Publikationen. [8]

Der nächste Redner ist Elias Glaeser vom Gebetshaus. Er ist mit diesem eng verbunden, hat er doch die Jüngerschaftsschule im Gebetshaus Augsburg besucht. Er unterstützt Johannes Hartl [9] und kann damit auch der KiNC-Landschaft zugeordnet werden. D.h. auch er möchte einen christlichen Gottesstaat errichten.

Ebenfalls mit dabei sind die deutsche Sportlerin und Olympia-Goldmedalliengewinnerin 2024 Yemisi Ogunleye sein, Bischof Bertram Maier, Landesbischof Tobias Bilz, Jana Ringwald (Cyberstaatsanwältin), Tini Brüning (katholischer Fernsehsender k-tv, Mitbegründerin eines Netzwerks für katholische Influencer*innen namens „Crossconnected“), Mojtaba Barahimi (lebt in London, studierter anglikanischer Theologe, der nach einer dramatischen Begegnung mit Jesus Christ wurde), Schwester Teresa Zukic und Prof. Dr. Heino Falcke.

Prof. Dr. Heino Falcke ist Professor für Astrophysik an der Radboud Universität Nimwegen. Er verbindet Glaube und Wissenschaft. So wird er auf der Webseite vorgestellt. [10]


[11]

Die Zeit veröffentlichte am 17.12.2025 ein Porträt über den Wissenschaftler, der als erster Mensch ein schwarzes Loch fotografiert hat und betet. Mit Aliens würde er gerne über ihren Glauben sprechen.

Prof. Falck, auch bekannt aus Dokumentationen, vertritt die Ansicht „Ein Glaube ohne Physik ist ein kastrierter Glaube“. [12]

Während sich Johannes Hartl kritisch mit der Evolutionstheorie auseinandersetzt, [13] bringt Falck Wissenschaft und Bibel unter einen Hut.

Hartls Position könnte als „progressiver Kreationismus“ oder „intelligent Design“ eingeordnet werden mit Gott als Ursprung oder Begleiter.

Da „wir uns“ hier im Bereich des christlichen Fundamentalismus bewegen, erscheint es sinnvoll einige Anmerkungen über Kreationismus hinzuzufügen. Es gibt verschiedene Formen des Kreationismus.

Junge-Erde-Kreationismus (YEC): Die Erde ist weniger als 10.000 Jahre alt.
Alte-Erde-Kreationismus: Akzeptiert die wissenschaftliche Altersbestimmung der Erde (Milliarden Jahre), glaubt aber an gezielte, göttliche Schöpfungsakte zu bestimmten Zeitpunkten.
Progressiver Kreationismus und Intelligent Design (Gott hat alles erschaffen und/oder die Evolution begleitet/hergestellt).

Hier leistet Falck „großartige“ Arbeit. 🤬

Prof. Falck als Redner für eine Veranstaltung des Gebetshauses e.V. führt also das fort was die Konferenz Kreatikon in diesem Jahr zum dritten Mal erarbeitete, nämlich die Verknüpfung von Bibel und Wissenschaft.

Prof. Falck als Redner unterstützt dabei gleichzeitig die Absicht einen christlichen Gottesstaat zu errichten und verleiht einer christlich-fundamentalen Großveranstaltung einen wissenschaftlich-fortschrittlichen Charakter.

Dabei ist ein christlicher Gottesstaat alles andere als fortschrittlich, sondern ausschließlich rückwärts gewandt und autoritär. Da mögen die musikalischen Acts von O’Bros, Central Arts oder Michael Beering & Band noch so hip erscheinen.

Das macht Veranstaltungen wie diese so gefährlich!!!

Teil 2

Teil 3


Erinnern

Es reicht nicht aus, nur am 9.11. eines Jahres zu erinnern, an den Holocaust, an die Nazis, die Millionen ermordeter Menschen, darunter 6 Millionen ermordeter Jüdinnen*Juden, ca. 3,3 Mio. sowjetische Kriegsgefangene, zwischen 250.000 und 300.000 Menschen mit Behinderungen, die in Heimen und Pflegeeinrichtungen untergebracht waren, mehr 310.000 Serbische Zivilisten, die von Ustaša-Behörden des Unabhängigen Staates Kroatien getötet wurden, mindestens 250.000 (möglicherweise bis zu 500.000) Roma, Sinti, Jenische. Menschen, die mit dem Z-Wort abgewertet wurden …. . Nachzulesen hier

Zwischen 5.000 und 15.000 homosexuelle Männer wurden in der NS-Zeit in Konzentrationslagern inhaftiert. Etwa 100.000 homosexuelle Männer wurden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Paragraf 175 während der NS-Zeit von der Polizei verhaftet. Nachzulesen hier

Oder hier zum anhören

Es reicht nicht aus nur daran zu erinnern. Denn das Unfassbare geschah vor aller Augen am hellichten Tag.

Wir erinnern an den Gießener Schriftsteller Georg Edward (https://vanunews.noblogs.org/2025/10/28/stadtfuehrung-teil-2/): „Die Leute auf der Strasse schienen in der Mehrzahl mit dieser Brutalität einverstanden zu sein, nur wenige zeigten Überraschung oder Abscheu auf ihren Gesichtern.(…)“.

Wer eine Tageszeitung lesen konnte, konnte Anzeigen wie diese lesen. „Hier kauft der Nationalsozialist beim Parteigenossen“ (erschienen am 28.7.1933 in der Oberhessischen Tageszeitung)


oder diese mit der Überschrift „Deutsche Waren – vom deutschen Kaufmann“ (erschienen am 1.12.1933 in der Oberhessischen Tageszeitung“.

Es reicht nicht aus nur zu Erinnern. Es reicht einfach nicht aus. Denn wer Erinnert MUSS auch aufmerksam sein, dass so etwas nicht noch einmal geschehen kann. Muss aufmerksam im HIER und JETZT sein.

Wir schauen auf den unanständig-rechten Wetzlar-Kurier, der herausgegeben wird vom extrem rechten Ex-MdB Hans-Jürgen Irmer (CDU). Denn in diesem kostenlosen Schmutzblatt veröffentlichen viel zu viele regionale Unternehmen ihre Anzeigen.

Wir schauen auf die aktuelle zwanzigseitige Ausgabe vom November 2025 mit 52 Werbeanzeigen regionaler Unternehmen und Organisationen, darunter auch Anzeigen, die überdimensional groß sind.

Anders als damals in der Oberhessischen Tageszeitung werden die Anzeigen für die Unternehmen nicht auf einer Seite zusammengefasst, sondern gleichmäßig über die gesamte Ausgabe verteilt und das sieht dann so aus:

Das „Stadtbild“ wird zum „Migrationsproblem“ und eine vermeintliche „Linke Medien-Blase brodelt“ und links daneben Anzeigen auf S. 2 von: Wasser- und Heizungstechnik Arnold, Café-Bistro am Kornmarkt, Holz und Aluminium von Bepler, Gebäudesicherheit und Kommunikation OCS, Gewerbe-Immobilien-Zentrum Mittelhessen, ABE Elektrotechnik GmbH und Papier Ludwig.

Auf Seite 3 geht es dann weiter mit folgender Schlagzeile „Laut Bundeskriminalamt: Syrer, Afghanen, Marokkaner zehnmal so kriminell wie Deutsche“ eingerahmt von einer Werbeanzeige für Rentenberatung Wallbruch, Werbung für den Weihnachtsmarkt am Domplatz, der Schreinerei Karl-Heinz Hedrich in Asslar, Geier Starkstromtechnik GmbH, Clößner Maschinenbau und NC Technik.

Unter dem Artikel „Hessen macht der Stasi Konkurenz Meldestelle „HessenGegenHetze“ gehört abgeschafft“ von Hans-Jürgen Irmer, der seine Erkenntnisse von Nius, Ulf Poschardt und J.D. Vance gewonnen hat, inserriert das Sprachrohr der EAD, nämlich idea.


Und mit dem passenden Barcode kann die christliche Gefolgschaft idea testen und sich einen exklusiven Rabatt sichern. [1]

Auf S. 18 kann sich die Leser*innenschaft „informieren“ über unkontrollierte Kindergeldzahlungen, die ins Ausland fließen sollen, erfährt, dass 3,6 Millionen Steuermittel in „Forschungsunfug“ fließen sollen und kann „erkennen“ wie antisemitisch linke NGO-Netzwerke seien, während die Brauhaus Obermühle, Hessens kleinste Spezialitätenbrauerei, für ihre Getränke wirbt.

Das sieht dann so aus: [2]

[2]

Das waren nur einige ausgewählte Beispielen von seeeehr vielen in nur einer Ausgabe!

Wenn „wir“ uns heute an das unausprechliche Leid erinnern, das die Nazis verursacht haben, dann bietet sich der Vergleich OT im Jahre 1933 und der Wetzlar Kurier in 2025 durchaus an, denn auch hier geschieht Diffamierung, Rassismus, Ausgrenzung und Niedertracht in aller Öffentlichkeit und Geschäftsleute oder Organisationen, wie idea, der Kopp Verlag und und und, unterstützen den Wetzlar-Kurier und die menschenverachtenden Ansichten von Hans-Jürgen Irmer.

Wer sich oder andere erinnert ohne im Hier und Jetzt Verantwortung zu übernehmen und das Maul aufzumachen wenn es notwendig ist, ist auch nicht besser als Friedrich Merz, der bei der Einweihung einer Müncher Synagoge bittere Tränen weinte vor lauter Ergriffenheit, sich der Kippa entledigte, um dann über den eingewanderten Antisemitismus zu sprechen und natürlich auch über das Stadtbild mit den vielen Migrant*innen. [3]

#NieWieder darf keine Floskel sein!!! #GegenJedenAntisemitismus #GegenRassismus

Die Arche

Ein Beitrag über das christliche Hilfswerk „Die Arche“ mit mittlerweile insgesamt 38 Standorten, darunter z.B. auch in Polen (Warschau) und Tansania (Bagamoyo). [1]

Gegründet wurde „Die Arche“ von Bernd Siggelkow im Jahr 1995. Das christliche Hilfswerk gibt an sich besonders für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen einzusetzen. [2]
Bitte beachten Sie den Fisch im Logo.

Der Fisch ist eines der ältesten Symbole im Christentum. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass das christliche Hilfswerk „Die Arche“ eine evangelikale Hilfsorganisation ist. Doch vielleicht ist sie es ja doch.

Auch in den Angeboten steht nichts Evangelikales.

[3]

Auch unter den aufgelisteten Zielen, die sich Die Arche gesetzt hat, ist nichts zu finden und der Kreis prominenter Unterstützer*innen ist groß. Günther Jauch gehört dazu sowie Lukas Podolsky oder die Schauspielerin Susan Sideropoulus. Sie alle haben haben „Die Arche“ bisher mit Geld unterstützt oder „mit eigenen Händen“. [4]

Hier unten im Bild sind die Fußballspieler Maik Franz (links im Bild), in der Mitte Bernd Siggelkow und Sami Allagui (rechts im Bild) zu sehen. [5] Sie haben das Hilfswerk mit einem „Online-Klickturnier“ unterstützt. [6]

Also gut, dann noch mal von vorne.
Bernd Siggelkow ist ausgebildeter Theologe und war für eine Weile Jugendpastor. Zum Glauben fand er als 15-jähriger über die Hamburger Heilsarmee. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte er Theologie an einem Theologischen Seminar der Heilsarmee. [7]

Die Heilsarmee ist Mitglied der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) [8] und sie gehört zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD). Sie gehört zu den intensiv verbundenen Werken.

Durch diese intensive Verbundenheit „drücken [sie] damit in erster Linie eine immaterielle innere/geistliche Verbundenheit und Nähe aus.[9]

Intensiv verbundene Werke (inkl. Organisationen, Vereine, freie Kirchengemeinden) berufen sich auf die Glaubensbasis der EAD.

Zu den Kooperationspartner*innen der Heilsarmee gehört wiederum die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) – ist identisch mit der EAD – die Lausanner Bewegung Koalition für Evangelisation, sowie u.a. das Forum Wiedenest oder die Deutsche Bibelgesellschaft. [10]

D.h. Bernd Siggelkow fand über eine evangelikale Organisation zum lieben Herrn Jesus, also zum Glauben, und auch Die Arche gehört zum evangelikalen Netzwerk der EAD. Sie ist mit der EAD verbunden. [11] Überprüfbar ist das hier: archive.is/EuoxK.

Jesus.de bezeichnet den Bambi-Preisträger 2024 als „stillen Helden“. [12] Doch so still ist er nicht. Come.on berichtete 2014 über Siggelkow mit dem Titel: „Siggelkow fordert Christen auf, Gesicht zu zeigen.“ [13]

Aufgefallen ist Bernd Siggelkow durch seine Äußerungen gegen Bürgergeld-Empfängerinnen als „Schm*rotzer, der 20 Stellen ablehnt“. [14]

Im Juni 2025 warnte er vor einem Krieg im eigenen Land. Zitiert wird er mit den Worten: „Da werden auch keine Messerverbotszonen ausreichen“.

Und weiter: „Jedoch sollte die Gesellschaft aufpassen, dass im eigenen Land kein Krieg ausbricht, „wenn unterschiedliche Kulturen aufeinanderstoßen, die sich nicht mehr verstehen“, sagt er. Was genau er damit meint, spezifiziert Siggelkow nicht weiter.“ [15]

Im Februar 2025 drängte er zu einem Kurswechsel in der Migrationspolitik mit den Worten „Uns steht das Wasser bis zum Hals“. Während die Grünen eine Erleichterung des Familiennachzugs von Geflüchtete forderten, warnte Siggelkow explizit davor. [16]

Zitiert wird er von Die Welt im Oktober 2025 mit den Worten: „Haben ganz viele Gruppen, die über Schleuser gekommen sind, die den Sozialstaat auslutschen“. [17]

Und weiter: „Arche“-Gründer Bernd Siggelkow warnt vor Spannungen durch die mangelnde Integration vieler Migranten in Deutschland. Dass viele junge Menschen Messer bei sich tragen, sieht der 61-Jährige als Konsequenz von Sprachproblemen und einer zunehmenden Perspektivlosigkeit.“ [18]

Anmerkung: Seltsam, wir kennen keine Jugendliche mit Messer.

Um mehr für Kinder und Jugendliche zu erreichen will Siggelkow bei der nächsten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus für die CDU Marzahn-Mitte kandidieren. Die nächste Wahl ist im September 2026. [19]

Es ist davon auszugehen, dass es ihm nicht mehr ausreicht „Jedes Kind aus dem Blickwinkel Gottes [zu] sehen.“ [20] Jetzt möchte er Einfluss auf die Politik nehmen.

In einem Bericht im christlichen Medienmagazin PRO, ein Sprachrohr der EAD, wird Siggelkow deutlich.

[21]

Aber auch in 2023 wurde er deutlich: „Arche-Gründer: „Mit Geld, Gebeten und Worten um unsere Kinder kämpfen[22] Zitat: „„Gerade wir Christen müssen jetzt aufstehen und mit Geld, Gebeten und Worten um unsere Kinder kämpfen“, erklärt Siggelkow auf PRO-Anfrage, und weiter: „Wir brauchen starke Kinder, um unsere Zukunft zu meistern.“

Der Humanistische Pressedienst (hpd) beschäftigte sich im Januar 2025 kritisch mit Bernd Siggelkow: „Wenn eine sich medial als „Hilfswerk“ für Kinder aus einkommensschwachen Elternhäusern inszenierende Organisation wie „Die Arche“ zum Angriff auf das Bürgergeld bläst, stellen sich einige Fragen.“ [23]

Als eine der wenigen Orgas wurde hier darauf hingewiesen, dass Siggelkow in der Vergangenheit als Interviewpartner für NIUS und die Junge Freiheit fungierte.

Zitat: „Die Junge Freiheit, ein Theorieorgan der Neuen Rechten lud ebenfalls zum Gespräch und entlockte Siggelkow in einem Interview zudem zahlreiche Stichworte für die „Remigration“.“ [24]

Doch lesen Sie selbt! archive.is/r8nR7 Hier wird erstmals erwähnt, dass Die Arche in Berlin eine evangelikale Bekenntnisschule gegründet hat. In diesem Artikel werden Die Arche als „primär evangelikale Missionseinrichtungen, Punkt“ bezeichnet.

[25]

Dieser Erkenntnis können wir uns nur anschließen. #EvangelikaleSindGefährlich