Thread über die Gesellschaft für Deutsche Kultur und Josef Kraus

Datum: 15.06.2019

link: https://twitter.com/XtraKramer/status/1139963682425847813

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Wenn sich ein Verein zu Deutschland in einem „Europa der Völker“ bekennt, dann ist Vorsicht angezeigt. Hier wird Ethnopluralismus, der zentrale Kern der neuen Rechten oder auch der neofaschistischen IB, nur anders formuliert.

Es geht um den Verein Gesellschaft für Deutsche Kultur.

Auf was dieser Verein stolz ist, ist schnell formuliert. Die Autobahn, d. Weihnachtsmarkt, d. Fußball und d. Oktoberfest spielen eine Rolle.

Der Verein ist nicht als gemeinnützig anerkannt. Er hat seinen Sitz in München und einmal monatlich treffen sich die Vereinsmitglieder im Restaurant Metzgerwirt in München.

 

Am 27.06.2019 organisiert die Gesellschaft für Deutsche Kultur im Johnannissaal im Schloss Nymphenburg eine Veranstaltung mit dem extrem rechten Ehrenpräsidenten des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus.

Kraus soll über die „Gender-Ideologie – eine neue „68er Bewegung?“ sprechen. Dann kann er die „Erkenntnisse“ seines Buches, das im neofaschistischen Manuscriptum Verlag erschienen ist, einfließen lassen.

Denn Josef Kraus, findet „nichts ungerechter als die Gleichbehandlung Ungleicher“

Bisher publizierte Kraus u.a. für Tichys Einblick, für die Junge Freiheit, für MUT, für TUMULT und er ist Mitglied im Förderkreis der Vierteljahresschrift TUMULT, schreibt für CATO oder hält Vorträge für die Bibliothek des Konservatismus oder für die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Die Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“ initiiert vom Verein Deutsche Sprache, die hat er auch unterzeichnet. Dass er darüberhinaus außerordentlich gut vernetzt ist mit einschlägig hier bereits bekannt gemachten Organisationen wie idaf oder Verantwortung für die Familie

ist das Eine. Das Andere ist die hohe Beliebtheit in der Mitte der Gesellschaft, die diesem rechten Hetzer, immer wieder Podien bietet und ihn mit Preisen überschüttet. Ich berichtete bereits darüber, steht im Blog unter Josef Kraus.

Aber das liegt nur daran, dass die Mitte der Gesellschaft und die Gesellschaft für Deutsche Kultur mehr Gemeinsamkeiten haben als nur die Begeisterung für den extrem rechten Josef Kraus. Sie will es nur nicht hören. Ich sage es aber doch.