Weihnachten neu erleben

Am 10.02.2026 berichtete das Sprachrohr der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) idea über „Rekord: 540.000 Euro Überschuss bei „Weihnachten neu erleben““. [1]

Weihnachten neu erleben“ bezeichnet sich selbst als „Die Grösste Charity-Weihnachtsshow Deutschlands“. [2]

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Interessant sind in diesem Zusammenhang drei Unterstützer/Partner*innen des Projekt bzw. „unsere Gold- und Silber-Sponsoren 2025“. [4]

Darunter Rittal und die Rittal Foundation, die beide Evangelikal sind, denn der Geschäftsführer und Gründer der Foundation ist Friedhelm Loh. Inhaber und Vorstandsvorsitzender der Friedhelm Loh Group. [5]

Bei Forbes 2026 wird Friedhelm Loh/Friedhelm Loh Group auf Platz 10 der zehn reichsten Deutschen gelistet und das mit einem Vermögen derzeit bei 13,8 Milliarden Dollar. [6]

Zu den weiteren Partner*innen gehört auch Dürr Dental SE. [7] Theresa Strobel (Assistentin Vorstand, Vertrieb und Marketing DÜRR DENTAL) gehört seit 2024 zum Vorstand des evangelikalen Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF).

Zitat von Strobel: „Unsere Wirtschaft, unsere Führungsebenen und unsere leitenden Persönlichkeiten brauchen mehr denn je eine tiefe Begegnung mit Gott. Dafür schlägt mein Herz. Deshalb freue ich mich, ein Teil des KCF-Teams sein zu dürfen.[8]

Auch Martin Dürrstein, Chef des Unternehmens, ist für seinen christlichen Glauben bekannt. 2015 wurde er vom KCF als christlicher Unternehmer ausgezeichnet. [9]

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Er bedankte sich bei der Auszeichnung mit den Worten: „Er habe nicht geplant, Vorstandsvorsitzender zu werden. Dass er seine heutige Position inne habe, sei Gottes Führung gewesen. Es sei ihm ein Anliegen, die von Gott gegebenen Chancen zu nutzen. Dürrstein dankte auch seiner Frau Esther, die ihn „motiviere und stärke und mit der ich durchs Leben gehen darf“. Vor allem wolle er mit dem Preis aber Gott die Ehre geben.“ [11]

Dürr Dental als international agierende Dürr Dental-Gruppe erzielte 2024 „einen Umsatz von mehr als 374 Millionen Euro mit Kunden in 174 Ländern.“ [12]

Auf’s Geld kommen wir später noch einmal zu sprechen. Zunächst wollen wir das Team des Vereins „Weihnachten neu erleben“ vorstellen.

Der Geschäftsführer des Vereins Weihnachten neu erleben ist Markus Heusser. Er ist seit dem 1.10.2020 Leiter des Missionswerk der Liebenzeller Mission, [13] die genau wie die EAD, der KcF, dem christlichen Kinderhilfswerk Die Arche zur KiNC-Landschaft gehört.

KiNC = Kingdom minded Network Christianity (vernetzt mit der Absicht einen christlichen Gottesstaat zu errichten)

Die Liebenzeller Mission ist also ebenfalls Evangelikal.

Mit Michael Hoffmann, Geschäftsführer der FC-Gruppe und 1. Vorsitzender des Vereins, ist nicht nur ein Mitglied der Freikirche ICF Karlsruhe an Bord, sondern auch eine Person, die seit 2007 zum Leitungsteam von ICF Karlsruhe gehört.

Die ICF Karlsruhe gehört übrigens zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Karlsruhe, genau wie die Kinder und Jugend ARCHE Karlsruhe. Diese wird vertreten durch Sibylle Beck als weiteres Vorstandsmitglied.

Sibylle Beck, hier unten im Bild, hält ihre Predigten für die ICF Karlsruhe. [14]
Ihre Predigten stehen via Youtube zur Verfügung.

Markus Miles (Dekan der Römisch Katholischen Kirche Karlsruhe) und Dr. Thomas Schalla (Evangelischer Stadtdekan Karlsruhe) komplettieren den Vorstand des Vereins „Weihnachten neu erleben“. [15]

Weiter heißt es: „Die inhaltliche Leitung erfolgt durch das Leitungsteam Michael Hoffmann, Manuel von Kahlden, Theresa Mirkes, Matthias Heusser, Markus Heusser und Nina Treiber.

Mit Manuel von Kahlden ist der stellvertretende Gemeindeleiter des ICF Karlsruhe verantwortlich für die Inhalte.

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Nina Treiber, von Beruf Luftakrobatin oder Kunstakrobatin, war zur Kommunalwahl 2019 in Karlsruhe aufgestellt als neue Kandidatin „Für Karlsruhe“ in den neuen Gemeinderat aufgestellt. [17]
Beim evangelikalen Willow-Creek-Leitungskongress schwebte sie in weißen Bändern über die Bühne. [18] Die Liebenzeller Mission erwähnt sie namentlich als Teilnehmerin des Fests Geh:Halten. [19]

Theresa Mirkes gehört ebenfalls zum ICF Karlsruhe. [20]

Das Leitungsteam ist also zum größten Teil evangelikal und genau diese Haltung fließt auch in die Veranstaltung ein. 2023 wurden zu „Weihnachten neu erleben“ im Zeitraum 7.-10.12.2023 75.000 Besucher*innen erwartet. [21]

Es geht nämlich um die Verpackung der christlich-evangelikalen Botschaft, die mittels Schauspiel, Tanz, Akrobatik als „spektakuläre Show“ vermittelt wird. Es gibt eine Live-Band, einen 400köpfigen Chor und ein großes Orchester.
2.400 Ehrenamtliche sind dafür verantwortlich.

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So. Zurück zum Geld. Denn der gesamte Erlös unterstützte 2025 lokale Kinderhilfsprojekte und zwar die Projekte „Kinder & Jugend ARCHE Karlsruhe“, „Hanne-Landgraf-Stiftung“ und „Villa Kunterbunt Bruchsal“.

Was bisher zu sehen war: ein Projektteam mit einem hohen Anteil von Freikirchler*innen/Evangelikalen, drei Partnerorganisationen mit evangelikalem Background und finanzkräftigen Partner*innen.

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Darunter dm mit 4.000 Standorten in 14 europäischen Ländern und einer Umsatzentwicklung 2023/2024 von 17,74 Milliarden Euro europaweit. Im Geschäftsjahr 2024/2025 stieg der europaweite Umsatz um 8,2 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro. [24]

Darunter Europa Park, Deutschlands größter Freizeitpark, laut einer Studie „errechneten für das Familienunternehmen in Baden-Württemberg Umsätze von über einer Milliarde Euro in der Saison 2023/2024.“
Einem Park, der die gesamte Region nachhaltig stärkt. [25]

Darunter Maisenbacher Hort + Partner, einer Steuer- und Rechtsanwaltskanzlei mit rund 120 Mitarbeiter*innen. Für MHP war es ein Herzensanliegen „Weihnachen neu erleben“ zu unterstützen. [26]

Der Radiosender Die Neue Welle zitiert Michael Hoffmann folgendermaßen: [27]

Besonders hebt er die überkonfessionelle Zusammenarbeit der Karlsruher Kirchen hervor, die ein starkes Zeichen der Einheit setze“.

Allerdings ist das Projekt, wie dargelegt und mit Quellen belegt, vorwiegend in den Händen von Evangelikalen, die der KiNC-Landschaft zugeordnet werden können, während das Projekt finanziert und unterstützt wird von Unternehmen, die ein evangelikales Projekt finanzieren und die Gefahr, die von ihnen droht ignorieren.

Das war’s. #EvangelikaleSindGefährlich

Anhang:

Ein Bericht einer Aussteigerin über ICF

Eine Reportage Inside Freikirchen ICF Undercover

Der Seelenfänger von Zürich