Christliche Polizeivereinigung

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1) Ein Beitrag (Teil 1) über die Christliche Polizeivereinigung e.V. (CPV), bei der es sich um einen gemeinnützig anerkannten Verein handelt. [1] Spenden sind steuerlich absetzbar.

2) Anders als bei vielen Vereinen und Organisationen gibt es auf der Webseite der CPV keine Selbstdarstellung oder ein „Über Uns“. Lediglich ein 10-minütiges Video, das das Image der Polizei als Opfer von Überforderung und Gewalt, als Freund und Helfer re-/produziert und verbreitet.

3) Ob die CPV über einen Beirat verfügt, z.B. über einen wissenschaftlichen Beirat, oder über ein Kuratorium wird nicht erwähnt. Vorstandsmitglieder werden keine vorgestellt. Lediglich im Impressum gibt es folgende Angaben:

4) „Vertretungsberechtigte: Holger Clas (1. Vors.), Joachim Boshard (2. Vors.), Christoph Lipski Geschäftsführer: Manfred Maag, Seelsorger für die Polizei: Johann Rempel“. [2]

Screenshot vom Impressum, das die Aussagen des Threads belegt. Siehe Text.

5) Auch die Anzahl von Mitgliedern/Mitstreiter:innen wird nicht erwähnt, lediglich dass die CPV Verbindungen zu rund 4.000 Cops unterhält und über einen Freundeskreis verfügt, mit ca 1.500 Personen aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Kultur [3]

6) und sich in Regionalgruppen/Kontaktstellen gliedert.

Foto einer Deutschlandkarte auf der die Regionalgruppen und Kontaktstellen verzeichnet sind.

[4]

7) Die vorhandenen Leerstellen über diesen Verein lassen sich allerdings sehr leicht füllen.

8) Beginnend bei der Verortung der CPV, die den christlich-Fundamentalen zugeordnet werden kann bzw. den Evangelikalen, den Bibeltreuen.

9) Verbunden ist die CPV mit der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD). [5] Aufgeführt wird sie von der EAD unter Netzwerk und Struktur und hier unter den verbundenen Werken.

Screenshot von der Webseite der EAD und dem Eintrag Christliche Polizeivereinigung e.V. als verbundes Werk.

10) Zu den mit der EAD verbundenen Werken gehören zum Beispiel auch die LGBTQI-feindliche Offensive Junger Christen (OJC),

11) der kreationistische Verband Evangelischer Bekenntnisschulen e.V. (VEBS), das Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG) oder Team.F Neues Leben für Familie e.V. [6]

12) Die CVP ist also hier in dementsprechender Gesellschaft.

13) Die CPV ist gut vernetzt und war 2018 Teilnehmer:in/Aussteller:in des Kongress christlicher Führungskräfte (KcF). Beim KcF handelt es sich um ein evangelikales Spektakel im Sinne einer Messe mit Aussteller:innen, mit Workshops und einem umfangreichen Rahmenprogramm. [7]

14) 2021 wird die CVP in Leipzig als Austeller:in wieder mit dabei sein. [8]

15) Die Ideologie der CPV basiert also auf derselben Ideologie wie die der EAD, also auf einer Ideologie, die nur 2 Geschlechter kennt und zulässt, die cisgeschlechtlich und heterosexuell zu sein haben, einer Ideologie, die auf geschlechtsspezifischen Rollenkonstrukten basiert

16) und die die Unterschiede dieser beiden Geschlechter zum Anlass nimmt die Ungleichheit zwischen Frau und Mann zu erhalten und festzuschreiben, einer Ideologie, die auf einer Religion basiert, die wortwörtlich verstanden, interpretiert und gelebt werden soll.

17) Dazu kommt noch die Überzeugung von der Unfehlbarkeit der Polizei als Freund und Helfer, ein Antilinkskurs zusätzlich zum missionarischen Charakter und der Bibeltreue des Vereins.

18) Also eine durchaus brandgefährliche Mischung für eine demokratische Gesellschaft, die sich mittlerweile bereits auf dem Weg in einen autoritären Staat befindet und das mit einer Polizei, die Tag für Tag Gewalt gegen bestimmte Bevölkerungsgruppen ausübt.

19) Gewalt gegen BIPoC, Gewalt gegen Linke, Gewalt gegen Menschen im Ausnahmezustand … . Polizeigewalt, die nicht oder nur in Einzelfällen Konsequenzen für d. Täter:innen hat.

20) 2019 berichtete das Sprachrohr der evangelischen Allianz idea vom Bundestreffen der CPV und versah diesen Artikel mit der Überschrift: „Was Propheten der Bibel mit Polizisten gemeinsam haben“. [9]

21) Der CPV-Vorsitzende und Kriminalhauptkommissar Holger Clas (Hamburg) hatte nämlich bei diesem Bundestreffen die Besucher:innen als Christ:innen in der Polizei aufgefordert „wie Himmelslichter zu leuchten“. [10]

Screenshot von der Webseite der CPV mit einem Foto von drei weißen Männern. Dem Pianist Michael Schlierf, dem CPV-Vorsitzenden Holger Clas und dem Fernsehpfarrer Heiko Bräuning. Im Hintergind ist zu lesen: für Christliche Werte in der Polizei. Zuvor noch etwas Text, der das Zitat von Holger Clas belegt.

22) Holger Clas behauptet auch allen Ernstes, dass die Polizei ein Vorbild im Kampf gegen Rassismus sei. Denn diese, so behauptete er im Interview mit ERF-Medien, „hat kein Rassismus-Problem.“ [11]

Screenshot von der Webseite, die die Aussagen im Text belegen.

23) Nachzuhören in 3 Min. hier: cpv-online.org/fileadmin/user.
Clas redet von Einzelfällen, die möglich sein könnten.

24) Allerdings sei die Polizei-Behörde gut gegen Rassismus gefeit, denn Anti-Rassismus durchziehe die gesamte Ausbildung, so Clas. Racial Profiling sei die absolute Ausnahme und wenn doch, so der Kriminalhauptkommissar aus Hamburg, dann gäbe es gute Gründe dafür. WTF!

25) Auffallend in diesem Interview ist die rassistische Sprache von Holger Clas, der z.B. von „Schwarzafrikanern“ oder von „Rassen“ spricht, und der gleichzeitig behauptet die Polizei sei gegen Rassismus gefeit. WTF!!!

26) Und deshalb wundert es nicht, dass die CPV für das Buch von Peter HahneSeid Ihr noch ganz bei Trost! Schluss mit Sprachpolizei und Bürokraten-Terror“ geworben hat.

27) Peter Hahne, der gegenderte Sprache verabscheut, der das N-Wort und das Z-Wort weiter nutzen will, der zu den Erstunterzeichner:innen des rechten Appells für freie Debattenräume gehört und der auch ansonsten so gut wie keine rechte Petition auslässt.

28) Es sei das Buch „eines großen Journalisten und Beobachters, eines überzeugten Christen, der Evangelium und Urteilskraft zusammenbringt“, so die CPV.

Screenshot von der Webseite der CPV, die die Angaben in diesem Thread belegen.

29) Ganz am Ende des Textes noch ein © Copyright und der Name Harald Seubert. Bei Seubert handelt es sich um ein „neuen“ Rechten aus den Reigen der EAD handelt und der zu den Erstunterzeichner:innen der christlich-fundamentalen Salzburger Erklärung (2015) gehörte.

30) Allerdings hat die CPV auch eigene Publikationen anzubieten, zum Beispiel die Polizeibibel, das neue Testament für Schweizer Sicherheitskräfte, den CPV-Kalender oder auch die Schrift „wer hat ein Herz für die Polizei in Afrika?“ und „Hautnah – mit Gott bei der Polizei“.

Screenshot von der Webseite der CPV und der Rubrik: Publikationen: Die Polizeibibel – eine Erfolgsgeschichte, Hautnah – mit Gott bei der Polizei, CPV-Kalender, Spanische Polizeibibel, Neues Testament für Schweizer Sicherheitskräfte, Wer hat ein Herz für die Polizei in Afrika. Obendrüber der Header der Webseite mit vielen Polizeifahrzeugen.

[12]

31) Für die zuletztgenannten Publikationen hat wiederum Peter Hahne lobende Worte, wie in nachfolgendem Screenshot zu sehen ist.

Screenshot von der Webseite der CPV, die die Angaben im Thread belegen.

[13]

32) „Hautnah. Mit Gott bei der Polizei“ wurde von der Christliche Verlagsgesellschaft mbH (Dillenburg) veröffentlicht. Diese Verlagsgesellschaft ist ein „Werk“ der Brüderbewegung Deutschland. [14]

33) Infos zur Brüdergemeinde, die noch einen Zacken heftiger sind als die EAD, besonders die geschlossenen Gruppen, gibt es hier

34) Herausgegeben wurde „Hautnah …“ von Holger Clas mit Torsten Bödecker als Autor.

35) Torsten Bödecker ist leitender Polizeidirektor und Mitglied der CPV, sowie Leiter des Projekts „Zukunftsfähiges Beförderungs-und Stellensystem für die Polizei Hamburg“ (ProBeSt).

36) 2015 veröffentliche ProBeSt gemeinsam mit der Deutsche Polizeigewerkschaft Hamburg (DPolG) ein Positionspapier. [15]

37) An dieser Stelle soll an Bodo Pfalzgraf von der DPolG erinnert werden, der Anfang der Neunziger Jahre dem Hoffmann-von-Fallersleben-Bildungswerks angehörte, das zu einer extrem rechten Tarnorganisation wurde

38) und daran, dass die DPolG als Diskursknotenpunkt zwischen „Konservativen“, also Protofaschist:innen, und Rechten/extremen Rechten gilt. Mehr dazu hier

39) 2016 folgte ein gemeinsames Treffen mit dem Bund Deutscher Kriminalbeamten (BDK), der DPolG und ProBeSt. So entstand nachfolgendes Foto mit Torsten Bödecker, 3 von links. [16]

Foto entstand nach einem Treffen mit dem BDK, der DPolG und ProBeSt. Auf dem Foto sind v.l. Martin Bähr, Oliver Schwabe, Torsten Bödeker, Jan Reinecke, Katharina Luckey, Thomas Jungfer, Klaus Vöge und Klemens Burzlaff.

40) Vernetzt ist die Christliche Polizeivereinigung auch mit dem Team.F.
Eheseminare des evangelikalen Vereins mit dem Polizeiehepaar Ulrike und Markus Jansen werden von der CPV besonders empfohlen. [17]

Veranstaltungstermin der Ehe-Kurse von Team.F in Burbach-Holzhausen. Teil 1 „Unsere Ehe soll gelingen“ 04.-07.02.2021 und 28.10-01.11.2020 Teil 2. Die fehlerhaften Daten der Termine wurden dem Original entnommen. Es ist davon auszugehen, dass Teil 2 in 2021 stattfinden soll und es sich hier um einen Schreibfehler handelt.

41) Team.F ist eine evangelikale Organisation, die sich der „evangelischen Allianz“ zugehörig fühlt und [18] zu den „Wahrheiten der Bibel“ steht. Laut Eigenangaben vermittelt Team.F „christliche Werte auf praktische und lebensnahe Art“.

42) Team.F gehört, was nicht weiter überraschen dürfte, zu den ideellen Unterstützer:innen des jährlichen Marsch für das Leben.

43) Da der Thread schon so weit fortgeschritten ist, folgt Teil 2 in Kürze.

Teil 2

Arne Elsen, Wissenschaftsfeindlichkeit und christlicher Fundamentalismus

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Ein Beitrag, der bei Arne Elsen beginnt und im Gemenge von Wissenschaftsfeindlichkeit endet. Zwischendurch noch ein bisschen christlicher Fundamentalismus.

Stellen Sie sich vor bei Ihnen wurde Diabetes diagnostiziert und Sie müssen deshalb eine fachärtzliche Praxis aufsuchen.

Sollten Sie im Umkreis von Hamburg wohnen, könnte es sein, dass sie einen Termin im Diabeteszentrum Hamburg Nord-Ost vereinbaren.

Bildbeschreibung 1: Impressum – Diabeteszentrum Hamburg Nord-Ost/Bramfeld
Dr. med Arne Elsen, Bramfelder Chaussee 238 – 242, D-22177 Hamburg/Germany
Bildbeschreibung 2: 2 Fotos von Dr. med Arne Elsen (Facharzt für Innere Medizin und Diabetologi) und Dr. med Anne Elsen (Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin)

[1]

Bildbeschreibung: 2 Fotos von Dr. med Arne Elsen (Facharzt für Innere Medizin und Diabetologi) und Dr. med Anne Elsen (Weiterbildungsassistentin für Allgemeinmedizin)

[2]

Immerhin wurde dieses Zentrum von der Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anerkannt und zusätzlich verfügt die Praxis über eine zertifizierte diabetologische Fußbehandlungseinrichtung.

Die Leistungen dieser Praxis vermitteln einen professionellen ersten Eindruck und das nicht nur im Hinblick auf Diabetes, sondern auch z.B. bei Gastroparese-Diagnostik, Reizdarm oder Polyneuropathie … .

Bildbeschreibung: Leistungsangebot der Praxis nachzulesen hier: https://www.diabeteszentrum-hh-nordost.de/

[3]

Sie werden sich in dieser Praxis unter Umständen gut aufgehoben fühlen und nicht wissen, dass der Facharzt Dr. Arne Elsen nachweislich bis mindestens 2015, die Betonung liegt hier auf MINDESTENS, sog. „Homo-Heilungen“ in seiner Praxis durchgeführt und diese über die Krankenkasse abgerechnet hat.

2015 berichtete der NDR über Dämonenaustreibungen in der Praxis von Dr. Arne Elsen. Es ging dabei um Dämonen, die für Homosexualität verantwortlich seien. Auch diese vermeintlichen „Austreibungen“ wurden über die Krankenkasse abgerechnet.

2018 berichtete der Humanistische Pressedienstder deutsche Arzt“, gemeint war Arne Elsen, „vertraut der Kraft des Gebets und der angeblichen Heilkraft Gottes“, die er nicht nur gegen Homosexualität einsetzte, sondern z.B. auch gegen Krebs.

In dem genannten Artikel ging es um die sog. „Heilungsgottesdienste“ und die gibt es immer noch. Womit wir in der Gegenwart angelangt sind. Denn der Facharzt für Innere Medizin und Diabetologie praktiziert nach wie vor und Heilungsgottesdienste oder Prophetie-Seminare bietet er ebenfalls immer noch an. Zwar nicht mehr im Stil wie 2012 auf Mallorca mit tollem Buffett und wunderschönem Sandstrand.

Bildbeschreibung: Screenshot einer Werbung aus einem Prospekt von Die Taube e.V. mit Dr. Arne Elsen: Heilung, Starke Gottesdienste 2xtäglich, Ausflüge, Freizeit und vieles mehr verbunden mit dem Hinweis „Schöne Hotelanlage (5 Sterne) tolles Buffet, wunderschöner Sandstrand.

[4]

Aktuell werden allerdings auf der Webseite des Centrums für Glauben Gebet und Heilung, betrieben von Arne Elsen, eine Vielzahl von Veranstaltungen angekündigt, darunter auch „Prophetie-Seminare für Anfänger und Fortgeschrittene“, sowie Heilungsseminare und Heilungsgottesdienste. [5]

Einige dieser Veranstaltungen finden in den Räumlichkeiten der Evangelischen Kirchengemeinde Arnoldshain in Schmitten statt. Diese Kirchengemeinde bietet u.a. auch Erholungsurlaube für Kinder aus Tschernobyl an. [6]

Neben einer Reihe von Online-Veranstaltungen sind 4 Heilungsseminare mit Arne Elsen in Frankfurt/M. (Gemeinde Löwe von Juda Gemeinde) geplant und zwar in der Zeit vom 30.10. bis zum 1.11. [7]

Bildbeschreibung: Screenshot von den Veranstaltungsterminen am 30/31.10 und am 1.11.2020.

Auch vorgesehen sind mehrere Heilungsgottesdienste/-seminare in d.Schweiz und in Bad Langensalza. Im nächsten Jahr, am 20.02.2021, wird ihn sein Weg, so er nicht stolpert, auch nach Leipzig zu einem Tagesseminar in den Leipzig Pavillon der Hoffnung von Senfkorn e.V. führen.

Und bei all diesen Seminaren und Gottesdiensten wird er die Botschaft verbreiten, dass Heilung möglich ist z.B. auch bei Krebs.

Dabei kann seine Botschaft und sein Verhalten tödliche Konsequenzen für homosexuelle Menschen oder für Krebspatient:innen zum Beispiel haben.

Auf der Webseite „Christ sucht Christ“ gibt es einen Eintrag zum Thema Heilung bzw. stellt wer die Frage „Hallo hat hier schonmal jemand eine Krebsheilung durch Gebet erlebt? Oder bei jemand anderen? Ist es möglich den Krebs auch ohne chemo und Bestrahlung zu besiegen?[8]

Viele Kommentare bestätigten die Frage im Hinblick auf die heilende Kraft des Gebetes. Ein:e Kommentator:in empfahl Arne Elsen, sowie Andreas Herrmann aus Wiesbaden und Dr. Christoph und Utta Häselbarth.

Bildbeschreibung: Auszug von der Webseite. Siehe Text.

22) Auch Andreas Herrmann, Vorstandsvorsitzender des Christlichen Zentrums Wiesbaden e.V., bietet Heilungsgottesdienste an. Aktuell finden diese nur Online statt. Ab September, so ist auf der Webseite zu lesen, sollen diese auch live in Englisch übersetzt werden. [9]

Bildbeschreibung: Auf dem Foto ist Andreas Herrmann zu sehen. Er trägt Jeans und ein Jacket, in der Hand ein Mikrofon. Durch seine Körperhaltung wirkt er als wolle er gleich loslaufen, also sehr aktiv und hinterlässt eine Assoziation von Tschakka, Du schaffst das, wie es in manchen Motivationsseminaren üblich ist.

Bildbeschreibung: Links ein Bild von einem Heilgottesdienst. Auf der Bühne stehen mehrere Personen, Technik ist auch zu sehen, ein riesiger Monitor hängt an der Wand rechts und das Publikum ist von hinten zu sehen, wie sie dem Referenten lauschen.

Im Gegensatz zu Arne Elsen werden diese Heilungsgottesdienste wie ein Event zelebriert und auch so in Szene gesetzt, wie die Screenshots zeigen. Das gilt auch für die Live-Gottesdienste, die Sonntags um 9.30 und um 11.30 Uhr stattfinden.

Der Gottesdienst als ein Event, der Gottesdienst fast schon wie ein Konzert. [10]

Bildbeschreibung: Text: Live Online Gottesdienste Sonntags 09.03 & 11:30 Uhr (Move Kids Gottesdienste 9 Uhr, 11 Uhr) und Verlinkung, die Zum Livestream führt. Hintergrundbild ist eine Band mit zwei Gitarristen, einem Schlagzeuger und einer singenden schwarzen Frontfrau. Das Setting wirkt wie ein Konzert mit viel Energie und kraftvoll geladen.

Auch die Taube Heidelberg mit einem angeschlossenen Reisedienst bietet Heilungsgottesdienste mit Pierrot Fey an. [11] Allerdings im Gegensatz zu Arne Elsen ist Fey, wie die anderen namentlich genannten auch, kein Mediziner.

Fey wird auf der Webseite als Gründer der Gemeinde „Die Taube“ vorgestellt und als „international anerkannter Prophet“, in dem u.a. der Ruf nach einer „Gebeetsarme“ brenne. [12]

Bildbeschreibung: Screenshot von der Webseite unter der Rubrik „Unsere Leiterschaft“. Siehe Text.

Auf der hauseigenen Webseite von Die Taube wird zwar von Heilungserfolgen berichtet, allerdings handelte es sich lediglich um Nackenschmerzen und Arthrose, also keine lebensbedrohlichen Erkrankungen.

Und das ist der Unterschied zu Arne Elsen, dem Facharzt mit dem abgeschlossenem Medizinstudium und der Approbation, der Facharzt der es besser weiß bzw. der es besser wissen sollte.

Das macht Heilungsgottesdienste im Allgemeinen nicht weniger schädlich oder weniger harmlos.

Es macht aber doch einen Unterschied aus, ob der Mediziner, der Facharzt, auf seiner Webseite Zeugnisse und Heilungsberichte einstellt, in denen Menschen berichten von Krebs geheilt worden zu sein, von einer Schrumpfniere genesen, dass sich das Sehvermögen von 5% auf 80% gesteigert habe, dass die Rückenschmerzen verschwunden seien, genauso wie der Tumor, die Metastasen, die Laktoseintoleranz,von Lähmungen und vom Hörsturz befreit, von verlorengegangen Gallensteinen und wie durch ein Wunder waren im Blut keine Borrelien mehr zu finden… ist hier zu lesen und das alles nur mit der Kraft des Gebets geheilt. [13] WTF!

Auch das Gästebuch auf seiner Webseite (dr-elsen) ist dementsprechend voll und interessanterweise lesen sich alle Einträge wie dieser Text zum Thema „Alltagswunder“ aus der christlichen Frauenzeitschrift Lydia. [14]

Bildbeschreibung: Nur etwas Text von der Webseite zum Thema „Alltagswunder“ „Hoffen oder glauben?“ Hier berichtet eine Frau von außergewöhnlich starken Bauchkrämpfen, die so heftig gewesen sind, dass sie sich ins Krankenhaus begeben hat. Doch noch vor der Konsulation eines:r Ärtz:in waren die Schmerzen wegen des Gebets der gesamten Familie und Gemeinde verschwunden und so ging sie wieder heim. Nachzulesen hier: https://www.lydia.net/alltagswunder/hoffen-oder-glauben-219/

In dieser Geschichte geht es um die Autorin, die sich wegen außergewöhnlich starken Bauchkrämpfen ins KH begab und noch vor einer medizinischen Diagnose und der Konsultation bei einer Ärztin dieses wieder verließ, weil die Familie und die Gemeinde erfolgreich gebetet hatte.

Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen einem Mediziner mit abgeschlossenem Studium und Facharztausbildung und der Autorin für Lydia, denn Arne Elsen behandelt in seiner Eigenschaft als Facharzt ernsthaft erkrankte Menschen.

Er ist ein Mediziner mit einer wissenschaftlichen Ausbildung und stellt doch eine Gottheit, in diesem Fall den christlichen Gott, über die Erkenntnisse der Wissenschaft.

Dieser Mediziner stellt das, woran er glaubt und wovon überzeugt ist über die Wissenschaft, über nachweisbare Erkenntnisse und er handelt damit verantwortungslos und gesundheitschädigend.

Hier könnte eigentlich der Thread über Arne Elsen enden. Doch halt! Er ist KEIN Einzelfall.

Denn am 27.09.2020 konnten die rechten coronaleugnenden „Ärzte für Aufklärung“ satte 1.885 Unterstützer:innen vorweisen. (archive.is/yHy4V)

Darunter 454 Ärzt:innen (224 Ärzte/230 Ärztinnen), 12 Hebammen, 75 Krankenschwestern/OP-Schwestern, 38 Krankenpfleger:innen, 61 Physiotherapeut:innen und 53 Psychotherapeut:innen, um einen Überblick zu verschaffen.

Auch der Bund Katholischer Ärzte (BKÄ), der zugegebenermaßen nur aus einer Person besteht, nämlich aus dem praktizierenden Arzt mit Praxis in Unterhaching Gero Winkelmann, der aber gut vernetzt ist, verbreitet ähnliche Positionen.

Bildbeschreibung: Siehe Text

[15]

Bildbeschreibung: Impressum von Ero Winkelmann, praktischer Arzt, Pflichtmitglied im Ärztlichen Kreis- und Bezirksverband München mit Praxis in Unterhaching, Truderinger Str. 53.

[16]

In besonderen, aussichtslosen Fällen empfiehlt der BKÄ die „innere Heilung durch Verzeihen im Gebet“, um hier nur ein Beispiel aufzuführen.

Nun mag sich d. Leser:in fragen, was Arne Elsen, der BKÄ bzw. Gero Winkelmann und die Ärzte für Aufklärung miteinander zu tun haben und warum sie hier aufgeführt sind. Die Antwort ist schnell erklärt. Arne Elsen, Gero Winkelmann und die Ärzte für Aufklärung haben mehr als eine Gemeinsamkeit.

Sie gehen nämlich verantwortungslos, geradezu gesundheitsschädigend, mit Menschen um, die ihre Gesundheit und je nach Erkrankung auch ihr Leben/Überleben ihnen anvertrauen, weil sie es müssen.

Die zweite Gemeinsamkeit, die Arne Elsen, Gero Winkelmann und die Ärzte für Aufklärung miteinander teilen ist das Desinteresse in weiten Teilen der Mehrheitsgesellschaft/der Mitte™, die das alles ignoriert, genauso wie die Deutsche Ärztekammer und andere Gremien, die solche Mediziner:innen ungehindert praktizieren lässt.

Nun stellen Sie sich bitte zum Abschluss dieses Threads vor, dass die hier genannten Fälle nur einige ausgewählte Beispiele von vielen sind. Denn dieser Thread erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.

Informieren und sensibilisieren Sie sich, werden Sie laut, wenn es erforderlich ist, machen Sie andere aufmerksam. Wehren Sie sich! #Alerta

Ein Thread über den Begriff Geschlechtergerechtigkeit

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1) Im Mittelpunkt dieses Beitrags in XXXL-Länge steht der Begriff „geschlechtergerecht“ bzw. „Geschlechtergerechtigkeit“.

2) Denn wie dieser zu verstehen ist, erschließt sich stets nur aus dem Kontext, ob z.B. gegendert wird mit Stern, Doppelpunkt oder Unterstrich, um damit alle Geschlechter abzubilden und anzusprechen, oder ob das BinnenI verwendet wird.

3) In diesem Fall, also beim BinnenI, ist es höchstwahrscheinlich, dass d. Verfasser:in nur cisgeschlechtliche Menschen ansprechen/abbilden will, weil sich Transfeindlichkeit hinter den Zeilen verbirgt.

4) Mit dem generischen Maskulinum will ich gar nicht erst anfangen.

5) Um herauszufinden, welche Einstellung zutreffend ist, macht es Sinn, sofern der Text nichts weiteres hergibt, sich mit d. Autor:in ein wenig näher zu befassen

6) oder im Gespräch mit einer Person, z.B. eines:r Lehrer:in/Erzieher:in, die erklärt eine „geschlechtergerechte Pädagogik“ anzubieten, nachzufragen was diese darunter versteht.

7) Denn „Geschlechtergerecht“ kann alles und im schlimmsten Fall sogar das Gegenteil bedeuten.

8) Um das zu veranschaulichen wurde für diesen Thread ein LGBTQI-feindlicher und misogyner Text von Konstantin Mascher als Ausgangspunkt gewählt. Denn Geschlechtergerechtigkeit kann auch ins Gegenteil verkehrt werden.

9) Der Text von Mascher wird nicht analysiert, kann allerdings gelesen werden unter: archive.is/HJvO1 was jedoch zum Verständnis dieses Threads nicht zwangsläufig erforderlich ist.

10) Mascher fordert in diesem Text eine „geschlechtergerechte Pädagogik“. Was er damit meint, ist schnell erläutert. Vor allen Dingen dann, wenn mensch seinen Background kennt.

11) Konstantin Mascher gehört nämlich nicht nur den Evangelikalen der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) an, sondern ist auch Leiter der Offensive Junger Christen (OJC), die der EAD nahesteht.

12) In seinem Namen und im Namen der OJC hat er 2015 die christlich-fundamentale Salzburger Erklärung erstunterzeichnet.

13) Zur OJC gehört das Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft (DIJG), das offen und unverblümt z.B. für Heilung (hier bezeichnet als Reparativtherapie) von Homosexualität wirbt und in zahlreichen Texten Homosexualität mit Erkrankungen und Pädophilie in einen Zusammenhang bringt.

14) Auch transfeindliche Texte werden vom DIJG veröffentlicht und weiterverbreitet.

15) Konstantin Mascher ist darüberhinaus auch Mitglied der Evangelisation für Deutschland e.V., auch als Lausanner Bewegung bekannt, er gehört zu den Referent:innen von TeenSTAR und ist im Vorstand der ojcos-Stiftung.

16) Themenschwerpunkte dieser „gemeinnützigen“ Stiftung sind u.a. „humanitäre, missionarische und diakonische Arbeit sowie Forschung und Lehre in den Bereichen Pädagogik, Völkerverständigung, Ehe und Familie, u.a. (…)“. [1]

Angaben unter „Stiftungszweck“ siehe hier: https://www.ojcos-stiftung.de/wir-ueber-uns/stiftungszweck/

17) Mascher ist also sehr gut vernetzt und auf all seinen Wegen verbreitet/verkündet er die LGBTQI-feindliche/misogyne Botschaft und die ist alles andere froh.

18) Wenn also Konstantin Mascher eine „geschlechtergerechte Pädagogik“ fordert und darüber schreibt, dann basiert seine Ideologie auf folgenden Annahmen/Aussagen

19) a) dass es nur 2 Geschlechter gibt und geben darf, nämlich Frau/Mann bzw. Mädchen/Junge
b) dass diese 2 Geschlechter verschieden sind bzw. sich unterscheiden
c) dass diesen Unterschieden Rechnung getragen werden sollen, um der „Gerechtigkeit“ der Geschlechter willen. WTF!

20) Daraus folgt dann eine Pädagogogik oder ein Angebot, d. auf geschlechtsspezifischen Rollenkonstrukten basiert und diese damit zusätzlich festschnürt.

21) Das geschieht mit unterschiedlichen bzw. „geschlechtsspezifischen“ Angeboten für Mädchen und für Jungen und baiserend auf unterschiedlichen Anforderungen an die 2 Geschlechter.

22) Harald Steeb sagte 2016 im Rahmen einer Demonstration von Demo für Alle, dem Sammelbecken von christlichen Fundis, von neuen Rechten, Abtreibungsgegner:innen und Neofaschist:innen, in seiner Eigenschaft als Generalsekretär der EAD

23) Zitat: „… Jungen müssen darauf vorbereitet werden, dass sie später Väter sein können. Und junge Mädchen dürfen, sollen, müssen auch darauf vorbereitet werden, dass und wie sie später Mütter sein können.

24) Anders geht es nicht. Das ist jedenfalls natürlich und nachhaltig und für unser Gemeinwohl unerlässlich. …“ [2]

Siehe Text.

25) Männer- und Frauen, so wie z.B. von Evangelikalen forciert, enden erschreckenderweise beispielhaft wie in diesem Foto. Im aktiven bibeltreuen Mann und der inaktiven wartenden und betenden Frau.

26) Und um das Offensichtliche ein wenig zu kaschieren, wird es das Foto Karikatur verkauft.

Ein Mann mit weit geöffneten Augen steigt auf eine Leiter und hält dem Bundesadler, dem Bundeswappen Deutschlands, dessen Krallen gebetsartig gefaltet sind, die Bibel entgegen. Eine Frau mit geschlossenen Augen sitzt gebeugt auf einem Schemel und hat die Hände gefaltet. Bildunterschrift: 40 Jahre idea Spektrum

[3]

27) Konstantin Mascher aus den Reihen der EAD unterscheidet in seinem Text zwischen einer „Genderorientierten Pädagogik“, die in letzter Konsequenz die Leugnung einer spezifischen Vater- und Mutterrolle bedeute und den Kindern/Jugendlichen schade,

28) und einer „Geschlechtergerechten Pädagogik“. Jungen Menschen, so schreibt Mascher, müsse die positive Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Zweigeschlechtlichkeit begreifbar und schmackhaft gemacht werden.

29) Dabei verweist er in seinem Text auf die Publikation von Prof. Dr. Wolfgang Tischner (Hrsg.) „Jungenpädagogik“ von der Technischen Hochschule Nürnberg, [4] der zur Frage einer angemessenen Pädagogik folgendes gesagt haben soll

30) Zitat: „Leitlinie für pädagogisches und bildungspolitisches Handeln sollte weder die Idee der Gleichbehandlung noch die Strategie des Gender-Mainstreamings sein, sondern das Prinzip der Geschlechtergerechtigkeit.[5]

31) In diesem Kontext läuft „Geschlechtergerechtigkeit“ auf Ungleichheit hinaus.

32) Trotzdem erscheint es sinnvoll sich mit dem Erziehungswissenschaftler Wolfgang Tischner ein wenig intensiver zu befassen. ‚
Hier ein Foto von Wolfgang Tischner (links im Bild) gemeinsam mit Klaus Kelle im Rahmen einer Veranstaltung. [6]

Wolfgang Tischner und Klaus Kelle gemeinsam auf einem Foto

33) Immerhin war Tischner 2014 Teilnehmer des Forum Familie 2014, [7] wo er gemeinsam mit Hedwig von Beverfoerde (Demo für Alle), mit Michaela Freifrau Heereman

34) (aus Talkshows bekannt, 2009 vom Papst als Beraterin des Päpstlichen Rates für die Familie berufen [8] und aktuell Vorstandsmitglied des Elternverein NRW, der zu den Sponsoren der rechten 5. VV wahre Schwarmintelligenz gehörte)

35) und mit Wolfgang Leisenfels (Erstunterzeichner der christlich-fundamentalen Salzburger Erklärung) … plauderte. Für die Moderation war Klaus Kelle von der CDU und Organisator der VV der wahren Schwarmintelligenz zuständig.

36) Thema der Veranstaltung „Gender-Mainstreaming und sexuelle Vielfalt in der Schule“. [9] Dazu folgendes Foto mit den Referent:innen der Veranstaltung. [10] Wolfgang Tischner ganz rechts außen.

Ein Foto der Veranstaltung Forum Familie. Zu sehen sind: Karin Maria Fenbert, Michaela Freifrau Heeremann, Wolfgang Tischner, Karla Etschenberg, Wolfgang Leisenberg, Klaus Kelle und Hedwig von Beverfoerde. Die Reihenfolge der genannten Namen auf dem Foto stimmt allerdings nicht.

37) 2016 stellte sich Tischner, dem antifeministischen Onlineportal cuncti für ein Interview zur Verfügung. Das Thema der Benachteiligung von Jungen komme heute in der Pädagogik zu kurz, so der Professor. [11]

Screenshot von der Webseite Cuncti und dem Interview mit Wolfgang Tischner. Titel: „Geschlechterdebatte: „Ein wesentlicher Teil der Natur von Jungen wird nicht akzeptiert“. Nachzulesen hier: https://www.cuncti.net/geschlechterdebatte/935-geschlechterdebatte-ein-wesentlicher-teil-der-natur-von-jungen-wird-nicht-akzeptiert

38) D.h. spätestens an dieser Stelle wurde aus der Begrifflichkeit der „Geschlechtergerechtigkeit“ in diesem Kontext ein antifeministisches und maskulistisches Narrativ.

39) Die Abendzeitung München berichtete im November 2019 vom Nürnberger Erziehungswissenschaftler Wolfgang Tischner, der zu der Erkenntnis gelangt sei, dass Lesestoff für Jungen zu wenig berücksichtigt würde.

40) Durch die Dominanz von Frauen in der Erziehung, in Kitas und Schulen, sowie beim Vorlesen würden den Jungen die männlichen Vorbilder fehlen und dadurch präge sich bei diesen ein „Lesen ist weiblich“. [12]

Screenshot von der Abendzeitung mit dem Titel: „Forscher: Lesestoff für Jungen wird zu wenig berücksichtigt. Nachzulesen als Ganzes hier: https://www.abendzeitung-muenchen.de/bayern/forscher-lesestoff-fuer-jungen-wird-zu-wenig-beruecksichtigt-art-585612d

41) Dies war der Moment in dem Tischners antifeministische/LGBTQI-feindliche Äußerungen in die Mehrheitsgesellschaft oder Mitte™ eindringen konnten. In eine Mitte™, die z.B. beim Kauf eines Geschenks für Kinder/für Jugendliche

42) nicht nach dem Alter oder den Interessen fragt, sondern zuallererst nach dem Geschlecht.

43) In diesem gesellschaftlichen Klima hatte der Erziehungswissenschaftler Tischner gute Chancen ernstgenommen zu werden. Hier verließ er die LGBTQI-feindliche/antifeministische/christlich-fundamentale Blase und konnte in der Mitte™ andocken

44) und dort das Verstärken was ohnehin vorhanden ist.

45) 2012 veröffentlichte der Kösel-Verlag die Publikation „Jungen sind anders, Mädchen auch: Den Blick schärfen für eine geschlechtergerechte Erziehung“ verfasst von Melitta Walther.

46) Diese Veröffentlichung beginnt wie üblich mit einem Vorwort, das aussagekräftiger nicht sein kann. Denn dieses beginnt mit dem Satz „Wer immer dieses Buch aufschlägt, ist eine Frau oder Mann. Sonnenklar“ im Vorwort. [13]

47) Damit sind/waren alle anderen Geschlechter, nonbinäre, queere, genderfluide … Menschen/Kinder/Jugendliche raus. Sie wurden nicht nur nicht angesprochen und abgebildet, sondern auch bewusst unsichtbar gemacht, ignoriert und dadurch ausgegrenzt.

48) Auf der Webseite kindergartenpaedagogik bzw. das Kita-Handbuch, ein Nachschlagewerk rund um die Entwicklung, Betreuung, Bildung und Erziehung von (Klein-)Kindern mit mehr als 900.000 Seitenaufrufen pro Monat [14]

Screenshot von der Startseite der Webseite: https://www.kindergartenpaedagogik.de/

49) gibt es 9 Beiträge zum weiten Feld Geschlechtergerechtigkeit, Geschlechtersensibilität und Geschlechterdifferenz oder geschlechtsbewusste Pädagogik. [15] In allen Beiträgen gibt es nur 2 Geschechter.

50) Der Autor T.Rohrmann des Artikels „Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen“ drückt sich zwar sehr vorsichtig aus im Vergleich zu Mascher. Er empfiehlt jedoch am Ende seines sehr langen Textes das bereits erwähnte Buch von Melitta Walther.

Siehe Text.

51) D.h. auch hier kann mensch erkennen, dass sowohl Melitta Walther, die Buchautorin, als auch Tim Rohrmann davon ausgehen, dass es

52) a) nur 2 Geschlechter gibt nämlich Frau/Mann bzw. Mädchen/Junge
b) dass diese 2 Geschlechter verschieden sind bzw. sich unterscheiden
c) dass diesen Unterschieden Rechnung getragen werden müssen, um der „Gerechtigkeit“ der Geschlechter willen.

53) Daraus folgt dann eine Pädagogogik oder ein Angebot, d. auf geschlechtsspezifischen Rollenkonstrukten basiert und diese zusätzlich noch festschnürt.

54) Dies geschieht mittels unterschiedlicher bzw. geschlechtsspezifischer Angebote für Mädchen und für Jungen und unterschiedlichen Anforderungen an die 2 Geschlechter.

55) Und jetzt gegen Ende dieses Threads sind wir wieder am Anfang angelangt + können feststellen, dass die Unterschiede zwischen einem christlichen Fundi (Konstantin Mascher) + der Mitte™ im Hinblick auf vermeintliche Geschlechtergerechtigkeit sich nur sprachlich unterscheiden.

56) Wer es also ernst meint mit der Geschlechtergerechtigkeit, lässt jedes Kind/jede:n Jugendliche:n werden was he/she/they werden will, lässt sie ihre individuellen Interessen verfolgen, lässt ihnen die Freiheit sie selbst zu werden,

57) ganz ohne Manipulation, ganz ohne Beeinflussung, ganz ohne Druck.

58) Wer es also ernst meint mit der Geschlechtergerechtigkeit, fragt stets nach, sobald der Begriff fällt und verfolgt aufmerksam den vorhandenen Kontext, um den LGBTQI-feindlichen/misogynen Äußerungen etwas entgegenhalten zu können.

GastThread

Ein GastThread, den wir freundlicherweise als Ergänzung für die Europäische Ärzteaktion (EÄA) übernehmen dürfen. Wir bedanken uns dafür.

Twitter: https://twitter.com/IbDoku/status/1310509951526240256

Als Textversion mit Grafiken, leider ohne Videos:

Recherche-#Thread Wie das fundamentalchristliche-austrofaschistische Netzwerk um IB-Chef Martin Sellner von den #Corona-Protesten profitieren will und was die Europäische Ärzteaktion EÄA damit zu tun hat.

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Sellner versuchte von Anfang an Coronademos für seine rechte Agenda zu vereinnahmen. Trotz Widerspruch aus dem neurechten Lager (Schick, Semlitsch) besuchte er regelmäßig Coronademos mit Identitären und fachte das Thema medial an:https://twitter.com/IbDoku/status/1262744611623059456)

Martin Sellner nannte in der Vergangenheit immer wieder (z.B. bei SchrangTV) das alternativ-medizinische Bücherregal seines Vaters Reinhard Sellner als prägenden Einfluss. Dieser praktiziert als Homöopat in #Baden bei #Wien.

Im Original folgt hier der Auszug aus einem Video

Reinhard Sellner nennt auf seiner Homepage Dario Spinedi als Lehrer. Dieser war, u.a. wegen dem Versprechen homöopath. Krebsheilung, massivster Kritik ausgesetzt. nzz.ch/schweiz/angebl

Auch die sehr detail. Patienten-Fragebögen Sellners machen stutzig.

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Geld verdient Reinhard Sellner zudem über die Plattform Remedie, die dort seine“Hausapotheke“ abietet, die sich aus verschiedenen Globuli zusammensetzt uns stattliche 80 Euro kostet.

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Ob es eine familiäre Verbindung zum Hautarzt Dr. Wolfgang Sellner gibt, der ebenfalls in #Baden bei #Wien praktiziert, konnte nicht endgültig geklärt werden. Bewertungen deuten lediglich darauf hin. meinbezirk.at/baden/c-lokale

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Spannend ist jedoch, dass Reinhard Sellner Vorstandsmitglied der Europäischen Ärzteaktion und Vorstandsmitglied bei pathovacc ist. Beide verweisen im Impressum auf Bernhard Gappmaier (Tamsweg), Autor in der von der EÄA publ. Zeitschrift „Medizin und Ideologie„.

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Alle 3 sind vernetzt mit Aegis. Aegis ist Mitorganisator des pathovacc-Kongresses. Zur EÄA und dem Bezug zum Nationalsozialismus wurde hier schon alles bestens recherchiert: twitter.com/BinGanzBrav/st Bände spricht auch die Verlinkung (Netzwerk) auf der Hompage der EÄA.

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Das Ärzteblatt sieht Verbindungen der EÄA mit dem „Psycho-Kult“ VPM, die seit 2002 aufgelöst ist, jedoch in Tarnorganisationen weiteragiert.

Zur Ideologie: Die genannten Strukturen verfolgen eine fundamentalchristliche Agenda, die sich in Autorenschaft, Themensetzung & Jargon wiederspiegelt – sich daher stark mit völkischer Ideologie überschneidet und das menschenverachtende und paranoide Narrativ der Rechten teilt.

Es zeigt die Kontinuität eines ideologischen Zusammenhangs von christlichem Fundamentalismus, „alternativer Medizin“, Lebensrechtbewegung, Impfgegnern, Antisemitismus und anderen rechtsextremen Elementen.

Eine biografische & organisatorische Kontinuität entspr. Netzwerke. Siehe: personelle Schnittmenge der Corona Demos & dem Marsch für das Leben in Berlin.Fam Sellner ist über Vater&Sohn doppelt und gleichzeitig in verschiedenen Kontexten Lobbyist und Profiteur der Corona Proteste.

Sellners Legende von einem eher apolitischen Hippie-Elternhaus, jugendlicher Verirrung und Läuterung sind unglaubwürdig. Er wurde bereits im Elternhaus ideologisiert.

Durch die Schwächung der IB benötigt Sellner eine neues Betätigungsfeld/Verdienstquelle. Bemerkenswert ist hier auch die Wahl Jakob Gunackers, Anhänger von Coldwell, als Bundesvorsitzender von DÖ5.

Seit der Verlobung mit Brittany Pettibone (Pius Bruderschaft, pro-life) präsentiert sich Sellner zunehmend als fundamental-katholischer Austrofaschist. (siehe auch: die Auftritte Sellners/IB und rechter Burschenschafter bei den Vorlesungen Höbelts als Saalschutz).

Am Rande: MSs Oma Heidi Sums ist Trutherin&OCG-Fan Brittanys instagram deutet an, dass MS selbst ab&an in Tamsweg (Firmensitz der 3 Orgas) weilt (Vgl. Kirche St Leonhard) Gappmaier ist mit einer Habsburgerin liiert. Sohn Kilian trägt ironischerweise Verbindungsnamen „v. Globulus“

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Wie der #Thread aufzeigt, geht es hier nicht darum, Menschen, die alternative Heilverfaren anbieten/bevorzugen zu diskreditieren sondern um fundamentalchristliche Netzwerke & Strukturen, die auf ihre Art eine regressive Agenda verfolgen – genau wie Martin Sellner.

Ein Thread über TeenSTAR

Dieser Beitrag ohne die nachträglich hinzugefügten Ergänzungen steht mit allen Grafiken im Archiv zur Verfügung

1) Kennen Sie das? Sie lesen einen Artikel, einen Beitrag in einem Blog, in einem Buch oder hören die ersten Sätze eines Podcasts, eines Vortrags und nach zwei bis drei Sätzen stellt sich undefinierbares Unbehagen ein.

2) Sie sind sich sicher, hier ist was faul, hier stinkt’s gewaltig zum Himmel, können diese Ablehnung aber nicht begründen, geschweige denn irgendwie in Worte fasssen. Kennen Sie das?

3) So erging es mir als ich das erste Mal auf die Webseite „Prinzipien Sexualpädagogik“ gelangte.

4) Da mir der Name der Betreiberin der Webseite (Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz) zu diesem Zeitpunkt bereits einschlägig bekannt war, war meine Sprachlosigkeit schnell verpufft. Wer aber ihren Namen nicht zuordnen kann oder den der Unterzeichner*innen wird sprachlos bleiben.

5) Damit dieser Zustand nicht so bleibt, denn wer keine Worte findet, kann menschenverachtenden Organisationen/Personen und Positionen nichts entgegenhalten,

6) folgt hier aus aktuellem Anlass ein Thread über TeenSTAR Deutschland,

BiBesch: Sreenshot von der Webseite mit Text: Sexualpädagogik außerschulisch und schulisch. TeenSTAR ist ... …als Organisation weltweit tätig …ein Programm, das jungen Menschen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Freundschaft, Liebe und Sexualität Orientierung bietet …ein Angebot für Eltern, Pädagogen, in der Jugendarbeit Tätige und Interessierte, um sie im sensiblen Bereich der Sexualerziehung zu unterstützen …ein Beitrag zur positiven Gestaltung der Zukunft unserer Jugendlichen

BiBesch: Sreenshot von der Webseite mit Text: Sexualpädagogik außerschulisch und schulisch. TeenSTAR ist …

…als Organisation weltweit tätig
…ein Programm, das jungen Menschen im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Freundschaft, Liebe und Sexualität Orientierung bietet
…ein Angebot für Eltern, Pädagogen, in der Jugendarbeit Tätige und Interessierte, um sie im sensiblen Bereich der Sexualerziehung zu unterstützen
…ein Beitrag zur positiven Gestaltung der Zukunft unserer Jugendlichen

7) deren Wirken genau auf jener LGBTQI-feindlichen „ganzheitlich-sinnorientierten Sexualpädagogik“ basiert. [1]

Siehe Text

8) Die Abtreibungsgegner*innen von KALEB-Chemnitz bieten TeenSTAR-Kurse an und verweisen auf diesen Zusammenhang.

9) Wer diesen Kontext nicht kennt und auch nicht weiß, dass TeenSTAR das Online-Magazin Queer.de 2019 mit einer Einschüchterungs- und Abmahnwelle überzogen hat,

10) wer nicht weiß, dass TeenSTAR schon 2018 in Österreich aus den Schulen wegen Homosexuellenfeindlichkeit verbannt werden sollte,

11) aber dort 2019 immer noch aktiv waren,

12) wer überhaupt noch nie etwas über TeenSTAR gelesen oder gehört hat, wird vielleicht nur ein unbestimmtes Unbehagen auf der hauseigenen Webseite verspüren. Im schlimmsten Fall fällt d. Leser*in gar nichts auf.

13) Denn für eine weltweittätige Organisation wie TeenSTAR ist die Webseite auffallend intransparent. Weder ein Vorstand wird benannt, noch ein „wissenschaftlicher Beirat“, kein Kuratorium, keine Referent*innen oder irgendein*e Mitarbeiter*in der Geschäftsstelle.

14) Einzig und allein im Impressum wird der Name Elisabeth Pesahl aufgeführt. Sie ist Realschullehrerin für Deutsch/Erdkunde und bietet „TeenSTAR-Kurse für Jugendliche und Ausbildungsseminare für Erwachsene an,

15) neben ihrer Tätigkeit als Koordinatorin für TeenSTAR Deutschland“. [2] Entnommen der Webseite des Bistums Eichstätt. Hier wird sie als Referentin aufgeführt. [3]

16) Die TeenSTAR-Kursleiter*innenausbildung wird mit einem Zertifikat abgeschlossen und die Absolvent*innen ihrerseits bieten wiederum Infoveranstaltungen, Kurse und Workshops an und begleiten Elterntreffen. [4]

17) So breitet sich TeenSTAR mit seinen LGBTQI-feindlichen Ansichten aus und dringt in Schulen und in die Jugendarbeit hinein.

Screenshot von der Webseite TeenSTAR mit den Angeboten der Orga. „Infoveranstaltungen, Kurse, Workshops, Elterntreffen, Ausbildung."

18) Oberflächlich wirkt die Webseite weichgespült, doch das Grundkonzept aus dem Jahr 2018 (archive.is/wip/QaG8g) spricht eine andere Sprache. Mensch muss sich diese nur erschließen, also den Code knacken. Doch dazu braucht es Hintergrundwissen.

19) Dann wird aus der zunächst mulmigen Fassungslosigkeit sprachlich formulierte Verärgerung oder sogar Wut, die in Anbetracht der Gefährlichkeit dieser Organisation auch durch und durch angebracht ist.

20) TeenSTAR vermittelt und verbreitet nämlich denselben menschenverachtenden Dreck wie z.B. die Evangelikalen von der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD).

21) Das kann mensch auch daran erkennen, dass Konstantin Mascher (EAD), ein Evangelikaler, ein christlicher Fundi, Leiter der Offensive Junger Christen (OJC), zu den Referent*innen gehört und TeenSTAR-Mitarbeiter ist [5]

22) und z.B. Beiträge verfasst, in denen genderorientierte Pädagogik nicht nur abgelehnt, sondern auch als schädlich erachtet wird. [6]

Screenshot von Maschers Text für das DIJG mit der Überschrift: „Jungen sind anders – Mädchen auch. Warum eine genderorientierte Pädagogik schadet und wir eine wirklich geschlechtergerechte Pädagogik brauchen“

23) Bei der OJC handelt es sich um einen evangelikalen Verein, der das „Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft“ (DIJG) gegründet hat, das ganz offen und unverhohlen für Konversionstherapie bzw. Reparativtherapie wirbt + unerträglich transfeindliche Artikel veröffentlicht.

24) Infos zur OJC noch hier

25) Auch bei TeenSTAR gibt es nur 2 Geschlechter, nämlich Frau und Mann bzw. Mädchen und Jungen und die sind cisgeschlechtlich und heterosexuell und wenn sie es nicht sind, dann haben sie es gefälligst zu sein.

26) Notfalls auch durch das „Aufsuchen einer fachspezifischen Einrichtung“. So steht es auf S. 4, der als Screenshot nicht eingebunden wird.

27) TeenSTAR verbreitet dieselbe LGBTQI-feindliche Kackscheiße wie „Prinzipien Sexualpädagogik“, die von 29 Personen unterzeichnet worden ist.

28) Die sich wie das Who is Who von Abtreibungsgegner*innen, von Evangelikalen, von Misogynen, von Antifeminist*innen und von christlichen Fundis liest [7]

2 Screenshots mit den Namen der Unterstützer:innen der "Prinzipien Sexualpädagogik". Es sind zuviele, um diese hier einzubinden. Leider.

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29) und die offenbart, dass dieses Menschenbild bzw. diese Ideologie auch von einem Vorstandsmitglied des Elternverein NRW (Dipl. theol. Michaela Freifrau Heereman), unterstützt worden ist

30) und die die „Prinzipien Sexualpädagogik“ weiterverbreiten, wie nachfolgender Link beweist:

in der Grafik ist nur der Link zu erkennen, der im Thread nicht eingebunden werden sollte. Das hier ist er: http://www.elternverein-nrw.de/wp-content/uploads/2019/04/Prinzipien_deutsch.pdf

31) Landesvorsitzende dieses Elternvereins ist Andrea Heck. [8]

Siehe Text

32) Sie war erst kürzlich (5./6.9.2020) Referentin der rechten 5.Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz.

33) Der Elternverein NRW gehörte neben Degussa Goldhandel, Demo für Alle … zu den Sponsoren jener Tagung an der auch der Klimawandelleugner und Präsident von EIKE Holger Thuss, der neofaschistische Historiker David Engels und H.G. Maaßen … teilgenommen haben.

34) Mehr dazu hier

35) Ich sagte ja bereits TeenSTAR und die Ideologie von ausschließlich cisgeschlechten-heterosexuellen Menschen, von nur 2 Geschlechtern, von Sexualität, die ausschließlich zwischen einer Frau und einem Mann stattfinden soll und darf

36) und das in der Ehe aus der dann Kinder hervorgehen, drängt in die Schulen und in diesem Fall über einen Elternverein.

37) Interessanterweise gehört zu den Unterzeichner*innen d. „Prinzipien Sexualpädagogik“ auch Daniel von Wachter. Er ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der kreationistischen Organisation Studiengemeinschaft Wort und Wissen,

38) d. ihrerseites ebenfalls Referent*innen zur Verfügung stellen, [9] auch für Schüler*innen und er gehört zu den Erstunterzeichner*innen des rechten „Appell für freie Debattenräume“.

39) Wo er sich in dementsprechender Gesellschaft befindet. Z.B. mit Leuten, die dem Opus Dei angehören oder als Referenten für die Klerikalfaschisten fungierten, wie Raphael M. Bonelli, der den Appell und die Prinzipien mitunterzeichnet hat

40) und dessen Spuren bis zu Demo für Alle führen. An dessen Symposien TeenSTAR-Mitarbeiter*innen nachweislich in der Vergangenheit teilgenommen haben.

41) Fakt ist, TeenSTAR-Kurse für Kinder und für Jugendliche, für Mädchen und für Jungen, ist christlich-fundamentale Ideologie und LGBTQI-feindlich, mit denen die Kinder, die Jugendlichen indokriniert werden.

42) So verbreitet Radio Horeb, idelle Untersützer*in des Marsch für das Leben, Ausstellerin beim evangelikalen Kongress christlicher Führungskräfte, mittels Podcast die Botschaft der christlichen Angebote für Kinder und Jugendliche – TeenSTAR … . [10]

Siehe Text

43) Auch die katholische Tagespost und die Autorin Cornelia Huber, Beraterin bei INER (Institut (!) für natürliche Empfängnisregelung) beschäftigte sich mit TeenSTAR und den vermeintlichen Aufklärungsbüchern

Siehe Text

44) z.B. „Rakete startklar! Wie aus Jungs echte Kerle werden“ *als gäbe es in diesem Land nicht schon genug Maskulisten und Misogyne :((* und „Wir Powergirls – Das schlaue Mädchenbuch“. [11]

Fotos vom Cover des Buches „Rakete startklar!“ und vom Cover des Buches "Wir Powergirls"

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45) Beide Bücher sind im Fontis-Verlag erschienen. Ein evangelikaler/bibeltreuer Verlag, dessen Verlagsleiter Dominik Klenk, der bevor er diese Tätigkeit angenommen hat, zehn Jahre Prior bei der Offensive Junger Christen (OJC) gewesen ist.

46) Auch an der 4. Internationalen Tagung zur Theologie des Leibes 2019 „Kann man so lieben? Das Leben als Geschenk und Berufung“ organisiert vom Lehrstuhl Sozialpädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt gemeinsam mit

47) dem als gemeinnützig anerkannten Verein Knotenpunkt – Begegnung verbindet, [12]

48) nahmen Mitglieder von TeenSTAR bzw. TeenSTAR-Ausbilder*innen teil, nämlich Annett Arnold, Francesca Diefenhardt, Ariane Golling, Christian Golling, Pius Grammetbauer, Elisabeth Luge und Elisabeth Pesahl. [13]

49) Hier kann mensch sehen wie tief verwurzelt oder vernetzt TeenSTAR und deren Ausbilder*innen sind, die z.B. als Lehrer*innen, als Sozialpädagog*innen tätig sind. Also mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

50) Die Ausbildungsseminare von TeenSTAR richten sich anMultiplikator*innen der Jugendarbeit ((Gruppenleiter/-innen, Gemeinde-/Pastoralreferenten/-innen, Diakone, Priester, Pastoren/-innen, Ordensleute),

51) Eltern, Lehrer/-innen, Erzieher/-innen,Sozialpädagogen/-innen, Hebammen, Ärzte/-innen und alle Interessierten.“ [14]

52) Mensch muss sich vorstellen, dass Kinder und Jugendliche von Beeinflussung und Manipulation, von Indoktrination, betroffen sind. Kinder und Jugendliche, die das Recht haben müssen, sich individuell entwickeln und ihre Identität herausbilden zu können

53) und das OHNE Beeinflussung, OHNE Manipulation

54) und jetzt muss sich mensch auf der Zunge zergehen lassen, dass Queer.de nicht mehr schreiben/veröffentlichen darf, dass der LSVD (Lesben- und Schwulenverband Sachsen) vor TeenSTAR warnt, [15]

55) dass Queer.de nicht mehr schreiben/veröffentlichen darf, dass TeenSTAR eine Gefahr für Kinder und Jugendliche darstellt. [16]

56) Dass es unter diesen Umständen für Journalist*innen schwierig bis unmöglich gemacht wird, über TeenSTAR und deren Verbindungen zu Demo für Alle und anderen Gruppierungen zu recherchieren und die Ergebnisse zu veröffentlichen, muss ich nicht hervorheben.

57) Denn jede weitere Veröffentlichung könnte zu weiteren Abmahnungen führen.

58) Dass muss mensch sich vorstellen. Mensch muss sich auch vorstellen, dass TeenSTAR von sich behauptet ein gemeinnützig anerkannter Verein zu sein, der einen wichtigen Beitrag „für die gesunde Persönlichkeitsentwicklung der jungen Generation“ leistet. [17]

59) WTF!!!

Noch was zum lesen als Anhang

Nachträgliche Ergänzung:

TeenSTAR wurde 2007 als gemeinnützig anerkannt [18]

Ergänzung: ganz aktuell ein Ausbildungsseminar in Augsburg in Kooperation mit dem „Bischöflichen Jugendamt Augsburg“. Liest sich für mich wie Amtsanmaßung. Es sei denn ich hätte was verpasst. [19]

Nachträgliche Ergänzung vom 23.06.2023

Undercover – Missionare der Evangelikalen verbreiten an öffentlichen Schulen krude Lehren über therapierbare Homosexualität, Ablehnung von Abtreibung, kein Sex vor der Ehe und der Porno Sünde. Teenstar – ein Problem in unserer Bildung!

Ergänzende und aktualisierte Infos dazu stehen hier
https://twitter.com/maier_lotta/status/1671835772104605697
zur Verfügung.

Wie der Verein in der Schweiz agiert und welche Angebote er für Schulen macht, geht aus dem oben genannten Thread von Lotta Maier hervor. Deshalb möchten wir für die Recherche eine Leseempfehlung aussprechen!

Anmerkungen zu den aktuellen Ereignissen rund um die Ludwig-Erhard-Stiftung

Roland Tichy gibt Leitung der Ludwig-Erhard-Stiftung auf“, berichtete der Spiegel am 24.09.2020.

Auslöser sei die breite Kritik wegen der sexistischen Schmähung einer SPD-Politikerin in Tichys Einblick. Oswald Metzger (stellvertr. Vorsitzender) und Schatzmeister Alexander Tesche stünden bei einer Neuwahl Ende Oktober 2020 ebenfalls nicht mehr zur Verfügung.

Weiter wurde berichtet, Dorothee Bär (CSU) habe dies zum Anlass genommen ihre Mitgliedschaft aus Protest zu kündigen. Jens Spahn und Carsten Linnemann, beide MdB der CDU, hätten dies zum Anlass genommen ihre Mitgliedschaft mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Sie traten also nicht aus. Soviel nur dazu.

Wer diese Aus- und Rücktritte plus ruhenden Mitgliedschaften bejubelt, übersieht allerdings den wahren Charakter dieser Stiftung. Deshalb erscheint ein threadähnlicher Beitrag über die Ludwig-Erhard-Stiftung (LES), über die bisherigen Strukturen, die Mitstreiter:innen und über die Kooperationen angebracht.

Denn die Spuren führen auch zum „Mistbeet der AfD“ oder in den „völkisch-nationalistischen Sumpf“, gemeint ist die Hayek-Gesellschaft, die im Folgenden verkürzt als HG bezeichnet wird.

Doch dazu später mehr.

Zunächst einige Infos über den aktuellen Vorstand, der ab Ende Oktober 2020 nicht mehr existieren wird.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gehören dem Vorstand neben Roland Tichy noch Ulrich Blum, Oswald Metzer und Alexander Tesche an. [1]

Roland Tichy hat bereits einen Eintrag in diesem Blog. Deshalb ersparen wir uns weitere Angaben.

Ulrich Blum, der Sohn des ehemaligen BND-Präsidenten Eberhard Blum, Prof. Dr. Dr. h.c. von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg [2] schrieb von 2013 bis 2017 für das nationalrevolutionäre Magazin MUT, das bis zu seiner Einstellung 2017 von Bernhard C. Wintzek (Asendorf) herausgegeben wurde. [3] Blum hat sich bisher noch nicht geäußert.

Oswald Metzger gehört zum Autor:innenkreis des islamfeindlichen und rassistischen Blog Achse des „Guten“ und Tichys Einblick, war zunächst Mitglied der SPD, dann der Grünen und ist seit April 2008 Mitglied der CDU. Im WS 2003/2004 fungierte er als Referent für die Kölner Burschenschaft Germania und 2020 war er Referent für die Bibliothek des Konservatismus (BdK).

Alexander Tesche, der Vertreter der Wirtschaft, ist im Vorstand von Concordia Sozialprojekte und ist dort zuständig für den Bereich Personal bei der ED Züblin AG in Stuttgart. Bei der ED Züblin AG handelt es sich um ein Unternehmen für Hoch- und Tiefbau. Eigenen Angaben zufolge um die Nummer Eins, im Kompetenzverbund mit STRABAG. [4]

Berührungsängste nach rechts und rechtsaußen kennt der aktuelle Vorstand also nicht und all die, die jetzt um die Ausrichtung und wegen des Ansehens der Stiftung besorgt sind, übersehen dabei, dass die LES seit 2017 mindestens höchst offiziell mit der Hayek-Gesellschaft kooperiert. Denn die LES ist offiziell Unterstützer:in des Forum Freiheit, eine jährliche Kooperationsveranstaltung der Hayek-Gesellschaft, der Hayek-Stiftung, dem Freien Verband Deutscher Zahnärzte, dem Liberalen Institut Zürich, dem Hayek-Institut Wien, der LES, dem Forum Freie Gesellschaft und dem Institut für Unternehmerische Freiheit. Hier ein Screenshot als Beleg.

Diese Tatsache hat bisher offensichtlich keine:n zum Austritt bewogen oder zu öffentlichkeitswirksamer Kritik.

Diese Zusammenarbeit ist insofern bedeutsam, weil 2015 nach den Vorwürfen von Mobbing, Kontroversen und einem eskalierten Streit 62 Mitglieder laut und mit schriftlichem Statemennt aus der Hayek-Gesellschaft ausgetreten sind.(Mehr dazu hier: https://bkramer.noblogs.org/ein-thread-ueber-die-hayek-gesellschaft/).

Das war der Moment, in dem aus einer neoliberalen Organisation eine rechtslibertäre geworden ist. Ausgetreten waren damals u.a. Linda Teuteburg (FDP), Oswald Metzger, Lars P. Feld, …

Die Namen der Ausgetretenen und ihre Begründung können hier: https://archive.is/4Y25a nachgelesen werden. Interessanterweise sind die dieselben Personen, nämlich u.a. Linda Teuteburg, Oswald Metzger, Lars P. Feld … Mitglieder der LES, der auch Friedrich Merz, und Mitgliedschaftruhend Jens Spahn und Carsten Linnemann angehören.

Es störte sie offensichtlich auch nicht Mitglied einer Stiftung zu sein, der Wolfgang Ockenfels angehört.

Wolfgang Ockenfels (CDU) ist u.a. Kuratoriumsmitglied der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung und ist seit 1992 Chefredakteur von Die Neue Ordnung herausgegeben vom Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. vor der die Arbeitsgemeinschaft Christliche Sozialethik 2019 gewarnt hat.

Auch der extremrechtslibertäre Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler (FDP), der dem Stiftungsrat der Hayek-Gesellschaft und Gründer/Geschäftsführer von Promotheus – Das Freiheitsinstitut ist, gehört zu den Mitgliedern der LES. Er publizierte bisher u.a. auch für eigentümlich frei.

Auch an ihm und seinen Verbindungen zur HG hat bisher keine:r Anstoß genommen.

Joachim Starbatty, ein weiteres Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung (LES) ist u.a. auch Kuratoriumsmitglied der Hayek-Gesellschaft. 2013 stand er für die Bundestagswahl auf der Landesliste Berlin für die AfD.

Und es störte auch keine:n.

Ein weiteres Mitglied der LES ist Prof. Dr. Marthin Rhonheimer. Er ist Präsident des Austrian Insitute (AI), Autor des Ludwig von Mises Institut Deutschland und fungierte als Referent für die Hayek-Gesellschaft und das Opus Dei.

Auch daran hat sich keine:r gestört.

Rück- und Austritte und ruhende Mitgliedschaften ändern also nichts an den Fakten.

Dabei hören die Verbindungen zur Hayek-Gesellschaft nicht auf. Denn zur Jury des Ludwig-Erhard-Preis gehört auch Prof. Dr. Thomas Mayer, Vorsitzender der Jury, die 2018 noch in einer ganz anderen Zusammensetzung existierte. [5]

Thomas Mayer wird am 14.10.2020 einen Vortrag auf der Kooperationsveranstaltung Forum Freiheit 2020 halten und fungierte in der Vergangenheit als Referent von versch. Veranstaltungen der Hayek-Gesellschaft/Hayek-Clubs.

Er gehört dem Kuratorium von „Prometheus – Das Freiheitsinstitut“ an und ist Gründungsdirektor des Flossbach von Storch Research Institute mit Sitz in Köln, dem auch Gunther Schnabl vom Kuratorium der Hayek-Gesellschaft angehört.

Fakt ist also, dass es sowohl von der LES als Gesamtorganisation eine direkte Verbindung zur Hayek-Gesellschaft gibt, die die 2017 ausgetretenen Mitglieder Günter und Peer Ederer als „Mistbeet der AfD“ und „völkisch-nationalistischen Sumpf“ bezeichneten, [6] als auch Kontakte/Vernetzungen von Einzelpersonen zur HG.

Übersehen werden darf auch nicht die Sonderschrift der LES „Wohlstand für Alle/Klimaschutz und Marktwirtschaft

die deutlich gemacht hat, dass die Ludwig-Erhard-Stiftung auch über Kontakte zu den Klimawandelleugner:innen von EIKE verfügt und zwar zu Sebastian Lüning, der als Referent an der EIKE-Konferenz 2019 teilgenommen hat und zu den Mitautor:innen der Sammelschrift der LES gehört, genauso wie Roger Köppel.

Es spielt also keine Rolle, ob Roland Tichy Vorsitzender ist oder nicht.

Es spielt keine Rolle, dass Dorothee Bär empört aus der LES ausgetreten ist, weil sie vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben eine rote Linie bei sich erkannt hat.

Auch die Empörung über Roland Tichy sind nichts weiter als heiße Luft. Denn nichts ändert sich an den Fakten und den ausgeprägten Verbindungen nach rechts und rechtsaußen.

Es spielt also keine Rolle, ob dieser Tage ein vorsichtigkritischer Artikel über die Ludwig-Erhard-Stiftung erschienen ist.

Denn sind einmal solche Strukturen entstanden, dann ist mehr vonnöten als sanfte Kritik an einer Stiftung, die mit dem „Mistbeet der AfD“ oder dem „völkisch-nationalistischen Sumpf“ zusammenarbeitet.

#RechteStrukturenZerschlagen #WohlfühlzonenNehmen #Alerta

Friedrich Merz und sein widerlicher Vergleich

Dieser Beitrag mit Screenshots und Grafiken steht auch im Archiv zur Verfügung

1) Als Friedrich Merz diesen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Pädophilie herstellte, [1]

Zitat: „Über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betrifft – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht – ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“

Zitat von Friedrich Merz „Über die Frage der sexuellen Orientierung, das geht die Öffentlichkeit nichts an. Solange sich das im Rahmen der Gesetze bewegt und solange es nicht Kinder betriffe – an der Stelle ist für mich allerdings eine absolute Grenze erreicht – ist das kein Thema für die öffentliche Diskussion.“

2) las ich häufig den Satz, eine solche Einstellung sei nicht mehr zeitgemäß und Merz sei damit raus.

3) In diesem Moment habe ich mich, und das mehr als einmal, gefragt: Auf welchem Planeten leben die denn und kriegen die denn gar nichts mit? Oder wollen sie nicht sehen, was offensichtlich ist?

4) In Polen gibt es LGBTQI-freie Zonen und in Wien zerriss eine Rednerin im Rahmen einer Querdenken-Demonstration auf offener Bühne am hellichten Tag eine Regenbogenfahne. Die Rednerin kreischte und beschimpfte Homosexuelle als „Kinderschänder“ und das von der Bühne herab. [2]

5) Im Mai 2020 berichtete die Zeit, dass die Zahlen von LGBTQI-feindlichen Übergriffen 2019 in Berlin um 1/3 gestiegen seien. 395 Taten richteten sich gegen Schwule und männliche Bisexuelle, 83 gegen Transmenschen und 47 gegen lesbische oder bisexuelle Frauen. [3]

6) All das in nur einer einzigen Stadt.

7) Fast die Hälfte der deutschen LGBTQI-Personen verstecken ihre sexuelle Orientierung, nämlich 43 Prozent, wird in besagtem Artikel auch noch erwähnt.

8) Friedrich Merz hat, als er diesen ekelhaften Satz ausgesprochen hat, sehr genau gewusst was er sagt, welche Auswirkungen das hat und wer sich von ihm angesprochen fühlen wird.

9) Er hat schließlich noch großes vor als Kanzlerkandidat, wie das Politbaromenter 2019 ermittelte. Denn mehr als 1/3 der CDU-Anhänger:innen wünschen sich Friedrich Merz als Kanzler, gefolgt von einem Jens Spahn und ganz weit hinten als Schlusslicht die AKK. [4]

10) Eine DruKo konnte ich mir in diesem Zusammenhang dann doch nicht verkneifen und wies einen Schreiberling daraufhin, dass Merz Äußerung bei Evangelikalen sehr gut ankommt. Die gäbe es schließlich in Massen und die seien sehr gut vernetzt.

11) Allerdings wurde mein Hinweis prombt zurückgewiesen und kam damit auch nicht an.

12) Aus diesem Grunde möchte ich stellvertretend oder beispielhaft für so viele Organisationen die es gibt den evangelikalen Verein und die Struktur der Offensive Junger Christen e.V. (OJC) vorstellen.

13) Denn genau hier kann Friedrich Merz mit seiner Aussage punkten. Hier bei den Evangelikalen. Denn hier bestehen viele Gemeinsamkeiten, wie nachfolgend noch dargestellt werden wird.

14) Die OJC e.V., ein gemeinnützig anerkannter Verein (!), gehört zu den mit der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) verbundenen Werken, d.h. der Verein arbeitet auf der Basis der Glaubensgrundsätze der EAD.

15) Die sog. Glaubensgrundsätze, die einer Ideologie entsprechen, basieren u.a. auf einem binären Menschenbild, das ausschließlich 2 Geschlechter zulässt und die müssen gefälligst cisgeschlechtlich und heterosexuell sein.

16) Frauen wird in diesem System eine untergeordnete Rolle zugeteilt, verantwortlich für Heim, Kinder und Care. Ginge es nach der EAD und den angeschlossenen Vereinen der Anti-Choice-Bewegung wären Frauen nicht mehr als ein „Muttertier“ oder eine Zuchtsau,

17) denn Schwangerschaftsabbrüche wären grundsätzlich verboten.

18) Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die vielen Botschafter/Unterstützer aus den Reihen der EAD für One of Us, deren Spur zur Agenda für Europa führt.

19) Die Agenda für Europa, ein europaweites antifeministisches LGBTQI-feindliches Netzwerk, hat es sich zum Ziel gesetzt u.a. Scheidungen und Schwangerschaftsabbrüche zu verbieten und Homosexualität zu kriminalisieren.

20) Die OJC, die in diesem Spektrum zu verorten ist, ist sehr gut vernetzt, betreibt mehrere Gästehäuser, sowie ein öffentliches Café im Schloss Reichenberg, bietet Tagungen und Vorträge an, fördert eigenen Angaben zufolge weltweite Partnerschaften, pflegt eine Bücherwerkstatt,

21) gibt eigene Zeitschriften (Salzkorn, Brennpunkt Seelsorge, Bulletin) heraus, bietet ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an, betreibt regionale und internationale Jugendarbeit

22) und führt regelmäßig Grund- und Aufbaukurse in Seelsorge und Begleitung für Mitarbeiter:innen in Kirche und Gemeinden durch.

23) Darüberhinaus hat die OJC einen Think Tank gegründet, der sich mit „Zeitgeistströmungen“ auseinandersetzt. [5] Bei diesem Think Tank handelt es sich um das „Deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft“ (DIJG), das seinerseits wiederum die bundesweite Netzwerk-Initiative

24) „Bündnis Ehe und Familie“ mitgegründet hat und das, laut Webseite, „im Austausch mit international anerkannten Partnern, Netzwerken und Universitäten“ steht. [6]

25) Ganz wie auch die EAD haben sich sowohl die OJC als auch das DIJG über das gesetzliche Verbot von Konversionstherapien im Vorfeld und nach dessen Verabschiedung sehr geärgert.

26) Gelebte Homosexualität und Transgeschlechtlichkeit werden nämlich von Evangelikalen/christlichen Fundis als Sünde erachtet.

27) Mensch kann sich darum vorstellen, wieviel Druck auf LGBTQIs und queeren Kindern und Jugendlichen lastet, die sich ihrer Sexualität und/oder Geschlechtlichkeit bewusst werden oder geworden sind.

28) Doch anstatt die Kinder/Jugendliche sie selbst werden zu lassen, wird der Druck erhöht und es werden sog. seelsorgerische Gespräche angeboten, um auf Kinder/Jugendliche/Betroffene Einfluss zu nehmen, davon ausgehend, dass LGBTQI reversibel sei bzw. korrigierbar.

29) Und so war die Empörung groß, als das Verbot für Konversionstherapie verabschiedet wurde. Hier als Screenshot ein kleiner Auszug aus der Publikation Salzkorn 2/2019 von der OJC. [7]

Zu den Folgen

Nicht nur für die Beratungspraxis, auch für die Gemeindepraxis bedeutet dieses Gesetz einen massiven Einschnitt und Verunsicherungsmoment. Zwar darf im Kontext der Meinungs- und Religionsfreiheit gelebte Homo­sexualität, Transsexualität usw. als Sünde und die Mann-Frau-Ehe als das biblische Grundkonzept ­einer schöpfungsgemäßen Gestaltung des Sexual­lebens bezeichnet werden. Doch da hört es schon auf. Strafbar macht sich z. B. ein Prediger, wenn er in der Verkündigung oder im Ausüben seiner pastoralen ­Tätigkeiten darauf hinweist, dass es Hilfe für Menschen gibt, die ihre sexuelle Orientierung als konflikthaft erleben, sofern Jugendliche anwesend sind. Auch das seelsorgerliche Gespräch oder Gebet, das den Hilfe­suchenden darin bestärkt, sich fragend mit seinen Empfindungen auseinanderzusetzen und dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen, kann zur Straftat werden. Befindet sich ein Betroffener diesbezüglich in einem inneren Konflikt, dann ist es von Seiten des Gesetzgebers erwünscht und erlaubt, ihn an Stellen zu verweisen, die das homo- oder transsexuelle ­Coming-Out fördern, wohingegen es strafrechtlich sanktioniert werden soll, wenn Betroffene an Werke, Therapeuten oder Berater verwiesen werden, die von einem raschen, festlegenden Coming-Out abraten und eine Auseinandersetzung mit tieferliegenden Wünschen, Gefühlen und Erlebnissen empfehlen.“

Ein Textauszug mit der Überschrift Zu den Folgen hier: https://www.ojc.de/salzkorn/2020/selbstbestimmt-identitaetspolitik-gleichstellung/gesetz-konversionsbehandlung-geschlechtsidentitaet/ zu finden

30) Bei der DIJG jedenfalls wird mensch nicht müde Homosexualität immer und immer wieder in den Zusammenhang mit Pädophilie und mit Krankheiten, wie z.B. der Syphilis, zu bringen und dafür noch auf irgendwelche „Studien“ zu verweisen.

31) „Studien“, die keine sind.

32) Alleine der Blog des DIJG kann widerlicher nicht sein. Der letzte Eintrag stammt vom 9.2.2018 und trägt den Titel: „Der große Betrug der Transgender-Medizin“ oder vom 6.6.2017 mit dem Titel: „Toiletten sind nur der Anfang – die wahren Ziele der Transgender-Bewegung“. [8]

33) Und der Artikel mit der Überschrift: „Starker Anstieg der Syphilis-Infektionen in Deutschland“ stammt vom 25.01.2016. [9]

34) Wer auf der Webseite des DIJG die Suchbegriffe „Pädophilie und Homosexualität“ eingibt, erhält satte 16 Ergebnisse. Bei der OJC sind es 5.

35) Da ich derartiges nicht weiterverbreiten möchte, belasse ich es bei nachfolgendem Screenshot mit der Überschrift: „Homosexualität: Daten und wissenschaftliche Studien – kurze Hinweise“. WTF!!! [10]

Bild

36) Obwohl es an Fundstellen nicht mangelt, werde ich an dieser Stelle keine weiteren einbinden, sondern stattdessen darauf verweisen, dass zum sog. Wissenschaftlichen Beirat der DIJG Professoren oder Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie gehören,

37) wie z.B. Prof. Dr. em. Inge Scharrer, ehemals Professorin der Uni Mainz und Gründerin der christlichen Aidshilfe gehört. [11] WTF!

Screenshot von dem wissenschaftlichem Beirat bzw. seiner Mitglieder. Quelle: https://www.dijg.de/ueber-uns/beirat/

38) Ich will darauf hinaus, dass Evangelikale und ihre Ideologie überall zu finden sind. Auch im Deutschen Bundestag. Hier arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter des MdB Frank Heinrich Uwe Heimowski als Beauftragter der EAD im Deutschen Bundestag.

39) Ich will darauf hinaus, dass Organisationen wie die EAD oder die OJC auch Angebote für Kinder und Jugendliche im Programm haben.

40) Ich will darauf hinaus, dass Organisationen wie die OJC über viele Möglichkeiten verfügen ihre menschenverachtende Botschaft weiter zu verbreiten.

41) Ich will darauf hinaus, dass auch unter den Bundestagsabgeordneten Evangelikale/christliche Fundis zu finden sind oder solche, die sich, wenn es nötig erscheint, mit diesen Gruppierungen/Initiativen/Kampagnen verbünden bzw. diese unterstützen.

42) Wie z.B. im April 2020 bei „Deutschland Betet Gemeinsam“. Dieses evangelikale Spektakel wurde von 19 Bundestagsabgeordneten unterstützt. Die Schirmherrschaft übernahm der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

43) Nachzulesen hier

  • Julia Klöckner, MdB, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft (CDU)
  • Marie-Luise Dött, MdB, langjährige Vorsitzende Bund katholischer Unternehmer (CDU)
  • Gitta Connemann, MdB, stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (CDU)
  • Marco Wanderwitz, MdB, parlamentarischer Staatssekretär (CDU)
  • Dr. Karl Lamers, MdB, stellv. Vorsitzender des Verteidungsausschusses (CDU)
  • Volker Kauder, MdB, langjähriger Vorsitzender der CDSU/CSU-Bundestagsfraktion (CDU)
  • Otto Fricke, MdB, haushaltspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion
  • Dr. Stefan Ruppert, MdB, religionspolitischer Sprecher FDP-Fraktion
  • Steffen Bilger, MdB, parlamentarischer Staatssekretär (CDU)
  • Stephan Pilsinger, MdB (CSU)
  • Marc Biadacz, MdB (CDU)
  • Markus Grübel, MdB, Beauftragter der Bundesregierung für weltweite Religionsfreiheit (CDU)
  • Frank Heinrich, MdB (CDU)
  • Josip Juratovic, MdB (SPD)
  • Volker Ullrich, MdB (CSU)
  • Johannes Selle, MdB (CDU)
  • Pascal Kober, MdB (FDP)
  • Michael Theurer, MdB, stellvertretender FDP-Fraktionsvorsitzender
  • Dietmar Nietan, MdB, Schatzmeister der SPD

Anmerkung: Die Angaben in rot entsprechen nicht dem Original, sondern wurden nachträglich hinzugefügt.

44) Und ich will auch darauf hinaus, dass Friedrich Merz genau an diese Ideologie anknüpfen kann. Ich will darauf hinaus, dass Wachsamkeit vonnnöten ist und Evangelikale gefährlich sind und deren Verharmlosung ein schwerer Fehler ist.

Ein Thread über Necla Kelek

Dieser Beitrag steht mit sämtlichen Grafiken und Screenshots im Archiv zur Verfügung

1) Ein Thread über Necla Kelek, Vorstandsfrau von Terre des Femmes (TdF) Deutschland, [1] mit Überlegungen und Anmerkungen.

2) Es gibt ein Sprichwort, das besagt: „Der Fisch stinkt vom Kopf“. Nie schien mir dieses zutreffender zu sein.

3) Denn die Aktivitäten von Necla Kelek sagen auch viel über TdF (D) in seiner Gesamtheit aus. Zumal auf der Webseite von TdF (D) zu einem Artikel von Josef Kraus (extrem rechter Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands (DL)) in Tichys Einblick verlinkt wird.

Im Screenshot ist die Verlinkung zu erkennen. Gleichlautend mit Text.

[2]

Gleichlautend mit Text. Im Screenshot ist dieser Artikel aus Tichys Einblick zu sehen. Seitlich rechts dazu noch eine Werbung für das neueste Buch von Thilos Sarrazin „Der Staat an seinen Grenzen“.

[3]

4) Auch Necla Kelek schrieb schon für Tichys Einblick. 2017 über „Das Referendum Türkei“.

Siehe Text. Im Screenshot ist der Artikel von Necla Kelek in Tichys Einblick zu erkennen. Seitlich rechts ein Video von Tichys Einblick mit Thilo Sarrazin: Merkels Einwanderungspolitik überfordert uns.

[4]

5) In diesem Zusammenhang soll daran erinnert werden, dass Roland Tichy Vorsitzender der Ludwig-Erhard-Stiftung (LES) ist, die seit 2017 zu den unterstützenden Organisationen des Forum Freiheit der Hayek-Gesellschaft gehört. [5]

6) Auch in diesem Jahr. [6]

Siehe Text.

Siehe Text.

7) Kelek schreibt auch für die Katholische Tagespost, [7] die in diesem Jahr (2020) zu den offiziellen Medienpartner:innen der rechten 5. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz gehörte, organisiert von Klaus Kelle (CDU).

8) Necla Kelek ist Gastautorin für den islamfeindlichen und rassistischen Blogs Achse des „Guten“ und schreibt auch für den Cicero.

9) Sie publizierte als Mitautorin für den Sammelband „Merkel. Eine kritische Bilanz“. Mit Beiträgen von Thilo Sarrazin, Werner J. Patzelt, Wolfgang Ockenfels, Andreas Unterberger, Birgit Kelle … . [8]

Text. Beim Screenshot handelt es sich um das Cover vom erwähnten Buch.

10) Erschienen ist die Publikation im FinanzBuch Verlag, einem Verlag, der fast ausschließlich rechtslibertäre Bücher veröffentlicht. Herausgeber ist der extrem rechte FAZ Redakteur Philip Plickert, der u.a. auch Mitglied der Hayek-Gesellschaft ist

11) und der am 19. Juni 2017 im Rahmen eines Hayek Club Treffens einen Vortrag über das Buch gehalten hat. [9] Hervorgehoben wurden auch die Mitautor:innen, die diese Publikation möglich gemacht hatten.

Siehe Text.

12) Schon jetzt lässt sich festhalten, dass die Vorstandsfrau von Terre des Femmes (TdF) D Necla Kelek keine Berührungsängste vor extrem Rechten kennt.

13) Dient Kelek diesen doch als Feigenblatt deren antimuslimischen Rassismus zu verdecken.

14) Ein Beispiel dafür stammt aus dem Wetzlar-Kurier, herausgegeben vom stramm rechten MdBler Hans-Jürgen Irmer (CDU). Dieser bezeichnete sie als „mutige und bekennende Muslima, vor der man ob ihres Wirkens und Engagements den Hut ziehen muss“ und zitierte sie mit den Worten:

15) „Necla Kelek fordert Paradigmenwechsel im Umgang mit Flüchtlingen, Migranten, Neubürgern und Gästen“. [10]

16) Und so wichtig die Kritik am Islamismus oder dem radikalen Islam auch ist, so sollte diese Kritik und diese Auseinandersetzung nie gemeinsam mit christlichen Fundamentalist:innen oder Evangelikalen erfolgen und ebensowenig mit rechten oder rassistischen Propagandist:innen.

17) So ist Necla Kelek auch Mitautorin im Sammelband: „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“. Herausgegeben von Carsten Linnemann (CDU)/Winfried Bausback (CSU). [11]

: Cover vom Buch „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“. Siehe Text.

18) Mit Beiträgen von Christine Schirrmacher, aus den Reihen der evangelikalen Evangelischen Allianz Deutschland (EAD), mit dem Rassisten Boris Palmer von den Grünen oder Ahmad Mansour… .

19) Auch an einer Publikation von Ulrike Ackermann, Gründerin des John Stuart Mill Instituts, war Necla Kelek als Mitautorin beteiligt.

Siehe Text. Grafik ist von dem Cover des Sammelbandes von Ulrike Ackermann. Mit Beiträgen von Dirk Maxeiner, Necla Kelek, Detmar Doering, Wolfgang Sofsky ...

[12]

20) Das Interessante in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, dass Ackermann’s „Institut“ Kooperationen mit der FDP-nahen Friedrich Naumann Stiftung für die Freiheit pflegt, aber auch zur Hayek-Gesellschaft (HG) unterhält.

21) Von der Ex-Mitglieder sagen, dass die HG ein „Mistbeet der AfD“ sei oder „völkisch-nationalistischer Sumpf“. [13]22) Interessant ist in diesem Fall auch, dass Ulrike Ackermann, die Herausgeberin, die Necla Kelek und die anderen Autor:innen zusammengeführt hat, den „Sozialstaat als die schlimmste Ausprägung von „Vater Staat“ versteht“. [14]

23) Interessant ist auch, dass Ackermann am 2. November 2020 im Rahmen einer Veranstaltung des Hayek-Clubs Frankfurt ihr neuestes Buch vorstellen wird. [15]
Soviel nur dazu.

24) Aber all das dürfte Necla Kelek nicht stören. Gehört sie doch auch zu den Erstunterzeichner:innen des rechten Appells für freie Debattenräume.

25) Gemeinsam mit Philip Plickert, mit Boris Palmer, mit Wolfgang Sofsky, mit Markus Krall, mit Josef Kraus, mit Vera Lengsfeld und mit Norbert Bolz

26) Mensch kann also sehr gut erkennen mit wem sich Necla Kelek umgibt und mit wem sie zusammenarbeitet/ kooperiert.

27) Das trifft im Übrigen auch auf TdF D zu und auf die Petition gegen das Kinderkopftuch, die auch von der neofaschistischen AfD (Darmstadt) unterstützt wurde

Siehe Text. Grafik von einem FB-Post der AfD-Darmstadt mit der Aufforderung: „Bitte unterzeichnen Sie die Petition von Terre des Femmes für ein Verbot des sog. Kinderkopftuches für minderjährige Mädchen: Link zur Petition von TdF.

[16]

28) und darüber hinaus noch von Lisa Fitz, Alice Schwarzer, Boris Palmer, Susanne Schröter, Cora Stephan, Monika Maron, Ali Utlu, … . [17]

29) Um noch einmal auf die AfD zurückzukommen. Die AfD Südliche Ortenau – Kinzigtal war von Necla Kelek begeistert bzw. von ihrem Gastkommentar [18] in der Allgemeine Zeitung vom 04.01.2020. [19]

Siehe Text.

Siehe Text.

30) Necla Kelek ist also KEINE Frauenrechtlerin, geschweige denn eine Feministin, auch wenn sie von vielen Personen/Organisationen so bezeichnet wird. Beispielhaft in diesem Kontext ist auch ihr Eintrag bei Wikipedia. [20]

31) Dort wird sie als „profilierte Frauenrechtlerin“ bezeichnt. Nun ja.

Siehe Text. Kleiner Auszug aus einem Eintrag bei Wikipedia „profilierte Frauenrechtlerin“.

32) Denn sie und Terre des Femmes (D) bieten, suchen und nehmen Anschlussstellen nach rechts und rechts außen nicht nur billigend in Kauf, sondern fördern diese noch

33) und zwar durch Transfeindlichkeit, durch Rassismus/antimuslimischen Rassismus/Islamfeindlichkeit, Feindlichkeit gegenüber Sexarbeiter:innen und z.B. auch durch ihre Einstellung zur Konversionstherapie für transgeschlechtliche Personen.

34) Und genau hier sind die Anknüpfungspunkte zu finden, die eine Kooperation mit rechten und evangelikalen/christlich-fundamentalistischen Gruppen möglich machen und das sind genau die Gruppen/Organisationen/Einzelpersonen,

35) die gegen gegenderte Sprache zu Felde ziehen, die sich gegen Geschlechtergerechtigkeit im Allgemeinen mit Händen und Füßen wehren, , die antifeministisch, die misogyn und rassistisch, kurzum menschenverachtend sind.

36) Und obwohl ein Großteil dieser Infos in diesem Thread bereits bekannt sind, auch die Tatsache, dass sich Necla Kelek im Umfeld der Hayek-Gesellschaft bewegt, also alles nichts Neues ist, so kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden.

37) Denn einen rechten Feminismus gibt es nicht und wer sich mit Philip Plickert, Ulrike Ackermann, Hans-Jürgen Irmer, um hier nur einige Namen aufzuführen, noch mehr extreme Rechte kommen zusammen beim „Appell für freie Debattenräume“, den Kelek auch erstunterzeichnet hat,

38) wer also mit solchen Leuten gemeinsame Sache macht, muss auch genau so eingeordnet werden und ebenso Terre des Femmes (TdF) Deutschland, der wie verdorbener Fisch vom Kopf her stinkt.

Erstunterzeichnende des Appells für freie Debattenräume

Stand 21.09.2020

Abschrift [1]

Milosz Matuschek (Autor, ex-NZZ-Kolumnist, Initiator), Gunnar Kaiser (Schriftsteller, Youtuber, Initiator) in alphabetischer Reihenfolge: Erstunterzeichner

  1. Hamed Abdel-Samad, Politikwissenschaftler und Publizist
  2. Ulrike Ackermann, Professorin, Direktorin John Stuart Mill Institut
  3. Arend Agthe, Regisseur, Mitglied Dt. Filmakademie
  4. Judith Al-Bakri, Schauspielerin/Autorin
  5. Nagih Al-Obaidi, freier Journalist
  6. Andreas Altmann, Reporter, Reiseschriftsteller
  7. Götz Aly, Historiker und Publizist
  8. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Publizist und Unternehmensberater
  9. Jörg Baberowski, Historiker und Gewaltforscher
  10. Petra Johanna Barfs, Bildende Künstlerin
  11. Christoph Baumann, ehem. Präsident „Jungfreisinnige“ des Kantons Zürich
  12. Ulrike Bause, Karikaturistin
  13. Jens Berger, Redakteur NachDenkSeiten.de, Buchautor
  14. Michael Beleites, studierter Landwirt, Umweltbewegung DDR
  15. Sucharit Bhakdi, Arzt, Professor
  16. Georges Bindschedler, Unternehmer, Verwaltungsratspräsident „Schweizer Monat“
  17. Marianne Bäumler, Journalistin
  18. Michèle Binswanger, Journalistin, Tagesanzeiger
  19. Norbert Bolz, em. Professor für Medienwissenschaft, TU Berlin
  20. Heidi Bohley, Bürgerrechtlerin und Publizistin
  21. Tom Bohn, Autor, Regisseur
  22. Raphael M. Bonelli, Psychiater und Autor
  23. Ralf Bönt, Schriftsteller
  24. Markus Böker, Schauspieler, u.a. „Die Rosenheimcops“
  25. Bruno Binggeli, Astronom und Autor
  26. Matthias Bröckers, Mitgründer der taz, Journalist und Buchautor
  27. Hans Christoph Buch, Schriftsteller
  28. Gerd Buurmann, Schauspieler, Blogger
  29. Naïla Chikhi, Referentin, Integration und Frauenrechte
  30. Jakub Cizmarovic, Pianist
  31. John Cleese, Künstler, u.a. „Monty Python“
  32. Johannes Doelling, Philosoph und Linguist
  33. Davide Dormino, Bildhauer, Italien
  34. Jörg Drieselmann, Direktor Stasi-Museum Berlin
  35. Gerald Dyker, Professor f. Chemie, Universität Bochum
  36. Vince Ebert, Wissenschaftskabarettist
  37. Hartmut Esser, Professor für Soziologie, Universität Mannheim
  38. Ute Florey, Sängerin, Professorin UdK Berlin
  39. Jan Freyn, Literaturwissenschaftler
  40. Luke Gasser, Rockmusiker, Dokumentarfilmer, Bildhauer, Künstler
  41. Carlos A. Gebauer, Rechtsanwalt und Publizist
  42. Carl Friedrich Gethmann, Professur für Philosophie, Universität Siegen, Mitglied des Ethikrates
  43. Katrin Gierhake, Professorin für Strafrecht, Universität Regensburg
  44. Giuseppe Gracia, Autor, Kolumnist/Blick
  45. Alexander Grau, Philosoph, Kolumnist/Cicero
  46. Luís Greco, Professor für Strafrecht, HU Berlin
  47. Ludwig, Greven, Journalist und Autor
  48. Bettina Hagen, Malerin
  49. Peter Hahne, Fernsehmoderator und Autor
  50. Camill Hauser, Fußballartist, Youtuber, Softwareentwickler
  51. Green Rabbit, Youtuber
  52. Ulrike Haseloff, Illustratorin
  53. Lars Hartmann, Kulturjournalist und Blogger
  54. Waldemar Hartmann, Sportreporter
  55. Rainer Hegselmann, Professor, Frankfurt School of Finance & Manageme
  56. Annette Heinisch, Rechtsanwältin, Autorin der „Achse des Guten“
  57. Matthias Heitmann, Journalist, Publizist
  58. Peter Hoeres, Historiker, Universität Würzburg
  59. Michael Hofreiter, Professor für Zoologie/Universität Potsdam
  60. Arne Hoffmann, Wissenschaftsjournalist und Männerrechtler
  61. Barbara Holland-Cunz, em. Professorin Gender Studies
  62. Helmut Holzhey, em. Professor für Philosophie, Universität Zürich
  63. Stefan Homburg, Universitätsprofessor
  64. Alexander Horn, Publizist und Geschäftsführer Politikmagazin Novo
  65. Gallus Hufenus, Kaffeemacher, Stadtparlamenterier (SP) St. Gallen, Texter
  66. Konrad Hummler, Unternehmer, Publizist, ehem. Verwaltungsratspräsident der Neuen Zürcher Zeitung
  67. Christian Illies, Professor f. Philosophie, Universität Bamberg
  68. Marijke Jährling, Jazzsängerin
  69. Dirk Jacobs, Journalist, ZDF und RBB
  70. Steffen Jacobs, Essayist, Übersetzer
  71. Erwin Jurtschitsch, Journalist, Unternehmer, Mitgründer der taz/die tageszeitung
  72. Necla Kelek, Soziologin und Publizistin
  73. Birgit Kelle, Journalistin, Buchautorin
  74. Alfred Kerger, Aktionskünstler
  75. Alexander Kissler, Journalist und Autor
  76. Heiko Kleve, Professor, Universität Witten/Herdecke
  77. Stefan Klinkigt, Maler, Zeichner, Bildhauer
  78. Hubertus Knabe, Historiker, ehem. Direkter der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
  79. Ferdinand Knauß, Journalist, Tichys Einblick
  80. Sandra Kostner, Migrationsforscherin, PH Schwäbisch Gmünd
  81. Gero Körner, Pianist
  82. Jasmin Kosubek, Journalistin RT Deutsch
  83. Markus Krall, Wirtschaftspublizist
  84. Josef Kraus, Publizist
  85. Ben Krischke, Journalist, u.a. Meedia
  86. Michael Kroker, Journalist, WirtschaftsWoche
  87. Walter Krämer, Ökonom, Professor, Autor
  88. Ben Krischke, Journalist, u.a. Meedia
  89. Michael Kroker, Journalist, WirtschaftsWoche
  90. Bettina Kupfer, Psychologin
  91. Bernhard Lassahn, Schriftsteller
  92. Karsten Laudien, Professor für Ethik, Berlin
  93. Vera Lengsfeld, Publizistin, DDR-Bürgerrechtlerin, ehem. Politikerin
  94. Roger Letsch, Publizist, Blogger für Achse des Guten, unbesorgt.de
  95. Maria-Sibylla Lotter, Professorin für Ethik, Universität Bochum
  96. Patricia Lueger, Schauspielerin
  97. Frank Lübberding, Journalist
  98. Monika Maron, Schriftstellerin
  99. Harald Martenstein, Autor und Journalist
  100. Matthias Matussek, Journalist, Bestsellerautor, ehem. Leiter Kulturressort „Spiegel“
  101. Verena Mayer, Professorin f. Philosophie, LMU München
  102. Georg Meggle, Professor für Philosophie, Universität Leipzig
  103. Andreas Meier, Professor f. Informatik
  104. Horst Meier, Jurist und Autor
  105. Reinhard Meinel, Astrophysiker, Universität Jena
  106. Anja Mehnert, Psychologin, Abteilungsleiterin Uniklinik Leipzig
  107. Reinhard Merkel, Strafrechtsprofessor, langjähriges Mitglied im Ethikrat
  108. Michael Meyen, Professor für Kommunikationswissenschaft, LMU München
  109. Axel Meyer, Professor für Zoologie/Evolutionsbiologie, Universität Konstanz
  110. Rainer Meyer, Kolumnist, Die Welt „Don Alphonso“
  111. Geoffrey Miller, PhD; Associate Professor of Psychology, University of New Mexico
  112. Alexander Mitsch, CDU-Politiker, Werteunion
  113. Ulrich Morgenstern, Professor, Musikwissenschaftler, Wien
  114. Martin Mosebach, Schriftsteller
  115. Albrecht Müller, Herausgeber Nachdenkseiten.de
  116. Burkhard Müller-Ullrich, Journalist, indubio Podcast
  117. Jack Nasher, Hochschullehrer, Autor, Verhandlungsberater
  118. Stefan Neugebauer, Regisseur, Theater Naumburg
  119. Elisabeth Neumann, Journalistin
  120. Jacqueline Neumann ,Juristin, Institut für Weltanschauungsrecht, IFW
  121. Rebecca Niazi-Shahabi, Sachbuchautorin
  122. Gunther Nickel, Professor für Literatur, Universität Mainz
  123. Shilpesh Niemann, Regisseurin, Dozentin
  124. Chaim Noll, Schriftsteller
  125. Johan Norberg, Schriftsteller, Schweden
  126. Dieter Nuhr, Künstler
  127. Erik J Olsson, Professor f. Philosophie, Universität Lund, Gründer von Academic Rights Watch
  128. Haralampi G. Oroschakoff, Künstler
  129. Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen
  130. Rainer Paris, Soziologe
  131. Gudrun Pawelke, Autorin
  132. Robert Pfaller, Philosoph und Kulturtheoretiker, Universität Linz
  133. Philip Plickert, Journalist, FAZ
  134. Marjin Poels, Filmemacher, u.a. „Paradogma“
  135. Susanne Popp, Professorin, Musikwissenschaftlerin, Max-Reger-Institut
  136. Andreas Rebers, Künstler
  137. Sascha Reh, Schriftsteller
  138. Patrick Reiser, Lehrer, Coach, Youtuber
  139. Boris Reitschuster, Journalist
  140. Anne Rosemann, Bildende Künstlerin
  141. Linus Roth, Musiker, Professor für Violine, Universität Augsburg
  142. Andreas Rödder, Historiker, Universität Mainz
  143. Michael Rüegg, Philosoph
  144. Hubertus Rufledt, Comicautor
  145. Stephan Ruß-Mohl, em. Professor f. Journalistik, FU-Berlin
  146. Christiane zu Salm, Verlegerin, Nicolai Verlag
  147. Rüdiger Safranski, Schriftsteller
  148. Michael Schmidt-Salomon, Philosoph, Publizist/Giordano Bruno Stiftung
  149. Eva Schmidt, Journalistin, Radio München
  150. Detlev Schönauer, Kabarettist
  151. Dieter Schönecker, Professor für Philosophie, Universität Siegen
  152. Matthias Schumacher, Autor, Dichter
  153. Gunnar Schupelius, Kolumnist, „B.Z.“
  154. Susanne Schröter, Professorin für Ethnologie, Universität Frankfurt
  155. Gerhard Schwarz, Publizist, Progress Foundation
  156. Karl-Peter Schwarz, Journalist
  157. Thomas Sevcik, Stratege
  158. Stefan M. Seydel, Sozialarbeiter, Blogger
  159. Peter Singer, Philosoph, Professor für Ethik, Princeton University
  160. Wolfgang Sofsky, Soziologe und Essayist
  161. David Claudio Siber, ehem. Politiker B90/Grüne, Flensburg
  162. Thilo Spahl, Publizist
  163. Peter Stachel, Historiker, Mitglied der Österr. Akademie der Wissenschaften
  164. Uwe Steiner, Prof. für Literaturwissenschaft, Uni Hagen
  165. Joachim Nikolaus Steinhöfel, Rechtsanwalt, Publizist
  166. Cora Stephan, Schriftstellerin
  167. Ulrike Stockmann, Journalistin/Achse des Guten, Jüdische Rundschau
  168. Uwe Tellkamp, Schriftsteller
  169. Peer Teuwsen, Ressortleiter Kultur, NZZ am Sonntag
  170. Andreas Thiel, Kabarettist
  171. Wolfgang Thierse, Kulturwissenschaftler
  172. Maritta Tkalec, Journalistin, Berliner Zeitung
  173. Ilija Trojanow, Schriftsteller
  174. Karsten Troyke, Chansonsänger
  175. Hans Ulrich-Joerges, Journalist, Mitglied der Chefredaktion von u.a. Stern
  176. Raymond Unger, Künstler und Autor
  177. Catherin Vickers, Pianistin
  178. Michael von Liechtenstein, Unternehmer
  179. Daniel von Wachter, Professor für Philosophie, Liechtenstein
  180. Fabio von Witzleben, Journalist, Rubikon.news
  181. Günter Wallraff, Journalist und Schriftsteller
  182. Tonio Walter, Strafrechtsprofessor, Universität Regensburg und Schriftsteller
  183. Florian Warweg, Journalist, RT Deutsch
  184. Ulrich Weinzierl, Germanist und Journalist
  185. Jan Weiler, ehem. Chefredakteur SZ-Magazin, Buchautor
  186. Max Weissenfeldt, Schlagzeuger, Komponist, Produzent
  187. Alexander Wendt, Autor, Journalist (Publico, Tichy Einblick)
  188. Tamara Wernli, Youtuberin, Kolumnistin/Weltwoche
  189. Jens Wernicke, Herausgeber Rubikon.news
  190. Stephan Winkler, Komponist und Prof. für Musiktheorie und Komposition
  191. Stephan Wirz, Titularprofessor für Ethik und Publizist
  192. Volker Zotz, Philosoph, Buddhologe
  193. Michael Zöller, em. Professor für Soziologie, Universität Bayreuth
  194. Christian Zulliger, Hayek Club Zürich

Der Marsch für das Leben im gesellschaftlichen Kontext betrachtet

Teil II: Der „Marsch für das Leben“ im gesellschaftlichen Kontext betrachtet.

1) Ganz besonders in diesem Jahr zeigt der „Marsch für das Leben“, organisiert vom Bundesverband Lebensrecht (BVL), seine menschenverachtende Seite.

2) Würde die Mitte™ oder Mehrheitsgesellschaft nicht permanent ignorieren, wegschauen und/oder verharmlosen, so würde sie die verabscheuungswürdige Bigotterie und Gefährlichkeit sog. „Lebensrechtler“ oder „Lebensschützer“ erkennen können.

3) Springt sie eine:n doch regelrecht an.

4) Denn genau die Bundestagsabgeordneten der CDU, die sich in ihren Grußbotschaften überschlagen, um deutlich zu machen wie wichtig ihnen das „Recht auf Leben“ ist, sind dieselben Personen, die gegen die Aufnahme geflüchteter Menschen stimmten, die das Hau-Ab-Gesetz möglich

5) gemacht haben und die genau zu einem Zeitpunkt, an dem sich in Moria menschliche Tragödien ereignen, schweigen oder sich empören, dass die Gequälten, die Leidenden, die Traumatisierten, die Entwurzelten und die Kasernierten geflüchteten Menschen aufbegehren.

6) In diesem gesellschaftlichen Klima verbreitete das Sprachrohr der Evangelischen Allianz Deutschland (EAD) idea am 13.9. die Warnung vor dem Erstarken des IS. [1]

Bild

7) Als dieser Artikel erschien, mangelte es den Geflüchteten, darunter viele Kinder, aus dem abgebrannten Kasernierungslager Moria seit Tagen an Wasser, Nahrung, Decken, Kleidung, Sicherheit, medizinische Versorgung, Perspektiven für ihre Zukunft und Obdach, also kein Lager.

8) Die überlebenden Geflüchteten mussten unter freiem Himmel schlafen, wurden von Cops angegriffen und Rassist:innen (von der Tagesschau als Bürger bezeichnet) hatten Straßenbarrikaden errichtet, um den Weg zum Hafen abzuriegeln. [2]

9) Zum menschlichen Leid, zur Katastrophe, äußerte sich idea erst 2 Tage später am 15.09.2020 in einem Pro und Contra zur Frage, ob „Deutschland alle Flüchtlinge aus Moria aufnehmen“ soll. [3]

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10) Interessant ist in diesem Fall die Pro-Kontra-Konstellation von Uwe Heimowksi, dem Grußwortscheiber aus den Reihen der EAD, und Alexander Krauß, Mitglied im Berliner Kreis der CDU,

11) der z.B. im November 2018 einen Vortrag für die WerteUnion zum Thema „Wieviel Migration verträgt Deutschland?“ gehalten hat.

12) Mensch kann sich vorstellen, welche rassistische/menschenverachtende Botschaft idea weiterverbreitet. Nur soviel dazu.

13) Am selben Tag, nämlich am 15.9.2020, und um dagegen zu halten, berichtete ein Twitter-Account, [5] dass die griechische Regierung Flyer an Geflüchtete auf Lesbos mit der Warnung verteile, gingen sie nicht ins neue Camp, könnten sie keinen Asylantrag stellen. WTF!

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14) Wenn es um die Aufnahme geflüchteter Menschen geht ist in den sozialen der Mob am Toben. Ungehindert lassen diese ihrem Rassismus freien Lauf und formulieren Sätze wie es dürfe kein weiteres 2015 geben.

15) Genau zu jenem Zeitpunkt veröffentlichte idea wohlbedacht jene Warnung,

16) die die Ressentiments/Vorurteile/Ängste/Stereotypen gegen geflüchtete Menschen, vor allen Dingen gegen junge Männer, weiter anheizen dürfte und veröffentlichte kurz danach jenes Pro und Contra.

17) Hängen bleibt von diesem, dass es auch okay ist sich für ein Nein zu entscheiden. Hängen bleibt, dass Humanität auch mit Nein beantwortet werden darf und dass Unmenschlichkeit nichts Verwerfliches ist. WTF!

18) Bereits seit Monaten berichten Recherchekollektive, antifaschistische Gruppen/Einzelpersonen, Journalist:innen und Aktivist:innen von der Teilnahme von Evangelikalen/christlichen Fundis an sog. „Hygienedemos“ oder Demonstrationen sog. „Corona-Rebellen“,

19) also rechten bis extrem rechten/Querfront-Demonstrationen gegen die Maßnahmen zum Schutz vor Corona.

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20) Gemeinsam demonstrieren/demonstrierten Evangelikale/christliche Fundis mit Holocaustleugner:innen Seit an Seit, mit durch Kleidung/Tättowierungen erkennbaren Neonazis, mit Demonstrationsteilnehmer:innen mit Reichskriegsflaggen … und stören/störten sich nicht daran.

21) Das Sprachrohr der EAD, also idea, hatte auch für diesen Fall vorgesorgt.

22) Am 08.08.2020, nur wenige Tage nach der ersten Großdemonstration in Berlin, initiiert von Querdenken, erschien der Artikel: „Verfassungsschutz-Chef: Rechtsextreme prägen Corona-Demos nicht“

23) und weiter unten im Text war zu lesen: „So entstehe aber ein falsches Bild: Sie prägen das Demonstrationsgeschehen oder die inhaltliche Debatte derzeit nicht.“ [8]

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24) Wenige Tage vor der nächsten Großdemo organisiert von Querdenken 711 in Berlin am 29.08.2020, veröffentlichte idea ein Pro und Kontra zur Fragestellung: „An Anti-Corona-Demos teilnehmen?[9]

25) Am 31.08.2020 berichtete idea: „Evangelikale demonstrierten in Berlin gegen die Corona-Politik“. [10]

26) Am 09.09.2020 folgte dann die Debatte: „Parzany: Corona darf uns Christen nicht spalten“, in der Ulrich Parzany von der Bekenntnisbewegung (und Grußwortschreiber für den Marsch für das Leben 2020 sowie bekannt als Autor des Buches: „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“)

27) den Begriff der „Jesus-Demonstranten“ erfand. [11]

28) Idea hat also den Weg geebnet für die Verharmlosung der Teilnahme an derartigen Demonstrationen und auch für die Teilnahme an Demonstrationen gemeinsam mit Impfgegner:innen.

29) Da der „Marsch für das Leben“ während einer Pandemie (SARS-CoV-2) stattfindet, sollte auch die Impfskepsis von Abtreibungsgegner:innen in den Fokus gerückt werden und damit die inhaltliche Nähe zu den oben genannten Verschwörungsideolog:innen,

30) die dem vermeintlichen Impfzwang den Kampf angesagt haben.

31) Zu den Grußwortschreiber:innen 2020 gehört auch Radio Horeb, einer der individuellen Unterstützer:innen des Marsch für das Leben 2020. Ich verweise in diesem Zusammenhang auf folgenden Thread

32) ab 21) geht es um die Einstellung zum Impfen von Abtreibungsgegner:innen und um den Podcast von Radio Horeb zum Thema „Impfen – pro und contra unter ethischen Gesichtspunkten“. [12]

33) Impfstoffe, so die Moderatorin des Podcasts, würden von Zellen von „abgetriebenen Kindern“ stammen und könnten daher auch in dem zukünftigen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 enthalten sein. Das stimmt zwar so nicht, dürfte aber die Skepsis gegen Impfstoffe weiter anheizen.

34) Auch die aktuelle Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), der der EAD nahesteht, Alexandra Maria Linder gehört zu den Impfskeptiker:innen. Sie schrieb 2015 für kathnet einen Artikel über ihr Buch „Geschäft Abtreibung“. Nachzulesen hier: https://archive.is/LqoKU

35) Verkaufte Reste von abgetriebenen Kindern, so Linder, seien in Impfstoffen enthalten, in Mittel zur Verjüngung (!) und Behandlung von Krankheiten und sie würden eingesetzt, um Tierversuche zu vermeiden.

36) So kam sie zu der „Erkenntnis“: „Zynisch formuliert könnte man sagen, dass Menschenversuche die Tierversuche ersetzen.Mehr dazu ab 26) hier

37) Auch der Organ- und Gewebebereich sei als Verwendungsmöglichkeit international gängig, schrieb Linder, die in diesem Zusammenhang die Bezeichnung: „fötale Organernte“ verwendete und konstatierte,

38) dass der Bedarf auch aufgrund von Überalterung und neurodegenerativen Erkrankungen weiter zunehmen werde.

39) Das Buch wurde bereits 2009 veröffentlicht. Doch wenn mensch den Beitrag in kathnet aufmerksam gelesen hat, dann lassen sich Gemeinsamkeiten von Impfgegner:innen und Verschwörungsideolog:innen feststellen und zwar ganz aktuell.

40) Noch während die Verfasser:innen dieses Threads über jene inhaltliche Nähe reflektierten, erschien auf der Webseite der BVL eine Stellungnahme von Alexandra Linder.

41) Zitat: „Aktuell kursieren Gerüchte und Behauptungen, der Marsch für das Leben sei eine „Anti-Corona“-Demonstration oder werde durch solche und weitere Fremd-Themen oder -Bewegungen unterwandert.[13]

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42) In Anbetracht von Fahrgemeinschaften in Form von Sonderbussen und Zügen ist es unmöglich eine Beteiligung am „Marsch“ durch sog. „Coronarebellen“ oder extreme Rechte oder Verschwörungsideolog:innen auszuschließen.

43) Und da erwiesen ist, dass auch Evangelikale an Anti-Coronamaßnahme-Demonstrationen teilgenommen haben, liegt ihre Beteiligung buchstäblich auf der Hand.

44) Da mag Linder noch soviel schreiben wie sie will. Es ist nur heiße Luft.

45) Zumal in den vergangen Jahren auch AfDler:innen zu den Teilnehmer:innen gehörten (z.B. Beatrix von Storch) oder z.B. der Diakon und Holocaustleugner Ralf Löhnert, der auch an „Gedenkmärschen“ für den Hitler-Stellvertreter

46) und Kriegsverbrecher Rudolf Heß 2017 und 2018 in Berlin teilgenommen hatte. [14] Meist in der ersten Reihe.

47) In diesem Jahr mobilisiert die extrem rechte Onlineplattform Journalistenwatch für den „Marsch für das Leben“. Sie hat den Marsch in den Patriotenkalender aufgenommen.

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48) Dort ist das misogyne/LGBTQI-feindliche/evangelikale Spektakel eingebettet in „Grundrechte verteidigen!“, einer Webseite des Europaabgeordneten der AfD Joachim Kuhs, der 2019 auf seiner Webseite verkündet hatte:

49) Zitat: „Der Bundesvorstand der AfD begrüßt diesen Einsatz für die Schwächsten der Gesellschaft nachdrücklich.[15]

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50) Zusätzlich umgeben von Werbung für den Bund gegen Anpassung, den Patriotenshop von Journalistenwatch und Phalanx Europa, [16] die u.a. Kleidung von Identitäre für Identitäre anbieten.

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51) Und auch die WerteUnion unterstützt den Marsch für das Leben (Stand 14.09.2020), [18] weist auf den Veranstaltungsort und -zeitpunkt hin mit dementsprechender Verlinkung.

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52) Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass der „Marsch für das Leben“ am 19.09.2020 in Berlin mitnichten ein humanitäres Anliegen verfolgt,

53) sondern durch und durch menschenverachtend und bigott ist und dem sich alle, denen es irgendwie möglich ist, entgegenstellen sollten.

#Alerta!

Nachträgliche Ergänzung vom 19.09.2020:

Denn auch das gehört zum gesellschaftlichen Kontext „Whistleblowerin prangert Zwangssterilisation in US-Lager für Eingewanderte an[18]

oder

Erschütternde Menschenrechtsverletzung“: Whistleblowerin berichtet von Zwangssterilisationen in US-Auffanglager [19]