Dokumentieren gegen Rechts

Verbindungen und Vernetzungen

Informationen über die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)

IN BEARBEITUNGSMODUS!!!

(Beginn 17.04.2018)

Gliederung:

[1] Einführende Anmerkungen
[2] Die Vernetzungen der Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)
[3] Die regionalen Vernetzungen Giessen/Wetzlar
[4] Personelle und sonstige Verbindungen…
a) Verbindungen zur Europäischen Bürgerinitiative Einer von Uns
b) Verbindungen zur Wochenzeitung Junge Freiheit
c) Verbindungen zur Bibliothek des Konservatismus (BdK)/Förderstiftung
Konservative Bildung und Forschung (FKBF)
d) idea und die Rechtschreibresolutionen
e) Die Organisationen der EAD als Scharnier
[5] Anmerkungen zur Ideologie der EAD – Glaubensbasis und Nashville Erklärung
[6] Menschenbild
[7] Frauenbild und „Gender“feindlichkeit
[8] Sexualität- und Lustfeindlichkeit
[9] Homosexualität
[10] Trans- und Intergeschlechtlichkeit
[11] Kreationismus oder Evolutionsbiologie vs. Schöpfungsgeschichte
[12] Demokratie und Verfassung vs. Bibel und das Wort Gottes
[13] Gesellschaft
[14] Beispiele politischer Einflussnahme
[15] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit die Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ – Beispiele
[16] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit die Schnittstelle nach rechtsaußen – Beispiele
[17] Familie
[18] Individualität
[19] Rassismus
[20] Abschließende Anmerkungen
[21] Quellenangaben

*****

[1] Einführende Anmerkungen

Wer sich mit der Ideologie sowie dem Einfluss von Evangelikalen, von Bibeltreuen, von  reaktionären und rechten Christen der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) oder auch Deutsche Evangelische Allianz (DEA) auf Gesellschaft und Politik auseinandersetzen will, muss sich zwangsläufig mit den netzwerkartigen Strukturen dieser Organisation befassen.

Schicht um Schicht muss dazu freigelegt werden. Nur so zeigt sich so das Ausmaß der Vernetzungen, die nicht nur national sondern auch weltweit vorhanden sind. So funktioniert zum einen der Transport eines Ideals von einer Gesellschaft, die auf Ungleichheit und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit basiert, und zum anderen auch die politische Einflussnahme auf Parteien und Politik. Beispiele dafür gibt es dafür reichlich.

Beispielhaft sollen im Abschnitt 3 die netzwerkartigen Strukturen, die Veranstaltungen, die Organisationen und die Institutionen der evangelischen Allianz in der Region Giessen/Wetzlar vorgestellt werden.

Im Abschnitt 4 stehen die personellen Verbindungen im Mittelpunkt der Betrachtung. Daran anschließend soll die Ideologie der Evangelikalen, der sogenannten Bibeltreuen, der EAD ausführlich dokumentiert werden.

Um der Fülle an Informationen Rechnung zu tragen und in Anbetracht der Vielzahl von Vereinen, Institutionen, Partnerschaften…, ist es unmöglich einen einzelnen Text oder einen thread zu verfassen. Darum wurden zahlreiche threadähnliche Texte angefertigt und miteinander verlinkt. Wir erheben allerdings nicht den Anspruch auf Aktualität und Vollständigkeit.

Obwohl wir empfehlen den eingefügten Links zu folgen, haben wir die einzelnen Abschnitte dennoch so verfasst, dass sie als eigenständige Absätze gelesen werden können. Dank eingefügter Sprungmarken ist das möglich.

[2] Die Vernetzungen der Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)

Die Deutsche Evangelische Allianz oder die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) versteht sich als ein „Netzwerk evangelisch-reformatorischer Christen und Gemeinden“.

(1)

Genaugenommen ist die Evangelische Allianz in Deutschland, kurz EAD, ein eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein. Das wiederum bedeutet, dass Spenden an diesen e.V., steuerlich absetzbar sind.

(2)

(3)

Bis zum 12.06.2019 wird Hartmut Steeb mit seinen unzähligen Verbindungen die Position des Generalsekretär(s) der Deutschen Evangelischen Allianz e.V. bekleiden . Danach wird Reinhard Schink diese Position übernehmen.

Zur evangelischen Allianz gehören insgesamt 9 Arbeitskreise

(4)

Der AK Migration und Integration (AMIN) z.B. teilt sich wiederum bundesweit in „Ortsgruppen“ auf, wie auf dem nachfolgenden Screenshot zu sehen ist.

(5)

Zusätzlich gibt es noch sog. „Initiativen“ von AMIN …

(6)

… und Partner, d.h. eine Zusammenarbeit mit verschiedenen „Werken“ und Organisationen. AMIN z.B. hat 15 Partner, darunter u.a. ERF Medien e.V., das Europäische Institut für Migration, Integration und Islamfragen, Campus für Christus oder das Arabisch-Deutsche Evangeliums-Forum e.V. … .

Anmerkung: Leiter dieses AKs, also von AMIN, sind Hartmut Steeb und Herbert Putz.

Zusätzlich gibt es rund „200 selbständige diakonische, evangelistische, missionarische und seelsorgerische Werke, die auf der Basis der Evangelischen Allianz überregional arbeiten bzw. sich mit ihr verbunden fühlen“ und etwa „130 Werke und Einrichtungen der Evangelischen Allianz“.

(7)

Zur EAD gehört auch der „Freundeskreis der Evangelischen Allianz“…

(8)

… sowie zwei Stiftungen: Paul-Deitenbeck-Stiftung und Evangelische Allianz Stiftung

(9)

Angeschlossen an die EAD sind zahlreiche Ortsallianzen verteilt über das gesamte Bundesgebiet…

(10)

… zusätzlich noch der Informationsdienst der evangelischen Allianz (idea e.V.) mit Sitz in Wetzlar, der wiederum das Magazin idea Spektrum herausgibt, einen Zweckbetrieb unterhält (der Kongress christlicher Führungskräfte ebenfalls mit Sitz in Wetzlar), plus eine Stiftung und Förderprojekte, sowie eine Vielzahl von Anschlüssen.

Die erteilten Spendenzertifikate durch die EAD hier zeigen, wie viele Organisationen/Vereine/Gruppierungen sich der Evangelischen Allianz in Deutschland verbunden fühlen und sich der EAD angeschlossen haben. Darunter z.B. der Brunnen Verlag, die Offensive Junger Christen (OJC), die das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG) betreiben, die Vereinigung Christlicher Friseure in Deutschland n.e.V., das Martin Bucer Seminar e.V. oder das Schwarze Kreuz, um hier nur einige Beispiele aufzuführen.

Erinnern möchten wir noch an einige Verlage, die sich der EAD verbunden fühlen, sowie die zahlreichen Veranstaltungen der Allianz in Kooperation mit den angeschlossenen Organisationen und Vereinen.

Anmerkungen: Informationen über den Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) stehen in Form von 3 threads zur Verfügung hier als Teil 1, als Teil 2 und als Teil 3.

[3] Die regionalen Vernetzungen Giessen/Wetzlar

Das „Netzwerk“ Wetzlar/Giessen setzt sich aus 11 Gemeinden (Wetzlar) zusammen …

(11)

… und einer Vielzahl angeschlossener Gemeinden, Inititativen, Gruppen und Werken (Gießen), darunter auch die Freie Theologische Hochschule (FTH) oder die August-Hermann-Francke-Schule, beide in Gießen. Hinzu kommt noch der Förderverein für evangelikale Theologie und Ausbildung e.V., der die FTH unterhält, mehrere Institute (darunter das Institut für Ethik und Werte mit Sitz in Gießen, das Institut für Israelogie, das Rambach-Pädagogikum) und eine Buchhandlung (FTH-Books), zuzüglich idea.

(12)

(13)

Seit 2014 gibt es zusätzlich noch den Verein Perlenschatz e.V. mit Sitz im mittelhessischen Solms.
Anmerkung: Ergänzende Informationen über den Verein als vermeintliche Zufluchtsstätte für muslimische Frauen stehen in Form von zwei threads hier und hier zur Verfügung.

Wie die Zusammenarbeit in der Region Wetzlar/Gießen funktioniert, zeigt z.B. die Veranstaltung am 16. Februar 2018 in der Anskar-Kirche in Niedergirmes zum Thema: „Auflösung der Geschlechter? Die Gender-Agenda kritisch betrachtet“.

Organisiert wurde sie von der Evangelischen Allianz Wetzlar mit dem Referenten Christoph Raedel, der als Professor zum Kollegium der FTH gehört und gleichzeitig Direktor des Instituts für Ethik und Werte ist.

(14)

[4] Personelle und sonstige Verbindungen…

Noch sind nicht alle Vernetzungen erfasst, denn Verbindungen finden nicht nur zwischen Vereinen oder Organisationen statt, sondern auch durch Personen, die als Referent*innen, Redner*innen auf Tagungen, Kongressen oder Demonstrationen sprechen oder durch ihre Publikationstätigkeiten für Zeitschriften, Onlineplattformen, gemeinsame Buchprojekte oder durch initiierte/unterzeichnete Appelle oder Petitionen … .

Da es den Rahmen dieser Dokumentation sprengen würde, hier einige ausgewählte Verbindungen.

a) Verbindungen zur Europäischen Bürgerinitiative Einer von Uns

Die Initiative Einer von Uns mit den beiden Vorstandsmitgliedern Sven und Beatrix von Storch (MdB, der extrem rechten Partei Alternative für Deutschland, kurz AfD) gehört zur Zivile(n) Koalition e.V. und damit zum Netzwerk des Ehepaars von Storch.

Anmerkung: Die Zivile Koalition e.V. ist ideeller Unterstützer des jährlichen „Marsch(es) für das Leben“. Zur weiteren Ergänzung ein Auszug aus der Beschreibung von Lobbypedia: „Die Zivile Koalition ist ein eingetragener Verein mit Sitz in Berlin, der über Initiativen und Kampagnen politische Forderungen verbreitet, die denen der Alternative für Deutschland (AfD) entsprechen. Erste Vorsitzende des Vereins ist Beatrix von Storch, Europaabgeordnete der AfD und Mitglied der Friedrich A. von Hayek – Gesellschaft; zweiter Vorsitzender ist ihr Ehemann Sven von Storch. Laut ihrer Webseite wurde eine Veranstaltung im hessischen Oberursel bei Frankfurt, zu der die Zivile Koalition mobilisiert hatte, zur Initialzündung und Auftaktveranstaltung für die Gründung der AfD.“ (15)

Zur Zielsetzung der Initiative: „Wir wollen erreichen, dass die EU sich an ihr eigenes Recht hält und die Finanzierung sämtlicher Aktivitäten beendet, welche zur Tötung menschlicher Embryonen führen. Dies betrifft verschiedene Politikbereiche der EU, darunter Forschung, Entwicklungspolitik und das öffentliche Gesundheitswesen. Wir fordern konkret den Stopp von EU-Geldern 

  • für Forschung mit embryonalen Stammzellen und des Klonens sowie
  • für Abtreibung als Mittel der Bevölkerungskontrolle und der Familienplanung unter dem wohlklingenden Begriff der »sexuellen und reproduktiven Gesundheit« im öffentlichen Gesundheitswesen und in der Entwicklungshilfe.“(16)

Zu den Unterstützer*innen der dargestellten Initiative, die als Botschafter bezeichnet werden, gehören Thomas Schirrmacher (Stellvertretender Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA)) (17), Harald Steeb (Generalsekretär der Evangelischen Allianz) und Stephan Holthaus (Leiter des Instituts für Ethik & Werte und Rektor der Freien Theologischen Hochschule (FTH), mit Sitz im mittelhessischen Gießen). Da die deutsche Webseite nicht mehr aktiv ist, werden nachfolgend als Beleg mehrere Screenshots eingefügt.

(18)

(19)

Hedwig von Beverfoerde, u.a. bekannt als Koordinatorin von Demo für Alle, ist nationale Koordinatorin der Initiative Einer von Uns in Deutschland (20). Für diesen Einsatz wurde sie 2013 von der evangelischen Nachrichtenagentur idea zur politischen Christin des Jahres „gekürt“. (21)

Anmerkungen: Ergänzende Informationen über die Einbindung der Bürgerinitiative Einer von Uns in ein europäisches LGBTI-feindliches, antifeministisches Anti-Abtreibungsnetzwerk hier und hier.

b) Verbindungen zur Wochenzeitung Junge Freiheit

Harald Seubert, der seit September 2017 Mitglied des erweiterten Kollegiums der Freien Theologischen Hochschule Gießen (FTH) ist und zu den sog. Neuen Rechten zählt, gehört zum Autorenkreis der Wochenzeitung Junge Freiheit (JF).

Der ehemalige Leiter Helmut Matthies publizierte bereits für die JF als diese noch vom Verfassungsschutz beobachtet und im jährlichen Verfassungsschutzbericht unter „Rechtsextremistische Bestrebungen“ aufgeführt wurde. (22)

Ein kleiner Auszug aus dem Verfassungsschutzbericht 2001:

Ein Beispiel dafür bietet die Wochenzeitung „Junge Freiheit“ (JF).
Einige namhafte demokratische Vertreter aus Medien, Politik und Wissenschaft stellten sich 2001 der JF für Interviews zur Verfügung.Daneben gibt die JF unverändert auch einzelnen rechtsextremistischen Autoren ein Forum
“. (23)

Helmut Matthies ist mit der JF aber nicht nur als Autor verbunden. 2005 nahm das Vorstandsmitglied von idea, Stiftungsbeirat der idea-Stiftung zur Förderung christlicher Publizistik und zum Hauptvorstand der EAD gehörend, am fünften Sommerfest der Jungen Freiheit teil. Die Einladung wurde ausgesprochen vom Förderverein „Freunde der JF“.

Ebenfalls nahmen z.B. an diesem Ereignis teil: Klaus Peter Krause (mittlerweile Vorstandsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung), Ivan Denes (Chefredakteur der Deutschen Konservativen Zeitung), Götz Kubitschek (Betreiber des Verlags Antaios und Herausgeber des Magazins Sezession) oder Manuel Ochsenreiter (aktuell u.a. Chefredakteur Zuerst!).

2006 war Matthies nicht nur geladener Gast des JF-Sommerfests, sondern auch Redner. Die JF beschrieb seinen Auftritt folgendermaßen: „Helmut Matthies, Chefredakteur des evangelikalen Wochenmagazins idea-spektrum, sah in seinem Grußwort viele Anzeichen für eine positive Wende zurück zu konservativen Werten und mehr Patriotismus. Er beglückwünschte die JF zu ihrem Durchhaltevermögen.“ (24)

2006 unterzeichnete Matthies den Appells für die Pressefreiheit, initiiert von der JF.

Der überzeugte Abtreibungsgegner Hartmut Steeb (Vorstandsmitglied idea und Generalsekretär der EAD), der die Ansicht vertritt „über Leben und Tod kann nicht privat entschieden werden“,  (25) stand der JF in der Vergangenheit als Interviewpartner zur Verfügung.

c) Verbindungen zur Bibliothek des Konservatismus (BdK)/Förderstiftung Konservative bildung und Forschung (FKBF)

Bei der Bibliothek des Konservatismus und der Förderstiftung Konservative Bildung und Forschung handelt es sich um einen Think-Tank Neuer Rechter mit Sitz in Berlin. Gemeinsam mit der Wochenzeitung Junge Freiheit verleiht die Stiftung seit 2004 den Gerhard-Löwenthal-(Ehren-)Preis für rechte Publizistik.

Zu den bisherigen Preisträger*innen gehören z.B. Ellen Kositza „(2008), Autorin der Jungen Freiheit und Sezession, u.a. bekannt durch ihre antifeminsitischen Äußerungen und ihren Ehemann, Götz Kubitschek (Herausgeber des Magazins Sezession und Mitbegründer des Instituts für Staatspolitik (IfS) und Teilnehmer des diesjährigen Faschistenkongresses Verteidiger Europas in Österreich), die Antifeministin Birgit Kelle oder Stefan Scheil.

Helmut Matthies, der 2009 mit dem Gerhard-Löwenthal-Ehrenpreis ausgezeichnet wurde, befindet sich damit in entsprechender rechter bis extrem rechter Gesellschaft.

Harald Seubert von der FTH Gießen war in der Vergangenheit Referent einer Veranstaltung des BdK und Hartmut Steeb ist für eine Veranstaltung der BdK in Kooperation mit der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA, Berlin-Brandenburg) im April 2018 angekündigt.

d) Idea und die Rechtschreibresolutionen

Die Rechtschreibresolutionen aus dem Jahr 2004 und 2010 zeigen deutlich, dass der Informationsdienst der Evangelischen Allianz keine Berührungsängste vor extremen rechten Organisationen hat.

Die „Resolution zur Wiederherstellung der Einheitlichkeit der deutschen Rechtschreibung“ zum Welttag des Buches 2004, initiiert von der Deutsche(n) Sprachwelt,[1] wurde u.a. von der Wochenzeitung Junge Freiheit, mehreren zum Teil extrem rechten Burschenschaften (so z.B. Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn, Altherrenschaft PV! Hansea zu Göttingen, AH-Verband des Corps Donaria Freising-Weihenstephan), der Gemeinschaft Traditionsbewußter Preußen (GTP Sundern), den Christdemokraten für das Leben (Meschede), dem Bund der Vertriebenen – Landesverband Saar e. V. (Riegelsberg), der Hans Filbinger Stiftung (Unteruhldingen) [2], der DVCK – Deutsche Vereinigung für eine Christliche Kultur e. V., der rechtsextremen und verbotenen Vereinigung Collegium Humanum (Vlotho) [3], der Bayernpartei e.V., dem antisemitischen Ahriman-Verlag, der Preußischen Allgemeinen Zeitung … unterstützt. Auch idea wurde dort aufgeführt, ist  allerdings mittlerweile durchgestrichen. Wie nachfolgender Screenshot vom 16.04.2018 belegt. Aktuell (Stand 21.05.2019) stehen diese Informationen nicht mehr zur Verfügung.

(26)

[1] Anmerkung : Herausgeber der Deutsche(n) Sprachwelt ist Thomas Paulwitz (Autor des Ostpreußenblatts, Referent für die rechtsextreme, im Verfassungsschutzbericht aufgeführte, Gesellschaft für Publizistik (GfP), publiziert auch für das Preußeninstituts, für das Deutschland-Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG), Redner der Straßburg-Tagung für den Verband der Vereine der deutschen Studenten, Vorstands- und Gründungsmitglied der Neue(n) Fruchtbringende(n) Gesellschaft).

[2] Anmerkung: Der im April 2007 verstorbene Hans Filbinger (CDU, ehemaliger Ministerpräsident Baden-Württembergs und Gründer des rechten Studienzentrums Weikersheim), ist ein ehemaliges NSDAP-Mitglied, der als Marinerichter in der Zeit zwischen 1943 und 1945 für mindestens vier Todesurteile verantwortlich ist.

(27)

[3] Anmerkung: Die rechtsextreme Vereinigung Collegium Humanum (Vlotho) ist verboten. 2009 bestätigte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig eine Verfügung des Bundesinnenministeriums aus dem Jahr 2008. Ergänzende Infos hier.

Die Rechtschreibresolution Gutes Deutsch aus dem Jahr 2010, die sich gegen die Rechtschreibreform richtete, erschienen unter der Überschrift: „Tradition, Kultur und Sprache bewahren, Volksvermögen schützen: Wir kippen die Rechtschreibreform!“ auf der Webseite gutes-deutsch.de zu finden, die wurde und wird noch immer von idea unterstützt. Dies geht aus nachfolgendem screenshot hervor oder kann hier überprüft werden.

(30)

Zu den Unterstützer*innen der „Rechtschreibresolution Gutes Deutsch“ gehörten z.B. die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck vom Collegium Human, die verstorbene Abtreibungsgegnerin Johanna von Westphalen von den Christdemokraten für das Leben, Rudolf Kartmann vom Bund der Vertriebenen, der Rechtsanwalt Konrad Hoffmann von den „Vereinigte(n) Länder(n) des Deutschen Ostens im Deutschen Reich“, Benno Hofschulte von der DCVK e.V., einer rechten Anti-Abtreibungsorganisation in Frankfurt, Dieter Stein (Junge Freiheit), diverse Unterzeichner, die versch. Landesverbänden der Republikaner angehörten, einige Landsmannschaften, die rechtsextreme Gesellschaft für freie Publizistik, die regelmäßig im Verfassungsschutzbericht aufgeführt wird, der antisemitische Ahriman-Verlag, die Weltanschauungsgemeinschaft Bund für Gotterkenntnis, der Grabert-Verlag, der Hohenrain-Verlag, sowie die Nachrichtenagentur idea.

Als Beleg einige Screenshots.

(31)

(32)

(33)

(34)

Und das war nur eine kleine Auswahl.

Anmerkung: Nicht nur die GfP, sondern auch der Grabert-Verlag und der Hohenrain-Verlag wurden in der Vergangenheit im Verfassungsschutzbericht aufgeführt.

e) Die Organisationen der EAD als Scharnier

Obwohl über Organisationen der EAD, z.B. über die Freie Theologische Akademie, idea oder den Kongress christlicher Führungskräfte (KcF), anlassbezogen mitunter auch kritisch berichtet wird, sind die genannten Einrichtungen fest in der gesellschaftlichen Mitte verankert, während sie gleichzeitig Verbindungen nach rechts und rechtsaußen eingehen.

Die Kritik an der Teilnahme rechter/extrem rechter/neofaschistischer Verlage im Rahmen der diesjährigen Leipziger Buchmesse, zeigt dies deutlich.

Im Focus standen der Antaios-Verlag, Compact, die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF) und CATO. Trotz der engen Verbindungen zwischen idea und der JF oder anderen rechten bis extrem rechten Vereinigungen, wurde die Beteiligung der Nachrichtenagentur idea an der Leipziger Buchmesse nie in Frage gestellt. Während die genannten Verlage in einer gemeinsamen Halle untergebracht wurden,, galt dies nicht für idea.

Völlig ungehindert hatte die Nachrichtenagentur ihren Stand fernab des Geschehens, wo sie ihr Programm, einen Gottesdienst, protestfrei durchführen konnten.

Auch der Kongress christlicher Führungskräfte im Jahr 2015 kann als Beispiel angeführt werden. Unter der Schirmherrschaft von Olaf Scholz, damals noch Bürgermeister von Hamburg, mittlerweile Bundesfinanzminister (SPD) konnten sich Evangelikale „mit Plastik-Embryos gegen den Werteverfall“ (35) ereifern.

Zu den Teilnehmer*innen im Rahmen des KcF gehörten 2015 u.a. auch Helmut Matthies, die Antifeminstin Birgit Kelle, Klaus Kelle, der den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als „unkontrollierbaren Moloch“ bezeichnete und Frauke Petry von der neofaschistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD). (36)

Frauke Petry, die in der Vergangenheit u.a. für das Deutschland Journal der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft einen Artikel mit dem Titel: „Die Political Correctness ist am Ende“ oder die Junge Freiheit verfasste, nutzte die Gelegenheit um sich über die Verunglimpfung von Pegida und ihre Anhänger*innen zu beschweren. Zusätzlich erklärte sie noch, dass ein Wort wie „Entartung“ zum wissenschaftlichen Vokabular gehöre und deshalb müsse es benutzt werden dürfen. (37)

Pro (Christliches Medienmagazin) berichtete in einem Artikel mit dem Titel: „Petry beklagt „Zerrbild in der Berichterstattung“ über den Kongress und die AfD-Politikerin, allerdings ohne Kritik oder einer Entgegnung. Ob Petrys Äußerung Empörung oder Widerspruch unter den Teilnehmer*innen des Kongress ausgelöst hat, ist nicht bekannt. Vermutlich jedoch nicht.

Zur näheren Erläuterung zum Begriff „Entartung“ ein Auszug aus dem Text: „AfD: Nur Faschisten wollen in der Politik von „Entartung“ sprechen

(38)

In Abschnitt 15 und 16 wird die Thematik des Scharniers noch einmal aufgegriffen und vertieft werden. In diesen Abschnitten steht die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit als Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ und als Schnittstelle nach rechts und rechtsaußen im Focus. Anhand konkreter Beispiele wird dies veranschaulicht werden.

[5] Anmerkungen zur Ideologie der EAD – Glaubensbasis und Nashville Erklärung

Nachdem wir nun in fast schon epischer Breite einen Teil des Netzwerkes der EAD kennenlernen konnten, soll in nachfolgenden Abschnitten die Ideologie, die sich hinter ihren vermeintlich „christlichen Werten“ verbirgt, dargestellt werden.

So beschreibt sich der Kongress Christlicher Führungskräfte, der als Zweckbetrieb von idea betrieben wird und damit zum Netzwerk der EAD gehört, als „eines der bedeutendsten Fachtreffen für Führungskräfte aus Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft, die eines gemeinsam haben: Sie wollen in der Arbeitswelt nach christlichen Werten leben.“ (39)

(39)

Wer sich auf der Webseite des KcF genauer umschaut, findet keine nähere Erläuterung oder gar eine Definition dieser „christlichen Werte“. Es bleibt der Vorstellungskraft der Leser*in überlassen, was dazu führt, dass dieses Bekenntnis zur Projektionsfläche wird. Vermutlich denkt d. Leser*in dabei spontan an Werte wie Humanität, Akzeptanz, Verständnis, Mitgefühl und Unterstützung unabhängig von Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexueller Präferenz, Geschlecht, Aussehen oder Alter u.s.w., doch weit gefehlt.

Die christlichen Werte, auf die sich der KcF beruft, basieren auf der Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz, die 1846 in London gegründet wurde. Diese Glaubensbasis wurde 1972 überarbeitet, zuletzt ein weiteres Mal im März oder April 2018.

Die aktualisierte Fassung der „gemeinsamen Basis des Glaubens“ von 2018.

40)

Neu hinzugekommen ist die Aussage, dass der Mensch „als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde besitzt“ und „als Mann und Frau geschaffen“ ist. (41)

Christoph Raedel (Professor der FTH Gießen und Leiter des Instituts für Ethik & Werte) schreibt dazu in seinem Kommentar für idea: „Damit haben die lebensethischen und geschlechtertheologischen Positionen, die Evangelikale in gesellschaftlichen und kirchlichen Auseinandersetzungen vertreten, jetzt einen Ankerpunkt in der Glaubensbasis.“ (42)

Da sich die EAD, wie bereits festgestellt wurde, als ein Netzwerk beschreibt, müssen wir uns an dieser Stelle auch mit der Nashville-Erklärung befassen, die wurde im August 2017 von mehr als 150 US-amerikanischen evangelikalen Leitern als Stellungnahme zur menschlichen Sexualität und Geschlechterrollen verfasst wurde.

Denn auch diese Erklärung nimmt Einfluss auf das Verständnis evangelikaler Christ*innen der Evangelischen Allianz.

(43)

Von führenden Evangelikalen der EAD wurde die Nashville-Erklärung hierzulande begrüßt oder für positiv befunden, darunter auch der Hochschuldozent für Systematische Theologie der Freien Theologischen Hochschule (FTH Gießen) Berthold Schwarz.

Auf Anfrage des christlichen Medienmagazins Pro erklärte er unverblümt: „Es ist sehr zu begrüßen, dass es das Ziel das Manifestes ist, den Ortsgemeinden christlich-ethische Klarheit anzubieten in einem Zeitalter, in dem immer mehr Verwirrung über einige der grundlegendsten Fragen des Menschseins und des Zusammenlebens herrscht“.

In der deutschen Übersetzung der Nashville Erklärung wurde das neunseitige pdf mit dem Zusatz versehen „Ein Bündnis für biblische Sexualität“.

Die Abschrift der Nashville Erklärung, die aus 14 Artikeln besteht:

Artikel 1

Wir bekräftigen, dass Gott die Ehe als geschlechtliche, reproduktive, lebenslange Bundesbeziehung zwischen einem Mann und einer Frau angelegt hat. Dieser Bund zwischen einem Ehemann und einer Ehefrau ist dazu bestimmt, die Liebe Christ zu seiner Braut, der Gemeinde, darzustellen.

Wir verwerfen, dass Gott die Ehe als homosexuelle, polygame oder polyamoröre Beziehung angelegt haben soll. Wir verwerven ebenfalls die Auffassung, die Ehe sei nur ein menschlicher Vertrag und nicht ein Bund, der vor Gott geschlossen wird.

Artikel 2

Wir bekräftigen, dass Gottes offenbarter Wille für alle Menschen Keuschheit außerhalb der Ehe und Treue innerhalb der Ehe vorsieht.

Wir verwerfen, das irgendwelche Gefühle, Begehren oder Verpflichtungen jemals Geschlechtsverkehr oder andere Formen der sexuellen Unmoral vor oder außerhalb der Ehe rechtfertigen dürfen.

Artikel 3

Wir bekräftigen, dass Gott Adam und Eva, die ersten Menschen, nach seinem Ebenbild erschaffen hat. Sie sind als Personen vor Gott gleichwertig, aber als Mann und Frau verschieden.

Wir verwerfen, dass die göttlich bestimmten Unterschiede zwischen Mann und Frau ungleiche Würde oder Wert bedeuten sollen.

Artikel 4

Wir bekräftigen, dass die göttlich bestimmten Unterschiede zwischen Mann und Frau die ursprüngliche Schöpfungsabsicht Gottes widerspiegeln und dem menschenlichen Wohl und Gedeihen dienen.

Wir verwerfen, dass solche Unterschiede ein Ergebnis des Sündenfalls oder ein tragisches Unglück, das es zu überwinden gilt, sein sollen.

Artikel 5

Wir bekräftigen, dass die Unterschiede zwischen den männlichen und weiblichen Geschlechtsmerkmalen integraler Bestandteil von Gottes Absicht für das Selbstverständnis von Mann und Frau sind.

Wir verwerfen, dass körperliche Abweichungen oder psychologische Zustände die von Gott bestimmte Verknüpfung zwischen dem biologischen Geschlecht und dem Selbstverständnis als Mann oder Frau aufheben würden.

Artikel 6

Wir bekräftigen, dass die diejenigen, die mit einer anatomischen Geschlechtsdifferenzierungsstörung geboren werden, nach dem Ebenbild Gottes erschaffen sind und gleiche Würde und Wert haben, wie die anderen, die Gottes Bild tragen. Sie werden von unserem Herrn Jesus mit den Worten über „Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind“, anerkannt. Sie sind mit allen anderen als treue Nachfolger von Jesus Christus eingelagen und sollten ihr biologisches Geschlecht, soweit es feststellbar ist, annehmen.

Wir verwerfen, dass Unklarheiten in Bezug auf das biologische Geschlecht es einer Person unmöglich machen sollen, ein fruchtbringendes Leben in freudigem Gehorsam gegenüber Christus zu führen.

Artikel 7

Wir bekräftigen, dass das Selbstverständnis von Mann oder Frau entsprechend Gottes heiligen Intentionen in Schöpfung und Erlösung- wie sie in der Schrift offenbart sind – definiert werden soll.

Wir verwerfen, dass es mit Gottes heiligen Intentionen in Schöpfung und Erlösung vereinbar sein soll, sich ein homosexuelles oder transgender Selbst-Konzept zu eigen zu machen.

Artikel 8

Wir bekräftigen, dass Menschen, die sich vom gleichen Geschlecht sexuelle angezogen fühlen, durch den Glauben an Jesus Christus ein reiches, fruchtbringendes und Gott wohlgefälliges Leben führen können, indem sie, wie es allen Christen geboten ist, in Reinheit leben.

Wir verwerfen, dass sexuelle Anziehung für das gleiche Geschlecht ein Bestandteil von Gottes ursprünglicher, guter Schöpfung sein soll oder dass sie einen Menschen von der Hoffnung des Evangeliums ausschließe.

Artikel 9

Wir bekräftigen, dass Sünde sexuelles Begehren verzerrt, indem sie es vom Ehebund weg zu sexueller Unmoral hinlenkt – eine Verzerrung, die sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Unmoral umfasst.

Wir verwerfen, dass ein anhaltendes Begehren nach sexueller Unmoral sexuell unmoralisches Verhalten rechtfertigen soll.

Artikel 10

Wir bekräftigen, dass es sündhaft ist, homosexuelle Unmoral oder Transgenderismus zu befürworten und dass eine solche Befürwortung eine schwerwiegende Abkehr von der christlichen Treue und dem christlichen Zeugnis darstellt.

Wir verwerfen, dass die Befürwortung von homosexueller Unmoral oder Transgenderismus moralisch belanglos und für sonst treue Christen damit nur eine untergeordnete Meinungsfrage sein soll.

Artikel 11

Wir bekräftigen unsere Pflicht, die Wahrheit zu jeder Zeit in Liebe zu sagen, auch dort, wo wir zu- oder übereinander als Mann oder Frau sprechen.

Wir verwerfen jegliche Verpflichtung, auf eine Weise zu reden, die Gottes Schöpfung von Mann und Frau als seine Ebenbilder entehren würde.

Artikel 12

Wir bekräftigen, dass die Gnade Gottes in Christus uns sowohl Vergebung als auch Kraft zur Veränderung schenkt und dass diese Vergebung und verändernde Kraft es einem Nachfolger Jesu ermöglichen, sündhafte Begierden abzutöten und des Herrn würdig zu leben.

Wir verwerfen, dass die Gnade Gottes in Christus nicht ausreichen soll, alle sexuellen Sünden zu vergeben und dass sie nicht im Stande sein soll, jeden Gläubigen, der sich zur sexuellen Sünde hingezogen fühlt, Kraft für ein Leben in Heiligkeit zu verleihen.

Artikel 13

Wir bekräftigen, dass die Gnade Gottes in Christus Sünder befähigt, Transgender-Selbst-Konzepte aufzugeben und durch Gottes Langmut die von ihm bestimmte Verknüpfung zwischen dem biologischen Geschlecht und dem eigenen Selbstverständnis als Mann oder Frau anzunehmen.

Wir verwerfen, dass die Gnade Gottes in Christus Selbst-Konzepte billigen soll, die Gottes offenbartem Willen widersprechen.

Artikel 14

Wir bekräftigen, dass Jesus Christus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten und dass durch Christi Tod und Auferstehung Vergebung der Sünden und ewiges Leben jedem Menschen offenstehen, der von seiner Sünde umkehrt und auf Christus allein als Retter, Herrn und höchstes Gut vertratu.

Wir verwerfen, dass des Herrn Arm zu kurz sein soll, um zu retten, oder dass er irgendeinen Sünder nicht erreichen könne.“ (44)

Weitergehende Informationen: Anmerkungen zur Ideologie der EAD als thread

[6] Menschenbild

[7] Frauenbild und „Gender“feindlichkeit

[8] Sexualität- und Lustfeindlichkeit

[9] Homosexualität

[10] Trans- und Intergeschlechtlichkeit

[11] Kreationismus oder Evolutionsbiologie vs. Schöpfungsgeschichte

[12] Demokratie und Verfassung vs. Bibel und das Wort Gottes

[13] Gesellschaft

[14] Beispiele politischer Einflussnahme

[15] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit die Schnittstelle zur „bürgerlichen Mitte“ – Beispiele

[16] Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit die Schnittstelle nach rechtsaußen – Beispiele

[17] Familie

[18] Individualität

[19] Rassismus

[20] Abschließende Anmerkungen

[21] Quellenangaben

(1) Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: www.ead.de/die-allianz/netzwerk/die-evangelische-allianz-als-netzwerk.html

(2) Screenshot vom 2602.2018; Quelle: www.ead.de/kontatk/impressum.html

(3) Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: www.ead.de/spenden/allgemeine-informationen/finanzierung.html

(4) Screenshot vom 26.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/arbeitskreise/arbeitskreise/arbeitskreise-der-evangelischen-allianz.html

(5) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://amin-deutschland.de/ueber-amin/amin-ortsgruppen/

(6) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://amin-deutschland.de/ueber-amin/initiativen/

(7) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/werke-und-verbaende.html

(8) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/freundeskreis.html

(9) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/die-allianz/stiftungen/spenden-an-stiftungen.html

(10) Screenshot mit Ortsallianzen vom 27.02.2018; Quelle: http://www.ead.de/ortsallianzen/uebersicht.html

(11) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.evangelische-allianz-wetzlar.de/gemeinden/

(12) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://www.fta.de/index.php?id=569

(13) Screenshot vom 27.02.2018 (2); Quelle 2: https://www.fta.de/index.php?id=567

(14) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.evangelische-allianz-wetzlar.de/2018/02/aufloesung-der-geschlechter-die-gender-agenda-kritisch-betrachtet/

(15) https://lobbypedia.de/wiki/Zivile_Koalition, zuletzt abgerufen am 16.04.2018

(16) http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=23, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(17) https://www.thomasschirrmacher.info/bio/kurzbiographie/, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(18) Screenshot vom 17.04.2018; http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=4

(19) Screenshot vom 17.04.2018; http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=4

(20) http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=1, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(21) http://www.idea.de/thema-des-tages/artikel/vorbilder-die-christen-des-jahres-2013-989.html, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(22) https://publikationen.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/62819/Verfassungsschutzbericht_2001.pdf, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(23) a.a.O.

(24) https://jungefreiheit.de/sonderthema/2006/es-ist-eine-lust-zu-leben, zuletzt abgerufen am 15.04.2018

(25) http://qrew.blogsport.eu/2016/11/16/das-treffen-christlicher-lebensrecht-gruppen/, zuletzt abgerufen am 14.02.2017

(26) Screenshot vom 16.04.2018, http://deutschesprachwelt.de/archiv/unterzeichner.shtml

(27) https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Filbinger, zuletzt abgerufen am 16.04.2018

(30) http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm, Screenshot vom 17.04.2018

(31) Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm

(32) Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm

(33) Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm

(34)Screenshot vom 17.04.2018, http://www.gutes-deutsch.de/resolu2.htm

(35) http://www.taz.de/Prominente-Unterst%C3%BCtzung-f%C3%BCr-Evangelikale/!5018534/, zuletzt abgerufen am 07.02.2018

(36) Unmittelbar nach der Bundestagswahl am 24.09.2017 trat Frauke Petry aus der AfD aus. Quelle: https://andreaskemper.org/2017/09/26/afd-austritte-nach-der-btw-2017/

(37) https://www.pro-medienmagazin.de/index.php?id=58986, zuletzt abgerufen am 17.04.2018

(38) https://andreaskemper.org/2015/02/28/warum-man-in-der-politik-nicht-entartung-sagen-sollte/, zuletzt abgerufen am 17.04.2018

(39) Screenshot vom 23.04.2018; Quelle: http://www.kcf.de/

(40) http://www.ead.de/die-allianz/basis-des-glaubens.html

(41) https://www.idea.de/spektrum/detail/ueberarbeitete-glaubensbasis-vieles-ist-gelungen-aber-einige-fragen-bleiben-104963.html, zuletzt abgerufen am 19.04.2018; ein Kommentar von Christoph Raedel vom 16.04.2018

(42) https://www.idea.de/spektrum/detail/ueberarbeitete-glaubensbasis-vieles-ist-gelungen-aber-einige-fragen-bleiben-104963.html, zuletzt abgerufen am 19.04.2018; ein Kommentar von Christoph Raedel vom 16.04.2018

(43) Screenshot vom 28.04.2018; Quelle: https://www.evangelium21.net/downloads/pdf/NashvilleV.1.0.pdf

(44) https://www.evangelium21.net/downloads/pdf/NashvilleV.1.0.pdf, zuletzt abgerufen am 28.04.2018

 

 

 

IN KÜRZE GEHT ES HIER WEITER!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ERGÄNZUNGEN FOLGEN IN KÜRZE!!!

 

Freie Theologische Hochschule (FTH) Gießen

(vom 10.03.2018)

Die Freie Theologische Hochschule kurz FTH ist eine staatlich anerkannte Hochschule betrieben vom Trägerverein für evangelikale Theologie und Ausbildung (FTA) e.V., der ebenfalls seinen Sitz mittelhessischen Gießen hat.

(1)

Die FTH Gießen ist die erste „Hochschule“, die über einen Lehrstuhl für Christenverfolgung verfügt.

Die Absolvent*innen der FTH mit dem Abschluss B.A. Theologie oder M.A. Theologie, werden als FTHalumni bezeichnet. Sie arbeiten in Gemeindeverbünden, Missionswerken, Christlichen Organisationen, Gemeindegründungsprojekten oder Ausbildungsstätten.

(2)

Zum Kollegium der FTH gehören zum Beispiel Harald Seubert aus dem Spektrum der Neuen Rechten, die homosexuellenfeindliche Edith Düsing aus dem Spektrum des christlichen Fundamentalismus oder Stephan Holthaus, Unterstützer der Initiative „Einer von Uns“.

Edith Düsing, apl. Hochschuldozentin für Philosophiegeschichte und Mitglied des erweiterten Kollegiums, vom wissenschaftlichen Beirat des Institut(s) für Ethik und Werte, gehört zu den Erstunterzeichner*innen der 2009 verfassten LGBTIQ*-feindlichen Marburger Erklärung. Sie war auch Laudatorin bei der Verleihung des Förderpreises des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft (DIJG) an die beiden Homoumpoler Christl R. Vonholdt (DIJG Jugend) und Markus Hoffmann (Wuestenstrom) im Jahr 2011.(3) Vonholdt und Hoffmann verteten die Ansicht Homosexualität könne bzw. müsse mittels „Reparativtherapie“ geheilt werden. (3)

Stephan Holthaus, Rektor der FTH Gießen, wissenschaftlicher Beirat des Institut(s) für Ethik und Werte, ist ebenfalls Unterzeichner der LGBTIQ*-feindlichen Marburger Erklärung (2009). Der überzeugte Abtreibungsgegner, der zum Hauptvorstand der evangelischen Allianz (EAD) gehört, ist Unterstützer, als „Botschafter“ bezeichnet, der Initiative „Einer von Uns“.

(4)

Anmerkung: Die Initiative „Einer von Uns“ gehört zur Zivile(n) Koalition e.V. mit den beiden Vorstandsmitgliedern Sven und Beatrix von Storch (MdB Alternative für Deutschland). Da die deutsche Webseite mittelerweile (Stand Mai 2019) nicht mehr existiert, wurde nachfolgender Screenshot hinzufügt.

(5)

Die Eheleute von Storch haben zahlreiche miteinander vernetzte Vereine und Initiativen gegründet. Die TAZ beschrieb diese bereits 2016 das Netzwerk der von Storch als ein „Datenimperium“. Mehr dazu hier.

Zu dem „Netzwerk“ der von Storchs gehört z.B. die Zivile Koalition e.V., die ideelle Unterstützerin des jährlichen Marsches für das Leben ist, die Onlineplattform Freie Welt, die Initiative Medienfreiheit für die Bürger, Entscheidung fürs Leben, Initiative Familienschutz, Allianz für den Rechtsstaat e.V. und weitere.

Zur Erinnerung: Beatrix von Storch war es auch, die sich 2016 für die Sicherung der Grenzen mit Waffengewalt ausgesprochen hat. Wer ein Halt an der Grenze nicht akzeptiere, müsse als Angreifer betrachtet werden, so von Storch. Die Frage, ob der Grenzübertritt geflüchteter Frauen und Kinder mit Waffengewalt verhindert werden solle, beantwortete sie mit „Ja“.

(6)

Zurück zur Freien Theologischen Hochschule (FTH) mit Sitz in Giessen. Abschließend einige Anmerkungen zur ideologischen Ausrichtung dieser Hochschule.

(7)

Im Rahmen des „Fortbildungstag(es) 2018“ wird, wie auf dem Screenshot oben zu sehen ist, ein „Fortbildungsseminar“ zum Thema Homosexualität angeboten mit Armin Baum, Christoph Raedel und Andreas Klotz.

Armin Baum, der eine „kultursensible Bibelauslegung“ propagiert, hat sich im Rahmen eines Textes mit dem Titel: „Die Bibel und ihre schwierigen Stellen“ mit der Frage befasst: „Warum Frauen im Neuen Testament zu schweigen hatten – und ob sie es heute immer noch müssen“.

Immerhin gelangt Armin Baum zu der Erkenntnis, Frauen müssen heute nicht mehr schweigen, die Paradieserzählungen definiert er aber als „ethischer Maßstab“.

(8)

Hier entfaltet der Autor seine bis zum „jüngsten Tag“ geltende moralische Richtschnur, die auf Ausgrenzung basiert, denn für trans- und intersexuelle Menschen ist kein Platz vorgesehen, ebensowenig ist keine andere sexuelle Präferenz vorgesehen als die der Heterosexualität. Daraus folgt homo- oder bisexuelle Menschen werden gleichfalls ausgegrenzt.

Zur Ergänzung im Hinblick auf die Fortbildungsveranstaltung zum Thema Homosexualität mit Armin und Baum und Christoph Raedel, Professor für Systematische Theologie und Theologiegeschichte an der FTH Gießen und Autor des Buches: „Gender/Von Gender Mainstreaming zur Akzeptanz sexueller Vielfalt“.

(9)

In diesem Buch vertritt der Autor Raedel die Ansicht eine Sexualpädagogik der Vielfalt schade den Kindern und zerstöre Familien. Trans- und Intersexualität vergleicht er mit Körperintegrationsstörungen.  (10)

Da in der Bibel keinerlei sexuelle Empfindungen oder Identitäten jenseits der Mann-Frau-Polarität zur Norm erklärt würden, sei es nicht biblisch begründbar, solche zu „Varianten der Schöpfungsvielfalt“ zu erklären.  (11)

Im Mittelpunkt seiner Betrachtungen steht nicht das Individuum, sondern ausschließlich die Familie. Diese besteht aus Mann, Frau und Kind(ern). Wissenschaftlich erwiesen, so seine Argumentation, sei es dass Kinder unter drei Jahren für eine optimale Entwicklung eine feste Bezugsperson benötigten, die im „Normalfall“ die Mutter sei.  (12)

Der Familienvater übernimmt die Rolle des Ernährers, was auch von einer Mehrheit der Frauen so gewollt sei, fasst Epochtimes in seiner Rezension Raedels Schlussfolgerungen im genannten Buch zusammen. (13)

Laut Raedel dürfen Frauen zwar reden, aber das körperliche Selbstbestimmungsrecht, ob sie Kinder wollen oder nicht, wird Frauen nicht zugestanden. Die Bestimmung der Frau ist die Mutterschaft, allerdings in der Ehe. Eine Veränderung geschlechtsspezifischer Rollenverteilung ist nicht vorgesehen.

Diese Ideologie hat keinen Platz für individuelle emanzipatorische Entwicklungen vorgesehen, allerdings findet hier eine Vielfalt gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ausreichend Raum und diese basieren auf der Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz.

Quellenangaben:

(1) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: https://www.fta.de/index.php?id=569

(2) Screenshot vom 06.03.2018; Quelle: https://www.fthgiessen.de/beruf/berufsfelder.html

(3) https://exgay-observer.blogspot.nl/, Text vom 15.10.2011 „Deutsche Ex-Gay-Aktivisten werden gefeiert

(4) Screenshot vom 07.03.2018; Quelle: http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=4

(5) Screenshot vom 07.03.2018; Quelle: http://www.1-von-uns.de/typo3/index.php?id=18

(6) Screenshot vom 08.03.2018; Quelle: https://www.taz.de/Archiv-Suche/!5274496&s=beatrix+von+storch/, ein Artikel vom 31.012016 mit dem Titel: „Waffengewalt auch gegen Kinder“

(7) Screenshot vom 08.03.2018; Quelle: https://www.fthgiessen.de/fthalumni/fortbildung.html

(8) Screenshot vom 08.03.2018; Quelle: http://www.armin-baum.de/wp-content/uploads/2017/09/M%C3%BCssen-die-Frauen-heute-immer-noch-schweigen-EiNS-3-2017-19-21.pdf

(9) Screenshot vom 27.02.2018; Quelle: http://www.evangelische-allianz-wetzlar.de/2018/02/aufloesung-der-geschlechter-die-gender-agenda-kritisch-betrachtet/

(10) Quelle: http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gender-mainstreaming-sexualpaedagogik-der-vielfalt-schadet-unseren-kindern-und-zerstoert-die-familien-a2273479.html, ein Text vom 21.11.2017

(11) (12) Quelle: https://www.pro-medienmagazin.de/kultur/buecher/gender-mainstreaming-ignoriert-beduerfnisse-von-kindern-und-familien/, ein Text vom 17.11.2017

(13) Quelle: : http://www.epochtimes.de/politik/deutschland/gender-mainstreaming-sexualpaedagogik-der-vielfalt-schadet-unseren-kindern-und-zerstoert-die-familien-a2273479.html, ein Text vom 21.11.2017

 

Ein Thread über das Frauenbild der AfD und Klonovsky und Journalistenwatch

(vom 05.01.2018)

Als Textversion mit Grafik

Das Frauenbild von AfD, Neuen Rechten, Alten Nazis, dem gesamten Faschistenpack auf den Punkt gebracht. Der Pressesprecher der AfD Ba-Wü Klonovsky schreibt :„Ohne Sexismus stirbt die Menschheit aus!“

Doch wer ist dieser rechtsextreme Klonovsky, der diesen Artikel schrieb, und wie groß ist sein Einfluss? Als Schriftsteller veröffentlichte er bisher z.B. im Verlag Manuscriptum.

Er ist aber auch Autor. In der Vergangenheit schrieb er u.a. für Focus, Junge Freiheit, Eigentümlich frei, Freitum, Compact, Journalistenwatch und Deutschland Kurier, die AfD-nahe Freie Welt des Sven von Storch….

Wer jetzt denkt, das wär’s gewesen, irrt. Desweiteren ist er auch bekannt als Referent für die rechtsextreme Marburger Burschenschaft Rheinfranken (2014).

Seine Kontakte zur AfD umfassten bisher seine Tätigkeiten als Medienberater von Frauke Petry (AfD) und als Pressesprecher der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg.

Blanker Frauenhass ist es, den ich hier erkennen konnte und als sei das noch nicht genug, ist dieser auch noch steuerlich absetzbar.

Ein Thread über Trutz Weber (AfD)

Kein ruhiges Hinterland!!! Gestatten ich stelle vor: „Herrn“ Dr. Trutz Weber, Forstdirekter i.R, geb. 1933 in Darmstadt, wohnt in Waldsolms, früher mal CDU, jetzt rechtsextreme AfD, im Kreisverband Lahn Dill (Hessen),

Da ist er aufgeführt, ganz diskret ohne Bild und weitere Angaben, die ich stellvertretend ergänzen werde. Bisher hat er sich „eingesetzt“:

Anmerkungen zur Ideologie der EAD als thread

Datum: 27.04.2018

Als Textversion mit Grafik:

#thread4 #threadD Anmerkungen zur Ideologie der EAD

+++ Organisationen der EAD können den Abtreibungsgegner*innen zugeordnet werden +++

Erinnert sei ander Webseite von idea, die zum „Aufruf Lebensrecht“ führt, die eine Initiative von idea ist.

Die Petition „Für Lebensrecht“ wurde mittlerweile von 11.350 Personen unterzeichnet.

+++ Die EAD grenzt bewusst Trans- und Intersexuelle Menschen aus +++

Im März oder April 2018, ein genaues Datum wurde nicht benannt, wurde die Glaubensgrundlage der Evangelischen Allianz sprachlich überarbeitet.

Neu hinzugekommen ist der Absatz (Zitat): „Der Mensch besitzt als Ebenbild Gottes eine unverwechselbare Würde. Er ist als Mann und Frau geschaffen“.

In diesem Bekenntnis, auf dem die „christlichen Werte“ basieren auf die sich die EAD beruft, ist bereits ein folgenreicher, ein diskriminierender, Umkehrschluss angelegt, …

… nämlich dass Gott weder trans- noch intersexuelle Menschen erschaffen hat und da diese nicht als sein Ebenbild zu betrachten sind, ihnen die unverwechselbare Würde fehlt.

+++ Das „Institut für Ethik & Werte“ der EAD erklärt Homosexualität zur Sünde und wirbt für ein therapeutisch, seelsorgerisches Hilfsangebot. +++

Hier ein Auszug aus einem 30 seitigen Text.

Bild

In einer Schrift aus dem Jahr 2003 wird „homosexuelle Praxis als schöpfungswidrige „Anomalie““ bezeichnet. Allerdings geht es noch sehr viel weiter. In der Nashville-Erklärung 2017 wird sogar das Gutheißen von Homosexualität, sprich die Akzeptanz, zur Sünde erklärt.

Erinnert sei an die Nashville Erklärung, die mittlerweile auch in deutscher Übersetzung als pdf verfügbar ist.

+++ Die EAD propagiert Sexualität ausschließlich zwischen Mann und Frau bzw. Eheleuten. Alles andere wird verworfen“ und damit zur Sünde erklärt. +++

Daraus folgend werden Patchworkfamilien, alleinerziehende Mütter oder Väter, unverheiratete Paare, Menschen in polyamorösen Beziehungen … zu Sünder*innen erklärt und damit ausgegrenzt und abgewertet.

Ein thread über Laila Mirzo

Datum: 11.02.2019

Als Textversion ohne Grafik

1. Bezüglich der Veranstaltung am 13.02.,organisiert von H.-C. Strache, zum Thema „islamischer Antisemitismus“ gab es in den letzten Tagen bereits Infos und threads, in denen es um Michael Ley ging, um seine Schriften und um das was dahintersteckt.

2. In diesem thread soll auf Laila (Katharina) Mirzo, ebenfalls geladener Gast, eingegangen werden. Im Fokus stehen nicht nur ihr neustes Buch, sondern auch ihre Verbindungen & Aktivitäten (screenshot).

3. Mirzo (siehe screenshot unten), optisch für die Münchner Verlagsgruppe mit Pfeife in Szene gesetzt, gehört zu den Verlagsautor*innen. Im angeschlossenen Riva Verlag ist ihr Buch erschienen:

4. „Nur ein schlechter Muslim ist ein guter Muslim – Über die Unvereinbarkeit des Islam mit unserer Kultur“.

5. Die ehemalige Muslima ist mittlerweile zum christlichen Glauben konvertiert, geboren in Damaskus lebt sie in Österreich und wie dem Untertitel zu entnehmen ist, fühlt sie sich als Österreicherin.

6. Das alles wäre bedeutungslos und würde hier keine Erwähnung finden, wäre sie nicht aufgrund ihres Buches, ihrer „Kritik“ am Islam, so außerordentlich beliebt bei rechten/extrem rechten und neofaschistischen Organisationen/Personen.

7. Die einschlägigen Blogs und Onlineplattformen sind voll des Lobes für sie. Im extrem rechten Jürgen Fritz Blog oder auch bei Journalistenwatch werden Artikel von ihr als Gastbeitrag abgedruckt, die ursprünglich in der Jüdischen Rundschau (JR) erschienen sind,

8. denn hier gehört sie seit 2017 zu den Autor*innen.
9 Artikel wurden bisher von ihr veröffentlicht.

9. Laila Mirzo macht es Rassist*innen und Rechten aber auch außerordentlich leicht. Zunächst vier Screenshots vom Inhaltsverzeichnis ihres Buches, das der Verlag zur Verfügung stellt: m-vg.de/mediafiles/Inh

10. Wenn sie z.B. über den Geburten-Dschihad schreibt: „Die Gebärmutter unserer Frauen bringt uns den Sieg“, dann übersieht oder ignoriert sie die Tatsache, dass auch in den Ländern Europas der Uterus von Frauen* public domain ist

11. und die damit einhergehende Reproduktionsfähigkeit stets der jeweiligen Ideologie untergeordnet wird.
Bezeichnet wird dies als „Bevölkerungspolitik“.

12. Zum Beispiel Ungarn. Hier gibt es Planungen jede Frau ab K4 von der Einkommenssteuer zu befreien und das lebenslang.
*woran das wohl erinnert?*

13. Die neofaschistische Alternative für Deutschland (AfD) warb für die Bundestagswahl 2017 mit dem Slogan „Neue Deutsche? Machen wir selber“, wie aus nachfolgendem Screenshot eines Videospots hervorgeht.
(Ich werde später noch einmal darauf zurückkommen.)

14. Wenn Mirzo über „Ehrenmorde“ z.B. schreibt und in rechten Blogs mit großer Freude über die Autorin berichtet wird, bleibt stets unerwähnt, dass es auch in Europa alltäglich ist Frauen zu ermorden. Hierzulande wird das „Beziehungsdrama“ genannt

15. oder wegen der Umstände„erweiterter Suizid“, statt Femizid. In Österreich hat es in diesem Jahr, wenn ich richtig mitgezählt habe, bereits 7 Morde an Frauen gegeben, verübt von Ex-Partnern, Lebensgefährten, Ehemännern.

16. Soviel dazu.
Mirzo ist Autorin für die JR und sie war 2017 auch Gastautorin für Info Direkt, einem Medium der neofaschistischen Identitären Bewegung (IB). Im selben Jahr war sie auch Interviewpartnerin für Info Direkt.

17. Als Gast- und Gesprächspartnerin war sie 2018 für d. AfD-nahe Freie Welt TV geladen, wo sie mit Beatrix „Schießbefehl“ von Storch in einem zweiteiligen Videobeitrag plauderte.
Als Referentin war sie für FPÖ-Veranstaltungen in Amstetten und Mauthausen angekündigt.

18. Am 27. Februar 2019 geht es dann weiter mit einer Lesung in der Bibliothek des Konservatismus (BdK), einem Zentrum „Neuer“ Rechter mit vielfältigen Kontakten auch ins Ausland (Stichwort: Vanenburg Meeting oder Vanenburg Konferenz).

19. Im KulturHaus Loschwitz, der extrem rechten Buchhändlerin Susanne Dagen, war Laila Mirzo bereits im Januar 2019 geladener Gast.

20. Das waren nur einige ihrer Stationen und Möglichkeiten, um ihr Buch und ihre Ansichten einem sehr geneigten, also einem rechten und islamfeindlichen/rassistischen Publikum, näherbringen zu können.

Ein thread, der sich mit der Frage befasst, ob Seyran Ateş eine Frauenrechtlerin ist

Datum: 02.12.2018

Als Textversion

1) Der Deutschlandfunk und weitere Medien berichteten vor wenigen Tagen über die Anwältin Seyran Ateş als „Frauenrechtlerin“ und Preisträgerin des Marion-Dönhoff-Preis für das „unerschrockene Wort“.

2) Die 10.000 Euro Preisgeld und die Anerkennung für ihren Einsatz wären ihr gegönnt, würden die Zuschreibungen „Frauenrechtlerin“ und ihr„unerschrockenes Wort“ nicht diesen unangenehmen Beigeschmack haben und …

Bundestagsabgeordnete der AfD und ihre Mitarbeiter*innen

begonnen am 01.10.2018

IN BEARBEITUNG!!!

Dr. Bernd Baumann

Seit 2013 ist Bernd Baumann Mitglied der AfD und seit 2017 Bundestagsabgeordneter.
Der parlamentarische Geschäftsführer der AfD glaubt an ein Komplott der Altparteien, O-Ton: „Sie beschneiden uns in unseren Rechten!“ (1) und er ist der Ansicht, dass die größten Gefährder auf der Regierungsbank sitzen. (2)

Marc Bernhard

Andreas Bleck

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Bleck ist seit 2010 Mitglied der islamfeindlichen und rassistischen Bürgerbewegung Pax Europa (BPE). Diese wird vom Bayerischen Verfassungsschutz mit Beschluss vom 30. Juli 2015 als verfassungsschutzrelevante islamfeindliche Bestrebung, die den Islam insgesamt als „vorsteinzeitliche, nazistische und frauenverachtende Ideologie“ sieht, beobachtet. (1)

Der Stern beschrieb Bleck in einem Artikel als Dauerstudenten, weil er  trotz AfD-Satzung, die eine Kandidatur von Parteimitgliedern erst nach fünfjähriger beruflicher Tätigkeit vorsieht, seit 2009 studiert. (2)

Peter Boehringer

Stephan Brandner

Jürgen Braun

Marcus Bühl

Matthias Büttner

Der ehemalige IT-Kaufmann, der in seiner Rede als Bundestagskandidat erklärte, sich „für die Interessen unserer Heimat“ einzsetzen zu wollen, damit der auf dem Reichstagsgebäude angebrachte Schriftzug „Dem Deutschen Volke (…) endlich wieder mit Leben gefüllt werden“ müsse, (1)kann das seit 2017 tun. Denn Büttner ist Dank dieser Wahl Abgeordneter im Deutschen Bundestag.

Im Juli 2018 wurde die Immunität des Bundestagsabgeordneten aufgehoben, um einen Gerichtsprozess wegen fahrlässiger Körperverletzung zu ermöglichen. (2)Büttner soll im Februar 2017 einen Verkehrsunfall verursacht haben, bei dem ein Mensch verletzt wurde.

In den sozialen Medien bzw. bei Twitter ist Büttner auch vertreten. Zu den Accounts denen der Bundestagsabgeordnete folgt gehören z.B. Ein Prozent, Philip Stein, Lutz Bachmann (Pegida)

Petr Bystron

Seine Mitarbeiter*innen:
Eric Weber, ein Schweizer Neonazis. (1)

Tino Chrupalla

Joana Cotar

Dr. Gottfried Curio

Siegbert Droese

Thomas Ehrhorn

Berengar Elsner von Gronow

Dr. Michael Espendiller

Peter Felser

Seine Mitarbeiter*innen:
Jörg Schröder, der 2014 bei den Brandenburger Kommunalwahlen für die rechtsextreme NPD kandidierte. Seine Stelle war befristet und endete am 31.12.2018. (1)

Dietmar Friedhoff

Dr. Anton Friesen

Dr. Götz Frömming

Markus Frohnmaier

Das ehemalige CDU-Mitglied, der Bundestagsabgeordnete und Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (A) Deutschland und Vertrauter von Bernd Höcke gilt als rechter Hardliner. Von seinen Freunden wird er auch „Frontmaier“ genannt.
2015 war er Redner für eine Demonstration von Demo für Alle.
Als Referent sprach er 2015 für die rechtsextreme Burschenschaft Normannia-Nibelungen im Rahmen der XI. Bielefelder Ideenwerkstatt zum Thema „Politischer Pluralismus in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit.“ Zu dieser Zeit war er auch Vizepräsident des Forum Carolus Deutschland. (1)
In seiner Eigenschaft als Bundesvorsitzender der Jungen Alternative (JA) war er 2016 Referent für die rechtsextreme Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn.
Auch soll er laut „(…) Communiqué seit dem 15. Dezember 2009 Mitglied der militant-ultrarechten German Defence League und seit dem 1. November 2010 Aktiver der Combined Ex-Forces (sein). Erstere ist ein Ableger und zweitere eine Abspaltung der britischen Schlägerbande namens English Defence Force, die sich vor allem aus dem Milieu gewaltbereiter rassistischer Hooligans rekrutiert. (…) National wie international ist Frohnmaier gut mit anderen Rechten vernetzt. Besonders enge Kontakte scheinen zu Manuel Ochsenreiter, dem Herausgeber des Nazi-Magazins Zuerst!, zu bestehen. Frohnmaier ist im Ausland an ein antiamerikanisches und antiwestliches Netzwerk angeschlossen, was von serbischen NationalistInnen über französische Rechtskonservative bis zum Umfeld des russischen Autokraten Putins reicht“. (2)
Bereits 2015 verfasste die Recherchegruppe Argos eine Auflistung von Vorkommnissen (darunter Drohanrufen und Morddrohungen) mit denen einige führende oder ehemals führende Vertreter der Jungen Alternative für Deutschland arbeiteten bzw. immer noch arbeiten.
Als Drahtzieher wurde das Umfeld von Markus Frohnmaier benannt. (3)
Gemeinsam mit dem rechtsextremen Publizisten Manuel Ochsenreiter hat er das Deutsche Zentrum für Eurasische Studien gegründet, einen Verein, der Wahlbeobachter-Missionen in russlandnahe Regionen wie die Ostukraine organisiert. (4) (Ergänzende Informationen hier)

Anmerkung: Bei (2) handelte es sich um das Outing von Markus Frohnmaier abgedruckt hier: https://linksunten.indymedia.org/node/172176, zuletzt abgerufen am 03.05.2017. Bedauerlicherweise ist diese Webseite in Folge des Verbots von Linksunten nicht mehr aktiv.

Seine Mitarbeiter*innen:
Manuel Ochsenreiter (Chefredakteur von Zuerst!, Gründer des Deutschen Zentrum für Eurasische Studien, ein rechtsextremen Think Tank, und Teilnehmer des faschistischen Kongresses Verteidiger Europas (2016). (5)

Eine weitere Mitarbeiterin ist Narin S., eine ehemalige Redaktionsassistentin des rechtsextremen Verlags Lesen und Schenken, Herausgeber der Deutsche(n) Militärzeitschrift und des rechtsextremen Magazins Zuerst!. (6)

Dr. Alexander Gauland

Seine Mitarbeiter*innen:
Michael Klonovsky: Autor für die extrem rechte Onlineplattform Journalistenwatch, für Freitum, für Compact, den Deutschland-Kurier, den extrem rechten Jürgen Fritz Blog, sowie Erstunterzeichner der Charta 2017 und der rassistischen Erklärung 2018.
Die Artikel, die er verfasst, strotzen nicht nur von Rassismus, sondern bezeugen auch seine Misogynie.

Prof. Dr. Axel Gehrke

Albrecht Glaser

Er ist seit 1963 Mitglied der Burschenschaft Allemannia Heidelberg.
Bevor er Mitglied der rechtsextremen AfD wurde, war er 42 Jahre lang Mitglied der CDU und u.a. viele Jahre Stadtkämmerer in Frankufrt/Main.
Glaser gehört zu den Gründungsmitgliedern der AfD und ist seit 2017 MdB der AfD.
Im Rahmen einer Rede im Januar 2018 in Zwingenberg bei Darmstadt zeigte Glaser deutlich, dass er von Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, der Achtung von Menschenrechten und Religionsfreiheit gar nichts hält. So begrüßte er die Gäste aus Hessen und den angrenzenden Gauen, ein NSDAP-Begriff für Bezirke, und teilte mit noch einmal den Stiefel anschallen und den Revolver ausgraben zu wollen.
Und damit wäre über den Alt-Nazi Glaser schon alles gesagt.

Franziska Gminder

Wilhelm von Gottberg

Kay Gottschalk

Armin-Paulus Hampel

Mariana Iris Harder-Kühnel

Verena Hartmann

Dr. Roland Hartwig

Der stellvertr. Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete der AfD war bis 2016 Chefjurist der Bayer AG. Danach praktizierte er als freier Jurist.

Im Mai 2013 trat er in die AfD ein, weil ihm die CDU und FDP zu weit nach links gerückt sind.

Laut die Zeit (21.09.2017) ist Hartwig von der Bedeutung des menschlichen Anteils am Klimawandel „nicht überzeugt“.

Er ist darüberhinaus Kuratoriumsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung

Jochen Haug

Martin Hebner

Udo Theodor Hemmelgarn

Waldemar Herdt

Lars Herrmann

Martin Hess

Seine Mitarbeiter*innen:
Dimitrios Kisoudis (1)

Prof. Dr. Heiko Heßenkemper

Karsten Hilse

Nicole Höchst

Martin Hohmann

Seine Mitarbeiter*innen:
Katrin Nolte, Ehefrau des MdB Jan R. Nolte (AfD), Moderatorin von Compact-Videos.

Dr. Bruno Hollnagel

Leif-Erik Holm

Seine Mitarbeiter*innen:
Henning Hoffgaard, ein ehemaliger Mitarbeiter der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit, der in der Vergangenheit auch als Anti-Antifa tätig war.

Johannes Huber

Seine Mitarbeiter*innen:
Linn Deborah Kuppitz als Büroleiterin (1) (2). Im Januar 2018 modierierte sie Die Woche Compact (3). Unter dem Namen Linn Kuppitz gibt es bei compact-online einen Artikel von ihr. (4) Auf Facebook postet sie unter dem Namen Linn Siebecke. In der Vergangenheit likte sie hier auch ein Foto vor der malerischen Kulisse der Zugspitze mit Markus Schirling und Frank Salloch (beide AfD), die den Hitler-Gruß zeigten.  (5)

.Fabian Jacobi

Dr. Marc Jongen

Uwe Kamann

Jens Kestner

Stefan Keutner

Norbert Kleinwächter

Jörn König

Enrico Komning

Enrico Komning ist seit 1991 Mitglied der rechtsextremen Greifswalder Burschenschaft Rugia. Diese Burschenschaft ist pflichtschlagend und seit dem Sommersemester 1994 Mitglied im Dachverband der Deutschen Burschenschaft (DB).
2000-2001 Mitglied der Schill-Partei
2010-2012 Mitglied der FDP
seit 2014 Mitglied der AfD und seit 2017 MdB AfD
Am 02.02.2016 gehörte Komning zu den Redner*innen einer „Merkel muss weg„-Demo in Neubrandenburg.
Der Bundestagsabgeordnete Komning gehörte 2017 auf Facebook zu einer „Patriotischen Gruppe„, die ein Foto von Anne Frank verhöhnt und verunglimpft hatte. Er ist auch ein „Freund“ der Identitären Bewegung (IB).
Seine Ausrichtung kann als extremrechts-libertär bezeichnet werden.

Steffen Kotré

Dr. Rainer Kraft

Rüdiger Lucassen

Frank Magnitz

Jens Maier

Seine Mitarbeiter*innen:
Matthias Scholz, ehemaliger Landesvorsitzender Junge Alternative (Sachsen). Er hat Ende September 2018 „eine Parteiämter niedergelegt, weil er am 11. August 2018 in einer Kneipe in der Dresdner Neustadt eine Person rassistisch beleidigt haben soll und mit seinen Begleitern rechte Parolen skandierte.(1) Er ist Mitglied der extrem rechten Burschenschaft Arminia zu Leipzig in Dresden, die Mitglied im völkischen Dachverband Deutsche Burschenschaft (DB) ist.  (2)

Prof. Dr. Lothar Maier

Dr. Birgit Malsack-Winkemann

Corinna Miazga

Andreas Mrosek

Hansjörg Müller

Volker Münz

Sebastian Münzenmaier

Christoph Neumann

Jan Ralf Nolte

Ulrich Oehme

Seine Mitarbeiter*innen:
Leyla Bilge ist  Organisatorin des „Frauenmarsch aufs Kanzleramt“, an der auch zahlreiche Nazis und extrem rechte Organisationen/Personen teilnahmen. Als Mitarbeiterin des MdB Ulrich Oehme moderierte Bilge 2017 die Compact-Konferenz mit den Teilnehmenden Lutz Bachmann, Martin Sellner (IB), Björn Höcke und Oliver Hilburger. 2017 war sie Rednerin für Pegida und Teilnehmerin der extrem rechten SeeGespräche. Einzuordnen ist sie als AfD-Mitglied dem neofaschistischen Flügel der Partei. Berührungsängste vor Demonstrationen mit Neonazis bzw. dem III. Weg hat sie keine, wie zahlreiche Fotos beweisen.

Gerold Otten

Frank Pasemann

Das ehemalige FDP-Mitglied ist seit 2015 Mitglied der AfD und seit 2017 MdB (AfD).
Durch die Unterstützung und die Zusammenarbeit mit völkischen Nationalisten ist Pasemann bereits mehrfach aufgefallen. So hat er im Juli 2018 den Faschisten Philip Stein, Betreiber des Jungeuropa-Verlags, zu einem Vortrag in die AfD-Bundestagsfraktion eingeladen. (1)
Erst im Mai 2018 sprach der Bundestagsabgeordnete Pasemann für eine geschlossene Veranstaltung des Instituts für Staatspolitik (IfS) zur Lage in Syrien.
Das NSU-Verfahren nannte er einen „Schauprozess“ und postete das Wort bzw. den Hasthtag „Justizirrtum“. (1)
Und im September 2018 behauptete er sogar: „Daß mittlerweile selbst in Mitteldeutschland im Wochentakt Deutsche von Ausländern umgebracht werden, ist eine direkte Folge der auch von Herrn Haseloff unterstützten, ungeregelten Massenzuwanderung aus Afrika und Nahost, die ganz selbstverständlich und absehbar zu gewalttätigen Konflikten führen mußte“. (2)
Über die Einbindung von Pasemann in ein Netzwerk aus völkischen Nationalisten und Neonazis berichtete LSA Rechtsaussen bereits im April 2017 unter der Überschrift: „Magdeburg – Neues Zentrum für Neonaziburschenschafter?!“ (3)
Laut Die Zeit kann Pasemann als Verbindungsmann zur Identitären Bewegung (IB) eingeordnet werden. Er soll dazu beigetragen haben, dass Melanie Schmitz und Till-Lucas Wessels (auch Autor für das rechtsextreme Magazin Sezession) auf einer AfD-Kundgebung vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt auftreten konnten. Ein Datenleak von 2010 enttarnte ihn als Kunden des Onlineshops Thor Steinar. (4)

Seine Mitarbeiter*innen:
Timm Ballschuh, „Mitglied in einer extrem rechten Burschenschaft, die keine Männer nichtdeutscher Herkunft aufnimmt, und steht auf einer Mitgliederliste der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten, die der Mitteldeutschen Zeitung vorliegt. Er bestreitet, jemals dort Mitglied gewesen zu sein, gibt allerdings zu, dass er sich früher zur NPD bekannt habe. Zuletzt will er 2011 auf einer NPD-Wahlkampfveranstaltung gewesen sein.(5)

Tobias Matthias Peterka

Paul Viktor Podolay

Jürgen Pohl

Stephan Protschka

Martin Reichardt

Martin Erwin Renner

Roman Johannes Reusch

Ulrike Schielke-Zeising

Dr. Robby Schlund

Jörg Schneider

Der Bundestagsabgeordnete Jörg Schneider ist seit dem WS 1988/89 Mitglied der Burschenschaft Germania Hamburg, die pflichtschlagend und Mitglied der extrem rechten Deutschen Burschenschaft (DB) ist.
Laut Die Zeit hat Schneider eine interessante politische Entwicklung sich. So war er Mitglied der CDU, der FDP und der rechtsextremen Partei Die Freiheit, die bis zu ihrer Auflösung vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet wurde.
Schneider vertritt die Ansicht, dass Hartz-IV-Empfänger*innen, die nicht arbeiten, genaus bestraft werden sollten wie Schwarzfahrer*innen oder Steuerhinterzieher*innen und laut Zeit will er sich dafür einsetzen, dass „die Linken die Nase nicht mehr aus der Deckung bekommen.“

Uwe Schulz

Thomas Seitz

Martin Sichert

Detlev Spangenberg

Dr. Dirk Spaniel

René Springer

Beatrix von Storch

Dr. Alice Weidel

Ihre Mitarbeiter*innen:

Daniel Tapp: Geschäftsführer des Studienzentrums Weikersheim (SZW). Wie die Zeit berichtet, soll er zuvor Mitarbeiter der österreichischen FPÖ-Abgeordneten Barbara Rosenkranz gewesen sein. Tapp ist übrigens Verbandsbruder der rechtsextremen Marburger Burschenschaft Rheinfranken. Auch für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit hat er schon Artikel verfasst.

Jost Bauch(1)

Jost Bauch ist bereits einschlägig bekannt. Er ist Präsdiumsmitglied des Studienzentrums Weikersheim. Er gehört zum Autor*innenkreis der „neu“rechten Wochenzeitung Junge Freiheit, darüberhinaus gehörte er auch zu den Unterzeichner*innen des Appells für Pressefreiheit (2006).

Beim neofaschstischen Ares-Verlag und beim Kopp Verlag wird er als Autor geführt. Für das Magazin Neue Ordnung (Hrs. vom Ares Verlag) und das Magazin Sezession hat J. Bauch in der Vergangenheit Texte verfasst.

Als Referent war er schon für verschiedene extrem rechte Burschenschaften tätig (Burschenschaft Normannia-Nibelungen, Burschenschaft Alemannia Stuttgart) und ebenfalls für das Institut für Staatspolitik (IfS)).

Er ist mittlerweile verstorben.

Prof. Dr. Harald Weyel

Das ehemalige Mitglied der Freien Wähler ist seit 2013 Mitglied der Alternativen für Deutschland (AfD) und seit 2017 Bundestagsabgeordneter.
Die Zeit berichtete 2017 über Harald Weyels Facebook Posts. Hier teile er sexistische Beiträge, in denen Frauen ein genetisch bedingter Mangel an Intelligenz nachgesagt werde. (1) Der Bundestagsabgeordnete gehörte auch zur Facebook-Hetzgruppe Die Patrioten, die in 2017 ein Foto von Anne Frank verhöhnte und verunglimpfte. (2)
Wegen der Durchführung eines nicht näher genannten Disziplinarverfahrens wurde am 18.01.2018 die Immunität des Bundestagsabgeordneten Harald Weyel  aufgehoben.
Für die „neu“rechte Junge Freiheit hat Harald Weyel bereits Artikel verfasst und er fungierte im Rahmen der 19. Sommerakademie des Instituts für Staatspolitik (IfS) als Referent zum Thema „Die Verdammten Europas“. (3)
Harald Weyel, Sohn eines schwarzen amerikanischen GIs und einer Krankenhausköchin aus dem Westerwald, bezeichnet sich selbst als einen „preußisch-hessischen Nationalkosmopoliten“. (4) Wonach sich der Bundestagsabgeordnete sehnt, verdeutlicht nachfolgender Auszug aus einem Gespräch mit Weyel.
Hier beschreibt er Deutschland, als ein kolonialistisches Kaiserreich, ein Land, in dem „die deutschen Dinge endlich wieder so zu regeln (Anm: sind!), dass die Normalität, wie sie im Kaiserreich noch geherrscht hat“, wiederhergestellt werde – einem Kaiserreich übrigens, das seine „Kolonialsubjekte“ in Afrika mit Respekt und Zuneigung behandelt habe.(5)
Und damit ist über diesen antidemokratischen, sexistischen und rassistischen Bundestagsabgeordneten schon alles gesagt.

Seine Mitarbeiter*innen:
Erik Lehnert: Geschäftsführer des Instituts für Staatspolitik (IfS), Mitbegründer des Magazins Sezession, Kuratoriumsmitglied der „neu“rechten Titurel-Stiftung, deren Geldgeber ein Haus für die Identitäre Bewegung (IB) in Halle erworben hat. In der Vergangenheit war er Referent für die rechtsextreme Münchner Burschenschaft Danubia, für die Marburger Burschenschaft Germania und Autor für die Wochenzeitung Junge Freiheit (JF). Für den 6. Juni war Lehnert in den Räumlichkeiten des Bundestages eingeladen, um einen Vortrag für die AfD-nahe Desiderius-Erasmus-Stiftung zu halten.

Wolfgang Wiehle

Dr. Heiko Wildberg

Dr. Christian Wirth

Der Bundestagsabgeordnete ist seit 1982/83 Mitglied der Burschenschaft Ghibellinia Prag zu Saarbrücken, einer pflichtschlagenden Burschenschaft. Angeblich hat er während seiner Aktivenzeit 13 Parteien geschlagen.
Das ehemalige FDP-Mitglied Wirth gehört auch zur Burschenschaft Normannia zu Heidelberg. Auch diese Burschenschaft ist pflichtschlagend, darüberhinaus ist sie organisiert in der rechtsextremen Deutschen Burschenschaft (DB).
Die Zeit beschrieb Wirth in einem Artikel vom 21.09.2017 als einen , der bei seiner Wahl zum Spitzenkandidaten der Saarland-AfD stramm rechte Positionen vertreten habe. Ohne Übertreibung kann Wirth den völkischen Nationalisten zugeordnet werden und das nicht nur in Anbetracht seiner Aussage, die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung habe dazu geführt, dass „Hunderttausende muslimische Männer in Deutschland Lebensraum für sich und ihre Religion erobern“.
So forderte Christian Wirth im Rahmen seiner Rede im deutschen Bundestag (15.06.2018) kein Wahlrecht für Nichtdeutsche. Dabei ist diese Aussage grundsätzlich falsch, denn Menschen, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen sind auch nicht wahlberechtigt.
Als Jurist ist ihm dies mit Sicherheit bekannt. Allerdings scheint er es vorzuziehen im Rahmen seiner Tätigkeit als Abgeordneter im Deutschen Bundestag Rassismus und Hetze weiter zu verbreiten.
Und damit ist über ihn auch schon alles gesagt.

Uwe Witt

 

thread Beispiel von Finanzierung von Abtreibungsgegner*innen

Datum: 10.03.2018

Abtreibungsgegner*innen, die sich selbst „Lebensschützer“ oder „Lebensrechtler“ nennen, waren hier schon häufig Thema. In diesem thread geht es allerdings nicht um ihre Vernetzungen nach stramm rechts, …

… sondern zunächst um die Finanzierung oder die Einnahmensquellen derartiger Organisationen. Wie zu sehen sein wird, ist diese Situation mehr als grotesk, doch dazu komme ich später noch.

Die klassische Organisationsform ist der als gemeinnützig anerkannte Verein und das bedeutet Spenden sind steuerlich absetzbar. Quellen bzw. Links auf Screenshot angegeben. Sämtliche Screens vom 10.03.2018, darum aktuell.

KALEB (Kooperative Arbeit Leben Ehrfürchtig Bewahren) zum Beispiel ist so ein Verein und das bietet er an.

Die Bundesgeschäftsstelle hat ihren Sitz in Chemnitz und zusätzlich gibt es in den jeweiligen Bundesländern weitere Gruppen oder Büros oder …

… das KALEB Zentrum Dresden mit seinem umfangreichen Programm.

Kaleb Dresden e.V. verfügt mittlerweile über eine staatlich anerkannte Schwangerschaftsberatungstelle, allerdings gibt es nach einer derartigen „Beratung“ KEINEN notwendigen Beratungsschein. Ich wiederhole es gibt KEINEN Schein.

Gefördert und damit zum Teil finanziert wird eine derartige Praxis vom Jugendamt Dresden und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Neu hinzugekommen ist die Aktion Mensch.

Ebenfalls eingenommen wurden Spenden durch den Sommernachtsball (2017) des Kirchspiels Dresden Neustadt und durch ein Benefizkonzert im Rahmen des 5. Dresdner Chortreffens. Insgesamt kamen so zusätzlich 2079,63 Euro zusammen, die gleichfalls steuerlich absetzbar sind.

An dieser Stelle fasse ich zusammen ein Verein unterhält eine staatlich anerkannte Schwangerschaftsberatungsstelle, die KEINEN Beratungsschein ausstellt, die sich ausschließlich der Rettung der Zygote verpflichtet fühlt und sich einen Scheißdreck

… um das Selbstbestimmungsrecht von Frauen/Menschen schert und sie deshalb auch nicht beratend informiert. Das ist manipulativ, unterstreicht aber auch den Charakter derartiger Einrichtungen, die Frauen als Gebährmaschinen betrachten und sie auf eine Funktion reduzieren.

Spenden an derartige Vereine, die als gemeinnützig anerkannt worden sind, können steuerlich abgesetzt werden. Zusätzlich werden solche Verein mit öffentlichen Geldern von öffentlichen/staatlichen Institutionen unterstützt. KALEB ist KEIN Einzelfall!!!

Es gäbe noch viele Beispiele dieser Art, doch das würde den Rahmen dieses threads sprengen.

Thread über den Fernsehfilm Die Unterwerfung (Michel Houellebecq)

Datum: 28.11.2018

Morgen Abend im Programm der 3sat-Zuschauerpreis „Die Unterwerfung“. Der Fernsehfilm basiert auf dem Roman von Michel Houellebecq. In FR wird der Autor zu den Rechten, zu den Rassist*innen und den Misogynen … gezählt.
Hierzulande scheint dies nicht der Fall.

Unter dem Suchbegriff Houellebecq finden sich bei der rechtsextremen Sezession mindestens – MINDESTENS – 14 Texte mit ausschl. Positivem Bezug zu diesem 2015 erschienenem Roman bzw. zum Autoren.

Aber auch bei der Blauen Narzisse gibt es zahlreiche Texte mit positivem Bezug zu Houellebece. Darunter auch den von der BN ausgeschriebene Houellebecq-Preis.

Ich finde, damit sollte sich auch @3sat befassen MÜSSEN. Denn wenn die Einordnung fehlt, ein kritisches Verständnis, dann werden rechte und rassistische Narrative reproduziert.

Ergänzung: Auch die extrem rechte & libertäre Monatsschrift „Eigentümlich frei“ hat Michel Houellebecq zahlreiche Artikel und mind. 1 Rezension gewidmet. Darunter auch mind. 2 des Mitarbeiters von Gauland AfD Michael Klonovsky.

Es gibt noch diese Ergänzung. Im Oktober 2018 wurde Houellebecq mit dem Oswald-Spengler-Preis „geehrt“.