Eine Auseinandersetzung mit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz

Dieser Beitrag (Teil 1) steht mit allen Grafiken und Screenshots auch im Archiv zur Verfügung

Teil 1

Diese kritische Auseinandersetzung mit der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz beginnt mit einem Blick auf die Glaubenserklärung der World Evangelical Alliance (WEA).

Wir glauben an: Die Heilige Schrift, Einen Gott, Unser Herr Jesus Christus, Die Errettung, Der Heilige Geist, Die Einheit des Geistes, Die Auferstehung.

(1)

Wer diese einmal gelesen und verstanden hat, weiß warum Evangelikale gefährlich sind. Gefährlich für emanzipatorische Entwicklungen und Bewegungen; gefährlich für Demokratie und antiautoritäre Strömungen und nicht zuletzt gefährlich für all die, die nicht dem Bild vom Menschen im biblischen Sinne entsprechen, also alle die nicht cisgeschlechtlich und nicht heterosexuell sind.

Wie komme ich darauf?

Um die Bibel als „heilige Schrift“ als höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und des Verhaltens zu verstehen und zwar genau so wie sie „ursprünglich von Gott gegeben wurde“, ist ein autoritärer Charakter unabdingbar, der sich der Bibel als höchste Autorität unterwirft, während ein aufgeklärter oder kritischer Geist Fragen stellen würde.

Ein aufgeklärter oder kritischer Geist würde z.B. fragen, wie passt ein ganzer Mensch (Jonah) in den Bauch eines Riesenfisches und wie kommt es, dass dieser Mensch, falls er überhaupt durch die Speiseröhre gelangt, wieder schadlos hinausgelangen konnte?

Würde z.B. fragen, ob es überhaupt einen Fisch gibt, dessen Speisenröhre groß genug für einen Menschen ist.

Wenn die Bibel als höchste Autorität definiert wird, bedeutet es auch, dass menschliche Gesetze und Verfassungen unter diese Autorität untergeordnet werden. Demokratisch ist das nicht. Aufgeklärt ist es auch nicht. Es erinnert vielmehr an Theokratie.

Die Glaubensbasis der Evangelischen Allianz vom 2.9.1846 wurde 2018 überarbeitet. Sie liest sich jetzt so und ergänzt die Glaubenserklärung der WEA (Weltweite Evangelische Allianz) und macht vieles noch deutlicher.

Zu lesen ist Die gemeinsame Basis des Glaubens. Zunächst beschreibt die EAD ihr Netzwerk und

hier werden sämtliche Bekenntnisse aufgeführt. Sie umfasst 7 Punkte, sehr ausführlich. Zu ausführlich für die Bildbeschreibung.

(2)

Auch in dieser überarbeiteten Version ist die Bibel, das alte und neue Testament, die „höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung“, d.h. auch hier steht die Bibel über der menschlichen Gesetzgebung. Anders lässt sich das mMn nicht interpretieren.

In den Glaubensbekenntnissen der Evangelischen Allianz steht: „Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen.“

Und genau so wie es da steht, ist es auch gemeint. Die Botschaft ist die, dass Gott 2 Geschlechter erschaffen hat, nämlich Mann und Frau, die als sein Ebenbild eine unverwechselbare Würde besitzen.

So ist es formuliert und genau so wird es von Evangelikalen ausgelegt oder verstanden. Das bedeutet, dass allen anderen Geschlechtern diese unverwechselbare Würde nicht zugestanden wird. Denn die Bibel ist was Transgeschlechtlichkeit betrifft außerordentlich schweigsam.

Sie geht auf Eunuchen und auf Männer, die Frauenkleider tragen (Stichwort: Transvestiten), ein. Das war es.

Doch es gibt einen sehr aufschlussreichen Text von Svenja Lueg für das Forum Ethik – Impulse zur Orientierung, hrsg. vom Institut für Ethik & Werte, einer evangelikalen Organisation, die zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Gießen gehört. Dieser Text geht näher darauf ein.

Zum besseren Verständnis einige Zitate:

Zitat:
„Die Trans*Bewegung hat Themen der Identitätspolitik in die Diskussion gebracht und es geschafft, dass Vertretern anderer Meinungen praktisch jede Äußerung im öffentlichen Raum verwehrt bleibt.“

 

Zitat:
„Die Kirche muss in diesem schwierigen Bereich Klarheit suchen. Wir versuchen, diejenigen zu unterstützen, die mit Gender-Dysphorie kämpfen. Zugleich müssen wir Formen der Transgender-Ideologie ablehnen und ihnen entgegentreten, die alternative, radikal säkulare Vorstellungen davon anbieten, was es bedeutet, Mensch zu sein.“

 

Zitat:
„Die Kirche muss darauf achten, seelsorgerlich auf Einzelpersonen zu reagieren, während sie zugleich die Herausforderungen und Komplexitäten erkennt, die Transgender umgeben.“

 

Zitat:
„Viele Christen werden Verständnis für die Bedenken haben, die von Frauengruppen bezüglich der Sicherheit von Frauen, beispielsweise in Frauenhäusern, geäußert werden, aber noch grundsätzlicher dafür, dass ihre ganze Identität infrage gestellt wird.“

 

Und natürlich gibt es in diesem Text auch einen Bezug zu dem evangelikalen US-amerikanischen Professor für Psychologie am Wheaton College (3) Mark Yarhouse, „der bevorzugt Patienten mit Gender-Dysphorie dabei zu helfen, sich, wenn irgend möglich, mit ihrem Geburtsgeschlecht zu versöhnen. Falls das scheitert, empfiehlt er die am wenigsten invasive Vorgehensweise.“

Das was vom Institut für Ethik & Werte veröffentlicht wird, hat für die evangelikale Gemeinde der EAD Gewicht.

Das Institut für Ethik & Werte definiert sich nämlich so: „Das Institut versteht sich als Think Tank, in dem kreativ über die Relevanz des christlichen Glaubens nachgedacht und praktikable Konzepte für ein intellektuell redliches Christsein entwickelt werden. Angesichts einer weit verbreiteten Säkularisierung sollen christliche Werte der Öffentlichkeit vermittelt werden.“ (4)

Direktor des Instituts ist Prof. Dr. Christoph Raedel, Professor für Systematische Theologie an der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH), einer evangelikalen Hochschule.

D.h. das Institut und die Hochschule sind miteinander verbunden und gehören gleichzeitig zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Gießen.

Durch das Rambach Pädagogicum ist in gewisser Weise die FTH Gießen mit der Justus-Liebig-Universität Gießen verbunden. Denn es ist eine Studienbegleitung für Lehramtsstudierende der JLU in Gießen.

Zu lesen ist die Bio, die bei Facebook erscheint.

(5)

Zusätzlich unterhält das Institut für Ethik & Werte eine Buchhandlung (FTH-Books) und das Institut für Israelogie.

Screenshot bestätigt die Angaben. Aufgeführt sind die Arbeitsbereiche der FTA

(6)

Was also im Institut für Ethik & Werte geschieht oder veröffentlicht wird, in Form von Publikationen oder Veranstaltungen, hat Bedeutung und geschieht nicht in einem Vakuum.

Denn in Gießen haben sich der Evangelischen Allianz zahlreiche Kirchengemeinden, Gruppierungen, Initiativen und Werke angeschlossen.

Darunter z.B. die August-Hermann-Franke-Schule, der Gideon Bund Gießen oder Willow Creek Deutschland.

Hier sind die vielen angeschlossenen Gemeinden in Gießen und die angeschlossenen Initiativen, Gruppen und Werke aufgeführt.

(7)

Denn die Evangelische Allianz in Deutschland und deren regionale Ableger wie die Evangelische Allianz Gießen sind stets außerordentlich gut vernetzt.

Was die Glaubensbasis der EAD noch offenbart, folgt in Teil 2.

Zwei Nachrichten, die harmlos erscheinen es aber nicht sind

Nachricht 1

Und während die Erschreckten mit Entsetzen in die USA schauen und beobachten können, welche Entwicklungen die Abschaffung von Roe v. Wade zur Folge haben und noch haben werden, gab es in Deutschland zwei Mitteilungen, die hellhörig hätten machen sollen.

Hätten. Sollten. Müssten.

Die eine Nachricht war die, dass ein „ehemaliger Spitzen-Politiker (…) Professor in Gießen wird“. Es ging um Volker Kauder, der zum Honorarprofessor an der Freie Theologische Hochschule (FTH) Gießen ernannt worden war.

Erwähnt wurden Prof. Stephan Holthaus und der Termin der Antrittsvorlesung am 2.11.2022 um 10 Uhr an der FTH Gießen samt Verlinkung dorthin. Das war alles was in der Gießener Allgemeine Zeitung (GAZ) zu lesen war. [1]

Eine Einordnung fand nicht statt. Das soll hier nachgeholt werden, denn die FTH Gießen gehört zum Netzwerk der Evangelische Allianz Deutschland (EAD) und ist darum eine evangelikale Einrichtung mit Professoren wie z.B. Harald Seubert, einem christlichen rechten christlichen Fundi, der zum klerikalfaschistischen Renovatio-Institut gehört und sich dem rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit angeschlossen hat.

Zu den Professor*innen der FTH Gießen gehört auch der queerfeindliche Gießener Theologieprofessor Christoph Raedel, der ursprünglich als Gutachter im Latzel-Prozess vorgesehen war.

Raedel, der für „Homo-Heilung“ wirbt, sollte als „Experte“ „Aufschluss darüber geben, ob die Äußerungen von Latzel von der Bibel gedeckt seien“. queer.de/detail.php?article_id

Es waren menschenverachtende hetzende Ausbrüche, die Latzel von sich gegeben hatte. Raedel sollte ihn dabei unterstützen, doch seine Rolle wurde neu besetzt und zwar mit Ludger Schwienhorst-Schönberger, gleichfalls vom rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.
queer.de/detail.php?article_id

Der nächste Professor an der FTH Gießen ist Prof. Stephan Holthaus. Er ist ein überzeugter Abtreibungsgegner und war Unterstützter oder Botschafter der europäischen Bürgerinitiative Einer von Uns, die mit dem europaweiten antifeministischen und LGBTQI-feindlichen Network Agenda Europe verbunden war.

Agenda Europe will verkürzt zusammengefasst Abtreibungen , die Antibabypille und Scheidungen verbieten, darüber hinaus will das Netzwerk einen sog. Sodomie-Paragraphen einführen, der Homosexualität kriminalisiert.

Holthaus ist Direkter des Instituts für Ethik & Werte mit Sitz im mittelhessischen Gießen. Das Institut gehört mittlerweile zu den Mitgliedern des Bundesverband Lebensrecht (BVL).

Über die Freie Theologische Hochschule Gießen gäbe es viel mehr zu sagen. Ein oberflächlicher Eindruck vermittelt dieser Eintrag im Blog

Wenn ich dem Sprachrohr der EAD idea Glauben schenke, dann hat eine in 2021 stattgefundene Umfrage ergeben „Weiter Zulauf für evangelikale Ausbildungsstätten.“ [2]

Nachricht 2

Die zweite Nachricht war die, dass die Evangelische Allianz Deutschland (EAD) eine neue Leitungsstruktur erhält. Die „Marke Evangelische Allianz“ soll gefestigt und langfristige Positionierungen festgelegt werden. „Um die Evangelische Allianz auch breit in Politik, Kirche und Gesellschaft zu repräsentieren und zu vernetzen (…),“ berichtete idea am 22.09.2022. [3]

Auszug: „Inhalt der „Marke Evangelische Allianz“ sowie langfristige Positionierungen festlege. Um die Evangelische Allianz auch breit in Politik, Kirche und Gesellschaft zu repräsentieren und zu vernetzen, werde der Verein einen EAD-Rat einberufen, dem rund 70 Mitglieder aus Werken, Verbänden und Ortsallianzen angehören sollen“.

[4]

Noch mehr Einfluss und Repräsentation will die EAD in Politik, Kirche und Gesellschaft erreichen. Dabei hat die EAD bereits einen Beauftragten der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) im Deutschen Bundestag.

Auf Wolfgang Baake folgte 2016 Uwe Heimowski von Gemeinsam Gegen Menschenhandel. Laut EAD ist er langjähriges Mitglied im Jugendarbeitskreis und des Konferenzausschuss der Bad Blankenburger Allianzkonferenz. [5]

Er ist also gut vernetzt und war Mitarbeiter des Ex-CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Heinrich, dem Vorstandsvorsitzenden von Gemeinsam Gegen Menschenhandel.

Auf der Allianzkonferenz 2022 ermutigte der Referent Steffen Beckjunge Christen, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen und sich politisch zu engagieren“. Steffen Beck ist leitender Pastor und Gründer der Freikirche ICF Karlsruhe.

Wie er sich die Verantwortung und das politische Engagement vorstellt, hört sich so an: „Wer mehr Einfluss hat, kann mehr Wirkung entfalten für Gott“. Er sagte zusätzlich noch wenn das Handeln christliche Werte verletze, etwa im Beruf, sollten sich Christen dem verweigern, dabei jedoch Standfestigkeit und Anpassungsfähigkeit nicht verwechseln. [6]

Es geht also um gesellschaftlichen und politischen Einfluss und es geht um Missionierung. Denn die Bekenntnis und Glaubensgrundlagen des ICF Karlsruhe basieren auf dem apostolischen Glaubensbekenntnis und der Basis der Evangelischen Allianz,

Screenshot von der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz vom 2. September 1846, überarbeitet 2018

die die Bibel zur höchsten Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung gemacht hat, die nur die Zweigeschlechtlichkeit der Geschlechter kennt, LGBTIQ-feindlich, antifeministisch ist und Anti-Genderismus betreibt, in deren Reihen der Kreationismus erblüht und ein autoritärer Charakter unabdingbar ist.

Überlegungen

2 Nachrichten, die hätten hellhörig machen müssen.

Hätten! Sollten! Müssten!

Taten sie nur nicht. Sie gingen unter, denn für sich genommen und ohne Einordnung erschienen sie harmlos. Sind sie aber nicht.

Denn im größeren Kontext betrachtet, hat die FTH Gießen, eine evangelikale Einrichtung, ein prominentes Gesicht gewonnen und wird dadurch geadelt oder aufgewertet. Denn immerhin ist Volker Kauder kein Unbekannter, sondern in gewisser Weise prominent.

Eine Hochschule wird aufgewertet an der Professor*innen unterrichten, die antifeministisch, LGBTIQ-feindlich sind mit Verbindungen ins klerikalfaschistische Spektrum, deren Professor*innen wie z.B. Raedel sich schon 2013 gegen die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ausgesprochen hat.

Eine evangelikale Hochschule wird aufgewertet und prominenter, während die EAD sich neu aufstellt, um mehr Einfluss nehmen zu können.

Die Abschaffung von Roe v. Wade in den USA beschrieb idea, das Sprachrohr der EAD, als „überfällige Korrektur“. [7] Mit Freude konnte idea am 1.8.2022 „Ein Monat nachRoe v. Wade“: 43 Abtreibungskliniken stellen Arbeit ein“ berichten, denn in der Vergangenheit, konkret 2017, startete idea eine Petition gegen „massenhafte Abtreibungen“. [8]

IdeaSchweiz konnte mit Stolz verkünden „Petition gegen massenhafte Abtreibungen stößt auf großes Interesse“:

Innerhalb von zwei Tagen unterschrieben fast 3.000 Personen, darunter Ärzte, Unternehmer und Pastoren. Mit der Petition werden die Abgeordneten des Bundestages aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Leben ungeborener Kinder umfassend geschützt wird.“ [9]

Deshalb gehört die Deutsche Evangelische Allianz, die identisch mit der EAD ist, zu den ideellen Unterstützer*innen des Marsch für das Leben. [10] Zusätzlich sind 4 Organisationen, die zum Netzwerk der Evangelischen Allianz gehören, Mitglieder im Bundesverband Lebensrecht (BVL). [11]

Die EAD will mehr Einfluss nehmen und das auf allen Ebenen. Wie das ausgehen kann, können Sie in den USA sehen oder in Brasilien oder in Polen oder in Ungarn. Denn sobald Sie Evangelikale oder christliche Fundis/Katholitäre Einfluss nehmen lassen,

werden die Rechte von ganzen Bevölkerungsgruppen zunichte gemacht. Es beginnt mit den fehlenden Rechten für ungewollt Schwangere und für queere Menschen und endet im schlimmsten Fall wie in den USA.
https://www.republik.ch/2022/09/21/sie-kaempfen-fuer-einen-gottesstaat-usa

„Diese Kriegsführung wird auf verschiedenen Ebenen betrieben – von der persönlichen bis zur institutionellen. Denn nach dieser Vorstellung können nicht nur Menschen von Dämonen besessen sein, sondern auch Gebäude und Institutionen. Vor diesem Hintergrund sind die bereits erwähnten «Jericho Marches» zu verstehen – und die Zerstörung, die die Eindringlinge im Kapitol anrichteten. Denn das Kapitol war ihrer Ansicht nach längst entweiht worden und von dämonischen Kräften besetzt. Aber auch die LGBTQIA+-Community, Abtreibungs­kliniken und die Demokratische Partei werden als von Dämonen besessen angesehen“,

schrieben Annika Brockschmidt, Thomas Lecaque und Mark Peterson am 21.09.2022.

Tatsächlich veröffentlichte idea einen Artikel mit der Überschrift: „Die Bibel steht über der Verfassung[12] und bezog sich dabei positiv auf den „Gotteskrieger im Tweetjacket“ Martin Mosebach.

Wer genauer hinschaute, also in die Tiefe, konnte bereits 2005 beobachten wie Evangelikale ein geplantes Antidiskriminierungsgesetz fürchteten. Es stelle „einen Eingriff in das grundgesetzlich geschützte Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften dar“. [13]

Im Zweifel Gott mehr als dem Gesetz gehorchen[14] ist auf der Webseite der EAD zu lesen und weiter:

Zimmermanns empfiehlt Kirchen, Gemeinden und einzelnen Christen, die mit dem zukünftigen ADG aus Glaubens- und Gewissensgründen in Konflikt geraten, Schadensersatzleistungen zu verweigern. Sie sollten den Rechtsweg beschreiten und eine Niederlage riskieren. Es gelte der Grundsatz: „Man muß Gott mehr gehorchen als den Menschen“ (Apg 5,29). Nach Ansicht des Vorsitzenden des AKREF, Pfarrer Paul Murdoch (Großsachsenheim bei Stuttgart), bestätigt das Gutachten die Bedenken, die die Europäische Evangelische Allianz schon gegen die Vorlage der EU vorbrachte.“

Wenn Sie in einer solchen Welt leben wollen, dann ignorieren sie weiterhin Katholitäre, christliche Fundis und Evangelikale weiter. Ich tue es jedenfalls nicht. #FundisZurHölleJagen

Gemeinsam gegen Menschenhandel, aber nicht nur

Dieser Eintrag steht mit allen Grafiken und Screenshots auch im Archiv zur Verfügung

Wenn Sie denken christliche Fundis, Katholitäre und Evangelikale sind eine Minderheit und können darum getrost ignoriert werden, dann liegen sie sowohl richtig als auch falsch. Richtig ist der Teil mit der Minderheit, falsch ist es jedoch diese Gruppierungen und Organisationen zu ignorieren.

Es liegt nämlich im Wesen von Fundis zu missionieren und darüber hinaus politisch Einfluss nehmen zu wollen.

Wie dieser Einfluss aussehen kann, soll am Verein Gemeinsam gegen Menschenhandel (GGMH) dargestellt werden. GGMH bezeichnet sich selbst als „offenes Bündnis von Organisationen und Initiativen gegen Menschenhandel“.

Screenshot von der Twitter-Bio von Gemeinsam gegen Menschenhandel „Offenes Bündnis von Organisationen und Initiativen gegen Menschenhandel in Deutschland, Öffentlichkeitsarbeit, Prävention, Opferhilfe, Advocacy“.

Doch tatsächlich ist es ein evangelikaler Verein und ein in weiten Teilen evangelikales Bündnis. Das beweisen die Vorstandsmitglieder. 3 von ihnen, nämlich Frank Heinrich, Uwe Heimowski und Gaby Wentland gehören dem Hauptvorstand der Evangelische Allianz Deutschland (EAD) an. [1]

Screenshot mit Fotos von den Vorstandsmitgliedern: Frank Heinrich, Gerhard Schönborn, Uwe Heimowski, Heike Menzel-Kötz, Dietmar Roller, Gaby Wentland.

[2]

Mit Gerhard Schönborn ist ein weiteres Mitglied vertreten, dass sich auf den christlichen Glauben bezieht. Er hat die christliche Lebenshilfe Neustart e.V. gegründet.

Mit Dietmar Roller (Beisitzer) von International Justice Mission e.V. (IJM) ist ein Vertreter einer Internationalen Organisation mit Sitz in den USA an Bord.

Dietmar Roller vertritt IJM Deutschland mit Sitz in Berlin. [3] Er gehört zusätzlich noch dem Arbeitskreis Micha Deutschland an, [4] einem globalen Netzwerk, „das Christinnen und Christen zum Engagement gegen extreme Armut und für globale Gerechtigkeit begeistern möchte.“

Screenshot von der Selbstdarstellung von Micha Deutschland. Er bestätigt die Angaben im Thread.

[5]

Ein „Zusammenschluss von evangelikalen Kirchen und Hilfsorganisationen aus der ganzen Welt, die sich der Ganzheitlichen Mission verschrieben haben.“ [6]

Die Micha-Bewegung startete 2004 gemeinsam mit der Weltweite Evangelische Allianz (WEA) die Kampagne „Micah-Challenge“, „da man sich im Sinne der Propheten Micha herausgefordert sah, gegen Ungerechtigkeit und Armut aufzustehen.“ [7]

Deutschlandweit startete die „Micha-Initiative“ als Arbeitskreis der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), [8] die identisch ist mit der Evangelische Allianz Deutschland (EAD).

Screenshot bestätigt die Zusammenarbeit mit der Weltweiten Evangelischen Allianz und Deutschlandweit mit der Deutsche Evangelische Allianz.

[9]

Zurück zu Gemeinsam gegen Menschenhandel (GGMH) mit 37 Mitgliedsorganisationen, darunter Mission Freedom, Samaritan’s Purse, Neustart e.V., KARO e.V., Jumpers, Die Heilsarmee, Haus Gottes e.V., ESTHER ministries, BONO-Direkthilfe. [10]

Die Mitgliedsorganisationen können hier web.archive.org/web/2022091809 überprüft werden.

Samaritan’s Purse sind die, die Weihnachten im Schuhkarton initiiert haben. Sie gehören zum Netzwerk der EAD. Kategorie II: verbundene Werke und Verbände, [11] während die Heilsarmee gleichfalls zum Netzwerk der EAD gehört, allerdings Kategorie III: Nahestehende Werke, Kirchen und Verbände.

Auch hier sind also Evangelikale anzutreffen.

Zu den Kampagnen von GGMH gehört auch der „Walk for Freedom“, der „jedes Jahr in vielen Städten überall in Europa (und weltweit) anlässlich des EU-Tages gegen Menschenhandel der sog. „Walk for Freedom“ (Marsch für die Freiheit)“ stattfindet. [12]

In diesem Jahr findet er am 15. Oktober statt und Deutschlandweit sind 11 Städte betroffen, 4 in der Schweiz und 1 in Österreich: Stralsund, Berlin, Kassel, Düsseldorf, Essen, Koblenz, Heilbronn, Stuttgart, Regensburg, Augsburg, Freiburg, und Bern, Luzern, Basel, Zürich und Wien sind davon betroffen. [13]

„Wir“ haben es also mit einem evangelikalen Verein zu tun, der mit gleichgesinnten ein Netzwerk gegründet hat und der sich auch auf die Zusammenarbeit mit der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) verlassen kann.

Ausdruck dieser Verlässlichkeit ist die Fachtagung MID als Kooperationsveranstaltung von Gemeinsam gegen Menschenhandel, Konrad-Adenauer-Stiftung und dem OSZE-Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte.

Screenshot bestätigt, dass es sich um eine Kooperationsveranstaltung des OSZE-Büros, der Konrad-Adenauer-Stiftung und Gemeinsam gegen Menschenhandel handelt.

[14]

Sie fand in diesem Jahr online statt.

Als Referentin hat an dieser Fachtagung auch Gudrun Kugler teilgenommen. Sie gehört zu den Unterstützer*innen des antifeministischen LGBTIQ-feindlichen Network Agenda Europe und sie ist zuletzt dadurch aufgefallen, weil sie für einen Kinoabend mit dem Film des „theokratischen Faschisten“ (Selbstbezeichnung) Matt Walsh Werbung machte.

In einem Facebook-Post macht Gudrun Kugler Werbung für den Film „What is a Woman“ von Matt Walsh.

[15]

Annika Brockschmidt schrieb über Walsh:

„Walsh vertritt Neonazi-Verschwörungsmythen
Matt Walsh behauptet zudem, dass die White Nationalist-Verschwörungserzählung vom “Great Replacement” “einfach Fakt” sei, will Abtreibung kriminalisieren – was zur Folge hätte, dass auch Fehlgeburten strafrechtlich verfolgt werden könnten. (…)“

Interessanterweise nahm an der Fachtagung MID 2019 als Moderatorin beim Expertengespräch Inge Bell von Terre des Femmes (TdF) Deutschland teil. [16] An der „Diskussionsrunde Vertiefung des Think Tanks“ nahmen zusätzlich noch Vertreterinnen von Sisters e.V. teil. [17]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

Im selben Jahr wurden die genannten Künstlerinnen mit dem Innovationspreis der Stuttgarter Bürgerstiftung geehrt. [18]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

Zusätzlich gab es noch in diesem Jahr den Kongress „Gegen Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung – auch Christen sind gefragt“. Dieser fand im christlichen Gästehaus Schönblick statt und der Betreiber ist ebenfalls ein Evangelikaler der EAD.

Interessanterweise nahm am Montag, 30.05.2022, nach dem biblischen Impuls die Bundestagsabgeordnete der SPD Leni Breymaier an der Podiumsdiskussion teil. Diese trug den Titel: „Die politische Dimension des Menschenhandels“, an der u.a. auch Frank Heinrich und Annette Widmann-Mauz diskutierten. [19]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

Leni Breymaier gehört übrigens zum Vorstand von Sisters e.V. [20] und sie möchte Sexarbeit/Prostitution generell verbieten. Sie präferiert das sog. „Nordische Modell“, das vorsieht Freier zu bestrafen, aber nicht die Sexarbeiter*innen. [21]

Damit ihr das gelingt, macht sie gemeinsame Sache mit Evangelikalen also Fundis. Gleichzeitig twitterte sie am 15.09.2022 das:

und versah dies mit dem Hashtag #mybodymychoice.

Was Fragen aufwirft. Wie z.B. wie es vereinbar ist mit Fundis bzw. Evangelikalen zusammenzuarbeiten, denselben Evangelikalen, die zur Anti-Choice-Bewegung gehören?

Wie z.B. wie es vereinbar ist mit dem Vorhaben Sexarbeit zu verbieten. Und es geht nicht um Zwangsprostitution und Menschenhandel, sondern um freiwillige und selbstbestimmte Sexarbeit.

My Body My Choice bedeutet schließlich auch sich freiwillig und selbstbestimmt für Sexarbeit entscheiden und diesen als Beruf ausüben zu können.

Interessant sind auch die nachfolgenden Tweets, die ihrem tatsächlichen Verhalten, nämlich mit Fundis bzw. Evangelikalen zusammenzuarbeiten, entgegenstehen.

Leni Breymaier twitterte am 1.9.2022: „Weltweite Kampagnen gegen Abtreibung. Darum: Verbot von Gehsteigbelästigungen. Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg – Stadt Pforzheim: Klage der Veranstalterin der Versammlung 40 Days for Life gegen eine versammlungsrechtliche Auflage erfolgreich“. Danach folgt ein Link vom Verwaltungsgerichtshof.

Breymaier erfreute sich am 7.8.22 über das Abstimmungsergebnis in Kanada für das Recht auf Abtreibung und schrieb „Hurra! #mybodymychoice (…)“ Am 6.8.22 twitterte sie „Indiana hat nach der unfassbaren Entscheidung des Supreme Court als erster Bundesstaat ein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot beschlossen. Solidarität mit den Frauen in den USA und auf der ganzen Welt, die für das Recht auf Abtreibung kämpfen. Auch bei uns #mybodymychoice“.

Denn wer gemeinsame Sache mit Fundis, also auch mit Evangelikalen macht, verliert nicht nur die eigene Glaubwürdigkeit, sondern wird auch zur Türöffnerin von Evangelikalen und christlichen Fundis.

Das zeigt sich in den sozialen Medien, z.B. bei Twitter. Denn wie selbstverständlich machen selbsternannte Feministinnen, in diesem Fall SistersBe, die sich zum Feminismus bekennen,

In der Twitter-Bio von SistersB steht „NGO, Abolitionismus, Feminismus, pro nordische Modell, Sexkaufverbot“.

gemeinsame Sache mit TERFs und Evangelikalen. So retweete SistersBe einen tweet von Gemeinsam gegen Menschenhandel,

Sisters_BE retweetete am 30.Juli 2022 einen Tweet von Gemeinsam gegen Menschenhandel.

die ihrerseits wiederum Veranstaltungshinweise von SistersBe weiter verbreiten. Quid pro quo, also dies für das.

Gemeinsam gegen Menschenhandel retweete einen Veranstaltungshinweis von SistersBe.

Diese virtuelle oder mediale Zusammenarbeit mit Gemeinsam Gegen Menschenhandel (GGMH) geht so weit, dass GGMH gemeinsam mit vermeintlichen „Feministinnen“ getaggt und dadurch weißgewaschen werden.

SistersBe twitterte am 15.12.202 „Zusammenarbeit mit NetzwerkElla, TdFeV Machen wir diesen Freitag auf die immense Gewalt an Frauen in der Prostitution aufmerksam. SEID DABEI.“ Und wie zu sehen ist, ist ggmh_de, neben der FeministischeP und EMMA aufgeführt.

Gemeinsam gegen Menschenhandel retweete den Tweet.

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

Gemeinsam gegen Menschenhandel folgen nicht nur SWERFs, sondern auch TERFs. So z.B. TdF (Terres des Femmes), EMMA, …, Sisters e.V., SistersBe, Inge Bell und Leni Breymaier.

Hier noch einige Beispiele wie sie sich gegenseitig die Bälle zuspielen.
Beispiel 1

Beispiel 2

Beispiel 3

Noch mehr Beispiele:

Es sind Vereine wie z.B. SistersBe und Einzelpersonen, die sich zu Türöffner*innen machen und das ausgerechnet für christliche Fundis/Evangelikale, die mit Feminismus aber ganz und gar nichts am Hut haben.

Was Evangelikale/Fundis wollen, das können alle, die sehen wollen in Polen beobachten, in Ungarn und in den USA nach der Abschaffung von Roe v. Wade.

Mehr dazu hier: nitter.net/i/status/1571163660

@GBBranstetter schrieb dazu am 17.09.2022: „Es ist eine nationalistische Agenda – man zwingt die Menschen, die Art von Babys zu gebären, die man will, behandelt die Menschen, die man nicht fortpflanzen will, wie Müll und macht es schwierigier, ein queeres Leben zu führen. All dies und noch viel mehr – ist Teil derselben Plattform“ (in deutscher Übersetzung).

Zum Abschluss eine persönliche Äußerung.

Wenn das „Feminismus“ ist, dann will ich damit nichts zu tun haben. Ich werde nicht die Türe öffnen für christliche Fundis und Evangelikale.

#FundisZurHölleJagen #NoSwerfs #SexarbeitIstArbeit #Queerfeminismus #EvangelikaleSindGefährlich

Nachträgliche Ergänzung

Im Dezember 2021 erschien das Buch „Das Nordische Modell“ (Edition Wortschatz) Herausgegeben von Frank Heinrich und Uwe Heimowski für Gemeinsam Gegen Menschenhandel mit Beiträgen von Leni Breymaier (SPD), Peter Heidt (FDP) Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) sowie Shandra Woworuntu. [Quelle]

Letzte Überlegungen zum 17.09.2022

Dieser Beitrag steht mit allen Grafiken und Screenshots auch im Archiv zur Verfügung

Am Samstag, dem 17.09.2022, findet, organisiert vom Bundesverband Lebensrecht (BVL) ,der Marsch für das Leben statt. Idea, das Sprachrohr der Evangelischen Allianz in Deutschland, spekuliert mit etwa 6.000 Demonstrationsteilnehmer*innen, also 1.500 mehr als im letzten Jahr.

Bei einem Bevölkerungsstand von 83,7 Mio. in 2021 [1] erscheinen 6.000 Abtreibungsgegner*innen im Rahmen einer Demonstration zunächst einmal nicht viel und doch sind diese 6.000, falls es so viele sein werden, Ausdruck von Vernetzungen und Forderungen.

Die Forderungen lauten:

  • „Liebe und Verantwortung statt Abtreibung“
  • „Inklusion auch vor der Geburt“
  • „Achtsame Zuwendung statt Tabuisierung“
  • „Aufklärung statt Desinformation“
  • „Keine Steuergelder für die Tötung von Menschen“ [Anmerkung: Die Bundeswehr oder die Polizei sind nicht gemeint]
  • „Handeln statt Schweigen“, +„Nächstenliebe statt lebensunwertes Leben“
    und

Wir rufen dazu auf, gemeinsam für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie einzutreten. Dazu ist auf allen Ebenen ein Umdenken zugunsten von ungeborenen, kranken und alten Menschen erforderlich. Nur so ist allen Menschen ein Leben in Selbstbestimmung, Freiheit und Würde möglich. Gemeinsam für das Leben – immer.“ [2]

Ein Europa in dem Abtreibungen nicht mehr möglich sind, erinnert an die Zustände in den USA nach der Abschaffung von Roe v. Wade.

Der Triumph der Abtreibungslobby währte nicht lang. USA: 63 Millionen abgetriebene Kinder seit 1973. Abtreibungsquote weiße Frauen: ca (auf 1000 Frauen im gebärf. Alter), afroamerikanische Frauen: 21. Abtreibung tötet und ist rassist. Vernunft hat gesiegt“, twitterte der BVL am 24.6.2022.

Ein Tweet vom BVL mit Text, der schon im Thread zitiert wurde. Darunter ist eine Gruppe von Menschen zu sehen, die mit Mund-Nasen-Schutz hinter einem Banner demonstrieren. Manche der Teilnehmer*innen tragen rote oder grüne Luftballons.

Der Bezug zum Anti-Rassismus ist Heuchelei, denn Hartmut Steeb, Mechthild Löhr, Alexandra Linder, Cornelia Kaminski und Paul Cullen vom Hauptvorstand [3] mögen alles sein, nur eben keine Antirassist*innen. Sie alle sind und waren mit dem rechten Rand, also nicht mit dem Magazin, eng verbunden.

Hartmut Steeb schreibt mittlerweile in Schwurbelsprech für das Gemeindenetzwerk seine regelmäßigen Corona-Berichte. Er ist auch sehr eng mit Demo für Alle verbunden, die am selben Tag gemeinsam mit CitizenGO das Forum Familie 2022 durchführen wollen.

Mechthild Löhr z.B. trat 2018 in die WerteUnion ein. Sie schrieb schon für die Junge Freiheit und z.B. für den AfD-nahen Blog Freie Welt und Paul Cullen gehört mittlerweile u.a. dem rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit [.de] an.

Bisher gehörten zum Bundesverband Lebensrecht 11 Organisationen.

Mitglieder des BVL: Aktion Lebensrecht für Alle, Ärzte für das Leben, Christdemokraten für das Leben und Landesverband Berlin, Durchblick e.V., Europäische Ärzteaktion, Juristen-Vereinigung Lebensrecht, Pro Conscientia, Rahe, Stiftung Ja zum Leben, Treffen Christlicher Lebensrechtsgruppen, Weißes Kreuz e.V.

Mittlerweile sind es 16. Denn neu sind 5 Organisationen hinzugekommen. Neu dabei ist die Ärztevereinigung St. Lukas e.V., das Institut für Ethik & Werte, eine Organisation, die zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Gießen gehört und Evangelikal ist, KALEB e.V., Lebensrecht Sachsen und sundaysforlife e.V.

Aufgeführt werden die aktuellen Mitglieder des Bundesverbandes. Es sind jetzt 16 und die, die neu hinzugekommen sind, wurden im Thread aufgeführt.

Zusätzlich zum Netzwerk kommen noch 41 Organisationen als sog. „Ideelle Unterstützer*innen, darunter die Deutsche Evangelische Allianz, das Forum deutscher Katholiken, Bündnis C Karlsruhe … .

Weitere ideelle Unterstützer sind u. a.:

  • Akademie für das Leben, Bonn
  • Anskar-Kirche Deutschland, Hamburg
  • Arbeitsgemeinschaft Lebensrecht München (ALM)
  • Arbeitskreis Engagierter Katholiken in der CDU (AEK), Bonn
  • Aufbruch C, Detmold
  • Bewegung für das Leben, Südtirol
  • Bündnis C, Karlsruhe
  • Christliche Aktion e. V., Bonn
  • christliche-partnersuche.de
  • Christoferuswerk e. V., Münster
  • Christus-Bewegung „Lebendige Gemeinde“, Württemberg
  • ChristusForum Deutschland im BEFG, Leipzig
  • Deutsche Evangelische Allianz, Bad Blankenburg
  • European Large Families Confederation, Barcelona
  • EuroProLife e. V., München
  • Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Wiedenest, Bergneustadt
  • Evangelische Kirchengemeinde Unser Frauen, Memmingen
  • Evangelischer Arbeitskreis (EAK) der CDU Baden-Württemberg, Stuttgart
  • EWTN TV, Bonn
  • Forum Deutscher Katholiken e. V., Kaufering
  • die Gospel gGmbH, Berlin
  • Initiative Pharma-Information, Stuttgart
  • Interessenvertretung ungeborener Menschen e.V.
  • Jesus Freaks Wedel, Wedel
  • Jugend 2000, Pfaffenhofen
  • Jugend für das Leben
  • Junge Union Deutschlands, Berlin
  • kath.net, Linz
  • Kirche43 – junge Kirche Marzahn, Berlin
  • Kirche in Not Ostpriesterhilfe Deutschland e. V., München
  • Landeskirchlicher Gemeinschaftsverband in Bayern e. V., Puschendorf
  • Priesterkreis Communio veritatis
  • ProMinimis e. V., Roßhaupten
  • Neufeld Verlag, Schwarzenfeld
  • Radio Horeb, Immenstadt
  • Sächsischer Gemeinschaftsverband, Chemnitz
  • Stiftung für Ökologie und Demokratie e. V., Rülzheim
  • SW-Radio, Detmold
  • TEAM.F Neues Leben für Familien e. V., Lüdenscheid
  • Senioren-Union der CDU Deutschlands, Berlin
  • Zukunft-Europa e. V., Göppingen

„Wir“ haben es also hier mit einem Bündnis von Evangelikalen und Katholitären/katholischen Fundis zu tun und mehr noch. Denn es sind auch Organisationen von Parteien oder eine Partei dabei, u.a. Das Bündnis C, Karlsruhe.

Das Bündnis C – Christen für Deutschland in Karlsruhe ist zum Glück die einzige Partei, die sich bisher zum Manifest „Europa Erneuern“ von CitizenGO bekannte und sich auf dessen Umsetzung verpflichtet hat. Dieses Manifest ist AntiChoice, LGBTIQ-feindlich, familistisch und basiert auf Anti-Genderismus.

Screenshot belegt die Angaben im Thread. Zu sehen sind die Kandidat*innen des Bündnis C, 4 Männer und eine Frau. Einer davon hält einen Ausdruck vom Manifest von CitizenGO in seinen Händen.

Nachgelesen werden kann das alles hier: archive.ph/UVct2. Bei Twitter und im Blog war es auch schon Thema, (archive.ph/BpWib) weil CitizenGO gemeinsam mit Demo für Alle am 17.09.2022 das Forum Familie 2022 durchführen will.

Der gesamte September ist in diesem Jahr erstmals ProLife-Monat, so die BVL, und es gibt sogar eine sog. „Internationale Lebensrechtsflagge“.

Tweet vom BVL vom 1.9.2022 „September wird ProLife-Monat – herzliche Einladung zum Marsch für das Leben am 17.09.2022 um 13.00 Uhr in Berlin! Die internationale Lebensrechtsflagge ist das Symbol für die weltweite Bewegung für das Leben. Kämpfen wir für eine humane Gesellschaft. Für Zukunft statt Kapitulation“. Darunter ist die Lebensrechtsflagge zu sehen. Sie besteht aus einem weißen Kreis, oben und unten sind pinkfarbene Handflächen zu sehen und ein pinker und ein blauer Babyfuß, zwischen beiden Füßen ist Freiraum in der Form eines Herzens. Seitlich rechts und links ist jeweiles in pinkfarbener und ein blauer Streifen.

Bisher gibt es bereits eine Reihe von Grußbotschaften und Pressemitteilungen zum Marsch für das Leben. Darunter von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Bund Freier Evangelischer Gemeinden Deutschland. [4]

Interessant sind die Bündnispartner*innen von Demo für Alle, darunter Zukunft Europa e.V., Göppingen.

Zukunft Europa e.V., Göppingen gehört zugleich zu den ideellen Unterstützer*innen des Marsch für das Leben, genau wie das Forum deutscher Katholiken, genau wie KALEB, Mitglied im BVL, ist aber gleichzeitig Bündnispartner*in von Demo für Alle.

Das geht aus der nachfolgenden Grafik (Bündnispartner*innen von Demo für Alle) hervor.

Aufgeführt werden die Bündnispartner*innen von Demo für Alle. Darunter CitizenGo, DVCK, Agens, Bernd Faßbender Stiftung Forum deutscher Katholiken …

Vergleicht mensch also die Bündnispartner*innen von Demo für Alle mit den Mitgliedsorganisationen der BVL und den ideellen Unterstützer*innen, dann lassen sich einige Übereinstimmungen feststellen, auch was die inhaltlichen Positionen betrifft.

D.h. es ist teilweise dasselbe Publikum, das gegen Schwangerschaftsabbrüche demonstrieren wird und das ab 18 Uhr bei einem 3-Gänge-Menü inkl. Getränken an einer Veranstaltung teilnehmen wird, die im Vorfeld unter „Trans-Hype und Familienzerstörung“ angekündigt wurde.

Zu sehen ist ein Foto mit Menschen, die in einer Halle sitzen und einem Vortrag lauschen. Darunter ist folgender Text: „ForumFamilie 2022 in Berlin: Jetzt anmelden. Aug. 3, 2022/Transgender. Trans-Hype und Familienzerstörug – am 17. September 2022 veranstaltet DemoFürAlle in Kooperation mit CitizenGO das erste Forum Familie in in Berlin.“ Mehr lesen als Verlinkung.

[5]

Zur Vorbereitung auf den 17.09. (Marsch für das Leben und Forum Familie) ist damit alles gesagt. Denn dies ist der 13. Beitrag. Alle anderen Beiträge stehen hier im Blog zur Verfügung und dort gibt es auch die Verlinkungen ins Archiv, um alle Grafiken und Screenshots sehen zu können.

#ProChoice #WegMit218 #FundisZurHölleJagen #TransRightsAreHumanRights #Alerta!!!

 

Überlegungen zum Anti-Genderismus

Dieser Beitrag steht mit allen Grafiken und Screenshots auch im Archiv zur Verfügung

Es erscheint merkwürdig oder befremdlich, dass Antifeministen, Maskulisten, sog. Männerrechtler, eine Gemeinsamkeit mit radikalen Feminist*innen haben. Ist aber so.

Denn es ist der Anti-Genderismus und auch Transfeindlichkeit, die das möglich machen.

Der Antifeminist und Männerrechtler Christian Schmidt, Betreiber des Blogs Alles Evolution, schrieb im August 2022 in seinem Blog unter „Rechtsanwalt Udo Vetter zum Mißbrauchspotential des Selbstbestimmungsgesetzes“ u.a. „Das halbe Land muss sich vor diesem Gesetz fürchten?[1]

Strafverteidiger haben, was Mißbrauch von Situationen angeht, berufsbedingt ein etwas düsteres Menschenbild bzw haben schon in die Abgründe einiger Seelen geschaut. Für einen Aktivisten, der intersektionalen Theorien anhängt, ist der Satz, dass da wechselseitige Interessen abzuwägen sind, allerdings relativ unverständlich, weil in seinen Theorien ja die Interessen bereits hierarchisiert sind. Da stehen die Transpersonen an erster Stelle und es ist wichtig, dass man jede Person, die angibt, dass sie das Geschlecht wechseln möchte, bedingungslos als berechtigte Transsexuelle akzeptiert. Alles andere wäre transfeindlich. Insoweit kann dann auch keine Gefahr von Transsexuellen ausgehen, diese sind ja Opfer der Umstände und müssen empowert werden und nicht als Täter gesehen werden, schon gar nicht von CIS-Frauen. Als Täter könnten Transfrauen insofern ja auch nur gesehen werden, wenn sie Männer wären, aber da sie das ja nicht sind, kann auch keine Täterstellung bestehen. Ein männlicher Penis mag eine Gefahr und eine Belästigung sein, ein weiblicher Penis ist ein normales weibliches Körperteil und Frauen stellen sich ja auch nicht an, wenn etwa eine Frau einen BH auszieht. Das halbe Land muss sich vor diesem Gesetz fürchten?

[1]

Auch er erzeugt in seinem „Aufsatz“ das Bild vom Mann in der Frauendusche und damit werden negative Assoziationen und Emotionen erzeugt. Schmidt verweist dabei auf Udo Vetter.

Plötzlich steht ein Mann in der Frauendusche. Ja. Ein grosses Missverständnis ist, dass Menschen, die per Gesetz ihr Geschlecht ändern wollen, auch in irgendeiner Form angehalten sind, ihr Erscheinungsbild zu ändern. Das wäre aber nicht so. Ich kann mein Leben als Mann normal weiterleben und bin nach aussen der Macker, breitbeinig und mit Vollbart – und zugleich kann ich verlangen, dass ich als Frau behandelt werde und eben auch Zutritt zu solchen Schutzräumen erhalte. Ich habe in dreissig Jahren als Strafverteidiger wirklich alles erlebt. Ich habe grosse Missbrauchsfälle verteidigt, wo Kindern und Jugendlichen unsagbar schlimme Dinge passiert sind. Es gilt der Grundsatz: «Gelegenheit macht Diebe.» Auch deshalb wird die Kritik in den USA lauter über die Okkupation der Schutzräume und die «chilling effects», die sich daraus ergeben. Von «chilling effects» sprechen Juristen, wenn Bürger sich selbst beschränken, um einem möglichen Schaden zuvorzukommen. Das würde hier auch passieren.

[2]

In einem weiteren „Aufsatz“ vom 31.08.2022 mit der Überschrift: „Kommt die Transdebatte bei den Grünen an?“ bezog sich Schmidt auf das Magazin Schwulissimo. [3]

Interessanterweise tun dies auch Terfs und Demo für Alle bedient sich dann wiederum daran. Ich verweise auf diesen Eintrag.

Die rechtskatholische Die Tagespost berichtete am 2.9.2022 unter „Geschlechterdebatte Grüne: Kritiker am Selbstbestimmungsgesetz nicht mundtot machen.“

Über 50 Grünen-Politiker haben mit einem Antrag zu einer Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz aufgefordert. „Die geplante Veränderung (…) ist so fundamental, dass sie Auswirkungen auf andere, nicht transsexuelle Erwachsene und insbesondere auf Kinder und Jugendliche hat“, so der Wortlaut des Antrags. Deshalb sollte sie nicht ohne eine breite gesellschaftliche Zustimmung umgesetzt werden. Öffentliche Diffamierung nicht hinnehmbar Die Antragsteller verwiesen zudem auf andere „große Reformen“ wie die Abschaffung des Verbots von Homosexualität, die ,Ehe für alle‘ oder das Sterberecht. Diese seien in Deutschland „mit breiten überparteilichen Mehrheiten durchgesetzt worden“. Diese Akzeptanz brauche auch das geplante Selbstbestimmungsgesetz.

[4]

Dabei bezog sich der Artikel auf die „Aufforderung zur Debatte zum Selbstbestimmungsgesetz“, das von 70 Antragssteller*innen der Grünen im Rahmen der 48. Bundesdeligiertenkonferenz am 27.08.2022 eingereicht worden war. [5]

Demo für Alle griff diesen Antrag auf und verbreitete die Info im Blog.

Screenshot von Demo für Alle: „Jetzt sogar grüner Gegenwind gegen „Trans-Gesetz“. Dreht sich der Wind? Erstmals erschallt aus den Reiher einer Regierungspartei Kritik am geplanten „Selbstbestimmungsgesetz“. 70 Grünen-Mitglieder haben einen Antrag zum Bundesparteitag eingereicht, in dem sie eine innerparteiliche Debatte über das Gesetz fordern“.

Auch die AfD Landesverband Schleswig-Holstein hat sich das Ziel gesetzt das Selbstbestimmungsgesetz zu verhindern. In ihrer Stellungnahme beziehen sie sich auf die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard. [6]

Nüsslein-Volhard hält das geplante Selbstbestimmungsrecht für „Wahnsinn“, berichtete die EMMA am 22.8.2022 und bediente damit nicht nur Transfeindlichkeit, sondern betrieb gleichzeitig noch Ableismus.

VIELE GESCHLECHTER? DAS IST UNFUG! Warum es nur zwei Geschlechter gibt – wenn auch innerhalb der biologischen Geschlechter eine breite kulturelle und hormonelle Spanne. Und warum der Queer-Beauftragte der Bundesregierung das wissen sollte. Ein Gespräch mit der Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard über die Transideologie, ihre naiven Erfüllungsgehilfen und warum sie das geplante Selbstbestimmungs-Gesetz für „Wahnsinn“ hält. - Das Interview auf Französisch. - Das Interview auf Englisch.

[7]

Die Tagesstimme, ein Magazin, das der Identitären Bewegung nahesteht und völkisch-nationalistische Ideologien normalisieren will, [8] berichtete ebenfalls über die Biologin Nüsslein-Volhard und Demo für Alle verbreitete es via Twitter.

Demo für Alle retweetete Die Tagesstimme: „Für die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard ist ganz klar: Es gibt nur zwei Geschlechter. Dem grünen Queer-Beauftragten Sven Lehmann erteilt sie deshalb eine kurze Nachhilfe“. Dann folgt eine Verlinkung direkt zum Zeitungsartikel.

Der Artikel der Tagesstimme, ein Magazin, das der Identitären Bewegung nahesteht, bezog sich dabei auf das EMMA-Interview.

Screenhot vom Artikel in Die Tagesstimme: Queer-Beauftragter hat Grundkurs in Biologie verpasst Für die Biologin Christiane Nüsslein-Volhard ist ganz klar: Es gibt nur zwei Geschlechter. Diese biologischen Grundlagen seien nicht zu ändern. Alles andere sei „Wunschdenken“, erklärt die Nobelpreisträgerin in einem EMMA-Interview. Darunter ein Foto von Nüsslein-Volhard.

[9]

Ich möchte an dieser Stelle hervorheben, dass sich auch Terfs, also radikale Feminist*innen, die trans Personen exkludieren, auf Christiane Nüsslein-Volhard beziehen. Wie hier im Blog einer bekannten Terf, deren Namen nicht erwähnt werden wird, um ihr Geltungsbedürfnis nicht noch mehr zu füttern.

Identitätspolitik überdrüssig sind. Daneben stellen sich auch immer mehr WissenschaftlerInnen gegen eine Ideologie, die einen wissenschaftsfernen Glauben an eine Genderseele international verbreitet. Zuletzt äußerte sich die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard spürbar entnervt im feministischen Magazin EMMA zum Stand der biologischen Forschung zum Thema Geschlecht. Ihr Fazit: In der Biologie gibt es bei Säugetieren nur zwei Geschlechter und der Mensch ist ein Säugetier. Transaktivisten waren sich in der Folge nicht zu schade, selbst einer renommierten Wissenschaftlerin und Nobelpreisträgerin die Kompetenz in ihrem Fach abzusprechen.

[10]

Auch die Evangelikalen der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) deren Sprachrohr idea ist, schrieben unter: „Dass Jugendliche ab 14 Jahre künftig ihr Geschlecht selbst bestimmen sollen, nannte die Biologin „Wahnsinn“. (…) „Das biologische Geschlecht lässt sich nicht ändern“. [11]

Screenshot von einem idea-Artikel vom 23.08.2022: „Politik: Nobelpreisträgerin widerspricht Queer-Beauftragtem“.

[12]

Auf die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard bezieht sich auch Patriot Petition und machte sie gewissermaßen zum Gesicht, also zumindest bei Facebook, um für die eigene Petition „Schluss mit der Sexualisierung und Gender-Umerziehung unserer Kinder im Staatsfunk!“ zu werben. [13]

Screenshot eines Posts von PatriotPetition bei Facebook. 24.08.2022. „Biologin und Nobelpreisträgerin stellt klar: Sein Geschlecht zu ändern ist „Wunschdenken“. Dann folgt ein Link zur Bild-Zeitung. „Jetzt Petition für Wissenschaftlichkeit statt Ideologie im Staatsfunk unterzeichnen“. Darunter ein Foto von Nüsslein-Volhard.

Auch die transfeindliche Biologin Marie-Luise Vollbrecht bezieht sich auf die EMMA und Christiane Nüsslein-Volhard und retweete EMMA samt Artikel via Twitter.

Marie-Luise Vollbrecht retweetete EMMA: „Das Geschlecht ist reine Gefühlssache und es viele Geschlechter! Mit dieser Behauptung wollen Transaktivisten und der QueerBeauftragte der Bundesregierung ihr „Selbstbestimmungsgesetz“ durchpeitschen. Wie wäre es mal mit Fakten?2 Dann folgt ein Link zur emma.

Genau wie Demo für Alle.

Demo für Alle retweetete EMMA: „Das Geschlecht ist reine Gefühlssache und es viele Geschlechter! Mit dieser Behauptung wollen Transaktivisten und der QueerBeauftragte der Bundesregierung ihr „Selbstbestimmungsgesetz“ durchpeitschen. Wie wäre es mal mit Fakten?2 Dann folgt ein Link zur emma.

Was lernen „wir“ daraus? Es gibt eine „Anti-Gender-Front“ und Terfs, also radikale Feminist*innen, die trans Personen exkludieren (ausschließen) und auch bekämpfen, spielen eine unrühmliche Rolle in dieser Gemengelage aus christlichen Fundis inkl. Evangelikalen und Rechten/extremen Rechten/Neofaschist*innen.

Die Universitätsprofessorin Birgit Sauer vom Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien hielt 2019 einen Vortrag über „Anti-Genderismus als männliche Identitätspolitik“. Sie sagte „Es ist bemerkenswert, wie besessen die neue Rechte in Europa vom Thema Geschlecht ist“. [14]

Terfs sind das auch.

Sauer sagte auch „Das Aufgreifen der Kritik an einem sogenannten „Genderismus“ (der Gleichstellungspolitik, der Geschlechterforschung oder auch der Anerkennung sexueller Diversität) dient, so eine erste These, der Unterfütterung der „thin-centered populist ideology“ (Cas Mudde).“

„Birgit Sauer: Anti-Genderismus als männliche Identitätpolitik Auf vielfachen Wunsch zum Nachlesen: Vortrag im Rahmen des Cornelia Goethe Colloquiums vom 05. Juni 2019. Abstract: Es ist bemerkenswert, wie besessen die neue Rechte in Europa vom Thema Geschlecht ist. Das Aufgreifen der Kritik an einem sogenannten „Genderismus“ (der Gleichstellungspolitik, der Geschlechterforschung oder auch der Anerkennung sexueller Diversität) dient, so eine erste These, der Unterfütterung der „thin-centered populist ideology“ (Cas Mudde). Doch diese rechtspopulistische Politisierung von Geschlecht ist darüber hinaus nicht nur funktional für das „Othering“ von Feminist*innen, Gender-Forscher*innen und Migrant*innen, sondern dient auch im Kontext der Transformation von Geschlechterverhältnissen in einstigen familienernährerzentrierten Gesellschaften wie Deutschland oder Österreich männlicher Selbstaffirmation und ist daher auch anschließbar an sogenannte liberale Milieus. „Anti-Genderismus“ möchte ich im Vortrag, so die zweite These, als „männliche Identitätspolitik“ beschreiben, als den Versuch also, durch ausgrenzende Mobilisierungsmuster wie auch durch die Beschwörung einer „Krise der Männlichkeit“ eine maskulinistisch-exklusive Vorstellung des Demos zu entwerfen.“

[15]

Das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena veröffentlichte eine Publikation von Vincent Streichmann mit dem Titel „Beim gegenwärtigen Anti-Genderismus handelt es sich um die modernisierte Form eines tradierten Antifeminismus“.

Noch mehr Demo für Alle, noch mehr Terfs

Der Beitrag wurde mit sämtlichen Grafiken archiviert.

CN/TW: Trans- und Queerfeindlichkeit, Deutungshoheit und Gewalt.
*Im größeren Kontext betrachtet*

Wie bereits festgestellt werden konnte, surfen Demo für Alle auf den Wellen, die von Terfs erzeugt werden. Demo für Alle greift auf, was Terfs zu bieten haben. Wie z.B. diesen Thread. [1]

Wer finanziert Sie, Herr Jasper Prigge? Aus welchen Quellen fließen Gelder an bv-trans? Wissen Ihre Leser, dass über Bande das BMFSFJ mit 386.700 Euro allein in 2021 beteiligt war? Ein Ministerium,das mit sven lehmann besorgte Frauen ganz offen als „TERF“ beleidigt?

„Statt die Sorgen von Frauen, Müttern, Lesben und Schwulen ernst zu nehmen, werden diese als angeblich „transphob“ in die rechte Ecke gestellt oder nach dem Prinzip von „Kontaktschuld“ – meist ohne jede Interaktion – weg geblockt. Von einem parlamentarischen Staatssekretär!“ Es ist ein längerer Thread in dem sich Mata_Hari beschwert, dass selbst Betroffene nicht mehr über ihre Sorgen und Probleme sprechen dürften, ohne diskreditiert zu werden. Danach folgt der Link zum Fobus. „Ich bin nach der OP aufgewacht und dachte: Das war ein Fehler“.

Mata_Hari beschwert sich weiter und verlinkt dann zu einem Artikel in Schwulissimo. Dieser gesamte Thread wurde von Demo für Alle retweetet.

Mata_Hari_777 ist ein relativ neuer Account, der erst seit Februar 2022 besteht. Bisher ist der Account, der sich u.a. auf Demokratie beruft, allerdings nicht durch demokratische oder emanzipatorische Tweets und Retweets aufgefallen,

denn er folgt u.a. Ralf Höcker, Steinhoefel, der Achse des Guten, Gert Postel, Jan Feddersen, Bündnis Nordisches Modell, Arnd Diringer, Ulrich Kutschera, Leni Breymaier, Don Alphonso und der gesamten Terf Bubble von Twitter.

Zu den Follower*innen des Accounts gehören z.B. Ali Utlu, Bettina Gruber und Sybille Engels, die die Ansicht vertritt „Self ID = Anfriff auf Frauenrechte“.

Eva Engelken stellte im Juli 2021 die Frage, ob die von den Grünen gepushte Self-ID verfassungsgemäß sei, denn der Personenstandswechsel per Self-ID ignoriere, dass die Grundrechte anderer Personen, vor allem die der Frauen, eingeschränkt würden. [2]

Es ist Antigenderismus der Terfs inkl. Radfems und Demo für Alle/CitizenGo eint. Er ist der „symbolische Klebstoff“.

Wie weit Antigenderismus und Transfeindlichkeit bis –hass gehen kann, zeigt dieser Tweet von Rona Duwe. „Gender Mapper sammelt Kliniken, die geschlechtsangleichende OPs vornehmen. Inzwischen auch in Europa“.

Ronalyze stellt Gender-Mapping vor.

Der Account GenderMapper wurde mittlerweile gesperrt.
Am 9.4.2022 twitterte Antje Galuschka, die die transfeindliche Kampagne neben Steinhoff, Huempel, Korte und Vollbrecht initiiert hatte:

Guck mal bei GenderMapper, wie viele Genderkliniken in den USA aus dem Boden geschossen sind. Es ist erschreckend. Der neueste Schrei sind Mastektomien bei jungen Frauen, die sich als nonbinär bezeichnen“.

Was Antje Galuschka twitterte, steht im Thread.

Was steckt hinter Gender Mapping? Zunächst einmal ist es eine Webseite ohne Impressum, die eine Datenbank aller Genderkliniken, Organisationen und Beratungsstellen enthält und mehr noch.

Das Global Gender Mapping Project wird geleitet von Alix Aharon, die zusammen mit Maria Keffler Mitgründerin von International Partners for Ethical Care ist. Diese wiederum sind mit Genspect vernetzt. Außerdem trat Maria Keffler auf einer Veranstaltung von The Heritage Foundation im Jahr 2021 auf. Dieses Kartenprojekt markiert „Ziele“ für gc Aktivisten weltweit, zu denen seit 2022 vermehrt Ziele der trans Gesundheitsversorgung in Deutschland dazu gekommen sind, darunter ist auch das UKE in Hamburg.

[3]

„Gender-Karte. Die Gender Map ist die Datenbank aller Genderkliniken für Erwachsene und Kinder. Unsere Datenbank liegt immer 20 Tage hinter unseren Daten zurück, um die Geheimhaltung des Projekts zu wahren. Uns wird ständig gesagt, dass niemand Operationen an Kindern durchführt und dass niemand kleinen Kindern geschlechtsübergreifende Hormone verschreibt. Wir wiederlegen diese Behauptungen mit Beweisen. GenderMapper-Freiwillige arbeiten im Geheimen auf der ganzen Welt, um Beweise zu sammeln und zu dokumentieren, was passiert. Gendermapper-Freiweillige sind unbesungene Helden – und Daten sind unsere Wahrheit. Die Gendermap-Beweise wurden in Texas, Arkansas, verwendet und werden von Beamten weltweit eingesehen. Bitte erwägen Sie eine Spende für das Gender-Mapping-Projekt, damit wir weiterhin Kliniken aufnehmen und die Wahrheit liefern können. Freiwillige von Gendermapper verbringen jeden Tag Stunden damit, Kliniken anzurufen und Beweise zu dokumentieren – all das ist unbezahlt. Taste:

[4]

Um welche Art von Einrichtung es sich handelt wird durch farbliche Markierungen sichtbar gemacht.

Schlüssel: Orange ist ein Kinderchirurg . Lila ist eine pädiatrische Gender-Klinik Helllila ist 16-18 Geschlechtsklinik Blau ist informiert Zustimmung Rot ist Zeugnis

Das sieht dann so aus:

Landkarten mit vielen Fähnchen in unterschiedlichen Farben: orange, lila, helllia, blau und rot.

[5]

Bezogen auf Deutschland und andere europäische Länder sieht das so aus:

Ein Ausschnitt von Europa und viele Fähnchen.

Aufgelistet sind folgende Einrichtungen in Deutschland. Die nachfolgende Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wurde am 02.09.2022 erstellt. Ich hoffe, die nachfolgenden Kliniken und Organisationen erhalten Kenntnis von ihrer Markierung!!!!!

Entnommen von Gender Mapping
https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1816d6jAmLnaiNURl7QfnRXJFuM5Q5Kk&ll=49.86097290000001%2C8.5718024&z=18

  • Sana Clinic Duisburg, Rheinhausen Bertha Hospital, Duisburg, Germany
    Pediatric Gender Clinics
  • Juergen Schaff, Plastic Surgeon, Munich, Germany
    Pediatric Surgeons
  • Transgender Coach, Griesheim, Germany
    Adult Gender Therapists & Counselors
  • Urological Clinic Munich
    Adult Surgery Providers
  • Sana Hospital Gerresheim, Dusseldorf, Germany
    Adult Surgery Providers
  • Florence Nightingale Hospital, Düsseldorf, Federal Republic of Germany
    Adult Surgery Providers
  • Department of Transgender Operations, Meoclinic, Central Berlin
    Adult Surgery Providers
  • Clinic Sanssouci, Potsdam, Germany
    Adult Surgery Providers
  • Red Cross Clinic, Munich, Federal Republic of Germany
    Adult Surgery Providers
  • Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie Erding Dr. med. Cvetan Taskov
    Adult Surgery Providers
  • WOLFF & EDUSEI – Praxisklinik für Plastische & Ästhetische Chirurgie
    Adult Surgery Providers
  • University Medical Center Hamburg-Eppendorf
    Adult 1° Care, 2° Care & Informed Consent Gender
  • Selbsthilfegruppe Transsexualität (Transexual Self-help Group), Jena, Germany
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • Transsexuellen-Selbsthilfe-Flensburg, Ringsberg, Germany
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • Transsexuellen Selbsthilfegruppe „Die 4te Etage“ (Transsexual Self-help Group: The 4th Floor), Recklinghausen, Germany
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • Transgender Happiness, Stuttgart, Germany
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • TransMann, München, Germany
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • Centre for Transdisciplinary Gender Studies (Humboldt-Universität zu Berlin)
    Children’s Social, Support & Educational Groups
  • Transfamily Duisburg, Postfach 141611, 47206 Duisburg

Wer auf eine Einrichtung klickt, erhält Informationen über die Klinik, die Telefonnummer, URL, Adresse und Lageplan, der beliebig vergrößerbar ist. Google macht das nämlich möglich.

Feld links: Angaben zur Klink. Rechts daneben ein Foto von Google Earth. Zu sehen sind die Gebäude, die Freiflächen und die Autos, die auf Parkplätzen stehen.

Nahaufnahme:

Noch näher. Ansicht von oben auf das Gebäude. Jetzt sind die einzelnen Abteilungen/Stationen zu sehen.

[6]

Noch näher und nur ein kleiner Ausschnitt.

Noch näher. Aussichten auf den Parkplatz von oben.

Über die Klinik selbst gibt es zusätzliche Informationen, sogar die Namen von Mitarbeiter*innen werden genannt. Hier am Beispiel der Florence Nightingale Klinik in Düsseldorf.

Alle Angaben zur Klinik. Details aus Google Maps.

[7]

D. h. hier werden Menschen und Kliniken/Organisationen regelrecht markiert. Diese Markierungen können Folgen haben für Ärzt*innen oder die Kliniken/Organisationen. Das könnten Übergriffe, Angriffe und Anschläge sein.

Stichwort: stochastischer Terror/Terrorismus.
https://www.youtube.com/watch?v=xuGQiL9Clv0

Noch beim Schreiben dieses Threads starb der 25 jährige Malte nach dem Angriff eines unbekannten Mannes beim CSD in Münster. queer.de/detail.php?art Der trans Mann Malte war 2 Frauen zur Hilfe geeilt, weil diese homosexuellenfeindlich beleidigt worden waren. (R.I.P.)

CN/TW: Achtung Terfs! Hier eine kleine Auswahl von Äußerungen vor Malte’s Tod:

Ein Tweet von Rona Duwe bzw. ronalyze: „Malte hat lesbische Frauen gegen Männergewalt in Schutz genommen. Als Transmann ist Malte weiblichen Geschlechts. Bei vawg spielt das Geschlecht von Täter und Opfer eine sehr entscheidende Rolle. Warum weiß das BMFSFJ das trotz Ratifizierung der Istanbulconvention nicht?“

Ronalyze: „Warum kämpfen nicht mehr Männer gegen Männergewalt und ignorieren Eskapaden und Gewalt ihrer Geschlechtsgenossen? – Gewalt ist ein Männerthema. Frauen vorschicken, verantwortlich machen nicht SELBST aktiv werden ist ein wesentlicher Teil des Problems“. Darunter ein Link.

Ronalyze: „Ich gehe jetzt schlafen und hoffe, dass Malte überlebt. Ich finde es traurig, erschütternd und bezeichnend, dass Maltes Zivilcourage gegen männliche Gewalt gegen Lesben von Transaktivisten in dieser Form instrumentalisiert wird.“ – „Frauen für Männergewalt verantwortlich zu machen, schützt diese Täter. Wo bleibt Euer Aufschrei gegen Männergewalt?“

Hier eine kleine Auswahl von Reaktionen nach Malte’s Tod, der in fast jeder denkbaren Form instrumentalisiert wurde.

Weitere Beispiele für die Umdeutung von Maltes Tod, Männergewalt und die eigene Opferposition.

Ein Account namens Stella mit Kiwi twitterte: „Die Schläger waren Transaktivisten!“

Gewalt gegen trans Männer wird als Gewalt gegen Frauen umgedeutet und deren Tod wird als Femizid bezeichnet.

SelenaBroens twitterte am 2.9.22: „Gewalt gegen „Transmänner“ ist Gewalt gegen Frauen. Sie hat die gleichen Ursachen und auch die Täter sind die gleichen: Frauenhasser und Homohasser. Die Ermordung eines „Transmannes“ durch einen Mann ist ein Femizid“. Dafür wurde sie von Twitter gesperrt.

Ronalyze erstellt einen Thread und auch hier wird sein Tod als Femizid umgedeutet.

Gabriele Uhlmann kam sogar zu dem Schluss: „Der Gynozid an Malte war auch der erste Mord an einer sog. Terf“. WTF!

Das war um 17.26 Uhr.

Screenshot beweist die Angaben im Thread.

2 Minuten früher twitterte sie das:

Der Mörder von Malte ist ein Mann und Malte war eine Frau, die sich für Frauen einsetzte. Wir haben es nicht mit Transfeindlichkeit zu tun, sondern mit einem Gynozid. Die als TERF geschimpfen Personen sind Radikalfeministinnen, die sich für Frauen einsetzen, also auch Malte. So!

Den aufmerksamen Leser*innen dürfte nicht entgangen sein, dass sich in jüngster Zeit Terfs und Transhasser*innen u.a. mit Kiwis „schmücken“. https://www.belltower.news/symbole-und-codes-queerfeindliche-narrative-und-dogwhistles-134233/

Auf diesen Kontext soll an dieser Stelle näher eingegangen werden.

Die Kiwi ist nämlich mehr als nur eine Frucht, sie ist auch zugleich als Emoji ein politischer Code und die Verwender*innen, es sind mittlerweile nicht wenige, zeigen so öffentlich ihre Abneigung und ihren Hass gegen trans Personen. [8]

Ein Traktor in Kombination mit Obst

Der Terf-Account Lyllith Beaumont hat eine Zitrone, einen Traktor und PL als Zusatz

erweckt schnell die Assoziation einer Obst-Farm und führt zur Kiwi-Farm, einem „Troll-Forum Kiwi-Farms“, das für Online-Mobbing und Menschenhass insbesondere Transhass bekannt geworden ist.

Es ist ein „rechtsradikales Trollforum, dessen User*innen mehrere Menschen in den Suizid getrieben haben“. [9]
Mehr dazu hier

Wenn also am 17.09.2022 Demo für Alle/CitizenGo ihre Veranstaltung abhalten, dann wird diese auch einen transfeindlichen/LGBTIQ-feindlichen Charakter haben, um das geplante Selbstbestimmungsgesetz zu verhindern oder Einfluss nehmen zu wollen.

Ankündigung vom Forum Familie 2022 „Trans-Hype / Abstammung / Familie“ dazu sind die Porträts der Referent*innen aufgeführt unten steht CitizenGo/Demo für Alle.

Die Veranstaltung selbst muss darum immer im Kontext betrachtet werden. Denn sie wird unmittelbar nach dem Marsch für das Leben organisiert von den Abtreibungsgegner*innen dem Bundesverband Lebensrecht stattfinden und gleichzeitig

mobilisieren die transfeindlichen BerlinRadfems für eine Demonstration gegen das geplante Selbstbestimmungsrecht zu einem noch nicht bekanntgegebenen Termin im September 2022.

Der Account BerlinRadfem kündigt eine Demonstration im September in Berlin an. „Wir können nur sagen, dass es episch werden wird. Frauen werden gewinnen und wir hoffen, dass wir Euch bald in Berlin sehen.“

RadFem_Berlin retweetete zwei Terf-Accounts, die auch zur Teilnahme an der Demo aufrufen. Ein Account ist naturally_dog, die neben ihrem Namen noch Herzen in grün weiß lila hat und dahinter steht feminist antifascist. Der andere Account ist Rona Duwe oder ronalyze.

Im Kontext betrachtet, haben sich auch die rechten Frauen für Freiheit zum geplanten Selbstbestimmungsrecht geäußert.

„Selbstverständlich sollte über den eventuellen Mißbrauch des Selbstbestimmungsrechts sachlich diskutiert werden, ebenso über Abwägung zwischen der Diskriminierung von Transpersonen und der Diskriminierung von Frauen. Arnd_Diringer zum Thema SelfID.“

Was sie twitterten steht im Tweet und darunter ist eine Verlinkung zu einem Artikel in die Welt. Daneben ist ein Bild von Arnd Diringer.

Aber hier beginnt keine neue oder gar andere Geschichte. Ganz und gar nicht, denn wer genauer hinschaut, entdeckt, dass die rechten Frauen für Freiheit z.B. EMMA folgen,

Ronalyze, Inge Bell, Radfem_Berlin, Sisters_BE, J.K. Rowling, Sophia Kuby von den Christdemokraten für das Leben mit direkten Kontakten zu Network Agenda Europe, Birgit Kelle und Terre des Femmes.

Wer sich die Follower*innen der rechten Frauen für Freiheit genau anschaut, entdeckt viele bekannten Namen wie z.B. Frollein_VogelV, Lyllith Beuamont, ronalyze, EMMA, Inge Bell, Andreas Hallaschka, Eva Engelken, Antje Galuschka, Montserrat Varela Navarro, … .

Wer sich an die vorangegangenen Threads erinnert, weiß, dass Antigenderismus stets auch Antifeminismus enthält, sich aber paradoxerweise in strategischer Weise zuweilen auch positiv auf Frauenrechte bezieht.

Die korrekte Bezeichnung „Menschen mit Uterus“ deuten die rechten Frauen für Freiheit als die sprachliche Auslöschung von Mädchen und Frauen um.

Frauen für Freiheit schrieben folgendes: „Warum löschen Sie Mädchen und Frauen sprachlich aus, profa_bayern? Frauen mussten Jahrzente um einen Platz in der Öffentlichkeit kämpfen. Wer Frauen nicht mehr benennt, negiert damit auch die Rechte von Frauen.“

Und interessanterweise „argumentieren“ die Frauen für Freiheit genau wie Hedwig von Beverfoerde von Demo für Alle. Denn auch sie lehnt Leihmutterschaft ab, weil diese eine „moderne Form der Sklaverei“ sei.

Frauen für Freiheit schrieben folgendes: „Leihmutterschaft ist eine Form moderner Sklaverei, in der Frauen auf handelbare Ware reduziert werden. Dass Kritik größtenteils ausbleibt, ist ein Alarmsignal.“

Screenshot von der Webseite der Europäische Bürgerinitiative zum Schutz von Ehe und Familie: „Beverfoerde: Leihmutterschaft ist moderne Form der Sklaverei“.

[10]

Fortsetzung folgt!!!

 

Ein bisschen Demo für Alle, ein bisschen Terf

Dieser Beitrag mit sämtlichen Screenshots und Fotos wurde archiviert.

Wenn am 17.09.2022 Demo für Alle und CitizenGo das Forum Familie 2022 in Berlin unmittelbar nach dem Marsch für das Leben abhalten, dann weht in den Hallen der Veranstaltung, ein bisschen CPAC (Conservative Political Action Conference), ein jährliches Treffen von Protofaschist*innen, Rechten und Faschist*innen,

Screenshot von einem Tweet von CitizenGo „It was a privilege to be able to participate in this year’s C-PAC in Texas. We meet many like-minded people who also support life, family an liberty“. Darunter folgen 3 Fotos von der Veranstaltung und den Teilnehmern.

ein bisschen pro Orbán, ein bisschen pro Putin, ein bisschen Agenda Europe und ein bisschen Verschwörungsideologie.

Denn vor kurzem noch war Hedwig von Beverfoerde Referentin für einen Online-Kongress der extrem rechten Wissensmanufaktur und

wer die letzten Threads aufmerksam gelesen hat, wird sich erinnern, wie vernetzt die Veranstalter*innen des Forum Familie 2022 sind, wird sich erinnern, welche Inhalte sie verbreiten und welche Ideologie dahinter steckt.

Wir fanden antisemitische Verschwörungsideologie, sehr viel Anti-Choice und sehr viel LGBTIQ-feindlichkeit. Die Regenbogenfahne verkommt bei Demo für Alle zur „Pädo-Flagge

Demo für alle: „Kommentare unter unserer Warnung vor der Pädo-Flagge zeigen, mit welchem Selbstverständnis #Pädophile inzwischen auftreten. Wir müssen Kinder vor diesen Leuten schützen! #DemoFuerAlle #MAPPpride“

während sie gleichzeitig die transfeindliche Kampagne u.a. ausgelöst von Hümpel, Galuschka, Steinhoff, Korte und Vollbrecht nutzen, um die queerfeindliche/transfeindliche Stimmung weiter anzuheizen.

Das mag auch ein Grund dafür sein, dass sie via Twitter EMMA, Rieke Huempel, Uwe Steinhoff, Eva Engelken und den Rechtsanwalt Udo Vetter retweeten,

Demo für Alle retweetete Rieke Huempel, die sich beim EMMA-Magazin bedankt. Es geht dabei um den Artikel „Viele Geschlechter? Das ist Unfug!“

Demo für Alle retweetete Udo Vetter, der folgendes schrieb: „Das Geschlecht einfach per Unterschrift auf dem Standesamt ändern und dann „passenden“ Zugang zu Umkleiden, Saunen, Schwimm- und Vereinsgruppen erhalten? Ich verteidige seit fast drei Jahrzehnten in Sexualstrafsachen und sage: eine ganz schlechte Idee“. Er verlinkte zu einem Artikel in der Hessenschau.

Demo für Alle retweetete einen Post von idea.de „Laut dem Strafverteidiger Udo Vetter könnten vor allem Männer das geplante Selbstbestimmungsrecht für ihre Zwecke ausnutzen“. Darunter ein Foto von Udo Vetter und ein Link zu einem Artikel bei idea.

neben Boris Reitschuster, der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit zum Beispiel oder dem klerikalfaschistischen Renovatio Institut mit Harald Seubert und David Engels vom rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.

Demo für Alle retweetete Boris Reitschuster, der zu seinem Blog verlinkte.

Demo für Alle retweetete die Junge Freiheit: „Sprachwissenschaftler fordern ein Ende der Gender-Ideologie in den Texten und Sendungen des Gebührenrundfunks. Die genderneutrale Ausdrucksweise entspreche nicht der Rechtschreibung, sei weniger verständlich, und laut Umfragen nicht gewünscht.“ Dann folgt der Link zum Artikel in der Junge freiheit.

Demo für Alle retweetete einen Tweet des klerikalfaschistischen Renovatio-Instituts. „Die Gender-Ideologie besitzt keine wissenschaftliche Grundlage“. Danach folgt ein Link, der direkt zu renovatio.org führt.

Interessant sind auch die Accounts, denen Demo für Alle folgt. Hier eine kleine Auswahl: Frollein_VogelV, Hungarian Conservative, Ordo Iuris International, Mária Schmidt, Familie in der Krise, iFAM, Kathleen Stock, LGB Alliance … .

Es ist eine durchaus als verabscheuungswürdig zu bezeichnende Mischung aus Coronaleugner*Innen, dazu noch Konservatismus bzw. Protofaschismus, Neofaschismus und Klerikalfaschismus und mittendrin die transfeindliche Biologin Marie Luise Vollbrecht (Frollein_VogelV), die sowohl swerf als auch terf ist. Sie bezeichnet sich selbst als „Feministin“.

Screenshot von der Twitter-Bio von Marie Luise Vollbrecht als Frau Sommer. Zu lesen ist „Feministin und bei @SistersBe“.

Bereits 2018 veröffentlichte die Bundeszentrale für politische Bildung einen Text mit dem Titel: „Frauenfeindlich, sexistisch, antifeministisch? Begriffe und Phänomene bis zum aktuellen Antigenderismus“. [1]

Die Autorin und akademische Rätin am Lehrstuhl „Soziologie und Gender Studies“ der Ludwig-Maximilians Universität München schrieb dazu u.a. folgendes:

„Neben der Fokussierung auf Gender transportiert der Antigenderismus aber auch eine klare Ablehnung von Feminismus und FeministInnen beziehungsweise deren Erfolgen in Politik und Wissenschaft. 
Paradoxerweise wird sich mittlerweile aber in strategischer Weise zuweilen auch positiv auf Frauenrechte bezogen, wenn dadurch die Überlegenheit gegenüber „vormodernen“, „kulturell rückständigen“ zugewanderten Gruppen behauptet werden kann.
Der neue Antifeminismus geht nicht mehr von einer generellen Minderwertigkeit von Frauen aus, aber er bekämpft vehement die Kritik und Infragestellung von Zweigeschlechtlichkeit.“ [2]

Nachzulesen hier

Sie kam zu dem Schluss:

„Insofern ist auch der aktuelle Antifeminismus als modernes Krisensymptom zu deuten und gleichzeitig in seiner Bedrohung grundsätzlicher demokratischer Werte ernst zu nehmen und zu kritisieren.“

Die Autorin bezog sich dabei u.a. auf die Initiative Besorgte Eltern, Demo für Alle … .

Interessant ist dabei folgender Textabschnitt: „Der Antigenderismus eignet sich als „Scharnier“ oder symbolic glue (symbolischer Klebstoff) offenbar gut (eventuell besser als stark rechtsextrem konnotierte Themen), um breite Bündnisse für eine autoritäre und rassistische Politik zu schmieden. [25].“ Fußnote 25

„Wir“ fassen zusammen Antigenderismus bedient sich mitunter feministischer Anliegen.

Da die Veranstaltung von Demo für Alle/CitizenGo nicht im Vakuum stattfindet, sondern im Kontext betrachtet werden muss, erscheint es sinnvoll zu schauen, wie „argumentieren“ Terfs, also „Feminist*innen“, die trans Frauen und Männer exkludieren und Schlimmeres noch. Ihr gesamter Hass gilt jedoch vorrangig trans Frauen.

Screenshot eines Tweets einer Terf, der von Rona Duwe retweetet wurde. Er ist mit einem Link verbunden, der direkt zu ihrem Blog führt.

Rona Duwe schrieb dazu: „Wir schulden es unseren feministischen Ahninnen, dass wir uns dieser Männerrechtsbewegung mutig entgegenstellen“, [3] meinte damit aber nicht INCELS, PickUp-Artists, Maskulisten …, sondern trans Frauen bzw. Transaktivist*innen.

Es ist der Klebstoff, der vermeintliche Feminist*innen und Demo für Alle/CitizenGo, Rechte, antifeministische Orgas, Evangelikale, christliche Fundis und Neofaschist*innen eint und früher oder später zusammenführen wird.

Bei Terfs: Wird ein trans Mann Opfer von Gewalt, so wird es als Angriff gegen Frauen umgedeutet.

Ronalyze twitterte: „Malte hat lesbische Frauen gegen Männergewalt in Schutz genommen. Als Transmann ist Malte weiblichen Geschlechts. Bei #vawg spielt das Geschlecht von Täter und Opfer eine sehr entscheidende Rolle. Warum weiß das @BMFSFJ das trotz Ratifizierung der #istanbulconvetion nicht?“

Transaktivist*innen werden zu Männerrechtlern und es wird erwartet, dass Männer gegen trans Frauen kämpfen, um ein Zeichen gegen Männergewalt zu setzen.

Ronalyze twitterte: „Warum kämpfen nicht mehr #Männer gegen Männergewalt und ignorieren Eskapaden und Gewalt ihrer Geschlechtsgenossen?“

Ronalyze twitterte: „Ich gehe jetzt schlafen und hoffe, dass Malte überlebt. Ic hfinde es traurig, erschütternd und bezeichnend, dass Maltes Zivilcourage gegen männliche Gewalt gegen Lesben von Transaktivisten in dieser Form instrumentalisiert wird.“ Und: „Frauen für Männergewalt verantwortlich zu machen, schützt diese Täter. Wo bleibt Euer Aufschrei gegen Männergewalt?“

„Eine Genderidentität oder sexuelle Identität kann auch alle möglichen sexuellen Kinks beinhalten bis zu Zoophilie und Pädophilie“,

schrieb Ronalyze und lag damit auf einer Linie mit Agenda Europe, CitizenGo und/oder Demo für Alle und das im Namen von Frauen.

Screenshot ihrer Twitter-Bio: „Es ist kein Menschenrecht, eine Frau zu sein. It is no human right tu be woman. #FrauenHabenEsSatt.“

Screenshot belegt Angaben im Thread.

Sie lag damit auf einer Linie mit Agenda Europe, da diese, wie bereits berichtet wurde, Homosexualität mit „Pädophilie und Sex mit Tieren“ gleichsetzen. 

Tatsächlich kommen in der Terf-Blase via Twitter Swerfs (radikale Feminist*innen, die Sexarbeiter*innen ausschließen), Terfs (radikale Feminist*innen, die trans Personen ausschließen) und Rechte zusammen und zu Wort.

Hier solidarisiert sich frau mit dem mittlerweile gesperrten Account des rechten, islamfeindlichen und auch in Teilen verschwörungsideologischen Blog Achse des Guten.

Der Account Lyllith B. versteht nicht, warum Achgut.com gesperrt wurde. Sie hält es für verrückt.

LyllithB twitterte: „Das hätte ich jetzt auch nicht erwartet, dass Frau …. Gefallen an der #TwitterStasi findet. Desinformationen, wenn vorhanden, kann man richtig stelle, des Weiteren kann man einen Account blocken, wenn einem die meinung nicht gefällt. Salman Ruschdie wäre entsetzt.“

Hier beim TeamBiologie verkommen berechtigte Kritik oder Vorwürfe zu Hetze, „verpackt in eine scheinbar besorgte Frage!“ so Antje Galuschka,

Screenshot belegt die Angaben im Thread.

die für Demo für Alle zur Stichwortgeberin geworden ist und

Demo für Alle retweetete Antje Galuschka vom #TeamBiologie.

die eine Debatte über das geplante Selbstbestimmungsrecht führen will und sich dazu als Interviewpartnerin ausgerechnet für den Cicero zur Verfügung stellt. [4]

Eva Engelken und Antje Galuschka (Die Grünen, Ortsverband Ratekau) fungierten am 15. und 18. Mai 2022 für das Bündnis Fairplay Für Frauen (FFF).

Screenshot belegt die Angaben im Thread.

[5]

Interessanterweise retweetete Demo für Alle einen Tweet von Bündnis Fairplay für Frauen, hinter dem Eva Engelken steckt.

Bild

[6]

Nachträgliche Ergänzung:

Demo für Alle retweetet den rechtslastigen Rechtsanwalt Ralf Höcker, der Marie-Luise Vollbrecht als seine Mandantin bezeichnet.

Fortsetzung Folgt!!!

 

Network Agenda Europe und die natürliche Ordnung

Dieser Beitrag wurde mit sämtlichen Fotos und Screenshots archiviert.

Wir“ erinnern „uns“. In Abschnitt 2) des Manifests von CitizenGo wurde der Schutz der Rechte von Familien gefordert, konkret heißt es dort: „(…) Respekt und die Förderung der Rechte der natürlichen Familie (…)“. [1]

2) Schutz der Rechte von Familien: Verabschiedung eines EU-Rahmenplans, der auf dem Respekt und der Förderung der Rechte der natürlichen Familie gründet, verstanden als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und mit Offenheit dafür, Leben zu schenken. Ausstattung der EU mit einem umfassenden Aktionsplan, der familienfreundliche Regelungen fördert, die Unterstützung besonders für junge Paare und Großfamilien sicherstellen. Fördermaßnahmen der EU sollten an die Unterstützung nationalen Handelns für die Familien und eine Förderung der Geburtenraten gekoppelt werden. Investitionen in die Familien sind Investitionen in die Zukunft, unser aller Zukunft.

Die natürliche Familie als Forderung, als Ideal, als Publikation (The Natural Family herausgegeben von IOF (International Organization for the Family)), als „letzte Grundlage jeder bekannten Zivilisation[2] als „natürliche Ordnung“, die wiederhergestellt werden müsse, Stichwort: „Restoring the natural order“, ein Strategiepapier von Agenda für Europa oder Network Agenda Europe.

Network Agenda Europe ist ein konspiratives antifeministisches, misogynes und LGBTIQ-feindliches Netzwerk, das mit CitizenGo vernetzt ist und damit auch mit Demo für Alle, die am 17.09.2022 unmittelbar nach dem Marsch für das Leben das Forum Familie 2022 mit CitizenGo in Kooperation veranstalten wollen.

Einige Propagandist*innen des Netzwerks Agenda Europe dürften den Leser*innen vorangegangener Threads bereits bekannt sein.

Zu nennen sind Brian S. Brown (Gründer von IOF und Herausgeber der Publikation The Natural Family), Edit Frivaldsky (Mum, Dads & Kids) und Ignacio Arsuaga (Gehört zur Basilius-Stiftung und CitizenGo). Bekannt sind auch als Beteiligte:

Gudrun Kugler, Silvio Berlusconi, Gabriele Kuby (Bündnispartnerin von Demo für Alle), Sophia Kuby (Christdemokraten für das Leben, Human Dignity Watch) … . [3]

Es ergibt also in diesem Zusammenhang durchaus Sinn direkt beim Network Agenda Europe nachzulesen. Denn sie bringen es auf den Punkt. Sie behaupten, es gäbe ein Naturgesetz oder ein Naturrecht (im Original heißt es natural law), das von politischen Ideologien untergraben werde.

Diese politischen Ideologien sind laut Agenda Europe der Marxismus, Klassenkampf und ein großer Staat, Darwinismus, Feminismus, Homosexualität, die Gender-Theorie, der Relativismus und die „Antidiskriminierungsideologie“. [4]

D.h. das Netzwerk Agenda Europe ist antilinks, antifeministisch, LGBTIQ-feindlich und verabscheut den Versuch Diskriminierungen entgegenzutreten oder diese abzuschaffen.

Das Netzwerk lehnt auch den Darwinismus ab und das impliziert die Ablehnung der Evolutionstheorie und führt zwangsläufig zum Kreationismus.
Wohin auch sonst!?

In der deutschen Übersetzung liest sich die Erklärung was ein Naturgesetz sein soll so: Es gibt ein Naturgesetz, das die menschliche Vernunft erkennen und verstehen kann, das der menschliche Wille aber nicht ändern kann. Dieses Naturgesetz bleibt zu jeder Zeit und an allen Orten gleich, und es ist Vorläufer aller geschriebenen Gesetzgebung. In der Tat ist es die Aufgabe und der Zweck jeder positiven Gesetzgebung, das Naturrecht in einer Weise umzusetzen und durchzusetzen, die sich an die spezifischen Bedürfnisse und Umstände einer bestimmten Gesellschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt anpasst. Ein positives Gesetz, das im Widerspruch zu den Geboten des Naturrechts steht, hat keine Legitimität, und niemand ist moralisch daran gebunden.

[5]

Das Original

There is a Natural Law, which human reason can discern and understand, but which human will cannot alter. This Natural Law remains the same at all times and in all places, and it is pre-existent to all written legislation. Indeed, it is the task and purpose of all positive legislation to transpose and enforce Natural Law in a way that adapts to the specific needs and circumstances of a given society at a given time. A positive law that stands in contradiction to the precepts of Natural Law has no legitimacy, and nobody is morally bound by it.

[6]

Eine konkrete Definition was das Naturrecht sein soll, ist dem Text nicht zu entnehmen. Interessant ist jedoch, dass ein Bekenntnis formuliert wurde nicht moralisch an die Gesetzgebung gebunden zu sein. !!!

Um herauszufinden, was das „Naturrecht“ ist, war ein Artikel in Cathwalk.de (Abendland, Alte Messe & katholische Tradition) hilfreich.

Der Autor beschreibt das Naturrecht folgendermaßen:

„Zur Natur des Menschen, also seinen aus der Wesenheit folgenden Tätigkeiten, aber auch zur Natur aller anderen natürlichen Dinge gehört nun, dass seine Tätigkeiten stets ziel- bzw. zweckgerichtet sind. (…)

Wie bei allen anderen Lebewesen sind alle Tätigkeiten letztlich auf die Selbsterhaltung und die Fortpflanzung gerichtet.

Nur beim Menschen als rationalem Wesen geht die Tätigkeit darüber hinaus und ist schlussendlich auf die absolute Glückseligkeit in der Anschauung Gottes gerichtet.

Das ist keine katholische Behauptung, sondern lässt sich bereits bei Platon und Aristoteles nachlesen. (…) Jede menschliche Tätigkeit soll so sein, dass der Verstand führend ist.

Man sollte sich also weder vom „Bauchgefühl“ leiten lassen noch von Emotionen, Gefühlen oder der Sinnlichkeit.“ [7]

Damit ist nun alles gesagt zum Naturrecht. Zurück zu Agenda Europe. Aus dieser Haltung oder Ideologie heraus haben sie keine positive Haltung zu allgemeingültigen und unveräußerlichen Menschenrechten. Dazu schreiben sie folgendes:

„Angesichts der hohen Bedeutung, die internationalen Menschenrechtsverträgen heutzutage beigemessen wird, ist es kein Wunder, dass diese Verträge zu einem primären Ziel für politisch motivierte Manipulation und Verzerrung geworden sind.“ [8]

Zusammengefasst ist Agenda Europe gegen Verhütungsmittel, gegen Scheidungen, gegen Schwangerschaftsabbrüche, gegen Homosexualität, die mit Pädophilie und Sex mit Tieren gleichgesetzt und als Sodomie bezeichnet wird.

Sodomie“ so der Sammelbegriff wird zum Gesundheitsrisiko. [9] [10]

Die Regenbogenfarben, die in der Münchner Allianz-Arena geplant waren und von der UEFA untersagt waren, verkommen hier zur „Sodomie-Propaganda“. [11]

Hinter der „LGBT-Bewegung“ steckten, so Agenda Europe, Milliardäre. [12]

Agenda Europe ist aber auch rassistisch. Das beweist ein Text über Ferda Atman, die Antidiskriminierungsbeauftragte. Sie wird in einem Text vom Juli 2022 als Rassistin bezeichnet.

Sie unterhalte enge Verbindungen zu radikal-islamistischen Kreisen, weise eine lange Geschichte der „Verwendung rassistischer Verunglimpfungen gegen ethnische Deutsche“ vor und betreibe eine Art von umgekehrtem Rassismus.

Zitat:

„Es ist unwahrscheinlich, dass Mrs. Ataman ihre neu erworbene Rolle für einen anderen Zweck nutzen wird, als zu provozieren und zu polarisieren. Für die Öffentlichkeit wird dies jedoch eine gute Gelegenheit sein, die wahre Natur der linken „Antidiskriminierungspolitik“ zu lernen und zu verstehen.“ [13]

Viktor Orbán ist für Agenda Europe der „erfolgreichste demokratische Politiker“. Seine Wahl sei nicht nur ein großer Sieg, sondern ein „Triumph von historischem Ausmaß“. [14]

Ungarn wird bei Agenda Europe zu einem Land in dem die „Familien blühen, Abtreibungszahlen sinken“. [15]

Im Juli 2022 veröffentlichte Agenda Europe im Blog einen außerordentlich umfangreichen Text über George Soros‘ vermeintlich konzentrierten Angriff auf die Demokratie in den USA (und darüber hinaus). [16]

George Soros wird in diesem Text als Mann bezeichnet, der kein Verteidiger der Demokratie, sondern der schlimmste Gegner der Demokratie sei. In deutscher Übersetzung:

„Die Welt ist sich seiner bösen, seiner bösen Agenda und der Mittel, die er einsetzt, um sie umzusetzen, bewusst geworden. Das ist schon wichtig, da es ihn neutralisiert.“ [17]

Interessant und aufschlussreich ist die Verwendung der Bezeichnung „neutralisiert“ oder neutralisieren, die im Kontext betrachtet werden muss.

Im Kontext mit einem jüdischen Milliardär, einem Mann, der „seit etwa 1990 (…) Verdächtigungen, Verschwörungstheorien und antisemitischen Anfeindungen“ ausgesetzt ist. [18]

CitizenGo startete 2017 eine Petition an „Staats- und Regierungschefs der europäischen Länder“ unter der Überschrift: „Europäische Länder: Schützen Sie Ihre Souveränität, indem sie Ungarn nachahmen, und „fegen“ Sie die Marionetten der Soros-Stiftung aus!“ (in deutscher Übersetzung)

Über die „Einmischung der Soros-Stiftung in andere Länder“, schrieben sie folgendes:

„Andere Länder waren einer ähnlichen Einmischung durch verschiedene von Soros finanzierte NGOs ausgesetzt, da sich die Tentakel der Open Society Foundation viel weiter ins Ausland ausbreiteten als Ungarn.“ [19]

Tentakel ist ganz eindeutig eine antisemitische Symbolik. Kraken haben nämlich Tentakel mit „denen sie ihre Opfer einwickeln und vermeintlich überall gleichzeitig agieren“ können. [20]

Eingebettet ist das alles in den Zusatz, „dass Soros mehr als 60 NGO’s in Ungarn finanziert (…).“ [21] So entsteht das Bild eines außerordentlich reichen und einflussreichen Mannes, der Marionetten an Strippen zieht.

Obwohl Soros nicht als Jude gekennzeichnet oder bezeichnet wird, ist es doch Antisemitismus, der in jeder Zeile steckt. Denn „struktureller Antisemitismus“ kommt (noch) ohne Juden“ aus.
https://www.belltower.news/tacheles-struktureller-antisemitismus-ist-antisemitismus-noch-ohne-juden-108281/

Soros handelt bewusst, international und ist laut Agenda Europe und CitizenGo einer böser Mensch oder einer, der eine zerstörende, in diesem Fall demokratiezerstörende, Wirkung hat. Damit erfüllt er 2 Kriterien des „strukturellen Antisemitismus“ (noch) ohne Juden*Jüdinnen.

CitizenGo wirft Soros vor:
[22] Anmerkung: die gelbe Markierung wurde nicht nachträglich eingefügt, sondern entspricht dem Original.

1)direkte oder indirekte Einmischung in den Wahlprozess des Staates; 2) Ermutigung von Menschen (seien es Bürger oder Ausländer), die Gesetze des Landes zu brechen oder zu umgehen; oder, 3) die Verwässerung von Gesetzen zu fördern, die das Leben, die Familie oder die Freiheit schützen.

Kommen wir zurück zu Hedwig von Beverfoerde, Koordinatorin von Dad, mum & kids und Demo für alle. Sie war angekündigte Referentin des Online-Kongresses von der extrem rechten Wissensmanufaktur vom 5. bis 7. August 2022. [23]

Hier bei der Wissensmanufaktur ist mensch davon überzeugt die „4. Industrielle Revolution ist der Great Reset“. [24]

Die Wissensmanufaktur verbreitet via Telegram Informationen, die weitergeleitet wurden vom Qtuber Digital Soldier. Laut dieser gehört George Soros zum Team Management des „Satanic Deepstate-Team[25]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread

[25]

Zum Team Management gehören Rothschilds, Rockefellas und Bill Gates. „Wir“ haben es also hier mit einer antisemitischen Verschwörungsideologie zu tun, die von der Wissensmanufaktur weiterverbreitet wird. Der Wissensmanufaktur für die Hedwig von Beverfoerde als Referentin zur Verfügung steht. [26]

Youtube-Ankündigung des Online-Kongress der Wissensmanufaktur „Gesund durchs Chaos!“ Hedwig von Beverfoerde: Immunsystem Familie: Was uns stark macht – Ankündigung des Vortrags auf dem ….“ Darüber sind die Gesichter von Andreas Popp, Hedwig von Beverfoerde und Eva Hermann zu sehen.

Fortsetzung folgt!!!

 

 

 

Verbindungen ausgehend von CitizenGo

Dieser Beitrag steht mit allen Fotos und Screenshots im Archiv zur Verfügung

Wer über Demo für Alle (DfA) und seine Vernetzungen spricht, darf über CitizenGo, den Kooperationspartner des bevorstehenden Familien Forums 2022 am 17.9.2022 in Berlin, nicht schweigen.

Wer gegen Demo für Alle (DfA) demonstriert, sollte umso mehr gegen CitizenGo protestieren und vorgehen.

Dieser Beitrag versucht ein wenig unter die Oberfläche von CitizenGo zu dringen.

2013 wurde die Stiftung CitizenGo von Ignacio Arsuaga als Nachfolgerin von HazteOir gegründet. Arsuaga ist gleichzeitig ein Vertreter der Basilius-Stiftung mit Konstantin Malofejew als Vorstandsvorsitzender.

Malofejew ist ein russischer Oligarch, der sich nach einem „Neurussischen Reich“ und einem Zaren sehnt. „Er engagiert sich für traditionelle Werte und Wladimir Putin – und für Separatisten auf der Krim“. [1]

Er ist außerordentlich gut vernetzt und finanziert europäische LGBTIQ-feindliche Organisationen, so auch CitizenGo.
Mehr dazu zum Beispiel hier

2019 war er Sponsor von World Congress of Families. Dessen Netzwerke „unter dem Deckmantel der Förderung von Familienwerten die radikalsten Ideen zur Schaffung einer Gesellschaft“, verbreiten „die einem faschistischen Regime genehm wäre.“ [2]

Im selben Jahr wurde Malofejew zum stellvertretenden Leiter des Allrussischen Weltkonzils gewählt, einer ideologisch weit rechts stehenden nationalistischen Organisation der Russisch-Orthodoxen Kirche.

Außerdem setzte er sich bei der Verfassungsänderung 2020 erfolgreich dafür ein, dass die Ehe als Bündnis zwischen Mann und Frau definiert wurde. Zudem schrieb die neue Verfassung traditionelle Werte als maßgeblich für die russische Nation fest.

Doch schon Jahre zuvor, 2014, organisierte Malofejew in Wien eine Konferenz, an der extreme Rechte und Neofaschist*innen teilnahmen, so z.B. Politiker*innen der FPÖ, FIDESZ und Front National. [3]

Ehrengast dieser Veranstaltung war Alexander Dugin, der seinerseits wiederum „Chefideologe“ von Malofejew’s Fernsehsender Zargrad ist. [4]

Über Malofejew und seine Verbindungen auch zur AfD gäbe es so einiges zu sagen und ebenso über Arsuaga, dem Gründer von CitizenGo und Angehöriger von Malofejews Basilius-Stiftung.

Nachträgliche Ergänzung vom 22.08.2022
Abgebildet ist Malofejew’s Kernteam.

Doch interessant sind nicht nur die Verbindungen von CitizenGo, die nach Russland führen, sondern ebenso die, die in die USA reichen.

Einmal jährlich, Coronabedingt unterbrochen, organisiert die International Organization for the Family (IOF) den Weltkongress für Familien. Zu den Partner*innen oder Mitorganisator*innen zählt auch CitizenGo.

Im Screenshot sind die Partner zu sehen. Darunter Family First, Human Life International, Dads 4 Kids, PROVITA, CitizenGo, Fondazione Novae Terrae, Christian Concern …

[5]

Im Screenshot sind die Mitorganisator*innen des World Congress of Families XIII Verona 2019 zu sehen: PROVITA, Generazione Famiglia, Comune di Verona, World Congress of Families, International Organization for Family, CitizenGo, National Organization for Marriage, Comitato Defiendiamo Nostri Figli.

[6]

Zum Führungspersonal der IOF gehört Brian S. Brown als Präsident.

Ein Foto von Brian S. Brown, der mit einem verkniffenen Lächeln vor einer Bücherwand steht.

[7]

Er selbst ist sehr gut vernetzt und aktiv. Er ist Herausgeber von The Natural Family und dort auch Autor, gleichzeitig noch Präsident von National Organization for Marriage (NOM).

Außerdem ist er Gründer und Vorsitzender von ActRight.com, „einer Clearingstelle für konservative Aktionen, die dazu beigetragen hat, über 7 Millionen US-Dollar von Aktivisten an der Basis zu sammeln, um konservative Anliegen und Kandidaten zu unterstützen.“ [8]

Der US-amerikanische Aktivist, der sich schon seit mindestens einem Jahrzehnt gegen die Rechte von queeren Menschen einsetzt, traf sich bereits mit dem Patriarchen Kyrill I., [9] Putins „Hassprediger“ und Vorsteher der russisch-orthodoxen Kirche, der die russische Ukraine-Invasion als einen heiligen Krieg feiert. [10]

Foto von Kyrill I. Er trägt seine Insignien und ist geschmückt mit Ketten und auf seinem Haupt ist eine kappe mit einem Kreuz obendrauf. Es trägt weiße Kleidung und in seinen Händen brennende Kerzen.

Brown traf sich auch mit Matteo Salvini (Lega Nord).

Ein Foto von Brian S. Brown und Matteo Salvini von der Lega Nord.

Nachträgliche Ergänzung vom 22.08.2022
Hier im Bild ist er bei einem Treffen mit Kardinal Müller, Gloria von Thurn und Taxis und den obersten Richtern Alito und Kavanaugh zu sehen. Brian S. Brown ist im Bild rechts außen.

Brown ist laut Wikipedia seit „August 2018 Präsident des Howard Center for Family, Religion and Society, einer Anti-Abtreibungs-Interessengruppe, die Teil des World Congress of Families (WCF) -Netzwerks ist, das rechtsextreme Gruppen in Europa und anderen Kontinenten unterstützt“, sowie Mitglied des Stiftungskuratoriums von CitizenGo. [11]

Mit der National Organization for Marriage (NOM), dessen Präsident Brian S. Brown ist, [12] haben sich auch CitizenGo und die Novae Terrae Foundation verbunden, wie im Screenshot unten zu sehen ist. [13]

Ab dem Jahr 2016 Zivilgesellschaft für die Familie. Organisatioskomitee: C-Fam Center for Family & Human Rights, New York-Washington DS NOM, National Organization for Marriage, Washington DC. Institut für Family Policy, Washington-Madrid Derecho a Vivir, Madrid. Human Life International, Front, Royal, VA, Family Research Council, Washington DC, Trasatlantic Christian Council, Bodegraven (NL), HatzeOir.Org, CitizenGo, Madrid, Novae Terrae Foundation, Milan, European Center for Law and Justice, Strasburg, Ordo Juris Institute, Warschau.

Fondazione Novae Terrae oder Novae Terrae Foundation unterstützte z.B. die Unterschriftensammlung der Europäischen Bürgerinitiative Mum, Dad & Kids. Hedwig von Beverfoerde steht im Impressum der Webseite und sie ist Koordinatorin dieser Initiative. [14]

Laut eigenen Angaben wird die Initiative von einem Bürgerausschuss organisiert mit 7 Mitgliedern aus 7 Mitgliedsstaaten, vertreten sind Ungarn, Slowakei, Schweden, Polen, Frankreich, Kroatien, Portugal und Deutschland. [15]

Da auch Ungarn vertreten ist, erscheint es angebracht darauf hinzuweisen, dass CitizenGo 2019 zu den Sponsor*innen des transatlantischen Gipfel des Politischen Netzwerks für Werte (PnFV) gehörte, gemeinsam mit der Stiftung für ein bürgerliches Ungarn, der offiziellen Stiftung der Fidesz-Partei. [16]

Bis mindestens 2016 war Edit Frivaldszky Leiterin von CitizenGo (Ungarn). Sie ist bei der Bürgerinitiative Mum, Dad & Kids als Mitglied aus und für Ungarn vertreten.

Frivaldszky ist Direktorin des Human Dignity Center, einer christlichen Organisation, die sich unter dem Banner von Kinderschutz und Familienwerten gegen Abtreibungen und gegen die Rechte von LGBTIQ einsetzt. Darüber hinaus ist sie auch Direktorin des Vereins Together for Life.

Ein Verein, der der Antichoice-Bewegung zugeordnet werden kann und der aus dem zentralen Haushalt des ungarischen Ministeriums für Humanressourcen finanziert wird. [17]

Frivaldszky hat bisher zahlreiche Petitionen bei CitizenGo initiiert. Darunter z.B. (in deutscher Übersetzung) „Stoppen Sie den Zustrom von Wirtschaftsmigranten!“, [18]Hören wir auf, die Gender-Ideologie in den Schulen zu verbreiten“, [19] eine weitere aus dem Jahr 2015 richtete sich gegen ein 17jähriges trans Mädchen, die die Mädchenumkleidekabine in einer Schule in Missouri nutzte. [20]

„Der Fall einer Schule in Missouri löste einen großen Sturm aus: Ein 17-jähriger Junge (ein Transgender-Jugendlicher, was bedeutet, dass er als Junge geboren wurde, sich aber wie ein Mädchen fühlt) bereitete sich in der Umkleidekabine der Mädchen auf den Sportunterricht vor. Mehr als 150 Schüler verließen die Schule , um zu demonstrieren, dass sie mit der freizügigen Haltung der Schule nicht einverstanden sind. Die Schulleitung, die das Etikett „politisch inkorrekt“ fürchtete, erlaubte dem jungen Mann, die Umkleidekabine der Mädchen zu benutzen. Obwohl ihr eine "geschlechtsneutrale" Umkleidekabine zugewiesen wurde, weigert sie sich, diese zu benutzen, weil sie sich als Mädchen fühlt, und zieht sich lieber unter den Mädchen um. Natürlich äußerten auch einige empörte Väter Kritik an der Schule . Im Zusammenhang mit dem Vorfall trat ein Teil der Schulleitung zurück. Einer von ihnen sagte: „Würde ich dulden, dass dieser junge Mann verletzt wird? Nein. Aber ich dulde auch nicht, dass er mi

Die Abschaffung von Roe v. Wade in den USA in 2022, das verschärfte Abtreibungsrecht in Polen, [21] die Einschränkungen für Abtreibungen in Ungarn, [22] das ungarische Anti-LGBTIQ-Gesetz vom Juni 2021, [23] das sog. „Don’t say gay-Gesetz“ in Florida, [24]

aber auch die transfeindliche Stimmung, erzeugt durch radfems, die LGB-Alliance, Emma, Terre des Femmes (D), durch das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, Einzelpersonen aus der „Wissenschaft“, wie z.B. Marie Luise Vollbrecht, Prof. Dr. Axel Meyer

und die konstanten hasserfüllten Debatten, tragen erste „Früchte“. So hat die Gewalt gegen queere Menschen, insbesondere gegen trans Frauen erkennbar zugenommen.

Dabei geht es nicht nur um körperliche Gewalt, sondern auch um verbale Gewalt, Beleidigungen, Beschimpfungen, Hasstiraden und Aufwiegeln.

Das kann auch diejenigen treffen, die sich für die Rechte von queeren Menschen oder trans Personen einsetzen.

Immer mehr und immer lauter. In den sozialen Medien, so z.B. bei Twitter. Hier gibt es mittlerweile eine Bubble, die ausschließlich transfeindliche Inhalte produziert, reproduziert und vermeintlich „wissenschaftliche“ Erkenntnisse von den ausschließlich 2 Geschlechtern weiterverbreitet.

Ebenso Medien. Sie spielen eine ganz wesentliche Rolle. Davon können CitizenGo und Demo für Alle ganz wunderbar profitieren. Denn sie sind Teil eines weltweiten Netzwerks, das zu Allianzen geführt hat auch über Grenzen hinweg.

Zitat:
„Und insofern denk ich, dass der Wahlsieg von Biden eigentlich der christlichen Rechten – ich will jetzt nicht sagen, ihnen recht sein sollte oder ihnen in die Hände spielt, aber sie bestärkt in ihrer Agenda, dass sie es mit einem mächtigen Feind zu tun haben, gegen den sie sich mit anderen Verbündeten zusammenschließen sollten. Und deswegen auch über die Grenzen der USA hinaus Allianzen zu schmieden zum Beispiel mit Russland.“

2016 veröffentlichte Kirche in Not Deutschland den Aufruf zur „Teilnahme an „Vater, Mutter, Kind““. Hedwig von Beverfoerde äußerte sich wie folgt:

„Von einem unserer Bischöfe hörte ich: „Wir müssen solidarisch sein, nicht nur mit den verfolgten Christen im Nahen Osten, sondern auch mit den Christen in Europa, die um das christliche Menschenbild kämpfen. Papst Franziskus formulierte kürzlich: „Weltweit wird ein Krieg geführt, gegen Ehe und gegen Familie.“ Genauso ist es (…)“. [25]

Die Zeit veröffentlichte im selben Jahr einen Artikel mit der Überschrift: „Papst spricht von „Weltkrieg“ gegen die Ehe.“ Dieser hatte die Ansicht vertreten „Diese Zerstörung erfolge „nicht mit Waffen, sondern mit Ideen“. [26]

„Papst Franziskus hat mit ungewöhnlich drastischen Worten einen Schutz der Ehe eingefordert. Die Gegenwart erlebe einen ideologischen „Weltkrieg, um die Ehe zu zerstören“, sagte er in Georgiens Hauptstadt Tbilissi. Diese Zerstörung erfolge „nicht mit Waffen, sondern mit Ideen“. Franziskus sprach von „ideologischen Kolonialisierungen“, gegen die es sich zu verteidigen gelt. Eheleute seien ein „Abbild Gottes“. Wenn es zur Scheidung komme, werde „das Abbild Gottes beschmutz“, sagte der Papst bei einem Treffen mit Angehörigen der katholischen Minderheit in Georgien“.

[27]

Und weiter mit von Hedwig von Beverfoerde und dem was sie noch sagte:

„Mächtige Lobbygruppen der Gender- und Homosexuellen-Bewegung arbeiten daran die Ehe und Familie radikal [betont!] neu zu definieren und damit auszuhöhlen. Alles soll sich Ehe und Familie nennen können. Dabei ist klar, wer den Ehebegriff für eine bestimmte Interessengruppe öffnet, kann ihn anderen Gruppen nicht verwehren. Wer die Ehe für Alle fordert, bereitet, ob er will oder nicht, auch den Boden für die Gesetze des fundamentalistischen Islam, d.h. für Vielehe und Kinderehe. (…)“ [28]

Fortsetzung

Sie wähnen sich in einem Krieg. In einem „ideologischen Krieg“ gegen Ehe und Familie. Deshalb bilden sie Allianzen, vernetzen sich, gehen Kooperationen ein, sammeln Spenden, horten Geld, gründen Initiativen, Organisationen und Medien.

Auch über Grenzen hinweg.

Denn sie sind fest davon überzeugt, dass ihre christliche Lebensweise ausgerottet oder zunichte gemacht werden soll.

Ein lesbischer Kuss im Lightyear-Film von Disney führte zu einer Petition am 3.7.2022. „Disney ist heue eine Geisel der LGBTQ+-Aktivisten, die unsere Kinder durch Indoktrination korrumpieren wollen“.

225.826 haben unterzeichnet. Lassen Sie uns 500.000 erreichen! Meine Familie wird sich ihre LGBTQ+-Filme nicht ansehen! Sehr geehrter Herr Robert Chapek, Vorstandsvorsitzender von Disney,Meine Familie wird sich weder Ihre Filme ansehen noch Ihre Produkte kaufen, die die LGBTQ+-Indoktrination fördern und die Unschuld der Kinder verderben sollen.[Ihr Name]

[1]

Demo für Alle (DfA) schaltete bei CitizenGo am 09.06.2022 eine Petition mit dem Titel: „Sex und Trans-Kult: Raus aus dem Kinder-TV!“ Dabei bezog sich DfA auf die transfeindliche Kampagne angeführt von Hümpel, Korte, Steinhoff, Galuschka und Vollbrecht.

Kinder würden durch Sendungen im ÖRR „sexualisiert“, der ÖRR propagiere massiv die „Transideologie“ und ignoriere die Erkenntnisse von 120 Ärzt*innen und „Wissenschaftler*innen“.

Schon die Kleinsten würden z.B. durch die Sendung mit der Maus mit der „wissenschaftlich unhaltbaren These derVielgeschlechtlichkeit indoktriniert (werden). Sie befeuern den Transgender-Hype teils schon bei den Kleinsten. (…)“.

Demo für Alle, die eine Petition bei CitizenGo schaltete, verlinkten in ihrer Petition zum Aufruf und zum Dossier eingestellt auf der Webseite von Eva Engelken, einer Terf, die sich selbst als „immer liberal sozialdemokratisch verordnet[2] bezeichnet.

Sie, die von sich behauptet sich für „Freiheit und Gerechtigkeit für Frauen und Mütter“ einsetzen zu wollen und die, die in ihrer Twitter-Bio „Frauenrechte auf [url]“ schreibt. Während die Netzwerke um Demo für Alle und CitizenGo antifeministisch und misogyn sind.

Im Geiste vereint sie allerdings über Grenzen hinweg die Transfeindlichkeit.

Eine weitere Petition bei CitizenGo bezog sich auf die erste trans Barbie, eine weiblich gelesene Puppe, die zu Ehren der Schauspielerin Laverne Cox ins Sortiment aufgenommen wurde. [3]

Zu sehen ist die trans Barbie. Mit langen Haaren, Ohrringen und einem bordeauxfarbenen langen Kleid.

[3]

Die „Transgender-Barbie“ fördere die Geschlechtsverwirrung bei den Kleinen, ist nur eines ihrer transfeindlichen „Argumente“.

Es gibt noch eine Vielzahl ähnlicher Petitionen gerichtet an LEGO und Disney, weil es um die Kinder geht.
Was sehr bekannt vorkommt.

CitizenGo Germany schaltete eine Petition gegen die Regenbogenfahne in der Münchner Allianz Arena beim letzten Gruppenspiel Deutschland gegen Ungarn bei der EM. [4]

Screenshot belegt die Angaben im Thread. Die Licht-Regenbogeninstallation ist auf dem Bild durchgestrichen und oben links prangt in fetter Großschrift auf rotem Hintergrund GEWONNEN!

Im Mai 2022 startete CitizenGo eine Petition für die Aufhebung des Urteils Roe v. Wade und vom „historischen“ Urteil, der Abschaffung, waren sie begeistert, wie am roten Rechteck und der weißen Schrift „Gewonnen“ zu sehen ist. [5]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

[5]

Sie sehen sich aber nicht nur in einem „Krieg“, in dem sie ihre christlichen Werte von Ehe und Familie verteidigen müssen. Sie sehen sich auch einem „Kreuzzug“ ausgeliefert.

Einem „Kreuzzug“, der „Meinungsäußerungen von Bürgern, die sich für das Leben, die Familie und bürgerliche Freiheiten“ einsetzt, nicht mehr zulässt. Es ist sogar die Rede von Zensur. [6]

Screenshot bestätigt die angaben im Thread "Sagen Sie den Bossen der "Big Tech"-Firmen: Schluss mit der Zensur"

Der Vorschlag der Europäischen Kommission die Liste von Verbrechen in der EU mit Hassrede und Hassverbrechen zu erweitern, kam bei CitizenGo gar nicht gut an. Die Meinungsfreiheit in Europa sei dann in großer Gefahr.

Zitat: „Das ist eine Taktik von Linksradikalen, um weltweit jede abweichende Meinung zu ihrer Agenda zu zensieren. Indem sie die Definition der Redefreiheit ändern, werden sie unserer Freiheit, unsere Meinungen und Überzeugungen zu verteidigen, einen Schlag versetzen… Wir stehen kurz davor, zum Verstummen gebracht zu werden.“ Wenn die Meinungsfreiheit unterdrückt werde, verwandele sich das bestehende System in eine „totalitäre Tyrannei““. [7]

Die Petition trägt den Titel Stehen Sie für die Meinungsfreiheit in Europa ein!

[8]

Sie wollen hassen dürfen, verbal und öffentlich, sie wollen sich nicht zurückhalten müssen und nicht mehr verhalten oder diskret ablehnen, ausgrenzen, beleidigen und hassen können. Sie wollen alles rauslassen und zwar wirklich alles.

Sie wollen aber noch mehr. Sie wollen Einfluss nehmen.

Sie, CitizenGo und ihre Mitstreiter*innen, starteten im November 2021 eine Petition zur Unterstützung von Polen „bei der Verteidigung der EU-Aussengrenze gegen Lukaschenkos Migrations-Erpressung“. [9]

Gefordert werden eine Verteidigung der EU-Grenze, andere Sicherheitsmaßnahmen und Hilfe beim Bau von Grenzbefestigungen. Sie wollen die Festung Europa ausbauen, [10] während Malofejew, ihr Sponsor, putintreu ist und Putin wiederum Verbündeter von Alexander Lukaschenko ist.

Lukaschenko und Putin, die einander zur Begrüßung die Hand geben.

[11]

Doch für CitizenGo spielt das keine Rolle. Sie schreiben die Fakten einfach um,

Die aktuelle Situation ist keine Flüchtlingskrise, wie linke Medien und Politiker es darzustellen versuchen, des handelt sich bei diesen Migranten um Menschen die vom belarussischen Regime mit einem belarussischen Visum ausgestattet wurden und mit organisierten Transporten an die EU-außengrenze gebracht werden. Diese Migranten sind Bürger des Irak, Syriens, des Libanon und andere Länder."

nutzen gleichzeitig ein bildgewaltiges Foto. Das ohne Einordnung so oder so interpretierbar ist. Als Angriff von geflüchteten Menschen und Verteidigung der Grenzen mit Militär und Polizei oder als Unrecht, das geflüchteten und traumatisierten Menschen zugefügt wird.

Zu sehen sind geflüchtete Menschen, Natodraht und dahinter bewaffene Cops und Militär.

Hier bei CitizenGo ist mensch auf der Seite der Impfgegner*innen und Boris Reitschuster.

Das bezeugt eine Petition von CitizenGo Germany verbunden mit der Forderung „Sofortige Wiederzulassung des Journalisten Boris Reitschuster zur Bundespressekonferenz“, die immerhin von 162.434 Personen unterzeichnet wurde. [12]

Sofortige Wiederzulassung des Journalisten Boris Reitschuster zur Bundespressekonferenzt vom 11.3.2022. Unterzeichnet von 162.434.

In seinem Blog veröffentlicht Boris Reitschuster auch Texte über den „Great Reset“, eine Verschwörungsideologie, u.a. am 20.08.2022. Hier ein kleiner Auszug: [13]

Auszug: „(…) die USA für Ende dieses Jahres, die so düster ist, dass ich mich nicht traue, sie hier wiederzugeben. Und inständig hoffe, dass die Quelle diesmal irrt. Wir müssen uns bewusst sein, dass es ein Angriff auf die Grundlagen unserer Kultur ist. Insbesondere die Traditionen, und hier vor allem wiederum die Familie. Es geht – wieder einmal – um die Schaffung eines neuen Menschen. Dazu müssen die kulturellen, religiösen, ja und vor allem auch die geschlechtlichen Wurzeln des Einzelnen aufgebrochen werden – um ihn zu einer Biomasse zu machen, aus der sich der neue Mensch formen lassen kann. Wer daran auch nur ansatzweise Kritik übt, wer sich an der Auflösung etwa der Familie oder traditioneller Geschlechterbilder auch nur stört, wird als „Rechts“ bzw. „Neurechts“ diffamiert und entmenschlicht. (…)“

[13]

Auch Boris Reitschuster ist davon überzeugt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein „Angriff auf die Grundlagen unserer Kultur“ erfolge und dass sich dieser insbesondere gegen „die Traditionen, und hier vor allem wiederum die Familie“ richten würde.

Anlässlich der euroweiten Wahlen zum europäischen Parlament (vom 22. – 25.05.2022) initiierte die Foundation Novae Terrae eine Petition mit der Forderung: „Reset Europe![14]

Das hier ist sie. In deutscher Übersetzung.

From 22 to 25 May 2014, the elections of the European Parliament are taking place across Europe. Novae Terrae Foundation submits together with over 30 European NGOs (among which: CitizenGO, Christian Concern, Christian Legal Center, The Benson Society, Voice for Justice UK, Life Institute, All For Values, and Ireland Stand Up) to all candidates of EU Elections, a Pledge asking them to promote and defend the following values, in case they will be elected. 1. Human dignity and right to life from conception to natural death, executing citizens' initiative One of Us. 2. Family founded on the legal union between a man and a woman, particularly supporting young couples and large families. 3. The respect of freedom of religion combating religious discriminations, freedom of thought and conscience, also in medical field. 4. The Subsidiarity Principle, fight against poverty and social exclusion, social justice and the promotion of the important role of young people. 5. Freedom of education prom

CitizenGO encourages all European citizens who share these values (life, family, freedom and social justice) to sign this petition: the signatures will reinforce the Pledge for the European Elections by Novae Terrae Foundation and will be determinant to strongly ask the candidates to sign it and, once they are elected, to work coherently with these commitments during their mandate. In the latest months, with the presentation of Estrela, Lunacek, Zuber and Bauer resolutions, some members and groups of European Parliament showed hostility against our values and the respect of fundamental human rights. In three cases among the above mentioned circumstances, also thanks to CitizenGO campaigns, the hemicycle rejected the resolutions, which promoted abortion, obligatory sexual education, homosexual marriage, adoption by same-sex couples and the imposition of “gender ideology”. But just defending from these unacceptable proposals is not enough: we have to be prepared for the next legislature,

2019 startete CitizenGo die Petition „Europa Erneuern“ und teilte mit, dass alle Kandidat*innen der Partei Bündnis C – Christen für Deutschland, „als leider bisher einzige Kandidaten aus dem deutschen Sprachraum“ sich zum Manifest Europa Erneuern bekannt und sich auf dessen Umsetzung verpflichtet habe. [15]

Vor einem blauen Hintergrund mit der Aufschrift bündnis C stehen 5 Personen. Eine davon hält das Manifest Europa Erneuern in der Hand. Darunter steht: „Wir hoffen, dass weitere Kandidaten aus anderen Parteien beweisen, dass auch ihnen die im Manifest „Europa erneuern!“ benannten Werte wichtig genug sind, um sich öffentlich zu ihnen zu bekennen und sich auf ihre Umsetzung zu verpflichten!“

Deren „Werte“ bestehen aus:

1) Einsatz für das Lebensrecht. Von der Empfängnis an bis zum natürlichen Tod bedeutet Schwangerschaftsabbrüche zu verbieten und schließt auch die Sterbehilfe ein.

1) Einsatz für das Lebensrecht: Verabschiedung eines EU-Rahmenplans, um das Lebensrecht aller menschlichen Wesen (von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod) zu schützen und Kindern das Recht, in einer Familie mit einer Mutter und einem Vater zu leben, zuzusichern. Ich werde Bestrebungen, in Europa Abtreibung zurückzudrängen, unterstützen. Falls Abtreibung legal bleiben sollte, dürfen Ärzte in keinem Fall gegen ihr Gewissen dazu gezwungen werden, diese vorzunehmen oder an ihrer Durchführung teilzunehmen.

2.) Schutz der Rechte von Familien. Gemeint ist die „natürliche Familie“, die „Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau“ und mit der Absicht verbunden Kinder zu zeugen. D.h. dieser Absatz richtet sich gegen Patchwork- und Regenbogenfamilien.

2) Schutz der Rechte von Familien: Verabschiedung eines EU-Rahmenplans, der auf dem Respekt und der Förderung der Rechte der natürlichen Familie gründet, verstanden als eine Verbindung zwischen einem Mann und einer Frau und mit Offenheit dafür, Leben zu schenken. Ausstattung der EU mit einem umfassenden Aktionsplan, der familienfreundliche Regelungen fördert, die Unterstützung besonders für junge Paare und Großfamilien sicherstellen. Fördermaßnahmen der EU sollten an die Unterstützung nationalen Handelns für die Familien und eine Förderung der Geburtenraten gekoppelt werden. Investitionen in die Familien sind Investitionen in die Zukunft, unser aller Zukunft.

3.) Achtung der Gewissens- und Religionsfreiheit.

3) Achtung der Gewissens- und Religionsfreiheit: Achtung und Förderung des Rechtes, entsprechend individuellen Gewissensentscheidungen zu handeln. Die Bekämpfung religiöser Verfolgung und Diskriminierung aufgrund der Religionszugehörigkeit innerhalb und außerhalb der EU. Ermächtigung des Büros des Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit, jegliche Handelsabkommen – sowohl zwischen EU-Mitgliedsstaaten, als auch mit Nicht-Mitgliedsstaaten – davon abhängig zu machen, dass die entsprechenden Staaten religiöse Freiheitsrechte respektieren. Dies gilt vor allem für Länder, in denen das Christentum eingeschränkt oder verboten ist.

4.) Schutz von Elternrechten. Im Mittelpunkt stehen die Rechte der Eltern, nicht die der Kinder. Deshalb lehnt Demo für Alle z.B. Kinderrechte im Grundgesetz strikt ab. Geplant ist ein neuer „Proteststurm gegen „Kinderrechte“ im Grundgesetz zu entfachen. [16]

4) Schutz von Elternrechten: Die Rolle der EU bei der Achtung und Förderung des Rechtes von Eltern, ihre Kinder entsprechend ihrer moralischen und religiösen Werte in allen Jugend- und Bildungsprogrammen sicherzustellen. Alle europäischen Staaten sollten die Erziehungsfreiheit, einschließlich des Rechtes der Eltern auf Heimunterricht, fördern. Wir sollten nicht vergessen, dass es zuallererst das Recht der Eltern ist, über die Erziehung ihrer Kinder in Übereinstimmung mit ihren Überzeugungen zu entscheiden. In staatlichen Schulen soll der Staat Kinder nicht indoktrinieren, sondern erziehen. Dies gilt besonders im Hinblick auf die Sexualerziehung und die Gender-Ideologie.

[17]

Diese Erziehungsfreiheit umfasst das Recht auf Homeschooling/Heimunterricht, keine Sexualerziehung oder eine eingeschränkte oder eine, die bibeltreu und LGBTIQ-feindlich ist und die aus Geschlechtergerechtigkeit „Gender-Ideologie“ macht.

Das geht dann so weit, dass anderen Kindern, also Schüler*innen, die moralisch-religiösen Werte einer fundamentalistischen und radikalen Minderheit aufgezwungen werden sollen.

Eng verzahnt mit Abschnitt 4 ist Abschnitt 3, der dieser christlich fundamentalistischen und rechten Minderheit „Gewissens- und Religionsfreiheit“ zusichern soll, was gleichzeitig bedeutet, dass z.B. trans oder queere Schüler*innen noch mehr ins Abseits geraten und im schlimmsten Fall abgelehnt und angefeindet und angegriffen werden.

Und das und noch viel mehr im Namen der „natürlichen Familie“ (Absatz 2.)). Was sich daraus ableiten lässt und was dahinter steckt folgt demnächst.

Nicht nur über TFP

Dieser Beitrag mit sämtlichen Grafiken und Screenshots steht im Archiv zur Verfügung

Folgende Nachricht vom 15.08.2022 wurde gerade einmal 14x geliked und 3x retweetet:

„Heute fand in Aachen eine uniformierte Versammlung der „TFP Student Action Europe“ statt. Vor dem Rathaus protestierte die reaktionäre Truppe in Reih & Glied nebst großer Flaggen gegen Abtreibungen bzw. (Trans-)Gender“. [1]

Heute fand in Aachen eine uniformierte Versammlung der „TFP Student Action Europe“ statt. Vor dem Rathaus protestierte die reaktionäre Truppe in Reih & Glied nebst großer Flaggen gegen Abtreibungen bzw. (Trans-)Gender

Die mangelnde Aufmerksamkeit für diese Info ist bedauerlich.

Denn die TFP Student Action Europe hat z.B. eine Petition geschaltet, die in Europa Zustände erschaffen will, wie sie in den USA nach der Aufhebung von Roe vs. Wade entstanden sind. [2]

„Bete und handle, um die Sünde der Abtreibung zu stoppen! Abtreibung tötet Kinder. Das ist schreckliche Realität. Aber eine Realität, die überwunden werden kann! Schauen Sie sich die Vereinigten Staaten an. Dort hat der Oberste Gerichtshof das Urteil Roe vs. Wade aufgehoben. Abtreibung ist kein „Verfassungsrecht“ mehr. Ein wichtiger Schritt zum effektiven Schutz ungeborener Kinder. Wann folgt Europa? Heute statt morgen.“

Die Veröffentlichung des Flyers zur Petition wurde auf der Webseite von Civitas Christiana (NL) veröffentlicht. [3]

Screenshot gilt als Beleg für die Angaben im Thread.

Komm und arbeite für die christliche Zivilisation!“ ist hier in deutscher Übersetzung zu lesen und weiter „Civitas Christiana kämpft für den Sieg der christlichen Traditionen, der Familie und der Freiheit der Niederlande. Gegen den fortschreitenden Multikulturalismus, die Gender-Ideologie und die Kultur des Todes“. [4]

Zu den Vorstandsmitgliedern dieser Organisation gehört auch der Vorsitzende (Herzog) Paul von Oldenburg. [5] Er ist ein Cousin von Beatrix von Storch, sieht die französische Revolution als Fehler an und findet die Bauernbewegung habe nichts Gutes gebracht. [6]

Mit der Deutsche Gesellschaft zum Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum (TFP), die dem Netzwerk angeschlossen ist, ist er sich einig, „dass mittelalterliche Zustände wieder eingeführt werden müssten“.

Sowohl TFP als auch von Oldenburg beklagen den mangelnden Einfluss des Adels. [7]

Mathias von Gersdorff veröffentlichte 2013 – ein sehr denkwürdiges Jahr übrigens, denn 2013 wurden CitizenGo und Agenda für Europa gegründet – im Mitteilungsblatt der Aktion Kinder in Gefahr „Kultur und Medien online“ ein Interview mit von Oldenburg, der die Ansicht vertrat in Brüssel sei die Abtreibungslobby besonders aktiv und gut organisiert. [8]

An dieser Stelle wird es interessant. Beide, also von Oldenburg und Mathias von Gersdorff, sind im Netzwerk der TFP organisiert. Von Gersdorff ist 1. Vorsitzender von TFP Deutschland. [9]

Screenshot belegt die Angaben im Thread. „Die TFP ist überparteilicher Verein, der sich u.a. für die Förderung der abendländischen christlichen Kultur basierend auf den grundlegenden Prinzipien des christlichen Glaubens, und insbesondere für den Schutz von Tradition, Familie und Privateigentum vor politischen, kulturellen, religiösen und wirtschaftlichen Angriffen und Einflüssen einsetzt. Weil wir uns öffentlich für diese Ziele einsetzen und auch auf politische Gremien Einfluß nehmen, können die spenden nicht steuermindernd geltend gemacht werden (…)“.

2013 war von Oldenburg Leiter des Büros der Föderation Pro Europa Christiana (FPEC) in Brüssel, einem Zusammenschluss von christlich orientierten Organisationen aus Europa, nämlich [10]

Screenshot bestätigt die Angaben im Thread.

Deutschland, Polen, Frankreich und Italien, Österreich, Portugal und Spanien. [11]

Screenshot von der Selbstdarstellung von Federation Pro-Europa Christiana

[12]

Screenshot mit den assoziierten Partnern der Federation Pro-Europa Christiana. In Deutschland ist es die Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur (DVCK) e.V.

[13]

Mathias von Gersdorff wiederum ist zusätzlich Leiter der Aktion Kinder in Gefahr der Deutschen Vereinigung für eine christliche Kultur e.V. (DVCK), während Pilar von Oldenburg Sprecherin von SOS Leben, einer Aktion der DVCK ist.

Und wie bei den Partner*innen der Federation Pro-Europa Christiana zu sehen war, gehört die DVCK zum Netzwerk der TFP.

Pilar von Oldenburg (Herzogin) ist die Ehefrau von Paul von Oldenburg und auch sie gehört zum Netzwerk der Gesellschaften für Tradition, Familien und Privateigentum (TFP).

Zu diesem Netzwerk gehören noch Sven und Beatrix von Storch und z.B. auch Hedwig von Beverfoerde.

Zum besseren Verständnis empfehle ich diesen Text, der mit der Erkenntnis endet: „Die Demo für alle arbeitet mit dem spanischen antifeministischen Netzwerk CitizenGo zusammen. Hiermit schließt sich der Kreis. Nicht aber die Geschichte der politischen Wirkmächtigkeit des „Adels“, obwohl dieser schon seit über einhundert Jahren als ungleichzeitige Klasse auf den Müllhaufen der Geschichte gehören sollte.“

Und jetzt sind „wir“ da wo ich hinwill.

Wenn also am 17.09. Demo für Alle gemeinsam mit CitizenGo in Berlin das Familien Forum 2022 stattfinden lässt, dann steht dahinter ein Netzwerk, das sich auch mittelalterliche Zustände wünscht, denn Hedwig von Beverfoerde ist sozusagen die Frontfrau von Demo für Alle während Mathias von Gersdorff bzw. die Aktion in Gefahr zu den Bündnispartner*innen gehört.

Diese mittelalterliche Gesellschaft Europas, wie sie von der TFP, von Beverfoerde oder von Gersdorff erwünscht oder angestrebt wird, gliederte sich in mehrere soziale Stände, die durch rechtliche Bestimmungen klar voneinander abgetrennt waren.

Die wichtigsten Stände waren der Klerus, Adel und Ritter, Bauern/Bürgertum und schlussendlich Unfreie/Sklaven. [14]

Dieses ständische System wurde als feste von Gott gegebene Ordnung gesehen und jede*r hatte einen unveränderlichen Platz in der Gesellschaft, es existierte das Lehnswesen und die Leibeigenschaft.

TFP Student Action Europe veröffentlichte auf seiner Webseite unter der Rubrik Blog auch den Text „Fünf Lektionen, die wir aus dem Umsturz von Roe v. Wade lernen sollten“.

Dazu schrieben sie (deutsche Übersetzung mit google) „Bei Roe v. Wade geht es nicht nur um Abtreibung. Es ist an eine Welt voller Probleme und eine Weltanschauung gebunden“.

Das Thema Abtreibung repräsentiert zunehmend diejenigen, die gegen Gott und für Satan sind. (…) Dieser neue Rahmen der Debatte verschafft denen, die das Leben verteidigen, einen Vorteil.“ [15]

5 - Der Kampf ums Leben muss immer religiös sein zugunsten Gottes, der Quelle aller Gnade und des Lebens. Die Linke weiß, dass Gott im Mittelpunkt der Debatte steht. Sie weiß, dass die Kirche das Sittengesetz vertritt und macht es zum Ziel ihres Handelns. Seine Radikale rufen Satan um Hilfe an. Wie viel mehr sollte die Pro-Life-Bewegung die überwältigende Kraft Gottes und der Gottesmutter anrufen, um den endgültigen Sieg zu erringen. Die Post-Leak-Hysterie hat dazu beigetragen, die Art der Abtreibungsdebatte zu verändern. Besorgte Abtreibung ist nicht länger eine Frage der Gesundheit, der Frau, der Politik oder der Welt. Besorgte Abtreibung ist die moralische Frage, die sie schon immer war: die Tötung unschuldigen menschlichen Lebens. Die Linke definiert den Kampf gegen die Abtreibung in universellen moralischen, religiösen, ethischen und metaphysischen Begriffen neu. Dieser neue Rahmen der Debatte verschafft denen, die das Leben verteidigen, einen Vorteil. Die Pro-Life-Seite muss sich

[16]

Zum Thema Transgender veröffentliche TFP Student Action Europe (in deutscher Übersetzung) folgendes:

  • „Transgenderismus ist tyrannisch“
  • „es fördert Kindesmißbrauch“
  • „es widerspricht Biologie und Wissenschaft“
  • „biologisches Geschlecht kann sich nicht ändern“
  • „es verzerrt Männlichkeit und Weiblichkeit“
  • „es zerstört die Vernunft“
  • „Transgenderismus ist selbstzerstörerisch“
  • „Wohin uns Transgenderismus führen wird: Transspezies“
  • „Es beleidigt Gott“. [17]

Betrachten wir einmal Absatz 3: Es widerspricht Biologie und Wissenschaft.

3. Es widerspricht Biologie und Wissenschaft Die Gender-Ideologie widerspricht der grundlegenden Biologie. Dieselbe fortschrittliche Bewegung, die einst auf dem säkularen Altar der Wissenschaft unter Ausschluss von Gott und der Metaphysik huldigte, hat sich gegen ihr eigenes Wissenschaft-ist-alles-Dogma gewandt. Jetzt werden alle wissenschaftlichen Beweise, die das Transgender-Narrativ widerlegen, verworfen. Das American College of Pediatricians stellt jedoch klar: „Die menschliche Sexualität ist ein objektives biologisches binäres Merkmal: ‚XY‘ und ‚XX‘ sind genetische Marker für Gesundheit – nicht genetische Marker für eine Störung. Auch die Norm für menschliches Design ist zu konzipieren.“ männlich oder weiblich.Die menschliche Sexualität ist von Natur aus binär, mit dem offensichtlichen Zweck, die Fortpflanzung und das Gedeihen unserer Art. Dieses Prinzip ist selbstverständlich .... Personen mit DSDs [Störungen der Geschlechtsentwicklung] bilden kein drittes Geschlecht.

Die Kernaussage ist: Es gäbe nur 2 Geschlechter, definiert durch XX und XY als „biologisches binäres Merkmal“. Diese Kernaussage ist identisch mit dem was die transfeindliche Biologin via Twitter als LuiseVollbrecht verbreitet und von dem sie überzeugt ist.

14.08.2022. Marie-Luise Vollbrecht twittert: „Warum erzeugt das Aussprechen eines Fakts nur so eine Wut und so einen Zerstörungswillen? 2 Geschlechter!“

Am 11.08.2022 twitterte Marie-Luise Vollbrecht: „Warum es nur 2 Geschlechter gibt“ und fügte einen Link zur zeitung.faz.net hinzu „Am Ende kommen immer Männchen und Weibchen heraus – Was lernen wir aus den Geschlechtsunterschieden bei Tieren und Pflanzen über sex und Gender? Ein Gespräch mit dem Biologen Axel Meyer“.

Am 11.8.2022 twitterte Marie-Luise Vollbrecht „Arum die Biologie nur zwei Geschlechter kennt“ und fügte einen Link zur zeitung.faz.net hinzu. „Warum die Biologie nur zwei Geschlechter kennt Auffällig viele Kommentatoren sind derzeit um den Nachweis bemüht, dass es eine unüberschaubare Vielzahl von Geschlechtern gebe. Es blüht die Pseudoexpertise“.

Die Sache mit dem XX wird so auch von Terre des Femmes (D) vertreten. [18]

Unter XX #bornequal schrieb Terres des Femmes anlässlich des 40 jährigen Bestehens: „zwei X-Chromosomen machen dich biologisch zur Frau. Und 650 Millionen Mädchen zu Ehefrauen, bevor sie 18 sind.“

[18[

Betrachten „wir“ Abschnitt 4: Biologisches Geschlecht kann sich nicht ändern.

4. Biologisches Geschlecht kann sich nicht ändern Diejenigen, die die Transgender-Ideologie annehmen, tun so, als könnten sich Männer in Frauen oder Frauen in Männer verwandeln. Aber ihre Behauptung ist falsch. „Es ist physiologisch unmöglich, das Geschlecht einer Person zu ändern, da das Geschlecht jedes Individuums in den Genen kodiert ist – XX wenn weiblich, XY wenn männlich. Eine Operation kann nur das Aussehen des anderen Geschlechts erzeugen“, erklären Dr. Richard P. Fitzgibbons, MD, Philip M. Sutton, Ph.D., und Dale O'Leary in einer gut dokumentierten Studie. Diese Ärzte bestätigen, dass die sexuelle Identität „auf jede Zelle des Körpers geschrieben ist und durch DNA-Tests bestimmt werden kann. Es kann nicht geändert werden."

Diese Ansicht vertritt auch die britische Philosophin Kathleen Stock. [19] Das „feministische“ Magazin EMMA berichtete über Kathleen Stock als Feministin und Opfer von Mobbing durch Trans-Aktivist*innen.

Dort werden die Thesen von Kathleen Stock hoffentlich endlich so offen debattiert werden, wie sie es verdient haben“, erhoffte sich Chantal Louis im Artikel „Kathleen Stock: Realität und Ideologie“. [20]

Stocks Kündigung brachte endlich auch die überfällige Debatte über die Freiheit der Wissenschaft ins Rollen. Denn die Professorin aus Sussex ist nicht die einzige, die der Welle der Denk- und Sprechverbote zum Opfer gefallen ist. Einige der Gecancelten gründeten im Sommer 2021 die „University of Austin“, die ein „Ort der Wissenschaftsfreiheit und des gesellschaftlichen Diskurses“ sein will. Unter den Gründungsmitgliedern sind neben Kathleen Stock die US-Journalistin Bari Weiss, die die New York Times aus Protest gegen die zunehmende Twitter-Hörigkeit der Redaktion verließ, und Ayaan Hirsi Ali, die wegen ihrer scharfen Kritik am islamischen Fundamentalismus bedroht wird. Für 2022 ist an der University of Austin ein Sommerprogramm mit dem bezeichnenden Titel „Die verbotenen Kurse“ geplant. StudentInnen anderer Universitäten werden „eingeladen, um über provokative Fragen zu diskutieren, die an anderen Universitäten oft zu Zensur oder Selbst-Zensur führen“. Dort werden die Thesen von Kathl

[21]

Jetzt, da ich das alles weiß, kann ich zu Recht behaupten Terfs, also z.B. radfems, radikale Feministinnen, EMMA, TdF (D) oder auch Marie Luise Vollbrecht und viele andere vertreten Inhalte wie christliche Fundis, Demo für Alle, CitizenGo, aber auch eine Organisation, die zurück ins Mittelalter will, in der die Stellung der Frau stets dem Mann untergeordnet war.

Zurück in eine Epoche mit einem Ständesystem, Lehenswesen und Leibeigenschaft. Zu einer Zeit als die Verfolgung und Tötung von vermeintlichen Hexen begann.

Text: Ursprünge der Hexenverfolgung Der Glaube an Hexen, Hexenmeister und andere Menschen, die sich mit Dämonen und dem Teufel einließen entstand bereits in der Antike und im Frühenmittelalter. Es war so am einfachsten, sich ungewöhnliche Dinge zu erklären. Doch erst im Hochmittelalter verfestigte sich der Gedanke und störte immer mehr Menschen. Krankheiten, schlechte Ernten und andere negative Ereignisse erklärte man sich mit Hexerei und der Ketzerei. Auch die immer wachsende Selbstständigkeit von Frauen konnte nur wahres Teufelswerk sein. Und aus diesem Grund entstand die Hexenverfolgung – man wollte die alte Ordnung aufrecht erhalten und dem Teufel keine Chance lassen.

Bildbeschreibung: „Hexenverbrennung“ – vermeintliche Hexer werden mit dem Hals an einen Pfahl gebunden, umgeben von Stroh, das später angebrannt wird. Im Hintergrund sieht man einen bereits brennenden Strohbau. Aus: Bilder-Cautio, 1632, UB Bonn Source: Katalog friedrich Spee, Stadtbibliothek Trier 1991, p. 114 Text: „Im Mittelalter fing die schreckliche Verfolgung und Tötung von vermeintlichen Hexen an, doch die Hochzeiten der Hexenverfolgung begannen eher am Ende des Mittelalters und entfalteten sich in der frühen Neuzeit. Wichtig ist dabei aber zu erwähnen, dass man die Hexenverfolgung zwar mit Gottesglauben rechtfertigte, die Kirche aber nie wirklich offiziell daran beteiligt war. Die Kirche forderte lediglich das Vorgehen gegen Ketzer, wobei sie sich auch dabei von Folter und Gewalt distanzierte.“

Ein Salut an diesen „Feminismus“!

Ach ja und was die Überschneidungen von Terfs und Demo für Alle betrifft, habe ich mir dieses Schmankerl bis zum Schluss aufgehoben

Demo für Alle retweetete am 9.8. einen Tweet von Eva Engelken bzw. @Kommunikatorin: „Es geht in Wahrheit um die Fremdbestimmung – anderem von Frauen, mal wieder ein super Artikel von Uwe Steinhoff“. Dann folgt ein Link zur NZZ zum Artikel „Das Selbstbestimmungsgesetz ist ein Etikettenschwindel“.