Wann ist eine Organisation evangelikal?

Zum Verständnis: Die evangelische Kirche ist nicht evangelikal und Evangelikale sind nicht zwangsläufig christlich fundamental. Doch der Übergang ist fließend.

Wann ist eine Organisation evangelikal? Am Beispiel der Berliner Stadtmission soll dieser Frage nachgegangen werden.

Die Berliner Stadtmission ist vernetzt mit dem Bundesverband der evangelischen Stadtmissionen in Deutschland, dem Diakonischen Werk, der Evangelischen Kirche, International vernetzt und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (amd). [1]

amd ist intensiv mit der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) verbunden. Die intensive Verbundenheit beinhaltet u.a. auch die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [2]

Die Berliner Stadtmission selbst gehört ebenfalls zum Netzwerk der EAD. [3] Sie ist mit dieser verbunden und das bedeutet u.a. die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [4]

Außerdem ist die Gemeinde Sammelstelle der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert von Samaritan’s Purse. Präsident von Samaritan’s Purse International Disaster Relief ist Franklin Graham, [5] einer der prominentesten christlichen „Führer“ der Trump öffentlich unterstützt hat.

Denn er glaubt Trump sei von Gott auserwählt.

Die Berliner Stadtmission verfügt neben internationalen Vernetzungen über zunächst 6 Kontakte oder Verbindungen. 3 davon sind eindeutig evangelikal.

Dr. Maria Hinsenkamp („Visionen eines neuen Christentums“) hat die DEA (Deutsche Evangelische Allianz identisch mit der EAD) der KiNC-Landschaft zugeordnet.

KiNC ist die Abkürzung für Kingdom minded Network Christianity, also christlichen Gruppierungen, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Ist 3/6 evangelikal vernetzt bereits Evangelikal oder nur ein bisschen, nur z.B. 50%?

Muss noch mehr dazukommen, wie z.B. die Orientierung an „Mission Respekt – „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, [6] den die Evangelische Weltallianz (WEA), der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog (PCID) und Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Sommer 2011 gemeinsam veröffentlicht haben?

Während die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei der Begegnung mit Muslimen das gegenseitige Kennenlernen in den Vordergrund stellt, hat die EAD beschlossen nicht auf Missionierung zu verzichten. [7]

Mission/Erweckung ist eines der Merkmale von KiNC, neben Einheit, Jüngerschaft und Gebet.

Aber ich bin noch nicht fertig. Es geht noch weiter. Auf der Webseite der Berliner Stadtmission ist unter der Rubrik Angebote der Christus-Treff Berlin (CTB) zu finden. [8]

Dabei handelt es sich um eine evangelikale Freikirche, die hervorgangen ist aus dem Christus-Treff Marburg. [9]

2017 gab es Demonstration gegen den CT Marburg, da diese für Homoheilungen warb.

Aber es gibt noch mehr. Unter den Angeboten der Berliner Stadtmission ist auch das TSB – Theologisches Studienzentrum aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein duales Studienmodell gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Tabor | Marburg (EHT). [10]

Die Evangelische Hochschule Tabor ist dem evangelikalen Spektrum zuzuordnen, da diese zur Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor gehört und diese wiederum gehört zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz Marburg. [11]

Gut vernetzt ist die Evangelische Hochschule Tabor Marburg laut Eigenangaben mit der Evangelischen Allianz Deutschland, dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband und z.B. mit der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL), [12] die ebenfalls evangelikal ist.

So gehört die Liebenzeller Mission, Träger*in der IHL, zu den mit der EAD intensiv verbundenen Werken. [13]

Ich komme zurück zur Frage „Wann ist eine Organisation evangelikal oder wieviel evangelikale Vernetzung ist okay?

Zum Wesen von Evangelikalen gehören die starke Betonung der Bekehrung, der Autorität der Bibel (Bibeltreue) und ein aktives Glaubensleben mit starkem Engagement. Innerhalb des Evangelikalismus gibt es unterschiedliche Ausprägungen von konservativ bis gemäßigt.

Doch was ist gemäßigt? Wer hat’s definiert? Und was ist konservativ? Schließt dieser Begriff auch die Radikalisierten ein? Denn dann wäre die Bezeichnung ein Euphemismus für Rechts oder Extrem Rechts.

Doch zurück zur Berliner Stadtmission, die eine „christliche Motiviertheit“ bei Bewerbungen erwartet [14] und die unter Angebote z.B. die Ausbildung Bibelerzählen anbietet. [15]

Wieviele Gespräche über den christlichen Gott oder den „lieben Herrn Jesus“ in den Angeboten der Berliner Stadtmission sind okay? 5, 10 oder 20.

Wieviele Hauskreise sind in Ordnung? So findet sich unter Glaube und Gemeinde die Junge Kirche Berlin Treptow (JKB), die christliche Jugendgruppen, Glaubenskurse und Hauskreise anbietet. [16]

Hauskreise oder Kleingruppen bietet auch die Junge Kirche Berlin (JKB) Lichtenberg an, sowie u.a. auch regelmäßige Freizeiten. [17] Auch das ist ein weiteres Angebot der Berliner Stadtmission.

Oder z.B. Moab – Wohnheim für Studierende und Auszubildende. „Wir kommen ins Gespräch über unsere kulturellen Prägungen, unseren Glauben, unsere Werte und Weltanschauungen.
Wir bieten Raum für geistlichen Austausch und persönliches Wachstum. Unterschiedliche Veranstaltungen laden dazu ein, zu den großen Fragen des Lebens und des Glaubens ins Gespräch zu kommen
.“ [18]

Wieviel Missionierung, wieviele Missionierungsversuche gestattet eine Gesellschaft und subventioniert diese auch noch?

Wann ist eine Organisation Evangelikal? Die Antworten müssen Sie selbst finden. Ich habe meine Antworten bereits gefunden.

#NoGods #NoMasters

Christliche Events 2026 – Teil 2

Teil 1

Teil 2 zum Thema christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt im Veranstaltungskalender des christlichen Gästehauses Schönblick.

Von Kongressen bis Worship Academy ist alles dabei.

Geschäftsführer von Schönblick Gemeinnützige GmbH ist Martin Scheuermann. [14] Seit 2017 ist Martin Scheuermann Vorsitzender des evangelikalen Kongress Christlicher Führungskräfte (KcF). [15]

Der KCF ist ein Zweckbetrieb von idea, [16] einem der Sprachrohre der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), die laut Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums“ Teil der KinC-Landschaft ist. Dabei handelt es sich um christliche Organisationen, Freikirchen …, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Im christlichen bzw. evangelikalen Gästehaus Schönblick findet im Juli (10.07.-12.07.2026) das Schö Festival statt. Unter den Mitwirkenden teffen „wir“ auf zwei Namen, die schon vom letzten Teil bekannt sein dürften.

Die Namen oder Protagonisten sind Johannes Hartl vom Gebetshaus e.V. und Prof. Dr. Heino Falcke. Das Programm der Veranstaltung ist noch nicht vollständig. Deshalb können zu diesem Festival keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die nächste Veranstaltung ist ein Kongress gegen Menschenhandel & sexuelle Ausbeutung im Zeitraum 26.4.-29.4.2026.

Mit dabei ist Gaby Wentland (Mission Freedom, Himmelsstürmer, Pfingstkirche, EAD). Sie wird in 2026 auf so vielen Veranstaltungen anzutreffen sein, dass ihre Vernetzung in der KiNC-Landschaft erschrecken.

Wer sie live erleben will, kann dies auf der MEHR Konferenz in Augsburg 2026, im Januar 2026 bei der Marantha Church und Revival Night Münden, in Hamburg-Volksdorf „Den Heiligen Geist täglich erleben“, bei der 15-Jahre Feier von Mission Freedom in Frankfurt im Januar 2026, auf dem Willow-Creek-Kongress im Februar in Dortmund, im Februar 2026 im Vaterhaus in Magdeburg, im März auf diversen Veranstaltungen in Fulda, im April im Christlichen Zentrum Life, in der Schule der Erweckung in Füssen, auf der Frauenkonferenz in Winnenden, im März bei Heilungsversammlungen. [17]

Ebenfalls mit dabei auf dem Kongress Freiheit 2026 werden Frank Heinrich vom Vorstand der EAD, die Psychologische Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer und Huschke Mau sein.

Mau ist Gründerin des Vereins Sisters, der sich für ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell einsetzt. Sisters e.V. definiert Frau ausschließlich biologisch und kann damit den TERFs zugeordnet werden. Also den Gruppierungen, die trans Frauen exkludieren.

Als Beweis dient ein Text vom 17.02.2023.

Zurück zum Freiheits-Kongress gegen Menschenhandel, an dem auch Politiker*innen teilnehmen werden. U.a. der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schorndorf Christian Gehring (CDU), sowie Dr. Brigitte Schmidt-Hagenmeyer von der SPD. Sie ist als Psychotherapeutin mit eigener Praxis tätig. [18]

In den Monaten September und Oktober 2026 finden in Schönblick „Worships Generations“ statt, ein Lobpreiskongress, und „Israel geht uns alle an!“. Im Jahr darauf findet der Kongress Christenverfolgung heute statt, wie nachfolgender Screenshot vom Veranstaltungskalender belegt.

[19]

Auch der Willow Creek Leitungskongress im Februar in Dortmund ist Teil der KiNC-Landschaft, denn Willow Creek ist eine Organisation der EAD. Der 3tägige Kongress findet in der Westfalenhalle Dortmund statt. [20]

Wir zitieren Michael Herbst, Greifswald: „Willow-Kongresse sind Feste des Glaubens: Man geht ein bisschen frömmer raus, als man reinkam.“ [21]

Und Evi Rodemann, Hamburg „Willow Creek bedeutet für mich Inspiration, Ermutigung und Herausforderung für mein persönliches missionales Leben“.

Die Entstehung von Willow Creek mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar im Gebäude des Evangeliums Rundfunks (ERF) geht zurück auf eine Studienreise in die USA und basiert auf der Erkenntnis: „Schon nach den ersten Eindrücken wurde klar: „Das ist es! So etwa sollte Gemeinde sein!“ Was Christen im deutschsprachigen Raum ersehnten, hier war es: eine missionarische Gemeinschaft von wachen Mitarbeitern, die alles darauf anlegten, Menschen über echte Beziehungen sensibel für Jesus zu gewinnen.“ [22]

Im Kontext mit der Äußerung des Geigenbauers Martin Schleske in einem Interview „Ich lass mich von Gott spielen wie ein Instrument[23] entsteht ein Geschmäckle. Denn Martin Schleske gehört zu den Referent*innen des Leitungskongress 2026 in Dortmund, der mit missionarischen Absichten durchgeführt wird und der zur KiNC-Landschaft gehört.

Beim Lesen hat uns der Gedanke sowohl abgestoßen als auch erschreckt von irgendeiner Gottheit gespielt zu werden wie ein Instrument. Denn als Mensch gespielt zu werden wie ein Instrument erinnert mehr an eine Marionette oder Handpuppe als an einen Menschen mit Reflektionsfähigkeit und eigenem Willen.

Auf dem Leitungskongress 2024 des Willow-Creek sprach der Pastor und Gründer des ICF München Tobias Teichen über Jüngerschaft. Jüngerschaft ist eines der Merkmale von KiNC.

Mit der ICF-Konferenz 2026 geht es weiter in Teil 3. Dieser führt uns auch zur Worship-Bewegung aus Redding, Kalifornien (Bethel-Music).

Teil 3

Teil 4

Christliche Events 2026

Teil 1

Für 2026 sind eine Reihe von christlichen/evangelikalen Veranstaltungen/Konferenzen/Konzerten angekündigt, hinter denen zum großen Teil missionarische Absichten stehen.

Welche Veranstaltungen das sind und welche davon zur KiNC-Landschaft (Kingdom minded Network Christianity = vernetzt, um einen christlichen Gottesstaat zu errichten) gehören, soll in diesem Mehrteiler beginnend mit Teil 1 gezeigt werden.

Glaubensfestival MEHR – The Sound of Joy (3.1.-06.01.2026 im Messezentrum Augsburg). Der Veranstalter ist das Gebetshaus e.V. mit dem 1. Vorsitzenden Johannes Hartl, der nachweislich zur KiNC-Landschaft gehört.

Dabei ist das Glaubensfestival an dem u.a. auch O’Bros auftreten mehr als nur ein Festival mit Bands, also Musik und Lobbreis. Es wird auch einen Nachmittag geben, „der zum Weiterdenken“ anregen soll. Die geladenen Gäste sind alles Akademiker*innen/Wissenschaftler*innen.

Der Nachmittag heißt „MEHRdenken“. [1]

Durch deren Tätigkeiten an Universtitäten sind sie bereits gut vernetzt. Ein Beispiel dafür sind Benedikt Paul Göcke und Ludger Schienhorst-Schönberger. Beide sind Mitglied im rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.

Am Beispiel von Dr. Oliver Dürr vom Zentrum Glaube & Gesellschaft der Univeristät Fribourg lassen sich die Vernetzungen anschaulicher darstellen.

Oliver Dürr ist „Member Oxford Collaboration on Theology and Artificial Intelligence (OCTAI), University of Oxford, Member of the Board, Collegium Emmaus und Pedagogy Fellow, Pedagogy of Christ & Being Human Project, Yale Center for Faith & Culture, Yale University“. [2] D.h. seine Kontakte führen nach Oxford (UK), nach Connecticut (USA) während er in der Schweiz unterrichtet. Als Talkgast für einen Talk-Gottesdienst taucht er auch wieder auf. [3]

Veröffentlicht werden seine Beiträge auch auf Youtube. Diesen lässt sich entnehmen, dass der Theologe auf dem Eden Fest 2023 einen Vortrag gehalten hat. [4]

Auch für den Christlichen Convent Deutschland hat Dürr in 2022 einen Vortrag zum Thema Hoffnung innerhalb des Christentums des CCD gehalten. [5]

Zum Trägerkreis des CCD gehören Vertreter*innen aus verschiedenen Kirchen und Freikirchen. [6] Der CCD gehört darum mindestens zum Umfeld der KiNC-Landschaft.

Zurück zum Glaubensfestival MEHR. Es wird ein Kinderprogramm (MEHRkids) geben, eine sog. ZIMZUM-Lounge für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13-25 Jahren, das MEHRforum mit christlichen Werken, Verlagen, Unternehmen, Bibelschulen und Missionswerken. Darüber hinaus Speeddating, Segnungsgebet, Evangelischer Abendmahlgottesdienst, katholischer Eucharistiefeier, Raum der Stille & Gebetsraum und LeadersLounge.

Als Referent tritt der US-amerikanische Bestsellerautor, christliche Berater, Redner und Gründer von Ransomed Heart Ministry John Eldredge auf. Als Buchautor liegt im „Der Ungezähmte Mann“ – Auf dem Weg zu einer neuen Männlichkeit am Herzen. [7]

Zusammenfassend festgehalten: „Der Mann ist für ein abenteuerliches Leben geschaffen. Ein Mann wird erst dann wirklich glücklich sein können, wenn in seiner Arbeit, in seiner Liebe und in seinem spirituellen Leben das Abenteuer Einzug hält“, schreibt Eldrigde, Autor weiterer Publikationen. [8]

Der nächste Redner ist Elias Glaeser vom Gebetshaus. Er ist mit diesem eng verbunden, hat er doch die Jüngerschaftsschule im Gebetshaus Augsburg besucht. Er unterstützt Johannes Hartl [9] und kann damit auch der KiNC-Landschaft zugeordnet werden. D.h. auch er möchte einen christlichen Gottesstaat errichten.

Ebenfalls mit dabei sind die deutsche Sportlerin und Olympia-Goldmedalliengewinnerin 2024 Yemisi Ogunleye sein, Bischof Bertram Maier, Landesbischof Tobias Bilz, Jana Ringwald (Cyberstaatsanwältin), Tini Brüning (katholischer Fernsehsender k-tv, Mitbegründerin eines Netzwerks für katholische Influencer*innen namens „Crossconnected“), Mojtaba Barahimi (lebt in London, studierter anglikanischer Theologe, der nach einer dramatischen Begegnung mit Jesus Christ wurde), Schwester Teresa Zukic und Prof. Dr. Heino Falcke.

Prof. Dr. Heino Falcke ist Professor für Astrophysik an der Radboud Universität Nimwegen. Er verbindet Glaube und Wissenschaft. So wird er auf der Webseite vorgestellt. [10]


[11]

Die Zeit veröffentlichte am 17.12.2025 ein Porträt über den Wissenschaftler, der als erster Mensch ein schwarzes Loch fotografiert hat und betet. Mit Aliens würde er gerne über ihren Glauben sprechen.

Prof. Falck, auch bekannt aus Dokumentationen, vertritt die Ansicht „Ein Glaube ohne Physik ist ein kastrierter Glaube“. [12]

Während sich Johannes Hartl kritisch mit der Evolutionstheorie auseinandersetzt, [13] bringt Falck Wissenschaft und Bibel unter einen Hut.

Hartls Position könnte als „progressiver Kreationismus“ oder „intelligent Design“ eingeordnet werden mit Gott als Ursprung oder Begleiter.

Da „wir uns“ hier im Bereich des christlichen Fundamentalismus bewegen, erscheint es sinnvoll einige Anmerkungen über Kreationismus hinzuzufügen. Es gibt verschiedene Formen des Kreationismus.

Junge-Erde-Kreationismus (YEC): Die Erde ist weniger als 10.000 Jahre alt.
Alte-Erde-Kreationismus: Akzeptiert die wissenschaftliche Altersbestimmung der Erde (Milliarden Jahre), glaubt aber an gezielte, göttliche Schöpfungsakte zu bestimmten Zeitpunkten.
Progressiver Kreationismus und Intelligent Design (Gott hat alles erschaffen und/oder die Evolution begleitet/hergestellt).

Hier leistet Falck „großartige“ Arbeit. 🤬

Prof. Falck als Redner für eine Veranstaltung des Gebetshauses e.V. führt also das fort was die Konferenz Kreatikon in diesem Jahr zum dritten Mal erarbeitete, nämlich die Verknüpfung von Bibel und Wissenschaft.

Prof. Falck als Redner unterstützt dabei gleichzeitig die Absicht einen christlichen Gottesstaat zu errichten und verleiht einer christlich-fundamentalen Großveranstaltung einen wissenschaftlich-fortschrittlichen Charakter.

Dabei ist ein christlicher Gottesstaat alles andere als fortschrittlich, sondern ausschließlich rückwärts gewandt und autoritär. Da mögen die musikalischen Acts von O’Bros, Central Arts oder Michael Beering & Band noch so hip erscheinen.

Das macht Veranstaltungen wie diese so gefährlich!!!

Teil 2

Teil 3


Über die Toleranz

Karl Popper schrieb 1945 in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“: „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

Hätten die demokratischen Parteien, NGOs und Einzelpersonen in den USA Karl Popper beim Wort genommen, hätten sie die Warnung des Southern Poverty Law Centers (SPLC) „vor der größten Bedrohung für die amerikanische Demokratie, von der Sie noch nie gehört haben“ ernstgenommen, dann hätten sie verstanden, dass eine neue Form der christlichen Vorherrschaft das Land erfasst hat.

Christliche Dominanz

Gewarnt wurde vor NAR (Neue Apostolische Reformation), weil diese eine Form des christlichen Dominionismus vertrete, „was bedeutet, dass ihre Gemeindemitglieder glauben, es sei ihre göttliche Pflicht, die Kontrolle über alle politischen und kulturellen Institutionen in Amerika zu übernehmen und sie gemäß einer fundamentalistischen Interpretation der Heiligen Schrift umzuwandeln.[1]

Desweiteren war zu lesen, die Anhänger*innen glaubten an moderne Apostel und Propheten, der Kraft zu heilen und ihre Kritiker*innen seien im wahrsten Sinne des Wortes vom Teufel kontrolliert, also „Satanic Panic“.

LGBTIQ+, Liberale und andere Menschen werden als „dämonisch“ angesehen. Und weiter: „Der Angriff auf das Kapitol sei größtenteils von der Theologie des Dominionismus der NAR inspiriert“ und „So wenige Menschen haben von der NAR gehört, dass es möglich ist, dass der Dominionismus ohne Widerstand in unseren lokalen Gemeinschaften siegen könnte, ohne jemals ernsthaften Widerstand erfahren zu haben.“ [2]

Dr. Maria Hinsenkamp wählte eine andere Bezeichnung für die neueren Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke im deutschsprachigen Raum. Sie formulierte für eine mit NAR vergleichbare Bewegung die Bezeichnung „Kingdom-minded Network Christianity“ (KiNC), also Gruppierungen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen, die sich vernetzt haben um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat. [3]

Über das Netzwerk und die Ideologie der EAD

Hier findet auch die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) oder Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ihren Platz. [4]

Die EAD existiert weltweit als Weltweite Evangelische Allianz (WEA) und versteht sich als ein weltweites Netzwerk. Die WEA, die „die gesamte Welt bis 2033 für Jesus Christus“ gewinnen will, [i5] ist in 135 Ländern auf allen Kontinenten vertreten mit schätzungsweise 600 Millionen Anhänger*innen. [6]

Deutschlandweit ist die EAD ein überdimensionales Netzwerk mit ca. 900 Ortsallianzen als regionale Netzwerke. [7] Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ist deutschlandweit ein Netzwerk mit insgesamt 15 Arbeitskreisen, Initiativen, Runden Tischen, Werken und Verbänden. [8] Veranstaltungen wie die Allianzgebetswoche und weitere Gebetstage sowie regelmäßige Festivals und Events wie z.B. der Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) gehören dazu.

Sie alle vereint die gemeinsame Basis des Glaubens zu der auch Homosexuellen- und Queerfeindlichkeit gehört, sowie die Ablehnung der Ehe für Alle, Kreationismus, Misogynie und z.B. eine autoritäre Sicht auf die Welt und auf die zwei Geschlechter, die es laut strenger Bibelauslegung gibt. Sie alle vereint die Ablehnung von Transgeschlechtlichkeit und die wortwörliche Auslegung der Bibel als höchste Autorität.

2017 schrieb die EAD in ihrer Stellungnahme über Homosexualität und Ehe: „Die in der Bibel beschriebene homosexuelle Praxis ist mit dem Willen Gottes und damit dem biblischen Ethos unvereinbar (3. Mose 18, 22; 20, 13; Römer 1, 24 – 27; 1. Korinther 6, 9; 1. Timotheus 1, 10)[9] und weiter: „Daraus ziehen wir die Schlussfolgerung, dass homosexuelle Partnerschaften der Ehe nicht gleichgestellt werden können“.

Das binäre Denken, also der Ausschluss von nonbinären oder genderfluiden Geschlechtern, wird abgeleitet aus 1Mose 1, 26.27: „Menschen sind nach biblischem Zeugnis im Bild Gottes als Mann und Frau geschaffen“. [10]

Das Verbot von Konversionsbehandlungen von Homosexuellen kommentierte die EAD u.a. folgendermaßen: „Wir sehen durch das Gesetz die Freiheit der Religionsausübung gefährdet. So kann durch das „Verbot von Werbung“ auch die Verkündigung in den Gemeinden betroffen sein. Auch ist zu befürchten, dass die Gemeinden künftig nicht mehr im vollen Umfang für die ethischen Maßstäbe ihrer Religion eintreten dürfen.“ [11]

Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, genau wie Toleranz. Doch sowohl Freiheit als auch Toleranz enden dann wenn Menschen diskriminiert, ausgeschlossen, mißachtet oder sogar gequält werden, wenn deren Freiheit und Recht auf Selbstbestimmung eingeschränkt oder nicht zugelassen wird.

Was Aussteiger*innen zu sagen haben

Aussteiger*innen aus Freikirchen und damit evangelikalen Gemeinden berichten regelmäßig wie hoch der Druck ist, der auf den Gemeindemitgliedern lastet.

Zitat: „Der ganze Alltag, dein ganzes Menschsein ist dem Glauben gewidmet. Ein Druck wird aufgebaut durch einen Gott, der permanent da ist und einen beobachtet. Es ging immer um alles richtig und alles falsch in meinem Leben, um die Angriffe des Teufels und um Gottgefälligkeit.“ [12]

2019 berichtete ein Aussteiger, wie er mit Konversionstherapie versucht hat seine Homosexualität zu beenden und wie er daran fast zerbrochen ist. „Living Waters“ hieß das Konzept aus den Vereinigten Staaten, das vom Verein Wuestenstrom adaptiert wurde. [13]

Sogar eine Dämonenaustreibung von einem Arzt mit Praxis in Hamburg ließ der junge Mann über sich ergehen. Doch seine Sexualität änderte sich nicht. So litt er schließlich unter Depressionen mit suizidalen Gedanken.

Eine andere Aussteigerin berichtete als Mitglied einer Freikirche nicht über ihr eigenens Leben bestimme zu dürfen, der Glaube habe ihr die Freiheit geraubt und sie berichtete von traumatischen Erfahrungen, die zum Auslöser ihres Ausstiegs wurden. [14]

2023 erschien ein weiterer Bericht in der Frankfurter Rundschau über eine junge Frau, die in einer Freikirche aufgewachsen war, diese aber verlassen und eine Selbsthilfegruppe gegründet hat. Mit den Worten: „Es war die reinste Gedankenkontrolle“ wird sie zitiert. [15]

Das Einfallstor

Denn Queerfeindlichkeit, Misogynie und ein autoritäres Denken sind die Gemeinsamkeiten mit Rechten und Neofaschist*innen. Sie sind das Einfallstor für die Wahl von rechten und extrem rechten Parteien.

Im Februar 2025 berichtete Philipp Greifenstein in Die Eule unter Christ*innen habe die AfD bei der Bundestagswahl stark abgeschnitten. [16] Differenziert wurde in konfessionslos, evangelisch und katholisch. Doch wie sieht es bei Freikirchen, wie z.B. der EAD aus?

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 lag der Anteil freikirchlicher Wähler*innen der AfD bei fast 17 Prozent, während bei Katholik*innen der Anteil 12,5 Prozent betrug. [17]

Der Verfassungsschutz beobachtet

In diesem Zusammenhang soll daran erinnert werden, dass der Verfassungsschutz Baden-Württemberg überwacht mittlerweile zwei Freikirchen: die Pforzheimer Gemeinde Zuverlässiges Wort“ und die „Evangelische Freikirche Riedlingen“. [18]

Die Botschaften der Prediger in diesen Freikirchen sind unerträglich und menschenverachtend. „Der im US-amerikanischen Arizona lebende Prediger Anselm Urban, dessen Predigten in die Gemeinde [Zuverlässiges Wort] übertragen werden, habe vor einem Jahr geäußert, der Staat solle homosexuelle Menschen vernichten.“ [19]

Die Hetze des Predigers Jakob Tscharntke [Evangelische Freikirche Riedlingen] wurde in der Zwischenzeit von der AfD-Hessen 2015 via Facebook weiterverbreitet. [20]

Außerdem war Tscharntke mittlerweile mindestens zweimal Referent für die AfD (2015 und 2017) und er publizierte auch einen Beitrag für das AfD-nahe Magazin Polifakt (Nr. 4, 2016). [21]

Jakob Tscharntke ist bei Rechten und extremen Rechten höchst beliebt. Selbst der bekannte Neonazi Meinolf Schönborn fühlte sich auf Twitter – mittlerweile X – veranlasst am 22.11.2019 auf Tscharntkes Video mit dem Zusatz: „Pastor Tscharntke über die bevorstehende Katastrophe in Europa“ zu verweisen. [22]

Keine Einzelfälle

Aber wenn Sie denken, das seien Ausnahmefälle irren Sie sich. Auch Olaf Latzel von der Evangelischen St. Martini Gemeinde in Bremen [23] stand schon mehrfach vor Gericht wegen Volksverhetzung, weil er 2019 in einem Eheseminar seiner Gemeinde über Homosexuelle hergezogen war.

Von mehreren Anti-Homo-Äußerungen kamen vier zur Anklage: „Überall laufen diese Verbrecher rum von diesem Christopher Street Day, feiern ihre Parties“. Und: „Der ganze Genderdreck ist ein Angriff auf Gottes Schöpfungsordnung, ist zutiefst teuflisch und satanisch“. Teuflisch sei auch die „Homo-Lobby“. Und Homosexualität sei eine der „Degenerationsformen von Gesellschaft“.“ [24]

2020 befand das Bremer Amtsgericht seine Äußerungen sind Volksverhetzung. Das Landgericht sah das anders und nach einem weiteren Gang „durch die Instanzen wurde das Verfahren 2024 schließlich eingestellt – gegen Zahlung von 5.000 Euro an ein queeres Zentrum.“ [25]

Unterstützung erhielt er vom Sprachrohr der EAD, dem Informationsdienst der evangelischen Allianz (idea). Sie veröffentlichten u.a. einen Artikel mit folgender Schlagzeile: „Der „Fall Latzel“ – Ein Rufmord mit Hilfe der Justiz“. [26]

Auch das christliche Medienmagazin PRO, ein weiteres Sprachrohr der EAD, berichtete ausführlich über den Fall Latzel und über das gleichnamige Buch von Wengenroth und Böllmann. Diese seien zu dem Schluss gekommen: „Wenn die deutsche Justiz ihre Hausaufgaben gemacht hätte, wären dem Bremer Pfarrer Olaf Latzel mehrere Jahre Spießrutenlauf erspart geblieben.“ [27]

In diesem Zusammenhang ist die Rede von Tatsachenverdrehung und Unwahrheiten, einem „Justizskandal“, einem maximalen Schaden für den Angeklagten und einer „Rufmordkampagne“.

Die Evangelikalen der EAD wurden nicht müde Latzel’s menschenverachtende Äußerungen zu verteidigen, doch das sollte nicht weiter überraschen, denn mittlerweile berichtete idea über die Nazi-Buchmesse Seitenwechsel organisiert von Susanne Dagen, die enge Kontakte zu Ellen Kositza und Götz Kubitschek unterhält. Kubitschek ist einer der führenden Vertreter der sog. „neuen“ Rechten, dessen Institut für Staatspolitik (IfS) –mittlerweile aufgelöst –  vom Verfassungsschutz als gesicherte rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wurde. [28]

Doch diese Fakten waren idea egal, sie berichteten über die Messe als sei hier alles in Ordnung.[29]

Deshalb sagen wir NEIN zur Toleranz für christliche Fundis und Evangelikale!

NEIN zur Toleranz von Menschenverachtung und Hass!

NEIN zur Toleranz von rechter und extrem rechter Ideologie!

Quellenangaben:

[1] https://archive.is/ghCPU

[2] a.a.O.

[3] Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums – Neuere Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke“, Transcript-Verlag, Bielefeld, 2024

[4] a.a.O., S. 283

[5] https://www.idea.de/artikel/die-gesamte-welt-bis-2033-fuer-jesus-christus-gewinnen

[6] https://www.ead.de/netzwerk-und-struktur/

[7] https://www.ead.de/werke-und-verbaende/

[8] https://www.ead.de/netzwerk-und-struktur/

[9] https://www.ead.de/fileadmin/user_upload/Ehe_als_gute_Stiftung_Gottes.pdf

[10] a.a.O.

[11] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/Stellungnahmen_WP19/Konversionsbehandlungen/Stn_EAD_22.11.19.pdf

[12] https://www.aargauerzeitung.ch/leben/freikirchen-aussteiger-es-muss-publik-gemacht-werden-wie-da-druck-aufgebaut-wird-ld.1497024

[13] https://archive.is/LwOUG

[14] https://fundamental-frei.org/traumatische-erfahrungen-in-einer-freikirche-nachtrag-von-viola-zur-reportage-ueber-evangelikale-aussteigerinnen/

[15] https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/in-einer-freikirche-aufgewachsen-wenn-der-glaube-angst-macht-92199279.html

[16] https://eulemagazin.de/christen-kirchen-bundestagswahl-afd-cdu-spd-verdoppelt-ekd-katholisch/

[17] https://www.pro-medienmagazin.de/umfrage-im-vergleich-waehlen-mehr-frei-als-landeskirchler-afd/

[18] https://www.evangelisch.de/inhalte/230795/13-06-2024/kirchenbund-distanziert-sich-verfassungsschutz-ueberwacht-zwei-freikirchen

[19] https://www.queer.de/detail.php?article_id=51717

[20] https://de-de.facebook.com/222005461272345/photos/pfarrer-jacob-tscharntke-redet-klartextpredigt-vom-11102015-psalm-604-wie-gehen-/626332974172923/

[21] https://bkramer.noblogs.org/jakob-tscharntke/

[22] https://x.com/m_schonborn/status/1197860833763766272

[23] https://www.idea.de/artikel/demofueralle-sehr-grosses-interesse-an-doku-tatort-kita

[24] https://taz.de/Der-Fall-Olaf-Latzel/!6124857/

 [25] https://taz.de/Der-Fall-Olaf-Latzel/!6124857/

[26] https://www.idea.de/artikel/der-fall-latzel-ein-rufmord-mit-hilfe-der-justiz

[27] https://www.pro-medienmagazin.de/der-fall-olaf-latzel-und-was-daran-irritiert/

[28] https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/rechtsextremismus/das-netzwerk-der-neuen-rechten.html

[29] https://www.idea.de/artikel/demofueralle-sehr-grosses-interesse-an-doku-tatort-kita

Berlin Campaign Conference 2025

Am 4. und 5. September findet die „Berlin Campaign Conference“ (BCC) statt. Dabei handelt es sich laut Eigenangaben um „das globale Forum für konservative Kampagnen und Kommunikation“. [1]

Das sind aber noch nicht alle Veranstalter*innen. Mehr dazu weiter unten.

Die Konferenz ist eine Kooperationsverantstaltung von Union Stiftung, TheRepublic und Leadership Institute.

Unter den Referent*innen ist auch Dr. James Carafano. Er ist Senior Counselor von The Heritage Foundation und damit ist auch das Project 2025 vertreten.

Interessant ist die Referentin Dr. Gudrun Kugler aus Österreich. Gudrun Kugler ist nicht nur Nationalratsabgeordnete der ÖVP, sondern auch international sehr gut vernetzt. Sie pflegt(e) enge Verbindungen zum antifeministischen, queerfeindlichen europaweiten Netzwerk Agenda Europe.

Hier unten im Bild ist bzw. war sie im Gespräch mit Tina Mercep, mit der sie ein spannendes Gespräch hatte. Mecep ist Generalsekretärin von IDU, „die globale Dachorganisationen der Parteifamilien der EVP und ECR“, wie sie via insagram mitteilte.

Aus den USA wird Dr. Mark Campbell anreisen. Er ist Senior Fellow des Leadership Institute. Wikipedia bezeichnet ihn als „republikanischen Politikstrategen“. [2] Auf der Webseite The University of Chicago Institute of Politics wird er als GOP-Kampagnenstratege (in deutscher Übersetzung) bezeichnet.

Zitat: „Dr. Campbell hat Hunderte von politischen Parteiführern in aufstrebenden Demokratien auf der ganzen Welt im Namen des International Republican Institute und des Leadership Institute die Kunst und Wissenschaft der Verbindung mit den Wählern unterrichtet.[3]

Vom Leadership Institute wird auch der Direktor des internationalen Programms Ron Nehring auf der Konferenz in Berlin einen Vortrag halten. 2015 hielt er auf der 13. Internationalen Konferenz für politische Kommunikation (IKPK) in Berlin einen Vortrag über „Kampagnenstrategien und Wählerverhalten“.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung berichtete ausführlich darüber. Zu dieser Zeit war Nehring Vorsitzender der Präsidentschaftskampagne von Ted Cruz in Kalifornien. [4]

Doch noch einmal zurück zum Leadership Institute. Mit ihm gelangt auch christlicher Nationalismus, wie er in den USA praktiziert wird, nach Deutschland. Das Leadership Institute oder LI lädt ein, um „für Amerika führend“ zu werden.

Wer das möchte, „kann eine Ausbildung der künftigen Fackelträger konservativer Führung“ durchlaufen, [5] u.a. auch zum „christlichen Führer“, die sich an Christen richtet, die sich für „konservative“ Prinzipien einsetzen.

Engagieren Sie sich politisch für Ihren Glauben“, ist in deutscher Übersetzung zu lesen. Schritt Zwei ist dann das Finden eines Jobs, „der zu ihnen passt“. Sogar eine biblische Berufsberatung wird angeboten. [6]

Schritt Drei besteht dann darin Zeug*in einer Reise von Einzelpersonen zu werden, die mit der Unterstützung von LI in ihren Gemeinden und darüber hinaus große Fortschritte gemacht haben.

Eine Fallstudie mit Elias Coop-Gonzalez beginnt mit der Überschrift „Vom Campus ins Kapitol“. Er war nämlich 2021 Praktikant am Leadership Institute.

Da auch TheRepublic zu den Veranstalterinnen gehört, sei daran erinnert, wie Armin Petschner-Multari gemeinsam mit anderen Politikerinnen dem queerfeindlichen Gouverneur Ron DeSantis (Florida) einen Besuch abstatteten.

[7]

CSU macht queerfeindlichem Gouverneur DeSantis die Aufwartung

Mit jeder Konferenz, mit jedem Treffen, mit jeder Kampagne, mit jedem Austausch, den internationale „Konservative“ also Protofaschist*innen erleben, findet umso mehr eine Trumpisierung auch in Deutschland statt, verbreitet auch über die BCC.

Mehr dazu hier

Dies ist eine Ankündigung für die BCC 2025-Konferenz, die über TheRepublic erfolgt.

[8]

Mit dabei auch IDU und das Danube Institute mit Sitz in Budapest, Ungarn. Gegründet wurde dieses Institut von der Batthyány Lajos Stiftung (BLA), die das Danube Institute auch finanziert, so Wikipedia. [9]

Besagte Stiftung, so euro news soll sich zu einem „Instrument zur Kanalisierung von Spenden der ungarischen Regierungentwickelt haben.

Die BLA soll im Jahr 2022 6,2 Milliarden Forint (16,16 Millionen Euro) vom Kabinettsbüro des Premierministers und weitere 9,2 Milliarden Forint (23,98 Mio. €) im Januar 2023 erhalten haben. [10]

In diesem Zusammenhang ist dieser Artikel in deutscher Übersetzung höchst interessant

Dr. Thomas Greven schrieb über das Danube Institute folgendes: „Das ungarische Exportprodukt vertreiben neben dem CPAC-Veranstalter auch das Mathias Corvinus Collegium (MCC) und das Danube Institute.“ [11]

Und weiter: „Viktor Orbáns Ungarn bietet der radikalen Rechten weltweit nicht nur eine Blaupause für den Staatsumbau. Es treibt auch ihre Vernetzung voran.“ (a.a.O)

D.h. das Danube Institute leistet seinen Beitrag für die Vernetzung von extremen Rechten, die von einem Staatsumbau träumen und der gemeinschaftliche Kongress in Berlin wird seinen Beitrag dazu leisten, die teilnehmenden Politiker*innen zu bestärken noch mehr Rechte und noch soziale Errungenschaften abzuschaffen und das bedeutet auch noch mehr Queerfeindlichkeit, Armenhass, … . Noch mehr, noch mehr und noch mehr!

Und was werden Sie dagegen tun?

Was ist evangelikal?

In diesem Beitrag geht es um die Fragen „Was ist Evangelikal?“ und „gibt es das auch in Links?

Zunächst einmal gibt es innerhalb des Christentums drei Kirchen: die römisch-katholische, die evangelische und die orthodoxe Kirche, sowie zahlreiche Freikirchen wie z.B. Baptisten, Pfingstkirchen, Mennoniten, Adventisten … .

Eine der bekanntesten Evangelikalen Organisationen ist die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit einem riesengroßen Netzwerk von ca. 500 Organisationen, Vereinen und Kirchengemeinden.

Mittlerweile stellen Evangelikale eine der einflussreichsten Strömungen innerhalb des globalen Christentums dar. [1]

Da eine allgemeingültige Definition so kurzfristig nicht zur Verfügung stand, konzentrieren „wir“ uns auf die theologischen Grundüberzeugungen.

An erster Stelle steht die Bibel als höchste Autorität in Glaubens- und Lebensfragen. Das liest sich dann z.B. so: „Die Bibel ist der allein verbindliche Maßstab des Glaubens; alles andere ist nur an ihr zu messen.“ [2]

In der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) steht dazu: „Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.“ [3]

Außerdem wird die Bibel wortgetreu ausgelegt und verstanden. Die Nashville-Erklärung, die 2017 von einer Reihe von evangelikalen Leitern in Amerika veröffentlicht wurde, verdeutlicht die Konsequenzen dieser bibeltreuen Lesart. Nachzulesen hier

Einige ausgewählte Beispiele sollen dies verdeutlichen:

Artikel 1: „(…)Wir lehnen ab, dass Gott d Ehe geschaffen habe als eine homosexuelle, polygame oder polyamore Beziehung. Wir lehnen ebenso ab, dass die Ehe ein rein menschlicher Vertrag sei, statt eines Bundes, die vor Gott geschlossen wird.

Artikel 5: „(…)Wir lehnen ab, dass das Auftreten körperlicher Anomalien oder psychischer Gegebenheiten die von Gott beabsichtigte Verbindung zwischen biologischem Geschlecht und Selbstverständnis als Mann und Frau zunichtemachen sollen.“

Artikel 7: „(…)Wir lehnen ab, dass die Annahme eines homosexuellen oder transgender Selbstverständnis mit Gottes heiligen Absichten in Schöpfung und Erlösung übereinstimmen kann.“

Artikel 8: „(…)Wir lehnen ab, dass sexuelle Anziehung für das gleiche Geschlecht ein Teil der guten ursprünglichen Schöpfung Gottes sein soll oder dass das eine Person von der Hoffnung des Evangeliums trennen muss.[4]

Eine offizielle Stellungnahme der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) zur Nashville-Erklärung (mit dem Zusatz: Ein Bündnis für das biblische Verständnis von Sexualtität) gibt es bis heute nicht. Berthold Schwarz von der FTH Giessen, die zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Giessen gehört, begrüßte sie.

Ein weiteres Merkmal ist die Evangelisation, also die Weitergabe des Evangeliums und die Missionierung neuer Gläubiger als wichtiger Bestandteil. [5]

Als die EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) 2018 ihr Positionspapier „Für die Begegnung mit Muslimen“ veröffentlichte, sorgte dieses für Streit.

Dabei ging es um diesen Satz: „Der Dialog mit Muslimen ziele auf das gegenseitige Kennenlernen, nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion.“ [6]

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) verzichtet jedoch nicht auf Mission. [7]

Auch dies ist ein Unterschied zur evangelischen Kirche und evangelischen Kirchengemeinden.

Ein weiterer Unterschied zu evangelischen Kirchengemeinden ist die Tatsache, dass Menschen, die keine Lust mehr auf eine Mitarbeit in der Gemeinde haben, nicht unter Druck gesetzt werden.

Sie können einfach fernbleiben. Aussteiger*innen gibt es in der evangelischen Kirche keine, im Gegensatz zu evangelikalen Gruppen, die bisweilen sektenartige Züge annehmen.

Hier einige Beispiele:

https://taz.de/Ausstieg-bei-den-Evangelikalen/!5786685/

https://www.watson.ch/schweiz/religion/976729588-ein-aussteiger-erzaehlt-warum-es-so-schwierig-ist-aus-der-freikirche-auszutreten

https://www.zeit.de/campus/2017-08/freikirche-glaube-aussteiger-jugend-baptisten

https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/in-einer-freikirche-aufgewachsen-wenn-der-glaube-angst-macht-92199279.html

Bekehrungserlebnisse spielen ebenfalls bei Evangelikalen eine große Rolle und ebenso Worship. Auch damit unterscheiden sich evangelikale freikirchliche Gemeinden von der evangelischen Kirchengemeinde.

Ein weiterer Unterschied zur evangelischen Kirchengemeinde ist die Vehemenz die Evangelikale in ihrem Verhalten an den Tag legen. Druck und Manipulation gehören dazu.

So berichtet die Aussteigerin Daniela aus der Freikirche ICF von „geistlichem Mißbrauch, toxischen Strukturen, Manipulation, aber auch über psychologische Dynamiken, die Menschen in solche Systeme hineinzieht (…).“ [8]

Hier ist das Beispiel eines Aussteigers aus einer Pfingstgemeinde,der vollgepumpt mit dem Grausen vor der ewigen Verdammnis“ wurde und wie die näheren Umstände waren

Das waren jetzt einige Unterschiede zur evangelischen Kirche, die ihre Gemeindemitglieder nicht mit Angst, Druck, Manipulation, Worship, Bekehrungserlebnissen, massiven Missionierungsabsichten konfrontiert.

Wie finde ich den Beweis, dass eine Organisation, Kirche oder Gemeinde evangelikal ist?

Auf der Webseite der Evangelikalen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) werden die „Werke“ (also Organisationen und Kirchengemeinden) aufgeführt, die a) direkt zur EAD gehören, die b) intensiv verbunden sind und c) verbunden sind.

Hier kann mensch nachschauen und sich informieren. Eine weitere Informationsmöglichkeit sind die Evangelischen Allianzen in den jeweiligen Städten. Beispiel: Die Evangelische Allianz Marburg führt alle regionalen Kirchen und Gruppierungen auf, die zur Evangelischen Allianz Marburg gehören.

Aufzuführen sind in diesem Fall z.B. die Royal Rangers Marburg, die Anskar Kirche, die Christchurch Marburg ( Methodisten), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Marburg … . http://www.evangelische-allianz-marburg.de/gemeinden/ und http://www.evangelische-allianz-marburg.de/werke/

Die TelefonSeelsorge Marburg gehört dazu und ist damit evangelikal. Ebenfalls angeschlossen ist das Blaue Kreuz Marburg – Suchtkrankenhilfe.

Wer sich also der EAD anschließt ob intensiv verbunden oder „nur“ verbunden, ist damit Evangelikal und mehr noch. Diese Organisationen gehören zur KiNC-Landschaft (KiNC = Kingdom-minded Network Christianity), also „eine transformierte Welt durch die sukzessive Ausbreitung des Reiches Gottes“.
[9 = Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums – Neuere Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke, Transcript Verlag, S. 50]

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das nachfolgend abgebildete Buch von Maria Hinsenkamp, die diese Entwicklungen mehr als ausführlich dargestellt hat.

Nun zur Frage, ob es Evangelikale auch in Links gibt? Es gibt tatsächlich Aussagen über „linke evangelikale Gruppen“, die sich für soziale Themen einsetzen. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und die Bewältigung von Flucht und Armut mit Bezug auf die Bibel.

Allerdings können wir diese Aussage nicht bestätigen. Die EAD als größte evangelikale Gruppierung oder Organisation kümmert sich um diese Themen überhaupt nicht.

Da Links-sein stets auch emanzipatorisch ist und sein muss, erfüllt die EAD und alle Gruppierungen, Organisationen, Gebetshäuser und Vereine, die sich der EAD angeschlossen haben, diese Voraussetzung nicht.

Es mag wohl eine „Religiöse Linke“ geben, aber Evangelikalismus und Links-sein schließen einander aus. Denn die EAD und alle Organisationen …, die sich der EAD angeschlossen haben, und das Netzwerk ist riesengroß, sind durchaus auch autoritär, da sie die Bibel wortwörtlich auslegen und zur obersten Autorität erklärt haben. Sie gehören außerdem zur KiNC-Landschaft gehören.

Wer in dieser Landschaft zu finden ist, will einen christlichen Gottesstaat errichten, dem nur Männer und Frauen angehören und in der alle cisgeschlechtlich und heterosexuell zu sein haben.

Alle, die nicht diesem Bild entsprechen, werden dann seelsorgerisch behandelt oder/und unter Druck gesetzt und manipuliert oder kriminalisiert. Denn nur so kann ein christlicher Gottesstaat funktionieren. Ein christlicher Gottesstaat, dem sich alle unterzuordnen haben, egal ob Agnostiker*in oder Atheist*in oder einer anderen Religion zugehörig. Egal ob mensch will oder nicht.

Da dies weder eine wissenschaftliche noch theologische Abhandlung ist, beenden wir unsere Überlegungen mit dem Hashtag #EvangelikaleSindGefährlich.

Christliche Fußball-Influencer*innen

Am 21.05.2025 veröffentlichte die Tagesschau einen Artikel über „Religiöse Fußball-Influencer für Evangelikale

Es war ein gut recherchierter Artikel, der auch Vernetzungen berücksichtigte und u.a. über „Fußball mit Vision“ oder „Ballers in God“ berichtete. Auch auf die Awakening Church und Ben Fitzgerald gingen die Autor*innen ein. Sogar die Bethel Church wurde erwähnt.

Die Experten Fritz und Freudenberg warnen vor dem Einfluss solcher religiöser Fußball-Influencer“, war zu lesen. Endlich!

Die Forderung „Lehrer müssten sich dringend über religiöse Influencer kundig machen und mit ihren Schülern darüber ins Gespräch kommen“ ist nur zu unterstützen.

Doch es kam anders. Der MdB Johannes Volkmann der CDU und Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill legte Programmbeschwerde ein. Der Artikel sei eine „Missachtung religiöser Überzeugungen“.

O-Ton: „Volkmann schloss daraus: „Die einseitige Negativzuschreibung christlicher Glaubenspraxis wirkt somit nicht nur verletzend, sondern auch diskriminierend.“[1]

Die FAZ berichtete in diesem Zusammenhang von „Christen-Bashing“. [2] Die rechtskatholische Die Tagespost verwendete den Begriff „Christendiskriminierung“. [3]

Doch Fakten sind weder Bashing noch Diskriminierung, sondern Fakten!!!

Volkmann, der Enkel von Helmut Kohl, ist „bekennender Christ“. Über einen Mitschüler, den Sohn des Pastors der örtlichen „Calvary Chappel“, einer evangelikalen Freikirche, kam er nach dem Konfirmandenunterricht erneut in Kontakt mit dem christlichen Glauben und der Bibel. [4]

Johannes Volkmann findet „Merz hat Recht“ und unterstützt dessen „Migrationspolitik“, also die von Abschiebungen en masse. Hier unten im Bild ist er lächelnd an der Seite von Friedrich Merz zu sehen.

So kam es, dass der NDR ein Instagram-Reel offline genommen [hat] und einen Online-Artikel überarbeitet [hat]“, [5] also den zugehörigen Textbeitrag.

Für Evangelikale war dies ein Erfolg. Aber nicht nur für Evangelikale. Denn am Shitstorm beteiligten sich auch: Boris Reitschuster, [6] die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, [7] Die Tagespost, [8] Journalistenwatch, [9] um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Volkmann wurde bei katholisch.de mit den Worten zitiert: „Dennoch sei es ein gutes Zeichen, dass die ARD auf konstruktive Kritik reagiere, so Volkmann weiter. (KNA)“. [10]

Wir haben diesen Vorgang zum Anlass genommen noch genauer hinzuschauen und haben bei Fußball mit Mission, sorry, „Fußball mit Vision“ begonnen. Und landeten tatsächlich mitten in der von Dr. Maria Hinsenkamp bezeichneten „KiNC-Landschaft“.

KiNC ist die Abkürzung für Kingdom Minded Network Christianity und umfasst Kirchen, Organisationen, Gemeinden und Einzelpersonen …, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat.

Und das geht so: Der christliche Verein „Fußball mit Mission“ wollte oder möchte „Christen ermutigen, die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland evangelistisch zu nutzen“.

So teilte der 1. Vorsitzende von Fußball mit Vision dem Sprachrohr der Evangelikalen EAD mit, der Verein habe ein großes Videoprojekt gestartet, damit die Videos möglichst in vielen Gemeinden und Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, „um bei ‚Public Viewings‘ oder gemütlichen ‚Fußballabenden‘ in privater Runde eingespielt und möglicherweise mit einem biblischen Impuls verbunden zu werden“, so Bühler.“ [11]

Bei den Videos handelte es sich um „christliche Zeugnisse“ von Felix Uduokhai (FC Augsburg), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Maxence Lacroix (VfL Wolfsburg), Enrico Valentini (1. FC Nürnberg), Davie Selke (1. FC Köln), Eduard Löwen (St. Louis City/USA) und Giovanna Hoffmann (SC Freiburg).“

Diese Aktion wurde unterstützt von: ERF, CVJM Deutschland, idea, SRS, der deutsche EC-Verband, Evangelische Freikirche Köln und der Mediathek offen.bar. Nachzulesen hier

Und so landeten „wir“ direkt in der KiNC-Landschaft, in der die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) einen festen Platz hat. ERF und idea sind Organisationen der EAD.

Der CVJM Deutschland hat sich der EAD angeschlossen, ebenso SRS, [12] eine christliche Non-Profit-Sportorganisation [13] mit zahlreichen bekannten und unbekannten Partner*innen.

Burgwächter und Energiestifter gehören dazu.

Die Mediathek offen.bar kann dort auch eingeordnet werden, weil sie auf der Webseite Werbung für eine Konferenz im Forum Wiedenest e.V. macht, die gleichzeitig zur KiNC-Landschaft gehören. [14]

Da es in Köln mehrere Evangelische Freikirchen gibt, können wir uns zur Einordnung dieser Kirche nur spekulativ äußern. Doch wenn die Kölner evangelische Freikirche zur FeG Deutschland gehört, also dem Bund Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.Ö.R., [15] dann gehört dieser wiederum zum Netzwerk der EAD und gehört damit auch zur KiNC-Landschaft.

Wenn „wir“ uns mit den „christlichen Zeugnissen“ z.B. von Felix Nmecha (Borussia Dortmund) befassen, dann hat dieser in der Vergangenheit für Aufsehen auf seinem Social-Media-Kanal gesorgt.

Zitat: „Im Februar 2023 teilte er ein Video des US-amerikanischen Rechtspopulisten Matt Walsh, der immer wieder seine Transfeindlichkeit und Ablehnung der LGBTQ-Rechte zur Schau stellt und sich auf Twitter selbst als „theokratischer Faschist“ bezeichnet. Und mit Beginn des Pride-Monats Juni teilte er ein Video eines Accounts mit dem Namen „Reformedbychrist“. In dem Beitrag wurde der Begriff „Pride“ dem Teufel zugeordnet.“ [16]

Queer.de dazuDer deutsche Nationalspieler bereut zwar, dass er einen transphoben Beitrag auf Instagram geteilt hat – wirklich davon distanzieren will sich der missionarische Christ aber nicht.

Das sollte auch keine*n überraschen, denn Evangelikale, darunter die EAD, lehnen praktizierte Homosexualität ab. O-Ton: „Gelebte und praktizierte Homosexualität entspricht nach Auffassung der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) nicht der schöpfungsgemäßen Bestimmung des Menschen.[17]

Denn „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau“ mit dem göttlichen Auftrag „Seid fruchtbar und mehret euch.[18]

D.h. Evangelikale erkennen nur zwei Geschlechter an und die haben gefälligst heterosexuell sein.

Es war für mich nie fraglich, dass die Bibel Autorität hat und dass es wirklich die Wahrheit ist.“ [19] Das ist ein Zitat von Giovanna Hoffmann, die Teammitglied von Fußball mit Vision ist.

Ein Verein, der Fußballer*innen „nach biblischen Prinzipien“ supporten will, Trainingseinheiten anbietet und in Schulen geht, [20] um hier zu missionieren.

Denn die EM24 wurde unterstützt z.B. von bibel.TV, ERF Sinnsender (ein sog. Werk der EAD), offen.bar, CVJM, idea, SRS, Evangelische Freikirche Köln Ostheim, … .

Auch hier treffen „wir“ wieder auf die sog. KiNC-Landschaft, also auf vernetzte Kirchen, Gemeinden, Personen, die das Königreich Gottes auf Erden errichten wollen, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Das nachfolgende Bild wurde der Webseite entnommen und zeigt in welchen Schulen Fußball mit Vision oder Mission schon gewesen ist und das in nur wenigen Jahren. Denn der gemeinnützig anerkannte Verein existiert erst seit 2022.

Und bei jedem Schulbesuch wurden autoritäre und konservative Ansichten verbreitet. Jeder Schulbesuch diente der Missionierung von Kindern und Jugendlichen, die ein Recht auf Religionsfreiheit haben und damit auch das Recht haben MÜSSEN sich von frei Religion und KiNC altersgemäß entwickeln zu dürfen.

Ob ein solches Vorgehen möglicherweise das sog. „Kindeswohl“ gefährdet, darüber sollten sich Jugend- und/oder Schulämter einmal Gedanken machen.

Ein Beitrag, der bei den Angel Studios beginnt

Angel Studios Inc. ist ein unabhängiges US-amerikanisches Medienunternehmen und Filmvertriebsstudio mit Sitz in Provo, Utah.“ [1]

Angel Studios ging aus einer Insolvenz von VidAngel hervor [ 4 ] und nutzte Crowdfunding über Angel Funding [ 5 ] zur Finanzierung seiner Originalproduktionen.“ Gegründet wurde VidAngel 2014 von den Mormonenbrüdern Neal Harmon, Jeffrey Harmon, Daniel Harmon, Jordan Harmon und Benton Crane.

VidAngel bot einen Filterdienst an, d es Zuschauern ermöglichte, Szenen aus gestreamten Filmen und Fernsehsendungen, die sie nicht sehen wollten, zu überspringen oder stummzuschalten, indem sie benutzerdefinierte Filter für grafische Gewalt, Nacktheit und Obszönitäten einrichten konnten.“ (a.a.O.)

Soviel zum Hintergrund des Medienunternehmens, zu dem mittlerweile auch Angel Guild gehört, einer Community mit über 1.132.717 Mitglieder oder Mitstreiter*innen. O-Ton in deutscher Übersetzung: „Angel Guild-Mitglieder verändern das Leben und revolutionieren die Unterhaltung.“

Zum Medienunternehmen gehört ein Shop, der mit den Worten wirbt: „Feiern Sie den Geist Jesu mit unserem meistverkauften Schmuck und anderen Geschenken.“ (a.a.O.)

TV Spielfilm Nr. 8, S. 5 (2025) berichtete über die „Bibelstunden für Millionen: Vor allem in den USA wächst derzeit offenbar die Sehnsucht nach Filmen und Serien mit christlichem Hintergrund“ und verwies auf die Serien „Maria“ und „Das Haus David“.

Der antisemitische Schauspieler Mel Gibson, einer von Donald Trumps „Hollywood-Botschafter“ arbeitet an der Fortsetzung seines Films „Die Passion Christi“.

Es sind Filme, die auch in Deutschland gesendet werden. Sie ergänzen die christlichen Sender Bibel TV, HOPE Channel, EWTN, evtv, kirche.tv (Deutschland) und GOD TV und TBN (UK).

Bei Bibel TV, von Norman Rentrop gegründet, erklärt Johannes Hartl (fest in der KiNC-Landschaft verankert) in einer Mini Serie „Wie geht Beten?

Johannes Hartl war u.a. Referent an der ARC-Konferenz in London.

Die rechtskatholische Die Tagespost veröffentlichte am 19.02.2025 ein Interview mit Hartl. Hier ein Zitat: „Mich hat beeindruckt, wie Kontroverse auf der Bühne zugelassen wurde.
Zum Beispiel hat am Dienstagmorgen einer der Sprecher Donald Trump und seine Regierung sehr offen und sehr scharf kritisiert.
Mir hat es sehr gut gefallen, weil wir auch in Deutschland die Kultur des politischen Streitens wieder lernen dürfen. Mich haben außerdem einzelne Themen sehr angesprochen, die bei uns in Deutschland noch unterbelichtet sind. Das ist zum Beispiel die Gefahr der Überdigitalisierung der Schulen und die Überdigitalisierung der Kindheit, aber auch die Gefahr des gesellschaftlichen Kollapses durch eine zu niedrige Geburtsrate
.“ [2]

Via Instagram behauptet Hartl Donald Trump habe auf den Nahen Osten eine stabilisierende Wirkung. Sein Gesprächspartner lobte danach die Stärke von Donald Trump. [3]

Über Medien gelangen rechte, faschistische, christlich-fundamentale Narrative in die Bevölkerung und auch über Filme und Serien, die eine besondere Rolle einnehmen auf die ich später näher eingehen werde.

Der Film „SABINA – Tortured For Christ – The Nazi Years“ steht für „Gildenmitglieder“ kostenlos zur Verfügung, ebenso „Tortured for Christ“ und „Vindication“.

Der Streaming-Dienst New Faith Network Media B.V. mit Sitz in Hilversum (Niederlande) bietet ebenfalls eine stattliche Anzahl von christlichen Filmen und Serien für Abonnent*innen an. Darunter auch Sabina und ebenso „Tortured for Christ“ und „Vindication“.

Vermutlich wird es noch mehr Übereinstimmungen geben.

Die christliche Botschaft erreicht in einem unglaublichen Zusammenspiel verschiedener Medien die interessierte Bevölkerung. Das geht zum Beispiel auch so: Bibel TV startete 2020 die Netflix-Serie „Anne with an E“, basierend auf Anne of Green Gables.

Allerdings hatte Bibel TV den einzelnen Episoden „missionarische Impulse“ hinzugefügt bzw. mit diesen verknüpft.

Und wieder mit dabei war Johannes Hartl vom Gebetshaus Augsburg. Die aufgeführte Evangelistin Elena Schulte ist „Tochter Gottes, Ehefrau, Mama, Speakerin, Autorin, Bloggerin und Herzenskreative“, laut eigenen Angaben. [4]

Sie ist aber auch „Frischepartnerin von Ringana“ und verkauft in ihrem Shop die kosmetischen Produkte von Ringana. Zusätzlich verbreitet sie auf ihrer Webseite auch Predigten der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Wölmersen.

Als Autorin kann sie zahlreiche Publikationen vorweisen. Zusammen mit ihrer Kollegin Meline Pacek hält sie auch Vorträge.

Meline Pacek bezeichnet sich selbst als „Singer-Songwriterin“, die gerne ihre Gedanken, Gefühle und Gebete in Liedern verpackt. Studiert hat sie in Kanada „Worship Arts“ und deshalb gehört zu ihren Leidenschaften andere „SängerInnen zu ermutigen und zu coachen“. [5]

Via Youtube ist die Sängerin mit einem Song von der Urban Life Church zu hören. Für die Videoproduktion war Liberty Visuals (Neuwied) zuständig. Denn allen ist bewusst, wie wichtig es ist die „frohe Botschaft“ professionell in Szene zu setzen.

Denn „christliche Musik beeinflusst die spirituelle Erfahrung“, so ein Artikel in diemusikmeinerkirche.de [6] während eine US-Studie ergeben hat, dass „christliche Filme als evangelistisches Mittel geschätztwerden. [7]

Im Januar 2025 berichtete idea über das „Kino als Evangelisationsfeld“. Doch das sind keine neuen Entwicklungen, zumindest nicht in den USA, denn Hollywood hatte bereits 2014 das Potential für christliche Filme entdeckt und suchte den „Rat von Pastoren“. [8]

Deutschlandfunk Kultur berichtete 2006 über „Die neuen Gläubigen von Hollywood“: [9]

Doch auch das war keine neue Entwicklung. Bereits 1999 gründete Barbara Nicolai die erste Filmschule Hollywoods, die sich der Evangelisierung der Massenmedien verschrieben hatte. Mit ihrer Schule wollte sie den ihrer Ansicht nach in der Mehrzahl marxistischen Filmakademien etwas entgegensetzen.

Und sie fand prominente Mitstreiter, nämlich Dean Batali (Buffy, Die wilden Siebziger), Ralph Winter (X-Men), Janet Batchler (Batman – die Rückkehr), Benedict Fitzgerald (Drehbuch zu die Passion Christi), Ron Austin und z.B. auch Scott Derrickson.

Zitat: „Neuerdings öffnen sich für uns Türen, die vor einem Jahr noch verschlossen geblieben wären.“ (aus einem Artikel von 2006).

Die Türen für rechten christlichen Fundamentalismus stehen mittlerweile nicht nur in Hollywood sperrangelweit offen. Am Sonntag (27.04.2025) fand in Stuttgart ein öffentlicher Gottesdienst samt Konzert mit O’Bros, der Outbreakband und mit Johannes Hartl als Prediger statt. Etwa 5.000 Personen sollen teilgenommen haben.

5.000 Personen war nicht bewusst, dass sie an einem Event teilnahmen, dessen Protagonisten das Königreich Gottes auf Erden errichten wollen, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Denn all diese Events (Filme, Musik …) haben eines gemeinsam sie machen u.a. mindestens empfänglich für den christlichen Glauben oder werben für diesen.

Zu den aktuellen Entwicklungen:

Propagandafilme für Jesus Christus

Und wer interessiert sich dann noch für die Fehler in dem von den Angel Studios produzierten Film Bonhoeffer oder für den Protest von mehr als 80 Nachfahren von Dietrich Bonhoeffer.

Biopic „Bonhoeffer“: Wenig subtil, dafür von reaktionären Christen abgesegnet

Kritik an „Bonhoeffer“: „Film geht an machen Stellen zu weit“

Wie ein Pazifist missbraucht wird

KiNC und die Weselys

Unsere Überlegungen und Anmerkungen zum Thema KiNC (Kingdom minded Network Christianity) sollen hier fortgesetzt werden. Mit KiNC sind christliche Gemeinden, Orgas und Einzelpersonen (Influencer*innen) gemeint, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden herzustellen, sprich: die einen christlichen Gottesstaat auch in Deutschland errichten wollen.

KiNC kann lautstark und aggressiv hetzend gegen queere oder trans Menschen daherkommen, aber auch sanft, gütig erscheinen und durch ehrenamtliches Engagement getarnt sein.

Als das Ehepaar Stephan und Michaela Wesely 2018 mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz geehrte wurde, wie das nachfolgende Foto und der dazugehörige Artikel in Die Rheinpfalz belegt, gab es den Sammelbegriff KiNC noch nicht. Verwendung fand viel mehr der Begriff „christliche Fundis“ oder „christlicher Fundamentalismus“.

Große Begeisterung war in der Laudatio des Präsidenten der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd zu hören. Hans-Jürgen Seimetz hatte im Namen der Ministerpräsidenten Malu Dreyer in Neustadt die Ehrung vorgenommen.

Geehrte wurde das Ehepaar für eine vorbildliche Jugendarbeit. Nachzulesen hier

Der Artikel endet mit dem Satz: „Stephan und Michaela Wesely, so Hofmann, hätten sich um die Ortsgemeinde „hervorragende Verdienste in vielfältiger Art“ erworben.“

Das Ehepaar hatte 1989 die christliche Gemeinschaft Chara gegründet. Sie heißt mittlerweile Chara Church und zu den bekundeten Werten gehören: Anbetung, Leidenschaft, biblisch begründete Lehre, Bereitschaft zur Veränderung und z.B. auch die große Familie Gottes zu schätzen. [1]

Zitat: „Daraus ergibt sich für die Gemeinschaft: Im persönlichen und gemeinschaftlichen Leben drücken wir besonders in Gebet und Lobpreis unsere Liebe zu Gott aus. Mit unseren Gaben dienen wir einander und den Menschen in Kirche und Gesellschaft, um so durch Evangelisierung am Aufbau des Reiches Gottes und der Einheit der Christen mitzuwirken.“

Das ist KiNC bzw. ein Bekenntnis dazu. Das Ehepaar Wesely ist seit 2019 kein Teil der Chara Gemeinschaft mehr. Denn wie berichtet wird, waren die Vorstellungen der Familie Wesely der Gemeinschaft zu extrem. Das Ehepaar lebt mittlerweile in den USA.

Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht weiterhin in Deutschland wirken. Im Oktober 2022 hielt Stephan Wesely für den Berlin Capital Club einen Vortrag „über die Notwendigkeit eines reifen Mindsets von Führungskräften und Mitarbeitern, um den Anforderungen in agilen Transformationsprozessen gerecht zu werden.“

Es wird berichtet Dr. Stephan Wesely berate seit mehr als 25 Jahren Geschäftsführer, Manager, Bischöfe und Führungskräfte vielfältiger Branchen. [2]

Sein Vortrag begann mit einer vermeintlich „schockierenden Beobachtung“: „Acht von zehn Gesprächen mit Führungsverantwortlichen drehen sich mittlerweile um Angst vor Kontrollverlust und zunehmende Einsamkeit. (…) Partnerschaften zerbrechen unter der Last unkontrollierbarer Herausforderungen dieser Tage. Aus dem „Home Office“ wird zunehmend die „Home Front“.“

Um das zu verhindern hat das Ehepaar Michaela und Stephan Wesely die LifeLongApp entwickelt. Sie soll die Trennungs- und Scheidungsraten um 10% in den nächsten 10 Jahren reduzieren. [3]

Idea schrieb dazu in 2022:

[4]

2019 wurde die Kirche U30 gegründet. Denn „die Kirche der Zukunft liegt in den Händen der Jungen“. Gemeint waren Isabelle Scheuermann, Tabitha, Simon und Joshua Wesely. Als verantwortliche Ansprechperson wurde Michaela Wesely im namensgleichen Blog genannt. [5]

Sie wird später von sich behaupten, sie sei CEO der Kirche U30 gewesen. Ihr Mann Stephan schrieb für den Blog, genauso Sohn Joshua, der mittlerweile einen eigenen Youtube-Kanal betreibt.

Hier beschäftigt sich Joshua mit Fragen wie z.B. „Junk Food – Was die Bibel zu McDonalds und Co sagt“, „Dürfen Christen weltliche Musik hören?“, „Ist Taylor Swift von Dämonen besessen?“, „Ist es okay NICHT CHRISTLICHE Beziehungen zu haben?“, „Wie bete ich richtig?“, „Ist Scheidung Sünde?“, „Darf man als Christ Harry Potter schauen?“, „darfst du als Christ GNTM oder der Bachelor schauen“ verdeutlichen diese Vehemenz.

In Joshuas Video „Anschlag auf Donald Trump wird zum ZEUGNIS“ wird deutlich, dass Joshua Wesely die Bibel wortwörtlich übernommen hat. In seiner Welt existiert ein Teufel und dieser hat Eva einen Apfel gegeben.

Sex und Ehen sind laut Joshua nur für Mann und Frau gemacht, so J. Wesely. Danach äußert er sich mehr als ausführlich zum Attentat auf Donald Trump, der vermutlich von Gott gerettet wurde.

Neben seinen queerfeindlichen Ansichten, ist Joshua Wesely überzeugt von Prophetie und dass Gott mit „uns“ spricht und zwar in Träumen, in Visionen, in teilweise physischer Form und vollbringe immer noch Wunder und heile.

Hier einige Infos über die Healing-Room Bewegung

Ein Beispiel aus dem Blog, der auf dem Gedankengut der Familie Wesely gewachsen ist. [6]Ist Sexting Sünde? Was sagt die Bibel, ist es nur eine Nachricht?

Der Begriff „Sexting“, also das Versenden von digitalisierten Bildern und Texten mit erotischen Inhalten, wurde erstmals 2012 in einem Wörterbuch aufgeführt. Die Frage lautet daher, was sagt die Bibel zu einer technischen Möglichkeit, die es vor tausenden Jahren noch gar nicht gegeben hat.

Der Autor, Joshua Wesely, findet die Antwort in Matthäus 5.28 und in Galater 5.19.

[7]

Es ist erstaunlich wie ein Mann wie Joshua Wesely den Finger auf andere richtet. Denn auch er hat eine „unschickliche“ Vergangenheit. Als volljähriger Jugendpastor datete er die 14jährige Isabelle, seine jetzige Ehefrau.

Er ist aber nicht nur Ehemann, Vater, Jugendpastor, sondern Buchautor, wird bei fewo-direkt.de als Unterkunftsmanager einer charmanten offenen Wohnung im Landhaus Stil mit Sauna angegeben, [8] sondern ist auch „Filmproduzent“, hat eine Wohnung ausgebaut und ist Influencer via Youtube.

In einem Youtube-Vortrag mit dem Titel „Würde Jesus ein Kind schlagen? Christliche Kinder Erziehung und wie wir sie „züchtigen“ sollen“, soll er er zu leichten Schlägen auf Po und Finger in der Kindererziehung aufgefordert haben. [9]

Was viel schlimmer ist als die „Evolutionstheorie zerschlagen“ zu wollen. [10]

Zum Glück erntete er in der Vergangenheit auch Kritik. So veröffentlichte Kyzer das Video „Diese ultra-christliche YouTube Familie muss gestoppt werden[11] oder 2 Bored Guys die ihrem Beitrag den Titel gaben: „Die größten Fanatiker auf Youtube sind zurück[12]

Licht veröffentlichte den Beitrag „Kirche U30: Ein Pakt mit dem Teufel[13] und Wolfgang Dibasi „Evolution widerlegt?! Biologe zerstört Religiösen Fanatiker![14] und 2 Bored GuysDieser deutsche Anti-Masken-Film ist viel zu peinlich“. [15]

Und in der Tat wirkt Joshua Wesely hochnot peinlich, denn er hat zu allem, aber auch wirklich allem, eine Meinung, die er kund tut. Gemeinsam mit seinem Bruder Simon hat er ein Buch herausgegeben, das von einer KI geschrieben wurde.

[16]

Zitat: „Dieses Buch wurde zu 100% von der künstlichen Intelligenz geschrieben. Der Titel, das Inhaltsverzeichnis, die Bilder und der Text wurden von der KI erstellt. Nur die Fragen des Bonuskapitels wurden von uns geschrieben. Die Antworten der Bonus Kapitel Fragen sind jedoch ALLE zu 100% von der KI.“

Es stellt sich die Frage, muss ich das alles wissen. Nein, allerdings kann es nichts schaden zu sehen wie KiNC sich einen Weg bahnt über die Jugendarbeit, über eine Worship-Band, die Joshua Wesely gegründet hat, über eine Kirche, über einen Youtube Kanal …. .

Da Joshua Wesely teilweise auch in den USA lebt, scheint es sinnvoll den frommen Heuchler im Auge zu behalten, denn er transportiert die Botschaften, die einen Faschisten wie Donald Trump ermöglicht haben.

KiNC hat viele Gesichter

Es kann auch ein Radiosender sein, der seinen Beitrag dazu leisten will, wie das „Wort Gottes Radio“ von dem der Evangelikale Lothar Gassmann geradezu schwärmt, weil DWG-Radio eine gute Alternative zu BibelTv und ERF sei.

Rund um die Uhr werden „Botschaften von bibeltreuen Verkündigern“ gesendet. [1] Außerdem findet am 19.06.2025 die DWG-Konferenz unter dem Motto „Jesus gibt Leben!“ in Weinsberg statt.

Redner live hören und kennenlernen, durch fundierte biblische Lehre im Glauben gestärkt werden, gemeinsamer Austausch unter Christen aus dem deutschsprachigen Raum“, heißt es in der Ankündigung. [2]

Die Themen und Referenten sind interessant. Der „Pionier der evangelikalen Entwicklungshilfe“ und maßgebliche Gründer der Hilfswerke „Hilfe für Brüder“ und „Christliche Fachkräfte International“ (CFI) Winrich Scheffbuch wird über die „Geschichte und Blütenphasen der Erweckungsbewegungen“ einen Vortrag halten.

Er ist gut vernetzt und gilt als Initiator der Jugendmissionskonferenz (JuMiKO). Deutschlands größter Fachmesse für Berufe in Mission und Entwicklungshilfe. Sie findet in Echterdingen bei Stuttgart statt mit über 5.000 Teilnehmenden. [3]

Der nächste Referent ist Wolfgang Bühne, der der Brüderbewegung entstammt. Er wird einen Vortrag über „Der Prozess der geistlichen Degeneration. Welches Versagen und welche Fehler waren in der Vergangenheit und sind in der Gegenwart die Ursache dafür“.

Wolfgang Bühne ist Gründer der christlichen Buchhandlung aus der 1983 die „Christliche Literatur Verbreitung“ entstand, die regelmäßig auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig anzutreffen ist.

Er engagierte sich in Missionsländern wie China und Honduras er sich bei der Schulung von Mitarbeitenden und dem Aufbau evangelistischer Literaturarbeit. Auch er ist gut vernetzt, gehört dem „Arbeitskreis bibeltreuer Publizisten“ an und zählt laut Wikipedia zu den Unterstützern der „BibelBekenntnis-Konferenz Wittenberg 2017“. [4]

Der nächste Referent ist Michael Happle. Er wird einen Vortrag über die „Stabübergabe an die nächsten Generationen“ halten. Seine Vernetzungen lesen sich geradezu wie aus einem Lehrbuch der KiNC-Landschaft.

Er war fast 30 Jahre Pastor bei EfA (Evangelium für Alle) Stuttgart, ist Trainer bei Tfm, einem Angebot der EfA.

Der nächste im Bunde ist der Referent Andreas Fett, der über „Impulse für Neuanfang durch persönliche Evangelisationen und Hauskreise“ referieren wird. Gemeinsam mit seiner Frau Gabi leitet er das christliche Freizeithaus Schoppen seit über 20 Jahren.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Eintrag im Blog oder „Kindesmisshandlungen im Namen des Herrn“ im christlichen Freizeithaus Schoppen

Das christliche Freizeithaus Schoppen ist Initiator*in des Bibeltages „Kraftstoff“. „Unser Anliegen ist es, junge Menschen für Jesus Christus und die Bibel zu begeistern, was seit mittlerweile 50 Jahren über viele verschiedene Ferienlager und Freizeitangebote geschieht.“ [5]

Der Theologe, der seit 1996 vollzeitig als Evangelist tätig ist, Beat Abry gehört zu den Referenten. Seit 2014 ist er im Missionswerk Bruderhand aktiv. In diesem wird es zahlreiche Veranstaltungen bzw. Gottesdienste oder Evangelisationen und Bibelseminare mit Beat Abry im In- und Ausland geben.

Sein Veranstaltungskalender liest sich wie eine Tournee. [6]

Zum Missionswerk Bruderhand gehört das Seminarzentrum Oase mit zahlreichen Veranstaltungen für Teenager, Männer, Muslimen, Frauen, Kinder … . [7]

Der Pastor einer Freien Ev. Gemeinde in der Schweiz vertritt die Ansicht dass man in einer selbstbezogenen Gesellschaft evangelisieren muss. „Noch immer müsse klar und kompromisslos verkündigt werden, dass es nur einen Weg zum Himmel gibt.[8]

Die Tätigkeit als Referent oder Pastor lässt er sich natürlich vergüten mit dementsprechenden Tarifen. Außerhalb der FEG (Freie Evangelische Gemeinde) Schweiz verlangt er Reisespesen von Fr. 0,70 und CHF 375,00 pro Tag oder nach Absprache. [9]

Abry wird vom Blog echtesleben als einer von wenigen bezeichnet, die kein „satanisches Evangelium“ verbreiten. Das liest sich dann so:

[10]

Und das war ein weiteres Beispiel für christlichen Fundamentalismus und für Kingdom minded Network Christianity (KiNC).