Christliche Events 2026 – Teil 3

Teil 1

Teil 2

Teil 3 über christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt mit der ICF-Konferenz 2026.

Die ICF (International Christian Fellowship) Church hat mittlerweile eine Vielzahl von Standorten in Deutschland (34 Standorte), sowie Albanien, Brasilien, Isreal, Italien, Kambodscha, Kroatien, Niederlande, Österreich, Schweiz, Polen, Tschechien, Ukraine. [24]

Ziel von ICF als Kirche ist es „unsere Leidenschaft, dass Menschen Jesus Christus ähnlicher werden, furchtlos leben und ihr Umfeld positiv verändern.“ [25]

CF gliedert sich in ICF College, ICF Worship, ICF Network und ICF Radio. Unter Leadership werden Leo & Susanne Bigger aufgeführt, Tobias & Frauke Teichen, die Ehepaare Burkhalter, Schulter, Beck, Sieber und Joel Spirgi.

„Wir“ erinnern „uns“ 2024 sprach Tobias Teichen auf dem Leitungskongress Willow-Creek über Jüngerschaft.

Tobias Teichen (ICF München) ist Pastor, Prediger und Buchautor laut seiner Webseite. [26] Er hat auch einen eigenen Podcast, der den Titel „Leadership Podcast“ trägt.

ICF beschreibt sich als „eine überkonfessionelle Freikirche auf biblischer Grundlage, die aus dem Traum entstanden ist, Kirche für die Menschen wieder dynamisch, lebensnah und zeitgemäss zu gestalten.Wir feiern gemeinsam den Glauben an Gott, integrieren ihn im Alltag und leben freundschaftliche Beziehungen“, [27] mit einem erweiterten Netzwerk von eigenständigen Partnerkirchen. [28]

Die Partnerkirchen allerdings werden nicht benannt.
Dem bundesweiten Netzwerk der EAD ist ICF nicht angeschlossen. Regional existieren allerdings Vernetzungen mit der evangelikalen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD).

So gehören nachweislich mind. 8 ICF Kirchengemeinden zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz. Zu nennen sind die Städte Wetzlar, Augsburg, Darmstadt, Karlsruhe, München, Lörrach, Heilbronn und Reutlingen. [29] [30] [31] [32] [33] [34] [35] [36]

Es gibt auch ICF Churches, die sich auf die Glaubensgrundlage der EAD/DEA beziehen, wie z.B. ICF Berlin. [37]

Damit ist der Beweis erbracht, dass es sich bei der ICF Kirche um eine evangelikale Kirche handelt, die der KiNC-Landschaft durch die Vernetzung mit der EAD nahesteht.

Zu den Rednerinnen und Teilnehmerinnen der Konferenz 2026 gehört auch Bethel Music, „eine christliche Lobpreisbewegung und ein Künstlerkollektiv aus Redding, Kalifornien, das aus der dortigen Bethel Church hervorgegangen ist und weltweit bekannte Anbetungslieder schreibt und produziert, um die Gegenwart Gottes zu suchen und Ausdrucksformen der Anbetung zu schaffen (…)“. [38]

Die Bethel Church (USA) gehört der Pfingstbewegung an. Aktuell ist Bill Johnson leitender Pastor der Kirche, die von Kritiker*innen als extremcharismatische Kirche mit esoterischen Lehren und Praktiken beschrieben wird. [39]

Bill Johnson war erst im Juni 2024 Teilnehmer der Münchner Fundi-Konferenz UNUM24. Deshalb ist über ihn bekannt, dass er in der Vergangenheit u.a. für die „Heilung“ Homosexueller warb [40] und Homosexualität als „Verstoß gegen Gottes Plan[41] hält.

Bill Johnson und damit auch die Bethel Church stehen der „Neuen Apostolischen Reformation“ (NAR) nahe. [42] Damit ist eine christliche Vorherrschaft gemeint, die jeden Lebensbereich umfassen soll und die auch als christlicher Dominionismus definiert werden kann.

Wort der Wahrheit“ bezeichnet diesen „Glauben“ als in „Wahrheit widergöttlich und antichristlich“. Nachzulesen hier

Neben der Bethel-Bewegung wird an der ICF Worship an der Konferenz ebenso teilnehmen, der Gründer und Senior-Leader von Kingdomcity (Malysia) Mark Varughese und z.B. auch Peter Wenz vom Gospel Forum Stuttgart. [43]

Das Gospel Forum Stuttgart ist eine evangelikale Freikirche, die zur charismatischen Bewegung gehört. Von der TAZ wurde das Forum als „Glaubensfabrik“ bezeichnet, die Homosexualität verbietet und Comics für Teufelszeug hält.

Für das Gospel Forum Stuttgart darf einzig allein Peter Wenz sprechen, der sich als von Gott gesetzter Pastor versteht. Das weiß er seit einer Begegnung mit Gott, der gesagt habe: „Peter, wenn ich dich als Pastor gesetzt habe, kann dich niemand absetzen.“ [44]

Im Dezember 2012 wurde Wenz in den Vorstand der Evangelischen Allianz Deutschland oder Deutsche Evangelische Allianz berufen. [45]

Sieben Jahre später, 2019, berichtete Kontext: Wochenzeitung über „Krach im Gospel-Forum“, denn dort gehe es sehr „unchristlich“ zu. „Dreh- und Angelpunkt ist deren Chef Peter Wenz, der nach Ansicht einiger Gemeindemitglieder allzu selbstherrlich agiert“. Sich selbst würde er als „der Gesalbte des Herrn“ bezeichnen. [46]

Zu diesem Zeitpunkt hatten schätzungsweise 1.800 Mitglieder*innen das Gospel-Forum wegen Peter Wenz‘ Führungsstil verlassen. [47]

2017 waren bereits kritische Artikel über das Gospel-Forum erschienen. Aussteiger*innen berichteten von einer „fundamentalistischen Gesinnung“. [48]

Diese „fundamentalistische Gesinnung“ wird darum auch auf der ICF Conference anzutreffen sein. Aber ebenso auch Vertreter*innen von NAR und KiNC. Was genau genommen identisch ist.

Denn ob christlicher Fundamentalismus, KiNC oder NAR, sie alle streben nach Dominanz, nach Missionierung und nach politischer Macht.

Und so modern oder hip ihr Erscheinungsbild auch ist, in Wahrheit ist deren gesamtes Leben und deren Alltag durchdrungen von den Inhalten eines mehr als 2.000 Jahre alten Buches und genau das wollen sie auch anderen aufzwingen.

In Teil 4 geht es um Veranstaltungen von Alive Worship, einem Projekt der Alive Church e.V. in Karlsruhe.

Teil 4

Teil 5

Wann ist eine Organisation evangelikal?

Zum Verständnis: Die evangelische Kirche ist nicht evangelikal und Evangelikale sind nicht zwangsläufig christlich fundamental. Doch der Übergang ist fließend.

Wann ist eine Organisation evangelikal? Am Beispiel der Berliner Stadtmission soll dieser Frage nachgegangen werden.

Die Berliner Stadtmission ist vernetzt mit dem Bundesverband der evangelischen Stadtmissionen in Deutschland, dem Diakonischen Werk, der Evangelischen Kirche, International vernetzt und ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste (amd). [1]

amd ist intensiv mit der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) verbunden. Die intensive Verbundenheit beinhaltet u.a. auch die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [2]

Die Berliner Stadtmission selbst gehört ebenfalls zum Netzwerk der EAD. [3] Sie ist mit dieser verbunden und das bedeutet u.a. die Zustimmung zur Basis des Glaubens der EAD. [4]

Außerdem ist die Gemeinde Sammelstelle der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert von Samaritan’s Purse. Präsident von Samaritan’s Purse International Disaster Relief ist Franklin Graham, [5] einer der prominentesten christlichen „Führer“ der Trump öffentlich unterstützt hat.

Denn er glaubt Trump sei von Gott auserwählt.

Die Berliner Stadtmission verfügt neben internationalen Vernetzungen über zunächst 6 Kontakte oder Verbindungen. 3 davon sind eindeutig evangelikal.

Dr. Maria Hinsenkamp („Visionen eines neuen Christentums“) hat die DEA (Deutsche Evangelische Allianz identisch mit der EAD) der KiNC-Landschaft zugeordnet.

KiNC ist die Abkürzung für Kingdom minded Network Christianity, also christlichen Gruppierungen, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Ist 3/6 evangelikal vernetzt bereits Evangelikal oder nur ein bisschen, nur z.B. 50%?

Muss noch mehr dazukommen, wie z.B. die Orientierung an „Mission Respekt – „Christliches Zeugnis in einer multireligiösen Welt“, [6] den die Evangelische Weltallianz (WEA), der Päpstliche Rat für den Interreligiösen Dialog (PCID) und Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) im Sommer 2011 gemeinsam veröffentlicht haben?

Während die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) bei der Begegnung mit Muslimen das gegenseitige Kennenlernen in den Vordergrund stellt, hat die EAD beschlossen nicht auf Missionierung zu verzichten. [7]

Mission/Erweckung ist eines der Merkmale von KiNC, neben Einheit, Jüngerschaft und Gebet.

Aber ich bin noch nicht fertig. Es geht noch weiter. Auf der Webseite der Berliner Stadtmission ist unter der Rubrik Angebote der Christus-Treff Berlin (CTB) zu finden. [8]

Dabei handelt es sich um eine evangelikale Freikirche, die hervorgangen ist aus dem Christus-Treff Marburg. [9]

2017 gab es Demonstration gegen den CT Marburg, da diese für Homoheilungen warb.

Aber es gibt noch mehr. Unter den Angeboten der Berliner Stadtmission ist auch das TSB – Theologisches Studienzentrum aufgeführt. Dabei handelt es sich um ein duales Studienmodell gemeinsam mit der Evangelischen Hochschule Tabor | Marburg (EHT). [10]

Die Evangelische Hochschule Tabor ist dem evangelikalen Spektrum zuzuordnen, da diese zur Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor gehört und diese wiederum gehört zum regionalen Netzwerk der Evangelischen Allianz Marburg. [11]

Gut vernetzt ist die Evangelische Hochschule Tabor Marburg laut Eigenangaben mit der Evangelischen Allianz Deutschland, dem Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverband und z.B. mit der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL), [12] die ebenfalls evangelikal ist.

So gehört die Liebenzeller Mission, Träger*in der IHL, zu den mit der EAD intensiv verbundenen Werken. [13]

Ich komme zurück zur Frage „Wann ist eine Organisation evangelikal oder wieviel evangelikale Vernetzung ist okay?

Zum Wesen von Evangelikalen gehören die starke Betonung der Bekehrung, der Autorität der Bibel (Bibeltreue) und ein aktives Glaubensleben mit starkem Engagement. Innerhalb des Evangelikalismus gibt es unterschiedliche Ausprägungen von konservativ bis gemäßigt.

Doch was ist gemäßigt? Wer hat’s definiert? Und was ist konservativ? Schließt dieser Begriff auch die Radikalisierten ein? Denn dann wäre die Bezeichnung ein Euphemismus für Rechts oder Extrem Rechts.

Doch zurück zur Berliner Stadtmission, die eine „christliche Motiviertheit“ bei Bewerbungen erwartet [14] und die unter Angebote z.B. die Ausbildung Bibelerzählen anbietet. [15]

Wieviele Gespräche über den christlichen Gott oder den „lieben Herrn Jesus“ in den Angeboten der Berliner Stadtmission sind okay? 5, 10 oder 20.

Wieviele Hauskreise sind in Ordnung? So findet sich unter Glaube und Gemeinde die Junge Kirche Berlin Treptow (JKB), die christliche Jugendgruppen, Glaubenskurse und Hauskreise anbietet. [16]

Hauskreise oder Kleingruppen bietet auch die Junge Kirche Berlin (JKB) Lichtenberg an, sowie u.a. auch regelmäßige Freizeiten. [17] Auch das ist ein weiteres Angebot der Berliner Stadtmission.

Oder z.B. Moab – Wohnheim für Studierende und Auszubildende. „Wir kommen ins Gespräch über unsere kulturellen Prägungen, unseren Glauben, unsere Werte und Weltanschauungen.
Wir bieten Raum für geistlichen Austausch und persönliches Wachstum. Unterschiedliche Veranstaltungen laden dazu ein, zu den großen Fragen des Lebens und des Glaubens ins Gespräch zu kommen
.“ [18]

Wieviel Missionierung, wieviele Missionierungsversuche gestattet eine Gesellschaft und subventioniert diese auch noch?

Wann ist eine Organisation Evangelikal? Die Antworten müssen Sie selbst finden. Ich habe meine Antworten bereits gefunden.

#NoGods #NoMasters

Christliche Events 2026 – Teil 2

Teil 1

Teil 2 zum Thema christliche/evangelikale Events in 2026 beginnt im Veranstaltungskalender des christlichen Gästehauses Schönblick.

Von Kongressen bis Worship Academy ist alles dabei.

Geschäftsführer von Schönblick Gemeinnützige GmbH ist Martin Scheuermann. [14] Seit 2017 ist Martin Scheuermann Vorsitzender des evangelikalen Kongress Christlicher Führungskräfte (KcF). [15]

Der KCF ist ein Zweckbetrieb von idea, [16] einem der Sprachrohre der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD), die laut Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums“ Teil der KinC-Landschaft ist. Dabei handelt es sich um christliche Organisationen, Freikirchen …, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Im christlichen bzw. evangelikalen Gästehaus Schönblick findet im Juli (10.07.-12.07.2026) das Schö Festival statt. Unter den Mitwirkenden teffen „wir“ auf zwei Namen, die schon vom letzten Teil bekannt sein dürften.

Die Namen oder Protagonisten sind Johannes Hartl vom Gebetshaus e.V. und Prof. Dr. Heino Falcke. Das Programm der Veranstaltung ist noch nicht vollständig. Deshalb können zu diesem Festival keine weiteren Angaben gemacht werden.

Die nächste Veranstaltung ist ein Kongress gegen Menschenhandel & sexuelle Ausbeutung im Zeitraum 26.4.-29.4.2026.

Mit dabei ist Gaby Wentland (Mission Freedom, Himmelsstürmer, Pfingstkirche, EAD). Sie wird in 2026 auf so vielen Veranstaltungen anzutreffen sein, dass ihre Vernetzung in der KiNC-Landschaft erschrecken.

Wer sie live erleben will, kann dies auf der MEHR Konferenz in Augsburg 2026, im Januar 2026 bei der Marantha Church und Revival Night Münden, in Hamburg-Volksdorf „Den Heiligen Geist täglich erleben“, bei der 15-Jahre Feier von Mission Freedom in Frankfurt im Januar 2026, auf dem Willow-Creek-Kongress im Februar in Dortmund, im Februar 2026 im Vaterhaus in Magdeburg, im März auf diversen Veranstaltungen in Fulda, im April im Christlichen Zentrum Life, in der Schule der Erweckung in Füssen, auf der Frauenkonferenz in Winnenden, im März bei Heilungsversammlungen. [17]

Ebenfalls mit dabei auf dem Kongress Freiheit 2026 werden Frank Heinrich vom Vorstand der EAD, die Psychologische Psychotherapeutin und Traumatherapeutin Dr. Brigitte Schmid-Hagenmeyer und Huschke Mau sein.

Mau ist Gründerin des Vereins Sisters, der sich für ein Sexkaufverbot nach Nordischem Modell einsetzt. Sisters e.V. definiert Frau ausschließlich biologisch und kann damit den TERFs zugeordnet werden. Also den Gruppierungen, die trans Frauen exkludieren.

Als Beweis dient ein Text vom 17.02.2023.

Zurück zum Freiheits-Kongress gegen Menschenhandel, an dem auch Politiker*innen teilnehmen werden. U.a. der Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Schorndorf Christian Gehring (CDU), sowie Dr. Brigitte Schmidt-Hagenmeyer von der SPD. Sie ist als Psychotherapeutin mit eigener Praxis tätig. [18]

In den Monaten September und Oktober 2026 finden in Schönblick „Worships Generations“ statt, ein Lobpreiskongress, und „Israel geht uns alle an!“. Im Jahr darauf findet der Kongress Christenverfolgung heute statt, wie nachfolgender Screenshot vom Veranstaltungskalender belegt.

[19]

Auch der Willow Creek Leitungskongress im Februar in Dortmund ist Teil der KiNC-Landschaft, denn Willow Creek ist eine Organisation der EAD. Der 3tägige Kongress findet in der Westfalenhalle Dortmund statt. [20]

Wir zitieren Michael Herbst, Greifswald: „Willow-Kongresse sind Feste des Glaubens: Man geht ein bisschen frömmer raus, als man reinkam.“ [21]

Und Evi Rodemann, Hamburg „Willow Creek bedeutet für mich Inspiration, Ermutigung und Herausforderung für mein persönliches missionales Leben“.

Die Entstehung von Willow Creek mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar im Gebäude des Evangeliums Rundfunks (ERF) geht zurück auf eine Studienreise in die USA und basiert auf der Erkenntnis: „Schon nach den ersten Eindrücken wurde klar: „Das ist es! So etwa sollte Gemeinde sein!“ Was Christen im deutschsprachigen Raum ersehnten, hier war es: eine missionarische Gemeinschaft von wachen Mitarbeitern, die alles darauf anlegten, Menschen über echte Beziehungen sensibel für Jesus zu gewinnen.“ [22]

Im Kontext mit der Äußerung des Geigenbauers Martin Schleske in einem Interview „Ich lass mich von Gott spielen wie ein Instrument[23] entsteht ein Geschmäckle. Denn Martin Schleske gehört zu den Referent*innen des Leitungskongress 2026 in Dortmund, der mit missionarischen Absichten durchgeführt wird und der zur KiNC-Landschaft gehört.

Beim Lesen hat uns der Gedanke sowohl abgestoßen als auch erschreckt von irgendeiner Gottheit gespielt zu werden wie ein Instrument. Denn als Mensch gespielt zu werden wie ein Instrument erinnert mehr an eine Marionette oder Handpuppe als an einen Menschen mit Reflektionsfähigkeit und eigenem Willen.

Auf dem Leitungskongress 2024 des Willow-Creek sprach der Pastor und Gründer des ICF München Tobias Teichen über Jüngerschaft. Jüngerschaft ist eines der Merkmale von KiNC.

Mit der ICF-Konferenz 2026 geht es weiter in Teil 3. Dieser führt uns auch zur Worship-Bewegung aus Redding, Kalifornien (Bethel-Music).

Teil 3

Teil 4

Christliche Events 2026

Teil 1

Für 2026 sind eine Reihe von christlichen/evangelikalen Veranstaltungen/Konferenzen/Konzerten angekündigt, hinter denen zum großen Teil missionarische Absichten stehen.

Welche Veranstaltungen das sind und welche davon zur KiNC-Landschaft (Kingdom minded Network Christianity = vernetzt, um einen christlichen Gottesstaat zu errichten) gehören, soll in diesem Mehrteiler beginnend mit Teil 1 gezeigt werden.

Glaubensfestival MEHR – The Sound of Joy (3.1.-06.01.2026 im Messezentrum Augsburg). Der Veranstalter ist das Gebetshaus e.V. mit dem 1. Vorsitzenden Johannes Hartl, der nachweislich zur KiNC-Landschaft gehört.

Dabei ist das Glaubensfestival an dem u.a. auch O’Bros auftreten mehr als nur ein Festival mit Bands, also Musik und Lobbreis. Es wird auch einen Nachmittag geben, „der zum Weiterdenken“ anregen soll. Die geladenen Gäste sind alles Akademiker*innen/Wissenschaftler*innen.

Der Nachmittag heißt „MEHRdenken“. [1]

Durch deren Tätigkeiten an Universtitäten sind sie bereits gut vernetzt. Ein Beispiel dafür sind Benedikt Paul Göcke und Ludger Schienhorst-Schönberger. Beide sind Mitglied im rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit.

Am Beispiel von Dr. Oliver Dürr vom Zentrum Glaube & Gesellschaft der Univeristät Fribourg lassen sich die Vernetzungen anschaulicher darstellen.

Oliver Dürr ist „Member Oxford Collaboration on Theology and Artificial Intelligence (OCTAI), University of Oxford, Member of the Board, Collegium Emmaus und Pedagogy Fellow, Pedagogy of Christ & Being Human Project, Yale Center for Faith & Culture, Yale University“. [2] D.h. seine Kontakte führen nach Oxford (UK), nach Connecticut (USA) während er in der Schweiz unterrichtet. Als Talkgast für einen Talk-Gottesdienst taucht er auch wieder auf. [3]

Veröffentlicht werden seine Beiträge auch auf Youtube. Diesen lässt sich entnehmen, dass der Theologe auf dem Eden Fest 2023 einen Vortrag gehalten hat. [4]

Auch für den Christlichen Convent Deutschland hat Dürr in 2022 einen Vortrag zum Thema Hoffnung innerhalb des Christentums des CCD gehalten. [5]

Zum Trägerkreis des CCD gehören Vertreter*innen aus verschiedenen Kirchen und Freikirchen. [6] Der CCD gehört darum mindestens zum Umfeld der KiNC-Landschaft.

Zurück zum Glaubensfestival MEHR. Es wird ein Kinderprogramm (MEHRkids) geben, eine sog. ZIMZUM-Lounge für Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 13-25 Jahren, das MEHRforum mit christlichen Werken, Verlagen, Unternehmen, Bibelschulen und Missionswerken. Darüber hinaus Speeddating, Segnungsgebet, Evangelischer Abendmahlgottesdienst, katholischer Eucharistiefeier, Raum der Stille & Gebetsraum und LeadersLounge.

Als Referent tritt der US-amerikanische Bestsellerautor, christliche Berater, Redner und Gründer von Ransomed Heart Ministry John Eldredge auf. Als Buchautor liegt im „Der Ungezähmte Mann“ – Auf dem Weg zu einer neuen Männlichkeit am Herzen. [7]

Zusammenfassend festgehalten: „Der Mann ist für ein abenteuerliches Leben geschaffen. Ein Mann wird erst dann wirklich glücklich sein können, wenn in seiner Arbeit, in seiner Liebe und in seinem spirituellen Leben das Abenteuer Einzug hält“, schreibt Eldrigde, Autor weiterer Publikationen. [8]

Der nächste Redner ist Elias Glaeser vom Gebetshaus. Er ist mit diesem eng verbunden, hat er doch die Jüngerschaftsschule im Gebetshaus Augsburg besucht. Er unterstützt Johannes Hartl [9] und kann damit auch der KiNC-Landschaft zugeordnet werden. D.h. auch er möchte einen christlichen Gottesstaat errichten.

Ebenfalls mit dabei sind die deutsche Sportlerin und Olympia-Goldmedalliengewinnerin 2024 Yemisi Ogunleye sein, Bischof Bertram Maier, Landesbischof Tobias Bilz, Jana Ringwald (Cyberstaatsanwältin), Tini Brüning (katholischer Fernsehsender k-tv, Mitbegründerin eines Netzwerks für katholische Influencer*innen namens „Crossconnected“), Mojtaba Barahimi (lebt in London, studierter anglikanischer Theologe, der nach einer dramatischen Begegnung mit Jesus Christ wurde), Schwester Teresa Zukic und Prof. Dr. Heino Falcke.

Prof. Dr. Heino Falcke ist Professor für Astrophysik an der Radboud Universität Nimwegen. Er verbindet Glaube und Wissenschaft. So wird er auf der Webseite vorgestellt. [10]


[11]

Die Zeit veröffentlichte am 17.12.2025 ein Porträt über den Wissenschaftler, der als erster Mensch ein schwarzes Loch fotografiert hat und betet. Mit Aliens würde er gerne über ihren Glauben sprechen.

Prof. Falck, auch bekannt aus Dokumentationen, vertritt die Ansicht „Ein Glaube ohne Physik ist ein kastrierter Glaube“. [12]

Während sich Johannes Hartl kritisch mit der Evolutionstheorie auseinandersetzt, [13] bringt Falck Wissenschaft und Bibel unter einen Hut.

Hartls Position könnte als „progressiver Kreationismus“ oder „intelligent Design“ eingeordnet werden mit Gott als Ursprung oder Begleiter.

Da „wir uns“ hier im Bereich des christlichen Fundamentalismus bewegen, erscheint es sinnvoll einige Anmerkungen über Kreationismus hinzuzufügen. Es gibt verschiedene Formen des Kreationismus.

Junge-Erde-Kreationismus (YEC): Die Erde ist weniger als 10.000 Jahre alt.
Alte-Erde-Kreationismus: Akzeptiert die wissenschaftliche Altersbestimmung der Erde (Milliarden Jahre), glaubt aber an gezielte, göttliche Schöpfungsakte zu bestimmten Zeitpunkten.
Progressiver Kreationismus und Intelligent Design (Gott hat alles erschaffen und/oder die Evolution begleitet/hergestellt).

Hier leistet Falck „großartige“ Arbeit. 🤬

Prof. Falck als Redner für eine Veranstaltung des Gebetshauses e.V. führt also das fort was die Konferenz Kreatikon in diesem Jahr zum dritten Mal erarbeitete, nämlich die Verknüpfung von Bibel und Wissenschaft.

Prof. Falck als Redner unterstützt dabei gleichzeitig die Absicht einen christlichen Gottesstaat zu errichten und verleiht einer christlich-fundamentalen Großveranstaltung einen wissenschaftlich-fortschrittlichen Charakter.

Dabei ist ein christlicher Gottesstaat alles andere als fortschrittlich, sondern ausschließlich rückwärts gewandt und autoritär. Da mögen die musikalischen Acts von O’Bros, Central Arts oder Michael Beering & Band noch so hip erscheinen.

Das macht Veranstaltungen wie diese so gefährlich!!!

Teil 2

Teil 3


Erinnern

Es reicht nicht aus, nur am 9.11. eines Jahres zu erinnern, an den Holocaust, an die Nazis, die Millionen ermordeter Menschen, darunter 6 Millionen ermordeter Jüdinnen*Juden, ca. 3,3 Mio. sowjetische Kriegsgefangene, zwischen 250.000 und 300.000 Menschen mit Behinderungen, die in Heimen und Pflegeeinrichtungen untergebracht waren, mehr 310.000 Serbische Zivilisten, die von Ustaša-Behörden des Unabhängigen Staates Kroatien getötet wurden, mindestens 250.000 (möglicherweise bis zu 500.000) Roma, Sinti, Jenische. Menschen, die mit dem Z-Wort abgewertet wurden …. . Nachzulesen hier

Zwischen 5.000 und 15.000 homosexuelle Männer wurden in der NS-Zeit in Konzentrationslagern inhaftiert. Etwa 100.000 homosexuelle Männer wurden wegen mutmaßlicher Verstöße gegen Paragraf 175 während der NS-Zeit von der Polizei verhaftet. Nachzulesen hier

Oder hier zum anhören

Es reicht nicht aus nur daran zu erinnern. Denn das Unfassbare geschah vor aller Augen am hellichten Tag.

Wir erinnern an den Gießener Schriftsteller Georg Edward (https://vanunews.noblogs.org/2025/10/28/stadtfuehrung-teil-2/): „Die Leute auf der Strasse schienen in der Mehrzahl mit dieser Brutalität einverstanden zu sein, nur wenige zeigten Überraschung oder Abscheu auf ihren Gesichtern.(…)“.

Wer eine Tageszeitung lesen konnte, konnte Anzeigen wie diese lesen. „Hier kauft der Nationalsozialist beim Parteigenossen“ (erschienen am 28.7.1933 in der Oberhessischen Tageszeitung)


oder diese mit der Überschrift „Deutsche Waren – vom deutschen Kaufmann“ (erschienen am 1.12.1933 in der Oberhessischen Tageszeitung“.

Es reicht nicht aus nur zu Erinnern. Es reicht einfach nicht aus. Denn wer Erinnert MUSS auch aufmerksam sein, dass so etwas nicht noch einmal geschehen kann. Muss aufmerksam im HIER und JETZT sein.

Wir schauen auf den unanständig-rechten Wetzlar-Kurier, der herausgegeben wird vom extrem rechten Ex-MdB Hans-Jürgen Irmer (CDU). Denn in diesem kostenlosen Schmutzblatt veröffentlichen viel zu viele regionale Unternehmen ihre Anzeigen.

Wir schauen auf die aktuelle zwanzigseitige Ausgabe vom November 2025 mit 52 Werbeanzeigen regionaler Unternehmen und Organisationen, darunter auch Anzeigen, die überdimensional groß sind.

Anders als damals in der Oberhessischen Tageszeitung werden die Anzeigen für die Unternehmen nicht auf einer Seite zusammengefasst, sondern gleichmäßig über die gesamte Ausgabe verteilt und das sieht dann so aus:

Das „Stadtbild“ wird zum „Migrationsproblem“ und eine vermeintliche „Linke Medien-Blase brodelt“ und links daneben Anzeigen auf S. 2 von: Wasser- und Heizungstechnik Arnold, Café-Bistro am Kornmarkt, Holz und Aluminium von Bepler, Gebäudesicherheit und Kommunikation OCS, Gewerbe-Immobilien-Zentrum Mittelhessen, ABE Elektrotechnik GmbH und Papier Ludwig.

Auf Seite 3 geht es dann weiter mit folgender Schlagzeile „Laut Bundeskriminalamt: Syrer, Afghanen, Marokkaner zehnmal so kriminell wie Deutsche“ eingerahmt von einer Werbeanzeige für Rentenberatung Wallbruch, Werbung für den Weihnachtsmarkt am Domplatz, der Schreinerei Karl-Heinz Hedrich in Asslar, Geier Starkstromtechnik GmbH, Clößner Maschinenbau und NC Technik.

Unter dem Artikel „Hessen macht der Stasi Konkurenz Meldestelle „HessenGegenHetze“ gehört abgeschafft“ von Hans-Jürgen Irmer, der seine Erkenntnisse von Nius, Ulf Poschardt und J.D. Vance gewonnen hat, inserriert das Sprachrohr der EAD, nämlich idea.


Und mit dem passenden Barcode kann die christliche Gefolgschaft idea testen und sich einen exklusiven Rabatt sichern. [1]

Auf S. 18 kann sich die Leser*innenschaft „informieren“ über unkontrollierte Kindergeldzahlungen, die ins Ausland fließen sollen, erfährt, dass 3,6 Millionen Steuermittel in „Forschungsunfug“ fließen sollen und kann „erkennen“ wie antisemitisch linke NGO-Netzwerke seien, während die Brauhaus Obermühle, Hessens kleinste Spezialitätenbrauerei, für ihre Getränke wirbt.

Das sieht dann so aus: [2]

[2]

Das waren nur einige ausgewählte Beispielen von seeeehr vielen in nur einer Ausgabe!

Wenn „wir“ uns heute an das unausprechliche Leid erinnern, das die Nazis verursacht haben, dann bietet sich der Vergleich OT im Jahre 1933 und der Wetzlar Kurier in 2025 durchaus an, denn auch hier geschieht Diffamierung, Rassismus, Ausgrenzung und Niedertracht in aller Öffentlichkeit und Geschäftsleute oder Organisationen, wie idea, der Kopp Verlag und und und, unterstützen den Wetzlar-Kurier und die menschenverachtenden Ansichten von Hans-Jürgen Irmer.

Wer sich oder andere erinnert ohne im Hier und Jetzt Verantwortung zu übernehmen und das Maul aufzumachen wenn es notwendig ist, ist auch nicht besser als Friedrich Merz, der bei der Einweihung einer Müncher Synagoge bittere Tränen weinte vor lauter Ergriffenheit, sich der Kippa entledigte, um dann über den eingewanderten Antisemitismus zu sprechen und natürlich auch über das Stadtbild mit den vielen Migrant*innen. [3]

#NieWieder darf keine Floskel sein!!! #GegenJedenAntisemitismus #GegenRassismus

Die Arche

Ein Beitrag über das christliche Hilfswerk „Die Arche“ mit mittlerweile insgesamt 38 Standorten, darunter z.B. auch in Polen (Warschau) und Tansania (Bagamoyo). [1]

Gegründet wurde „Die Arche“ von Bernd Siggelkow im Jahr 1995. Das christliche Hilfswerk gibt an sich besonders für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen einzusetzen. [2]
Bitte beachten Sie den Fisch im Logo.

Der Fisch ist eines der ältesten Symbole im Christentum. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass das christliche Hilfswerk „Die Arche“ eine evangelikale Hilfsorganisation ist. Doch vielleicht ist sie es ja doch.

Auch in den Angeboten steht nichts Evangelikales.

[3]

Auch unter den aufgelisteten Zielen, die sich Die Arche gesetzt hat, ist nichts zu finden und der Kreis prominenter Unterstützer*innen ist groß. Günther Jauch gehört dazu sowie Lukas Podolsky oder die Schauspielerin Susan Sideropoulus. Sie alle haben haben „Die Arche“ bisher mit Geld unterstützt oder „mit eigenen Händen“. [4]

Hier unten im Bild sind die Fußballspieler Maik Franz (links im Bild), in der Mitte Bernd Siggelkow und Sami Allagui (rechts im Bild) zu sehen. [5] Sie haben das Hilfswerk mit einem „Online-Klickturnier“ unterstützt. [6]

Also gut, dann noch mal von vorne.
Bernd Siggelkow ist ausgebildeter Theologe und war für eine Weile Jugendpastor. Zum Glauben fand er als 15-jähriger über die Hamburger Heilsarmee. Nach einer kaufmännischen Ausbildung studierte er Theologie an einem Theologischen Seminar der Heilsarmee. [7]

Die Heilsarmee ist Mitglied der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) [8] und sie gehört zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD). Sie gehört zu den intensiv verbundenen Werken.

Durch diese intensive Verbundenheit „drücken [sie] damit in erster Linie eine immaterielle innere/geistliche Verbundenheit und Nähe aus.[9]

Intensiv verbundene Werke (inkl. Organisationen, Vereine, freie Kirchengemeinden) berufen sich auf die Glaubensbasis der EAD.

Zu den Kooperationspartner*innen der Heilsarmee gehört wiederum die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) – ist identisch mit der EAD – die Lausanner Bewegung Koalition für Evangelisation, sowie u.a. das Forum Wiedenest oder die Deutsche Bibelgesellschaft. [10]

D.h. Bernd Siggelkow fand über eine evangelikale Organisation zum lieben Herrn Jesus, also zum Glauben, und auch Die Arche gehört zum evangelikalen Netzwerk der EAD. Sie ist mit der EAD verbunden. [11] Überprüfbar ist das hier: archive.is/EuoxK.

Jesus.de bezeichnet den Bambi-Preisträger 2024 als „stillen Helden“. [12] Doch so still ist er nicht. Come.on berichtete 2014 über Siggelkow mit dem Titel: „Siggelkow fordert Christen auf, Gesicht zu zeigen.“ [13]

Aufgefallen ist Bernd Siggelkow durch seine Äußerungen gegen Bürgergeld-Empfängerinnen als „Schm*rotzer, der 20 Stellen ablehnt“. [14]

Im Juni 2025 warnte er vor einem Krieg im eigenen Land. Zitiert wird er mit den Worten: „Da werden auch keine Messerverbotszonen ausreichen“.

Und weiter: „Jedoch sollte die Gesellschaft aufpassen, dass im eigenen Land kein Krieg ausbricht, „wenn unterschiedliche Kulturen aufeinanderstoßen, die sich nicht mehr verstehen“, sagt er. Was genau er damit meint, spezifiziert Siggelkow nicht weiter.“ [15]

Im Februar 2025 drängte er zu einem Kurswechsel in der Migrationspolitik mit den Worten „Uns steht das Wasser bis zum Hals“. Während die Grünen eine Erleichterung des Familiennachzugs von Geflüchtete forderten, warnte Siggelkow explizit davor. [16]

Zitiert wird er von Die Welt im Oktober 2025 mit den Worten: „Haben ganz viele Gruppen, die über Schleuser gekommen sind, die den Sozialstaat auslutschen“. [17]

Und weiter: „Arche“-Gründer Bernd Siggelkow warnt vor Spannungen durch die mangelnde Integration vieler Migranten in Deutschland. Dass viele junge Menschen Messer bei sich tragen, sieht der 61-Jährige als Konsequenz von Sprachproblemen und einer zunehmenden Perspektivlosigkeit.“ [18]

Anmerkung: Seltsam, wir kennen keine Jugendliche mit Messer.

Um mehr für Kinder und Jugendliche zu erreichen will Siggelkow bei der nächsten Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus für die CDU Marzahn-Mitte kandidieren. Die nächste Wahl ist im September 2026. [19]

Es ist davon auszugehen, dass es ihm nicht mehr ausreicht „Jedes Kind aus dem Blickwinkel Gottes [zu] sehen.“ [20] Jetzt möchte er Einfluss auf die Politik nehmen.

In einem Bericht im christlichen Medienmagazin PRO, ein Sprachrohr der EAD, wird Siggelkow deutlich.

[21]

Aber auch in 2023 wurde er deutlich: „Arche-Gründer: „Mit Geld, Gebeten und Worten um unsere Kinder kämpfen[22] Zitat: „„Gerade wir Christen müssen jetzt aufstehen und mit Geld, Gebeten und Worten um unsere Kinder kämpfen“, erklärt Siggelkow auf PRO-Anfrage, und weiter: „Wir brauchen starke Kinder, um unsere Zukunft zu meistern.“

Der Humanistische Pressedienst (hpd) beschäftigte sich im Januar 2025 kritisch mit Bernd Siggelkow: „Wenn eine sich medial als „Hilfswerk“ für Kinder aus einkommensschwachen Elternhäusern inszenierende Organisation wie „Die Arche“ zum Angriff auf das Bürgergeld bläst, stellen sich einige Fragen.“ [23]

Als eine der wenigen Orgas wurde hier darauf hingewiesen, dass Siggelkow in der Vergangenheit als Interviewpartner für NIUS und die Junge Freiheit fungierte.

Zitat: „Die Junge Freiheit, ein Theorieorgan der Neuen Rechten lud ebenfalls zum Gespräch und entlockte Siggelkow in einem Interview zudem zahlreiche Stichworte für die „Remigration“.“ [24]

Doch lesen Sie selbt! archive.is/r8nR7 Hier wird erstmals erwähnt, dass Die Arche in Berlin eine evangelikale Bekenntnisschule gegründet hat. In diesem Artikel werden Die Arche als „primär evangelikale Missionseinrichtungen, Punkt“ bezeichnet.

[25]

Dieser Erkenntnis können wir uns nur anschließen. #EvangelikaleSindGefährlich

Über die Toleranz

Karl Popper schrieb 1945 in seinem Werk „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“: „Uneingeschränkte Toleranz führt mit Notwendigkeit zum Verschwinden der Toleranz. Denn wenn wir die uneingeschränkte Toleranz sogar auf die Intoleranten ausdehen, wenn wir nicht bereit sind, eine tolerante Gesellschaftsordnung gegen die Angriffe der Intoleranz zu verteidigen, dann werden die Toleranten vernichtet werden und die Toleranz mit ihnen.“

Hätten die demokratischen Parteien, NGOs und Einzelpersonen in den USA Karl Popper beim Wort genommen, hätten sie die Warnung des Southern Poverty Law Centers (SPLC) „vor der größten Bedrohung für die amerikanische Demokratie, von der Sie noch nie gehört haben“ ernstgenommen, dann hätten sie verstanden, dass eine neue Form der christlichen Vorherrschaft das Land erfasst hat.

Christliche Dominanz

Gewarnt wurde vor NAR (Neue Apostolische Reformation), weil diese eine Form des christlichen Dominionismus vertrete, „was bedeutet, dass ihre Gemeindemitglieder glauben, es sei ihre göttliche Pflicht, die Kontrolle über alle politischen und kulturellen Institutionen in Amerika zu übernehmen und sie gemäß einer fundamentalistischen Interpretation der Heiligen Schrift umzuwandeln.[1]

Desweiteren war zu lesen, die Anhänger*innen glaubten an moderne Apostel und Propheten, der Kraft zu heilen und ihre Kritiker*innen seien im wahrsten Sinne des Wortes vom Teufel kontrolliert, also „Satanic Panic“.

LGBTIQ+, Liberale und andere Menschen werden als „dämonisch“ angesehen. Und weiter: „Der Angriff auf das Kapitol sei größtenteils von der Theologie des Dominionismus der NAR inspiriert“ und „So wenige Menschen haben von der NAR gehört, dass es möglich ist, dass der Dominionismus ohne Widerstand in unseren lokalen Gemeinschaften siegen könnte, ohne jemals ernsthaften Widerstand erfahren zu haben.“ [2]

Dr. Maria Hinsenkamp wählte eine andere Bezeichnung für die neueren Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke im deutschsprachigen Raum. Sie formulierte für eine mit NAR vergleichbare Bewegung die Bezeichnung „Kingdom-minded Network Christianity“ (KiNC), also Gruppierungen, Kirchengemeinden und Einzelpersonen, die sich vernetzt haben um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat. [3]

Über das Netzwerk und die Ideologie der EAD

Hier findet auch die Deutsche Evangelische Allianz (DEA) oder Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ihren Platz. [4]

Die EAD existiert weltweit als Weltweite Evangelische Allianz (WEA) und versteht sich als ein weltweites Netzwerk. Die WEA, die „die gesamte Welt bis 2033 für Jesus Christus“ gewinnen will, [i5] ist in 135 Ländern auf allen Kontinenten vertreten mit schätzungsweise 600 Millionen Anhänger*innen. [6]

Deutschlandweit ist die EAD ein überdimensionales Netzwerk mit ca. 900 Ortsallianzen als regionale Netzwerke. [7] Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) ist deutschlandweit ein Netzwerk mit insgesamt 15 Arbeitskreisen, Initiativen, Runden Tischen, Werken und Verbänden. [8] Veranstaltungen wie die Allianzgebetswoche und weitere Gebetstage sowie regelmäßige Festivals und Events wie z.B. der Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) gehören dazu.

Sie alle vereint die gemeinsame Basis des Glaubens zu der auch Homosexuellen- und Queerfeindlichkeit gehört, sowie die Ablehnung der Ehe für Alle, Kreationismus, Misogynie und z.B. eine autoritäre Sicht auf die Welt und auf die zwei Geschlechter, die es laut strenger Bibelauslegung gibt. Sie alle vereint die Ablehnung von Transgeschlechtlichkeit und die wortwörliche Auslegung der Bibel als höchste Autorität.

2017 schrieb die EAD in ihrer Stellungnahme über Homosexualität und Ehe: „Die in der Bibel beschriebene homosexuelle Praxis ist mit dem Willen Gottes und damit dem biblischen Ethos unvereinbar (3. Mose 18, 22; 20, 13; Römer 1, 24 – 27; 1. Korinther 6, 9; 1. Timotheus 1, 10)[9] und weiter: „Daraus ziehen wir die Schlussfolgerung, dass homosexuelle Partnerschaften der Ehe nicht gleichgestellt werden können“.

Das binäre Denken, also der Ausschluss von nonbinären oder genderfluiden Geschlechtern, wird abgeleitet aus 1Mose 1, 26.27: „Menschen sind nach biblischem Zeugnis im Bild Gottes als Mann und Frau geschaffen“. [10]

Das Verbot von Konversionsbehandlungen von Homosexuellen kommentierte die EAD u.a. folgendermaßen: „Wir sehen durch das Gesetz die Freiheit der Religionsausübung gefährdet. So kann durch das „Verbot von Werbung“ auch die Verkündigung in den Gemeinden betroffen sein. Auch ist zu befürchten, dass die Gemeinden künftig nicht mehr im vollen Umfang für die ethischen Maßstäbe ihrer Religion eintreten dürfen.“ [11]

Religionsfreiheit ist ein hohes Gut, genau wie Toleranz. Doch sowohl Freiheit als auch Toleranz enden dann wenn Menschen diskriminiert, ausgeschlossen, mißachtet oder sogar gequält werden, wenn deren Freiheit und Recht auf Selbstbestimmung eingeschränkt oder nicht zugelassen wird.

Was Aussteiger*innen zu sagen haben

Aussteiger*innen aus Freikirchen und damit evangelikalen Gemeinden berichten regelmäßig wie hoch der Druck ist, der auf den Gemeindemitgliedern lastet.

Zitat: „Der ganze Alltag, dein ganzes Menschsein ist dem Glauben gewidmet. Ein Druck wird aufgebaut durch einen Gott, der permanent da ist und einen beobachtet. Es ging immer um alles richtig und alles falsch in meinem Leben, um die Angriffe des Teufels und um Gottgefälligkeit.“ [12]

2019 berichtete ein Aussteiger, wie er mit Konversionstherapie versucht hat seine Homosexualität zu beenden und wie er daran fast zerbrochen ist. „Living Waters“ hieß das Konzept aus den Vereinigten Staaten, das vom Verein Wuestenstrom adaptiert wurde. [13]

Sogar eine Dämonenaustreibung von einem Arzt mit Praxis in Hamburg ließ der junge Mann über sich ergehen. Doch seine Sexualität änderte sich nicht. So litt er schließlich unter Depressionen mit suizidalen Gedanken.

Eine andere Aussteigerin berichtete als Mitglied einer Freikirche nicht über ihr eigenens Leben bestimme zu dürfen, der Glaube habe ihr die Freiheit geraubt und sie berichtete von traumatischen Erfahrungen, die zum Auslöser ihres Ausstiegs wurden. [14]

2023 erschien ein weiterer Bericht in der Frankfurter Rundschau über eine junge Frau, die in einer Freikirche aufgewachsen war, diese aber verlassen und eine Selbsthilfegruppe gegründet hat. Mit den Worten: „Es war die reinste Gedankenkontrolle“ wird sie zitiert. [15]

Das Einfallstor

Denn Queerfeindlichkeit, Misogynie und ein autoritäres Denken sind die Gemeinsamkeiten mit Rechten und Neofaschist*innen. Sie sind das Einfallstor für die Wahl von rechten und extrem rechten Parteien.

Im Februar 2025 berichtete Philipp Greifenstein in Die Eule unter Christ*innen habe die AfD bei der Bundestagswahl stark abgeschnitten. [16] Differenziert wurde in konfessionslos, evangelisch und katholisch. Doch wie sieht es bei Freikirchen, wie z.B. der EAD aus?

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2016 lag der Anteil freikirchlicher Wähler*innen der AfD bei fast 17 Prozent, während bei Katholik*innen der Anteil 12,5 Prozent betrug. [17]

Der Verfassungsschutz beobachtet

In diesem Zusammenhang soll daran erinnert werden, dass der Verfassungsschutz Baden-Württemberg überwacht mittlerweile zwei Freikirchen: die Pforzheimer Gemeinde Zuverlässiges Wort“ und die „Evangelische Freikirche Riedlingen“. [18]

Die Botschaften der Prediger in diesen Freikirchen sind unerträglich und menschenverachtend. „Der im US-amerikanischen Arizona lebende Prediger Anselm Urban, dessen Predigten in die Gemeinde [Zuverlässiges Wort] übertragen werden, habe vor einem Jahr geäußert, der Staat solle homosexuelle Menschen vernichten.“ [19]

Die Hetze des Predigers Jakob Tscharntke [Evangelische Freikirche Riedlingen] wurde in der Zwischenzeit von der AfD-Hessen 2015 via Facebook weiterverbreitet. [20]

Außerdem war Tscharntke mittlerweile mindestens zweimal Referent für die AfD (2015 und 2017) und er publizierte auch einen Beitrag für das AfD-nahe Magazin Polifakt (Nr. 4, 2016). [21]

Jakob Tscharntke ist bei Rechten und extremen Rechten höchst beliebt. Selbst der bekannte Neonazi Meinolf Schönborn fühlte sich auf Twitter – mittlerweile X – veranlasst am 22.11.2019 auf Tscharntkes Video mit dem Zusatz: „Pastor Tscharntke über die bevorstehende Katastrophe in Europa“ zu verweisen. [22]

Keine Einzelfälle

Aber wenn Sie denken, das seien Ausnahmefälle irren Sie sich. Auch Olaf Latzel von der Evangelischen St. Martini Gemeinde in Bremen [23] stand schon mehrfach vor Gericht wegen Volksverhetzung, weil er 2019 in einem Eheseminar seiner Gemeinde über Homosexuelle hergezogen war.

Von mehreren Anti-Homo-Äußerungen kamen vier zur Anklage: „Überall laufen diese Verbrecher rum von diesem Christopher Street Day, feiern ihre Parties“. Und: „Der ganze Genderdreck ist ein Angriff auf Gottes Schöpfungsordnung, ist zutiefst teuflisch und satanisch“. Teuflisch sei auch die „Homo-Lobby“. Und Homosexualität sei eine der „Degenerationsformen von Gesellschaft“.“ [24]

2020 befand das Bremer Amtsgericht seine Äußerungen sind Volksverhetzung. Das Landgericht sah das anders und nach einem weiteren Gang „durch die Instanzen wurde das Verfahren 2024 schließlich eingestellt – gegen Zahlung von 5.000 Euro an ein queeres Zentrum.“ [25]

Unterstützung erhielt er vom Sprachrohr der EAD, dem Informationsdienst der evangelischen Allianz (idea). Sie veröffentlichten u.a. einen Artikel mit folgender Schlagzeile: „Der „Fall Latzel“ – Ein Rufmord mit Hilfe der Justiz“. [26]

Auch das christliche Medienmagazin PRO, ein weiteres Sprachrohr der EAD, berichtete ausführlich über den Fall Latzel und über das gleichnamige Buch von Wengenroth und Böllmann. Diese seien zu dem Schluss gekommen: „Wenn die deutsche Justiz ihre Hausaufgaben gemacht hätte, wären dem Bremer Pfarrer Olaf Latzel mehrere Jahre Spießrutenlauf erspart geblieben.“ [27]

In diesem Zusammenhang ist die Rede von Tatsachenverdrehung und Unwahrheiten, einem „Justizskandal“, einem maximalen Schaden für den Angeklagten und einer „Rufmordkampagne“.

Die Evangelikalen der EAD wurden nicht müde Latzel’s menschenverachtende Äußerungen zu verteidigen, doch das sollte nicht weiter überraschen, denn mittlerweile berichtete idea über die Nazi-Buchmesse Seitenwechsel organisiert von Susanne Dagen, die enge Kontakte zu Ellen Kositza und Götz Kubitschek unterhält. Kubitschek ist einer der führenden Vertreter der sog. „neuen“ Rechten, dessen Institut für Staatspolitik (IfS) –mittlerweile aufgelöst –  vom Verfassungsschutz als gesicherte rechtsextremistische Bestrebung eingestuft wurde. [28]

Doch diese Fakten waren idea egal, sie berichteten über die Messe als sei hier alles in Ordnung.[29]

Deshalb sagen wir NEIN zur Toleranz für christliche Fundis und Evangelikale!

NEIN zur Toleranz von Menschenverachtung und Hass!

NEIN zur Toleranz von rechter und extrem rechter Ideologie!

Quellenangaben:

[1] https://archive.is/ghCPU

[2] a.a.O.

[3] Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums – Neuere Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke“, Transcript-Verlag, Bielefeld, 2024

[4] a.a.O., S. 283

[5] https://www.idea.de/artikel/die-gesamte-welt-bis-2033-fuer-jesus-christus-gewinnen

[6] https://www.ead.de/netzwerk-und-struktur/

[7] https://www.ead.de/werke-und-verbaende/

[8] https://www.ead.de/netzwerk-und-struktur/

[9] https://www.ead.de/fileadmin/user_upload/Ehe_als_gute_Stiftung_Gottes.pdf

[10] a.a.O.

[11] https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/Stellungnahmen_WP19/Konversionsbehandlungen/Stn_EAD_22.11.19.pdf

[12] https://www.aargauerzeitung.ch/leben/freikirchen-aussteiger-es-muss-publik-gemacht-werden-wie-da-druck-aufgebaut-wird-ld.1497024

[13] https://archive.is/LwOUG

[14] https://fundamental-frei.org/traumatische-erfahrungen-in-einer-freikirche-nachtrag-von-viola-zur-reportage-ueber-evangelikale-aussteigerinnen/

[15] https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/in-einer-freikirche-aufgewachsen-wenn-der-glaube-angst-macht-92199279.html

[16] https://eulemagazin.de/christen-kirchen-bundestagswahl-afd-cdu-spd-verdoppelt-ekd-katholisch/

[17] https://www.pro-medienmagazin.de/umfrage-im-vergleich-waehlen-mehr-frei-als-landeskirchler-afd/

[18] https://www.evangelisch.de/inhalte/230795/13-06-2024/kirchenbund-distanziert-sich-verfassungsschutz-ueberwacht-zwei-freikirchen

[19] https://www.queer.de/detail.php?article_id=51717

[20] https://de-de.facebook.com/222005461272345/photos/pfarrer-jacob-tscharntke-redet-klartextpredigt-vom-11102015-psalm-604-wie-gehen-/626332974172923/

[21] https://bkramer.noblogs.org/jakob-tscharntke/

[22] https://x.com/m_schonborn/status/1197860833763766272

[23] https://www.idea.de/artikel/demofueralle-sehr-grosses-interesse-an-doku-tatort-kita

[24] https://taz.de/Der-Fall-Olaf-Latzel/!6124857/

 [25] https://taz.de/Der-Fall-Olaf-Latzel/!6124857/

[26] https://www.idea.de/artikel/der-fall-latzel-ein-rufmord-mit-hilfe-der-justiz

[27] https://www.pro-medienmagazin.de/der-fall-olaf-latzel-und-was-daran-irritiert/

[28] https://www.verfassungsschutz.de/SharedDocs/hintergruende/DE/rechtsextremismus/das-netzwerk-der-neuen-rechten.html

[29] https://www.idea.de/artikel/demofueralle-sehr-grosses-interesse-an-doku-tatort-kita

Berlin Campaign Conference 2025

Am 4. und 5. September findet die „Berlin Campaign Conference“ (BCC) statt. Dabei handelt es sich laut Eigenangaben um „das globale Forum für konservative Kampagnen und Kommunikation“. [1]

Das sind aber noch nicht alle Veranstalter*innen. Mehr dazu weiter unten.

Die Konferenz ist eine Kooperationsverantstaltung von Union Stiftung, TheRepublic und Leadership Institute.

Unter den Referent*innen ist auch Dr. James Carafano. Er ist Senior Counselor von The Heritage Foundation und damit ist auch das Project 2025 vertreten.

Interessant ist die Referentin Dr. Gudrun Kugler aus Österreich. Gudrun Kugler ist nicht nur Nationalratsabgeordnete der ÖVP, sondern auch international sehr gut vernetzt. Sie pflegt(e) enge Verbindungen zum antifeministischen, queerfeindlichen europaweiten Netzwerk Agenda Europe.

Hier unten im Bild ist bzw. war sie im Gespräch mit Tina Mercep, mit der sie ein spannendes Gespräch hatte. Mecep ist Generalsekretärin von IDU, „die globale Dachorganisationen der Parteifamilien der EVP und ECR“, wie sie via insagram mitteilte.

Aus den USA wird Dr. Mark Campbell anreisen. Er ist Senior Fellow des Leadership Institute. Wikipedia bezeichnet ihn als „republikanischen Politikstrategen“. [2] Auf der Webseite The University of Chicago Institute of Politics wird er als GOP-Kampagnenstratege (in deutscher Übersetzung) bezeichnet.

Zitat: „Dr. Campbell hat Hunderte von politischen Parteiführern in aufstrebenden Demokratien auf der ganzen Welt im Namen des International Republican Institute und des Leadership Institute die Kunst und Wissenschaft der Verbindung mit den Wählern unterrichtet.[3]

Vom Leadership Institute wird auch der Direktor des internationalen Programms Ron Nehring auf der Konferenz in Berlin einen Vortrag halten. 2015 hielt er auf der 13. Internationalen Konferenz für politische Kommunikation (IKPK) in Berlin einen Vortrag über „Kampagnenstrategien und Wählerverhalten“.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung berichtete ausführlich darüber. Zu dieser Zeit war Nehring Vorsitzender der Präsidentschaftskampagne von Ted Cruz in Kalifornien. [4]

Doch noch einmal zurück zum Leadership Institute. Mit ihm gelangt auch christlicher Nationalismus, wie er in den USA praktiziert wird, nach Deutschland. Das Leadership Institute oder LI lädt ein, um „für Amerika führend“ zu werden.

Wer das möchte, „kann eine Ausbildung der künftigen Fackelträger konservativer Führung“ durchlaufen, [5] u.a. auch zum „christlichen Führer“, die sich an Christen richtet, die sich für „konservative“ Prinzipien einsetzen.

Engagieren Sie sich politisch für Ihren Glauben“, ist in deutscher Übersetzung zu lesen. Schritt Zwei ist dann das Finden eines Jobs, „der zu ihnen passt“. Sogar eine biblische Berufsberatung wird angeboten. [6]

Schritt Drei besteht dann darin Zeug*in einer Reise von Einzelpersonen zu werden, die mit der Unterstützung von LI in ihren Gemeinden und darüber hinaus große Fortschritte gemacht haben.

Eine Fallstudie mit Elias Coop-Gonzalez beginnt mit der Überschrift „Vom Campus ins Kapitol“. Er war nämlich 2021 Praktikant am Leadership Institute.

Da auch TheRepublic zu den Veranstalterinnen gehört, sei daran erinnert, wie Armin Petschner-Multari gemeinsam mit anderen Politikerinnen dem queerfeindlichen Gouverneur Ron DeSantis (Florida) einen Besuch abstatteten.

[7]

CSU macht queerfeindlichem Gouverneur DeSantis die Aufwartung

Mit jeder Konferenz, mit jedem Treffen, mit jeder Kampagne, mit jedem Austausch, den internationale „Konservative“ also Protofaschist*innen erleben, findet umso mehr eine Trumpisierung auch in Deutschland statt, verbreitet auch über die BCC.

Mehr dazu hier

Dies ist eine Ankündigung für die BCC 2025-Konferenz, die über TheRepublic erfolgt.

[8]

Mit dabei auch IDU und das Danube Institute mit Sitz in Budapest, Ungarn. Gegründet wurde dieses Institut von der Batthyány Lajos Stiftung (BLA), die das Danube Institute auch finanziert, so Wikipedia. [9]

Besagte Stiftung, so euro news soll sich zu einem „Instrument zur Kanalisierung von Spenden der ungarischen Regierungentwickelt haben.

Die BLA soll im Jahr 2022 6,2 Milliarden Forint (16,16 Millionen Euro) vom Kabinettsbüro des Premierministers und weitere 9,2 Milliarden Forint (23,98 Mio. €) im Januar 2023 erhalten haben. [10]

In diesem Zusammenhang ist dieser Artikel in deutscher Übersetzung höchst interessant

Dr. Thomas Greven schrieb über das Danube Institute folgendes: „Das ungarische Exportprodukt vertreiben neben dem CPAC-Veranstalter auch das Mathias Corvinus Collegium (MCC) und das Danube Institute.“ [11]

Und weiter: „Viktor Orbáns Ungarn bietet der radikalen Rechten weltweit nicht nur eine Blaupause für den Staatsumbau. Es treibt auch ihre Vernetzung voran.“ (a.a.O)

D.h. das Danube Institute leistet seinen Beitrag für die Vernetzung von extremen Rechten, die von einem Staatsumbau träumen und der gemeinschaftliche Kongress in Berlin wird seinen Beitrag dazu leisten, die teilnehmenden Politiker*innen zu bestärken noch mehr Rechte und noch soziale Errungenschaften abzuschaffen und das bedeutet auch noch mehr Queerfeindlichkeit, Armenhass, … . Noch mehr, noch mehr und noch mehr!

Und was werden Sie dagegen tun?

Was ist evangelikal?

In diesem Beitrag geht es um die Fragen „Was ist Evangelikal?“ und „gibt es das auch in Links?

Zunächst einmal gibt es innerhalb des Christentums drei Kirchen: die römisch-katholische, die evangelische und die orthodoxe Kirche, sowie zahlreiche Freikirchen wie z.B. Baptisten, Pfingstkirchen, Mennoniten, Adventisten … .

Eine der bekanntesten Evangelikalen Organisationen ist die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) mit einem riesengroßen Netzwerk von ca. 500 Organisationen, Vereinen und Kirchengemeinden.

Mittlerweile stellen Evangelikale eine der einflussreichsten Strömungen innerhalb des globalen Christentums dar. [1]

Da eine allgemeingültige Definition so kurzfristig nicht zur Verfügung stand, konzentrieren „wir“ uns auf die theologischen Grundüberzeugungen.

An erster Stelle steht die Bibel als höchste Autorität in Glaubens- und Lebensfragen. Das liest sich dann z.B. so: „Die Bibel ist der allein verbindliche Maßstab des Glaubens; alles andere ist nur an ihr zu messen.“ [2]

In der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) steht dazu: „Die Bibel, bestehend aus den Schriften des Alten und Neuen Testaments, ist Offenbarung des dreieinen Gottes. Sie ist von Gottes Geist eingegeben, zuverlässig und höchste Autorität in allen Fragen des Glaubens und der Lebensführung.“ [3]

Außerdem wird die Bibel wortgetreu ausgelegt und verstanden. Die Nashville-Erklärung, die 2017 von einer Reihe von evangelikalen Leitern in Amerika veröffentlicht wurde, verdeutlicht die Konsequenzen dieser bibeltreuen Lesart. Nachzulesen hier

Einige ausgewählte Beispiele sollen dies verdeutlichen:

Artikel 1: „(…)Wir lehnen ab, dass Gott d Ehe geschaffen habe als eine homosexuelle, polygame oder polyamore Beziehung. Wir lehnen ebenso ab, dass die Ehe ein rein menschlicher Vertrag sei, statt eines Bundes, die vor Gott geschlossen wird.

Artikel 5: „(…)Wir lehnen ab, dass das Auftreten körperlicher Anomalien oder psychischer Gegebenheiten die von Gott beabsichtigte Verbindung zwischen biologischem Geschlecht und Selbstverständnis als Mann und Frau zunichtemachen sollen.“

Artikel 7: „(…)Wir lehnen ab, dass die Annahme eines homosexuellen oder transgender Selbstverständnis mit Gottes heiligen Absichten in Schöpfung und Erlösung übereinstimmen kann.“

Artikel 8: „(…)Wir lehnen ab, dass sexuelle Anziehung für das gleiche Geschlecht ein Teil der guten ursprünglichen Schöpfung Gottes sein soll oder dass das eine Person von der Hoffnung des Evangeliums trennen muss.[4]

Eine offizielle Stellungnahme der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) zur Nashville-Erklärung (mit dem Zusatz: Ein Bündnis für das biblische Verständnis von Sexualtität) gibt es bis heute nicht. Berthold Schwarz von der FTH Giessen, die zum Netzwerk der Evangelischen Allianz Giessen gehört, begrüßte sie.

Ein weiteres Merkmal ist die Evangelisation, also die Weitergabe des Evangeliums und die Missionierung neuer Gläubiger als wichtiger Bestandteil. [5]

Als die EKD (Evangelischen Kirche in Deutschland) 2018 ihr Positionspapier „Für die Begegnung mit Muslimen“ veröffentlichte, sorgte dieses für Streit.

Dabei ging es um diesen Satz: „Der Dialog mit Muslimen ziele auf das gegenseitige Kennenlernen, nicht aber auf eine Konversion zur jeweils anderen Religion.“ [6]

Die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) verzichtet jedoch nicht auf Mission. [7]

Auch dies ist ein Unterschied zur evangelischen Kirche und evangelischen Kirchengemeinden.

Ein weiterer Unterschied zu evangelischen Kirchengemeinden ist die Tatsache, dass Menschen, die keine Lust mehr auf eine Mitarbeit in der Gemeinde haben, nicht unter Druck gesetzt werden.

Sie können einfach fernbleiben. Aussteiger*innen gibt es in der evangelischen Kirche keine, im Gegensatz zu evangelikalen Gruppen, die bisweilen sektenartige Züge annehmen.

Hier einige Beispiele:

https://taz.de/Ausstieg-bei-den-Evangelikalen/!5786685/

https://www.watson.ch/schweiz/religion/976729588-ein-aussteiger-erzaehlt-warum-es-so-schwierig-ist-aus-der-freikirche-auszutreten

https://www.zeit.de/campus/2017-08/freikirche-glaube-aussteiger-jugend-baptisten

https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/in-einer-freikirche-aufgewachsen-wenn-der-glaube-angst-macht-92199279.html

Bekehrungserlebnisse spielen ebenfalls bei Evangelikalen eine große Rolle und ebenso Worship. Auch damit unterscheiden sich evangelikale freikirchliche Gemeinden von der evangelischen Kirchengemeinde.

Ein weiterer Unterschied zur evangelischen Kirchengemeinde ist die Vehemenz die Evangelikale in ihrem Verhalten an den Tag legen. Druck und Manipulation gehören dazu.

So berichtet die Aussteigerin Daniela aus der Freikirche ICF von „geistlichem Mißbrauch, toxischen Strukturen, Manipulation, aber auch über psychologische Dynamiken, die Menschen in solche Systeme hineinzieht (…).“ [8]

Hier ist das Beispiel eines Aussteigers aus einer Pfingstgemeinde,der vollgepumpt mit dem Grausen vor der ewigen Verdammnis“ wurde und wie die näheren Umstände waren

Das waren jetzt einige Unterschiede zur evangelischen Kirche, die ihre Gemeindemitglieder nicht mit Angst, Druck, Manipulation, Worship, Bekehrungserlebnissen, massiven Missionierungsabsichten konfrontiert.

Wie finde ich den Beweis, dass eine Organisation, Kirche oder Gemeinde evangelikal ist?

Auf der Webseite der Evangelikalen Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) werden die „Werke“ (also Organisationen und Kirchengemeinden) aufgeführt, die a) direkt zur EAD gehören, die b) intensiv verbunden sind und c) verbunden sind.

Hier kann mensch nachschauen und sich informieren. Eine weitere Informationsmöglichkeit sind die Evangelischen Allianzen in den jeweiligen Städten. Beispiel: Die Evangelische Allianz Marburg führt alle regionalen Kirchen und Gruppierungen auf, die zur Evangelischen Allianz Marburg gehören.

Aufzuführen sind in diesem Fall z.B. die Royal Rangers Marburg, die Anskar Kirche, die Christchurch Marburg ( Methodisten), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten Marburg … . http://www.evangelische-allianz-marburg.de/gemeinden/ und http://www.evangelische-allianz-marburg.de/werke/

Die TelefonSeelsorge Marburg gehört dazu und ist damit evangelikal. Ebenfalls angeschlossen ist das Blaue Kreuz Marburg – Suchtkrankenhilfe.

Wer sich also der EAD anschließt ob intensiv verbunden oder „nur“ verbunden, ist damit Evangelikal und mehr noch. Diese Organisationen gehören zur KiNC-Landschaft (KiNC = Kingdom-minded Network Christianity), also „eine transformierte Welt durch die sukzessive Ausbreitung des Reiches Gottes“.
[9 = Maria Hinsenkamp „Visionen eines neuen Christentums – Neuere Entwicklungen pfingstlich-charismatischer Netzwerke, Transcript Verlag, S. 50]

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das nachfolgend abgebildete Buch von Maria Hinsenkamp, die diese Entwicklungen mehr als ausführlich dargestellt hat.

Nun zur Frage, ob es Evangelikale auch in Links gibt? Es gibt tatsächlich Aussagen über „linke evangelikale Gruppen“, die sich für soziale Themen einsetzen. Themen wie soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und die Bewältigung von Flucht und Armut mit Bezug auf die Bibel.

Allerdings können wir diese Aussage nicht bestätigen. Die EAD als größte evangelikale Gruppierung oder Organisation kümmert sich um diese Themen überhaupt nicht.

Da Links-sein stets auch emanzipatorisch ist und sein muss, erfüllt die EAD und alle Gruppierungen, Organisationen, Gebetshäuser und Vereine, die sich der EAD angeschlossen haben, diese Voraussetzung nicht.

Es mag wohl eine „Religiöse Linke“ geben, aber Evangelikalismus und Links-sein schließen einander aus. Denn die EAD und alle Organisationen …, die sich der EAD angeschlossen haben, und das Netzwerk ist riesengroß, sind durchaus auch autoritär, da sie die Bibel wortwörtlich auslegen und zur obersten Autorität erklärt haben. Sie gehören außerdem zur KiNC-Landschaft gehören.

Wer in dieser Landschaft zu finden ist, will einen christlichen Gottesstaat errichten, dem nur Männer und Frauen angehören und in der alle cisgeschlechtlich und heterosexuell zu sein haben.

Alle, die nicht diesem Bild entsprechen, werden dann seelsorgerisch behandelt oder/und unter Druck gesetzt und manipuliert oder kriminalisiert. Denn nur so kann ein christlicher Gottesstaat funktionieren. Ein christlicher Gottesstaat, dem sich alle unterzuordnen haben, egal ob Agnostiker*in oder Atheist*in oder einer anderen Religion zugehörig. Egal ob mensch will oder nicht.

Da dies weder eine wissenschaftliche noch theologische Abhandlung ist, beenden wir unsere Überlegungen mit dem Hashtag #EvangelikaleSindGefährlich.

Christliche Fußball-Influencer*innen

Am 21.05.2025 veröffentlichte die Tagesschau einen Artikel über „Religiöse Fußball-Influencer für Evangelikale

Es war ein gut recherchierter Artikel, der auch Vernetzungen berücksichtigte und u.a. über „Fußball mit Vision“ oder „Ballers in God“ berichtete. Auch auf die Awakening Church und Ben Fitzgerald gingen die Autor*innen ein. Sogar die Bethel Church wurde erwähnt.

Die Experten Fritz und Freudenberg warnen vor dem Einfluss solcher religiöser Fußball-Influencer“, war zu lesen. Endlich!

Die Forderung „Lehrer müssten sich dringend über religiöse Influencer kundig machen und mit ihren Schülern darüber ins Gespräch kommen“ ist nur zu unterstützen.

Doch es kam anders. Der MdB Johannes Volkmann der CDU und Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill legte Programmbeschwerde ein. Der Artikel sei eine „Missachtung religiöser Überzeugungen“.

O-Ton: „Volkmann schloss daraus: „Die einseitige Negativzuschreibung christlicher Glaubenspraxis wirkt somit nicht nur verletzend, sondern auch diskriminierend.“[1]

Die FAZ berichtete in diesem Zusammenhang von „Christen-Bashing“. [2] Die rechtskatholische Die Tagespost verwendete den Begriff „Christendiskriminierung“. [3]

Doch Fakten sind weder Bashing noch Diskriminierung, sondern Fakten!!!

Volkmann, der Enkel von Helmut Kohl, ist „bekennender Christ“. Über einen Mitschüler, den Sohn des Pastors der örtlichen „Calvary Chappel“, einer evangelikalen Freikirche, kam er nach dem Konfirmandenunterricht erneut in Kontakt mit dem christlichen Glauben und der Bibel. [4]

Johannes Volkmann findet „Merz hat Recht“ und unterstützt dessen „Migrationspolitik“, also die von Abschiebungen en masse. Hier unten im Bild ist er lächelnd an der Seite von Friedrich Merz zu sehen.

So kam es, dass der NDR ein Instagram-Reel offline genommen [hat] und einen Online-Artikel überarbeitet [hat]“, [5] also den zugehörigen Textbeitrag.

Für Evangelikale war dies ein Erfolg. Aber nicht nur für Evangelikale. Denn am Shitstorm beteiligten sich auch: Boris Reitschuster, [6] die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit, [7] Die Tagespost, [8] Journalistenwatch, [9] um hier nur einige Beispiele zu nennen.

Volkmann wurde bei katholisch.de mit den Worten zitiert: „Dennoch sei es ein gutes Zeichen, dass die ARD auf konstruktive Kritik reagiere, so Volkmann weiter. (KNA)“. [10]

Wir haben diesen Vorgang zum Anlass genommen noch genauer hinzuschauen und haben bei Fußball mit Mission, sorry, „Fußball mit Vision“ begonnen. Und landeten tatsächlich mitten in der von Dr. Maria Hinsenkamp bezeichneten „KiNC-Landschaft“.

KiNC ist die Abkürzung für Kingdom Minded Network Christianity und umfasst Kirchen, Organisationen, Gemeinden und Einzelpersonen …, die sich vernetzt haben, um das Königreich Gottes auf Erden zu errichten, also einen christlichen Gottesstaat.

Und das geht so: Der christliche Verein „Fußball mit Mission“ wollte oder möchte „Christen ermutigen, die Fußball-Europameisterschaft in Deutschland evangelistisch zu nutzen“.

So teilte der 1. Vorsitzende von Fußball mit Vision dem Sprachrohr der Evangelikalen EAD mit, der Verein habe ein großes Videoprojekt gestartet, damit die Videos möglichst in vielen Gemeinden und Privatpersonen zur Verfügung gestellt werden, „um bei ‚Public Viewings‘ oder gemütlichen ‚Fußballabenden‘ in privater Runde eingespielt und möglicherweise mit einem biblischen Impuls verbunden zu werden“, so Bühler.“ [11]

Bei den Videos handelte es sich um „christliche Zeugnisse“ von Felix Uduokhai (FC Augsburg), Felix Nmecha (Borussia Dortmund), Maxence Lacroix (VfL Wolfsburg), Enrico Valentini (1. FC Nürnberg), Davie Selke (1. FC Köln), Eduard Löwen (St. Louis City/USA) und Giovanna Hoffmann (SC Freiburg).“

Diese Aktion wurde unterstützt von: ERF, CVJM Deutschland, idea, SRS, der deutsche EC-Verband, Evangelische Freikirche Köln und der Mediathek offen.bar. Nachzulesen hier

Und so landeten „wir“ direkt in der KiNC-Landschaft, in der die Evangelische Allianz in Deutschland (EAD) einen festen Platz hat. ERF und idea sind Organisationen der EAD.

Der CVJM Deutschland hat sich der EAD angeschlossen, ebenso SRS, [12] eine christliche Non-Profit-Sportorganisation [13] mit zahlreichen bekannten und unbekannten Partner*innen.

Burgwächter und Energiestifter gehören dazu.

Die Mediathek offen.bar kann dort auch eingeordnet werden, weil sie auf der Webseite Werbung für eine Konferenz im Forum Wiedenest e.V. macht, die gleichzeitig zur KiNC-Landschaft gehören. [14]

Da es in Köln mehrere Evangelische Freikirchen gibt, können wir uns zur Einordnung dieser Kirche nur spekulativ äußern. Doch wenn die Kölner evangelische Freikirche zur FeG Deutschland gehört, also dem Bund Freier Evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.Ö.R., [15] dann gehört dieser wiederum zum Netzwerk der EAD und gehört damit auch zur KiNC-Landschaft.

Wenn „wir“ uns mit den „christlichen Zeugnissen“ z.B. von Felix Nmecha (Borussia Dortmund) befassen, dann hat dieser in der Vergangenheit für Aufsehen auf seinem Social-Media-Kanal gesorgt.

Zitat: „Im Februar 2023 teilte er ein Video des US-amerikanischen Rechtspopulisten Matt Walsh, der immer wieder seine Transfeindlichkeit und Ablehnung der LGBTQ-Rechte zur Schau stellt und sich auf Twitter selbst als „theokratischer Faschist“ bezeichnet. Und mit Beginn des Pride-Monats Juni teilte er ein Video eines Accounts mit dem Namen „Reformedbychrist“. In dem Beitrag wurde der Begriff „Pride“ dem Teufel zugeordnet.“ [16]

Queer.de dazuDer deutsche Nationalspieler bereut zwar, dass er einen transphoben Beitrag auf Instagram geteilt hat – wirklich davon distanzieren will sich der missionarische Christ aber nicht.

Das sollte auch keine*n überraschen, denn Evangelikale, darunter die EAD, lehnen praktizierte Homosexualität ab. O-Ton: „Gelebte und praktizierte Homosexualität entspricht nach Auffassung der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) nicht der schöpfungsgemäßen Bestimmung des Menschen.[17]

Denn „Gott schuf den Menschen als Mann und Frau“ mit dem göttlichen Auftrag „Seid fruchtbar und mehret euch.[18]

D.h. Evangelikale erkennen nur zwei Geschlechter an und die haben gefälligst heterosexuell sein.

Es war für mich nie fraglich, dass die Bibel Autorität hat und dass es wirklich die Wahrheit ist.“ [19] Das ist ein Zitat von Giovanna Hoffmann, die Teammitglied von Fußball mit Vision ist.

Ein Verein, der Fußballer*innen „nach biblischen Prinzipien“ supporten will, Trainingseinheiten anbietet und in Schulen geht, [20] um hier zu missionieren.

Denn die EM24 wurde unterstützt z.B. von bibel.TV, ERF Sinnsender (ein sog. Werk der EAD), offen.bar, CVJM, idea, SRS, Evangelische Freikirche Köln Ostheim, … .

Auch hier treffen „wir“ wieder auf die sog. KiNC-Landschaft, also auf vernetzte Kirchen, Gemeinden, Personen, die das Königreich Gottes auf Erden errichten wollen, also einen christlichen Gottesstaat anstreben.

Das nachfolgende Bild wurde der Webseite entnommen und zeigt in welchen Schulen Fußball mit Vision oder Mission schon gewesen ist und das in nur wenigen Jahren. Denn der gemeinnützig anerkannte Verein existiert erst seit 2022.

Und bei jedem Schulbesuch wurden autoritäre und konservative Ansichten verbreitet. Jeder Schulbesuch diente der Missionierung von Kindern und Jugendlichen, die ein Recht auf Religionsfreiheit haben und damit auch das Recht haben MÜSSEN sich von frei Religion und KiNC altersgemäß entwickeln zu dürfen.

Ob ein solches Vorgehen möglicherweise das sog. „Kindeswohl“ gefährdet, darüber sollten sich Jugend- und/oder Schulämter einmal Gedanken machen.