Autor*innen im Buch „Ohne Familie ist kein Staat zu machen“

Karl-Heinz B. van Lier (Herausgeber)

Politik

  • Markus Blume (MdL CSU)
  • Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt, CDU)
  • Armin Laschet (Ministerpräsident NRW, CDU, Kanzlerkandidat)
  • Carsten Linnemann (MdB CDU, Mitherausgeber des Buches „Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland“, Mitglied der Ludwig-Erhard-Stiftung)
  • Georg Milbradt (Ex-Ministerpräsident Sachsen, CDU, trat 2008 zurück)
  • Sylvia Pantel (MdB CDU, Frauen Union, Berliner Kreis)
  • Kristina Schröder (CDU, ehemalige Familienministerin, Selbständige Evanglisch-Lutherische Kirche (SELK)
  • Düzen Tekkal (gehörte 2016 zum Schattenkabinett von Julia Klöckner)
  • Klaus Zeh (CDU, ehemaliger Minister Sachsen)
  • Paul Ziemiak (MdB CDU)

Journalismus, Publikationen, Autor*in:

  • Robin Alexander (Schreibt für Die Welt und Welt am Sonntag, berichtet seit 2010 über das Kanzleramt und begleitet Angela Merkel als Berichterstatter zu Auslandsreisen und auf internationale Gipfel)
  • Florian Coulmas (Deutscher Japanologe und Autor, schreibt regelmäßig für die FAZ und die NZZ)
  • Bascha Mika (Journalistin und Publizistin, war Chefredakteurin der taz und danach Chefredakteurin bei der FR)

Kirche, christlicher Fundi

Kapital, Unternehmen

  • Axel Plünnecke (Institut der deutschen Wirtschaft, Leiter des Kompetenzfelds Bildung, Zuwanderung und Innovation)
  • Christiane Underberg (Engagiert sich im Bund katholischer Unternehmer, Geschäftsführerin der Semper idem Underberg GmbH, der Hauptgesellschaft des Spirituosenherstellers)
  • Hubertine Underberg-Ruder (Sie ist die Tochter von Christiane Underberg, Präsidentin des Verwaltungsrats der Schweizer Underberg-Holding bzw. Underberg Zürich AG)
  • Wolf Mang (Geschäftsführer ARNOLD Innovative Schutzabdeckungen)
  • Simone Weinmann-Mang (Vertreterin der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände und seit Januar 2021 Mitglied im hr-Rundfunkrat, Geschäftsführerin ARNOLD Innovative Schutzabdeckungen)

Gemischtes

  • Marwan Abou Taam (Islam- und Politikwissenschaftler, Terrorismusexperte beim LKA Rheinland-Pfalz)
  • Tilman Allert (Soziologe, emeritierter Professor für Soziologie und Sozialpsychologie)
  • Rainer Böhm
  • Norbert Bolz (Referent Bibliothek des Konservatismus, Institut für Sprach und Kommunikation der TU Berlin …)
  • Jürgen Borchert (deutscher Sozialrichter und Politikberater, setzte sich für das Familiennetzwerk ein, „einem familienpolitischen, christlich-konservativen Interessenverband, der sich gegen außerfamiliäre Kinderbetreuung engagiert.
  • Matthias Franz
  • Christine Henry-Huthmacher (Mitarbeiterin der Konrad-Adenauer-Stiftung, wird als Mitwirkende zum Netzwerk DenkWerk Zukunft aufgeführt)
  • Harald Jung
  • Peter von Kielmansegg (Politikwissenschaftler, emeritierter Professor der Universität Mannheim, 2017 Referent für die Bibliothek des Konservatismus)
  • Gregor Kirchhof (Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Finanzrecht und Steuerrecht, Direktor des Instituts für Wirtschaft- und Steuerrecht der Universität Augsburg)
  • Heiner Koch
  • Josef Kraus (extrem rechts, Publikationen für CATO, TUMULT …, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbands)
  • Andreas Kruse
  • Christa Leonhard-Brenninkmeijer
  • Mechthild Löhr (Abtreibungsgegnerin, CDU, WerteUnion, Christdemokraten für das Leben, …, Personalberaterin)
  • Eva Möhler
  • Eberhard Schockenhoff (am 18.7.2020 verstorben, hatte einen Lehrstuhl für Moraltheologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)
  • Klaus-Peter Schöppner (Meinungsforscher, von 1990 bis 2013 Geschäftsführer von TNS Emnid, mittlerweile vertritt er MENTE>FACTUM, eine Organisation, die Umfragen durchführt, außerdem war er Kuratoriumsmitglied des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums)
  • Christian Schubert
  • Katrin Keller

 

Junge Union

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Dies ist die Fortsetzung der kleinen Reihe, die sich kritisch mit den Organisationen der Union (CDU/CSU) befasst. In diesem Teil (Teil 7) geht es um die Junge Union (JU).

Bisherige Organisationen/Themen:

Teil 1: Die WerteUnion und der neue Bundesvorsitzende Max Otte

Teil 2: Die Vernetzungen der Christdemokraten für  das Leben
oder: wieviel christlicher Fundamentalismus und Agenda für Europa in der CDL steckt?

Teil 3: Konrad-Adenauer-Stiftung
Ihr Verhältnis zur Fidesz und Orbàn und wie hält es die KAS mit dem christlichen Fundamentalismus?

Teil 4: Berliner Kreis in der Union

Teil 5: Konservatismus

Teil 6: Evangelischer Arbeitskreis (EAK) der CDU/CSU

Gegründet wurde die JU 1947. Sie bezeichnet sich selbst als „der größte politische Jugendverband Europas“, [1] ist flächendeckend in Deutschland vertreten und ist die Jugendorganisation der Unionsparteien. [2]

Zur JU gehört als Arbeitsgemeinschaft die Schüler Union. „Der Bundesverband gibt zur Information der Funktionsträger alle zwei Monate das Mitgliedermagazin Die Entscheidung heraus.“ [3]

Herausgeber des Mitgliedermagazins sind der Bundesvorsitzende Tilman Kuban, (unten im Bild mit Kappe und dem Aufdruck „Make America Great Again

Foto mit Tilman Kuban, der ein Käppi trägt mit der Aufschrift „Make America great again“. Mit leicht verschwitztem Gesicht schaut er in die Kamera und hat seinen rechten Arm über Fabrice Ambrosini gelegt, der irgendeine Art von Uniform trägt. Rechs von Ambrosini steht ein als „Indianer“ verkleidete Mann. Wahrscheinlich eine Aufnahme, die während eines Karnevalfests entstand und die erklärt, warum Tilman Kuban so aussieht wie er aussieht.

[4]

der im Oktober 2019 den Holocaust und die Millionen ermordeten Menschen (Jüdinnen*Juden, Rom*ja, Sinti*zze, Homosexuelle, Behinderte …) durch die Nazis mit DDR verglich und dadurch den Holocaust verharmloste und die Singularität der Shoah in Frage stellte, [5]

Screenshot von 2 Tweets von Kuban, die die Angaben im Thread beweist.

Screenshot von 2 Tweets von Kuban, die die Angaben im Thread beweist.

der die Partei Die Grünen und die neofaschistische Partei AfD, den parlamentarischen Arm des Rechtsterrorismus, miteinander verglich, [6]

und Nathanael Liminski, Leiter der Staatskanzlei NRW vom erweiterten Landesvorstand der JU NRW, dem u.a. auch Manuel Ostermann von der DPolG (Deutsche Polizeigewerkschaft) und Fabrice Ambrosini angehören.

Als ich begann mich mit der JU zu befassen, stellte sich mir die Frage ist das noch „Konservatismus“, schon rechts und sogar bereits extrem rechts und wo beginnt der Nazi?

Denn bei der JU lassen sich alle Merkmale von „Konservatismus“ finden, allerdings legt die JU immer noch eine Schippe drauf und das nicht erst seit gestern. Einige ausgewählte Beispiele.

Screenshot von der JU. #demokratie Unsere Gesellschaft muss gegen die Antifa-Meinungsdiktatur zusammenstehen. Philipp Heißner MdHB, Kultur- und medienpolitischer Sprecher.

[7]

„Gesunder Patriotismus hält unseere Gesellschaft zusammen. Die Antifa dagegen prügelt auf unsere Polizisten ein und lehnt den Rechtsstaat, ab Herr Gebhardt! Florian Oest, Landesvorsitzender der Jungen Union.“

[8]

Ein Tweet von Manuel Ostermann vom 19.08.2021: „Wer die in weiten Teilen extremistischen „#Antifa“Gruppierungen kritisiert, ist kein Faschist, sondern Demokrat und darüber hinaus noch klar bei Verstand. Vielmehr sorgen machen mir die diejenigen, die immer noch glauben, die schwarz gekleideten Extremisten wären friedliche Demokraten“.

[9]

Screenshot Junge Union. „#JungeMeinung: „Der Antifaschismus wird missbraucht, um längst vergangenen linksrevolutionären Idealen eine moralische Hülle zu verpassen.“ – Julian Ehbrecht, stellv. Vorsitzender.“

[10]

Deshalb eine kleine Auswahl von Vorkommnissen und Skandalen unter dem Dach der Junge Union (JU).

1993: „Die Junge Union am rechten Rand?“ „Antrag gegen das Verbot der Reichskriegsflagge/Gespräche mit Republikanern“

14. 2001: der Vorsitzende der JU Schwerin Sebastian Ehlers unterzeichnet eine Petition, die von der Junge Freiheit initiiert worden war. Sie hieß: Appell an die Bundeswehr: Gegen die Entlassung konservativer Soldaten Der „Fall Götz Kubitschek“. [11]

Wo sich Ehlers in dementsprechender Gesellschaft befand z.B. gemeinsam mit Heinrich Lummer (CDU), Karlheinz Weißmann, Peter Felser, Hans Filbinger, Richard Graupner, Heiner Kappel, Bernd-Thomas Ramb vom Bund freier Bürger… .

2008: Autonome Antifa Freiburg berichtet über Alexander Weiß, Kreisvorsitzender der JU Hamburg-Nord, dass dieser rassistische und antisemitische Äußerungen bei verschiedenen Gelegenheiten getätigt hat.

Zitat: „So findet der Neonazi, dass „Nicht-Arier“ eine „Schande für das Juristentum“ seien. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Beleidigung und Volksverhetzung.“ [12]

2012: JU Münster tagt unter der Kaiserreichsflagge

2017: Die Vorsitzende der JU Hamburg möchte geschlechtergerechte Sprache in Deutschland abschaffen.

2018: Empörung nach Wehrmachts-Eklat der JU. Am 9.11.2018 singen Mitglieder der JU nach einem Treffen mit Paul Ziemiak in einer Berliner Kneipe das Wehrmachtslied.

2018: Die JU gibt gemeinsam mit dem RCDS eine Presseerklärung heraus „Null Toleranz gegenüber Extremismus[13] und regt sich im selben Jahr über einen Aufkleber im „Polizeiruf“ auf. Genau wie die AfD.

Im Jahr darauf, also 2019, organisierte die Junge Union, die sich erst im Jahr zuvor gegen „Extremismus“ ausgesprochen hatte, gemeinsam mit der WerteUnion einen Frühlingsempfang mit Hans-Georg Maaßen.

März 2020: Die JU in Mettenheim muss eine Plakatkampagne zur Kommunalwahl wegen Frauenfeindlichkeit zurückziehen.

Denn auf dem Plakat war ein Po in Lederhose zu sehen mit zwei Händen drauf und dem Zusatz: „Jetzt pack ma’s an![14]

Bildbeschreibung steht im Thread.

[15]

Allerdings war und ist die JU Wittmund keinen Deut besser.

Auf dem Wahlplakat der JU Wittmund ist ein Frauentorso ohne Oberkörper ohne Kopf mit Händen im Slip zu sehen. Dazu die Aufschrift „Wie gehen tiefer!“

[16]

Mai 2020: JU Rheinland-Pfalz macht intergeschlechtliche Menschen für den schlechten Zustand von Schultoiletten verantwortlich.

Mai 2021: Der Chef der JU Rhein-Berg Fabrice Ambrosini muss seine Ämter in CDU und JU ruhend stellen lassen, nachdem auf einem privaten Video zu sehen ist wie er den Hitlergruß zeigt.

Das Video selbst stammt aus dem Jahr 2018 und war dem Ortsverband Bensberg/Moitzfeld bereits seit 2019 bekannt. Der Ortsverband war allerdings zu der Entscheidung gelangt, dieses Verhalten als „Jugendsünde“ abzutun.

2021: Die FR berichtet die JU poste via Facebook und Instagram holocaustrelativierende Äußerungen.

Es geht um den Abschnitt zwischen „Junge Union mit Holocaust-Relativierung: Zwang zum Stern“ und „Junge Union löscht schließlich den Post“. Der Link zum Lesen wurde im Thread angegeben.

[17]

Die Junge Union Lahn-Dill lädt für den 03.09.21 zum Sommergespräch mit dem MdB der CDU Hans-Jürgen Irmer ein. [18]

Ausgerechnet Hans-Jürgen Irmer, der sich in seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter und Herausgeber des Wetzlar-Kuriers, in der Ausgabe 12/2018 (S. 5), darüber beschwert hat, dass das Westerwaldlied der Zensurschere zum Opfer gefallen sei.

Screenshot vom Artikel: „Westerwaldlied fällt Zensurschere zum Opfer“. Text ist so gut wie nicht lesbar nur die Überschrift. Außerdem ist zu erkennen, das Irmer den rechten Bullshit verfasst hat. Das Westerwaldlied wurde mit braun abgedeckt.

Dass das Westerwaldlied im 2. Weltkrieg bei der Wehrmacht mehr als beliebt war, dass es von Soldaten der Wehrmacht während der Einmärsche in Frankreich, Holland und Luxemburg gesungen wurde, war ihm und den Anzeigenschalter*innen, die diese Weiterverbreitung erst möglich machten, scheißegal.

Die Debatte um die singende Gruppe JU-ler in der Berliner Kneipe am 09.11.2018 kommentierte Irmer als „Gespensterdebatte“ und veröffentlichte den Liedtext mit dazu. [19]

Das ist der Bereich, der im Screenshot durch Braun überdeckt worden ist.

Doch zurück zu Irmers Verbindungen zur Junge Union Lahn-Dill, denn die Veranstaltung vom 03.09.21 ist nicht die erste Veranstaltung mit Irmer unter dem Dach der Jugendorganisation der Unionsparteien.

Gabriel Schneider, Kreisvorsitzender der JU Lahn-Dill, schreibt auch gelegentlich für den Wetzlar-Kurier, in dem seit Oktober 2017 jeden Monat eine großformatige Anzeige für den Nazi Kopp-Verlag erscheint.

2019 waren die „Jungpolitiker“ der JU bei bestem Wetter mit „ihrem heimischen Bundestagsabgeordneten Irmer zusammen“ gekommen um „kontrovers über aktuelle politische Themen“ zu diskutieren.

In diesem Jahr, also 2019, diskutierten die Teilnehmer*innen aus dem Kreis der Junge Union Lahn-Dill mit dem Klimawandelleugner H.-J. Irmer über die „Klimadebatte“. [20]

Um zu zeigen, wie alles mit allem zusammenhängt und warum Netzwerke und Strukturen immer in einem größeren Kontext betrachtet werden müssen, wird es eine abschließende Fortsetzung geben.

Tatort: die mittelhessische Stadt Wetzlar; Hauptdarsteller: der stramm rechte Zündler und CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer.

Ergänzung vom 19.09.2021:

2015 hat die Junge Union Hamburg am evangelikalen Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) teilgenommen. [1]

Konrad-Adenauer-Stiftung

Teil 1: WerteUnion

Teil 2: Christdemokraten für  das Leben (CDL)

Teil 3: Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)

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Hier beginnt Teil 3 der kleinen Reihe, die sich kritisch mit den Organisationen der CDU befasst. Denn nach der WerteUnion und der CDL ist es höchste Zeit für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).

Da im Blog ausreichende Infos über die CDU-nahe Stiftung zur Verfügung stehen z.B. hier oder hier beschäftigen mich im Zusammenhang mit der KAS zwei Fragen:

Wie ist das Verhältnis der KAS zu Ungarn bzw. zu Viktor Orbàn und der Fidesz und wie hält es die KAS mit christlichem Fundamentalismus im Allgemeinen?

Die KAS und ihr Verhältnis zur Fidesz und Viktor Orbàn

Die KAS in Ungarn arbeitet eigenen Angaben zufolge eng mit den „beiden ungarischen EVP Parteien FIDESZ Ungarische Bürgerliche Union und Christlich-Demokratische Volkspartei (KDNP) zusammen – vor allem aber auch mit der Stiftung für ein Bürgerliches Ungarn (PMA). Weitere wichtige Partner der KAS sind: die Andrássy Gyula Universität Budapest, das Museum Haus des Terrors, das Robert Schuman Institut, der Verband der Ungarischen Selbstverwaltungen, (…)“.

Screenshot der die Angaben im Text bestätigt. Im Thread wurde die Verlinkung angegeben, so dass der längere Text gelesen werden kann.

[1]

Weiter war im Screenshot zu lesen, dass die Stiftung, also die KAS Ungarn, „ (…)einen Beitrag zur Konsolidierung der demokratischen Entwicklung im Lande (…)“ leistet.

Tja nun. Kurz nach in Kraft treten eines Gesetzes, das in Ungarn die Verbannung von LGTBQIAs zur Folge hat, weil es queere Themen in der Öffentlichkeit verbietet, kommentierte Ursula von der Leyen dieses Gesetz mit den Worten:

„Dieses ungarische Gesetz ist eine Schande.“ [Quelle]

Dieselbe Person, die die 10. Europa-Rede für die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) im Jahr 2019 gehalten hatte, [2] kritisierte nur das Gesetz, nicht aber den Gesetzgeber oder die Parteien, die dies mit zu verantworten hatten und weder die Tagesschau noch ein anderes Medium betrachteten die unredliche Rolle der KAS beim Aufstieg von Viktor Orbàn und/oder ordneten von der Leyens Kommentar kritisch ein.

Dabei hat die KAS in der Vergangenheit mehrfach Viktor Orbàn eingeladen und mindestens 2 Veranstaltungen im „Haus des Terrors“ veranstaltet, an denen die Direktorin des Museums Mária Schmidt teilgenommen hat.

Sie gilt als Vertraute von Viktor Orbàn und wird von ungarischen Historiker*innen als Geschichtsrevisionistin bezeichnet. (Mehr dazu hier)

Auch Zoltán Balog, von Mai 2012 bis Mai 2018 unter Ministerpräsident Viktor Orbán Minister für Humanressourcen mit der Zuständigkeit für die Bereiche Gesundheit, Soziales, Jugend, Bildung, Kultur und Sport, der als Vertrauter von Viktor Orbàn gilt und Mitglied der Fidesz ist, pflegt enge Kontakte zur KAS.

Balog, Pastor der reformierten Kirche, war Mitautor im Sammelband „Balanceakt für die Zukunft – Konservatismus als Haltung“. Dieser Sammelband wurde herausgegeben von Norbert Lammert und Joachim Klose und wurde erst möglich gemacht durch KAS.

Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Foto aus dem Jahr 2017.

Dieses Foto zeigt den Leiter der KAS Ungarn Frank Spengler mit Mária Schmidt, Zoltan Balog, und den Vorsitzenden des Deutschen Wirtschaftsclub (DWC) Ungarn.

Auf dem Foto sind die genannten Personen zu sehen, die ihren Preis in den Händen halten.

[3]

Zu dieser Zeit war bereits die Konrad-Adenauer-Büste im Stadtwäldchen von Budapest zu besichtigen, genauso wie die Konrad-Adenauer-Straße in Budapest, die am 4.11.2015 von Hans-Gert Pöttering, zu dieser Zeit Vorsitzender der KAS, eingeweiht worden war. [4]

Das Foto zeigt zwei Männer, die direkt vor der Konrad-Adenauer-Büste stehen.

[5]

Es gibt aber noch weitere Verbindungen. So waren z.B. zahlreiche Angehörige/Mitarbeiter*innen der KAS Mitautor*innen der Sammelschrift „Europa im Wandel Literatur, Werte und Europäische Identität“ gemeinsam mit Mária Schmidt. [6]

Screenshot vom Cover des Buches, bei dem es sich um eine Veröffentlichung der Konrad-Adenauer-Stiftung handelt.

Denn so geht Netzwerken. So funktioniert das und so funktioniert Einflussnahme.

Nun zur Frage 2: Wie hält es die KAS mit dem Christlichen Fundamentalismus?

Im Sammelband von Norbert Lammert und Joachim Klose „Balance-Akt für die Zukunft – Konservatismus als Haltung“ gehörte nicht nur Zoltán Balog zu den Mitautor*innen, sondern auch der christliche Fundi Rémi Brague.

Er ist bisher durch antimuslimischen Rassismus und Misogynie aufgefallen. Seine Spuren führen direkt zu One of Us, einem Partner des antifeministischen/ misogynen/LGBTQI-feindlichen europaweiten Netzwerks namens Agenda für Europa.

Der nächste christliche Fundi vom Opus Dei, der in der Vergangenheit Vorträge für die KAS gehalten hat, ist Manfred Spieker. Er ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Verbands kinderreicher Familien Deutschland, gehört zum Herausgeberbeirat der Zeitschrift für Lebensrecht (Hrsg. Juristen-Vereinigung Lebensrecht) (Screenshot)

Screenshot vom Herausgeberbeirat der ZfL, dem auch Elmar Nass, Peter Schallenberg, Gunnar Duttge, Klaus Ferdinand Gärditz … angehören.

[7]

und ist darüberhinaus Redaktionsbeirat von Die Neue Ordnung, die vom rechtskatholischen Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg e.V. herausgegeben wird.

Und es gibt weitere Verbindungen. Nämlich die zwischen KAS und besagtem Verband Kinderreicher Familien Deutschland, von dem es heißt dieser sei Opus Dei nah oder gehöre sogar zum Opus Dei.

Im Januar 2020 veranstaltete die KAS eine Veranstaltung zum Thema: „Drei Kinder und mehr – Familie aus der Mitte der Gesellschaft“. Mit dabei auch Dr. Elisabeth Müller, Vorsitzende des Verbands kinderreicher Familien Deutschland e.V. (KRFD) [8]

Foto von Dr. Elisabeth Müller, Vorsitzende des Verbandes Kinderreiche Familien Deutschland e.V. Das Foto zeigt sie mit einem Mikrofon in der Hand als Teilnehmerin der Veranstaltung. Das Foto stammt von der KAS.

Mit dabei beim KRFD ist übrigens auch Herwig Birg (mind. Opus Dei nah), zumindest noch. Er trat in der Vergangenheit nicht nur auf dem Bundesparteitag der AfD auf, sondern fungierte auch als Referent für mind. eine Veranstaltung der KAS in Kooperation mit dem Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie (iDAF).

Das war 2016 und der Geschäftsführer von iDAF war Jürgen Liminski vom Opus Dei, der diese Veranstaltung moderierte.

Abbildung eines Programmflyers, der die Angaben im Thread bestätigt und beweist, dass die KAS eine Veranstaltung gemeinsam mit iDAF durchgeführt hat.

[9]

Screenshot vom Programm der Veranstaltung. Jürgen Liminski übernahm die Moderation. Prof. Dr. Susanne Schröter, Prof. em. Dr. Herwig Birg, Prof. Dr. Michael Stürmer, Dr. Philip Plickert waren Referent*innen und Karl-Heinz B. van Lier von der KAS eröffnete die Veranstaltung.

[9]

Ach ja, 2013 erhielt der „Gotteskrieger im Tweedjacket“ (spiegel) oder „Deutschlands Religionspolizei“ (cicero), wie der Schriftsteller Martin Mosebach auch bezeichnet wird, den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) .

Die KAS hat nämlich keine Berührungsängste vor christlichem Fundamentalismus oder vor einem Schriftsteller, der wie Mosebach einen Gottesstaat anstrebt. Vertritt er doch die Ansicht „Die Bibel steht über der Verfassung“.

Foto stammt von idea und zeigt den Schriftsteller Martin Mosebach. Der Artikel ist mit der Überschrift versehen: Die Bibel steht über der Verfassung. Der Artikel ist vom 27.03.2018.

Und nun zu einer Kooperationsveranstaltung im Jahr 2017 mit dem Lindenthal-Institut, das bekanntermaßen mind. Opus Dei-nah ist.

Screenshots von der Kooperationstagung des Lindenthal Instituts mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Screenshots von der Kooperationstagung des Lindenthal Instituts mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Screenshots von der Kooperationstagung des Lindenthal Instituts mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Screenshots von der Kooperationstagung des Lindenthal Instituts mit der Konrad-Adenauer-Stiftung.

[10]

Im Oktober 2020 wurde im Springer VS das Buch „Biopolitische Neubestimmung des Menschen“ veröffentlicht und dieses Buch greift das Thema erneut auf und stellt damit das schriftliche Ergebnis der Kooperationsveranstaltung dar. Neu hinzugekommen als Autor war nur Hans Thomas (Opus Dei bzw. Lindenthal-Institut).

Screenshots von der Inhaltsangabe des Buches. Damit mensch sehen kann, dass Veranstaltung und Inhalt des Buches weitgehend übereinstimmen.

Bild

[11]

In diesem Moment öffnete sich das Netzwerk und sendete Botschaften und menschenverachtende Ideologie mitten in die Gesellschaft hinein, die ohnehin rassistisch/misogyn/LGBTQI-feindlich/ableistisch/antisemitisch … ist.

Wie gesagt, so funktioniert netzwerken und so verschaffte die KAS einer Organisation, der „Kampftruppe des Papstes“, [12] gemeint ist Opus Dei, mehr Gehör.

Einer Organisation von der Aussteiger*innen berichten: „Es war eine Gehirnwäsche“. [13]

Einer Organisation, dessen „Demokratiegefährdungspotential den von Scientology übertrifft“. Einer Organisation die „Ziele verfolgt, die mit einer offenen Gesellschaft nicht zu vereinbaren sind.“ [14]

Ich fasse zusammen. Die KAS trug ihre unredlichen Beiträge zum Erstarken der Fidesz und sie arbeitete mit Opus Dei nahen Organisationen und Einzelpersonen zusammen. Zusätzlich bietet sie christlichem Fundamentalismus eine Plattform. Teilt also deren Ab- und Ansichten.

Bruno Heck, der die KAS 1955 als Gesellschaft für christlich-demokratische Bildungsarbeit gründete (erst 1964 wurde sie umbenannt in Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS)) und von 1968 bis 1989 die KAS leitete, erklärte 1983:

„Die Rebellion von 1968 hat mehr Werte zerstört als das Dritte Reich. Sie zu bewältigen, ist daher wichtiger, als ein weiteres Mal Hitler zu überwinden.“  [15]

Damit offenbarte er den wahren Charakter der Konrad-Adenauer-Stiftung, der in jeder Veranstaltung, in jeder Publikation und in jeder schriftlichen Äußerung steckt.

Ach ja, noch das

Mit dem Berliner Kreis wird diese Reihe fortgesetzt.

Leben.Würde Kongress – Verbindungen

Veranstalter*innen:

  1. Bundesverband Lebensrecht (BVL)
  2. Informationsdienst der evangelischen Allianz (idea)
  3. Die Tagespost
  4. Christliches Gästehaus Schönblick

Kooperationspartner*innen:

  1. ADF International
  2. Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)
  3. Ärzte für das Leben (ÄfdL)
  4. Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP)
  5. Christdemokraten für das Leben (CDL)
  6. Christ und Jurist
  7. Evangelische Allianz in Deutschland (EAD)
  8. Diakonia
  9. Hilfe zum Leben Pforzheim e.V.
  10. Jugend für das Leben (JfdL)
  11. Kaleb
  12. Kritische Aufklärung über Organtransplantation (KAO)
  13. Lebendige Gemeinde ChristusBewegung
  14. Initiative Lebensfragen?
  15. Stiftung Ja zum Leben
  16. Treffen Christlicher Lebensrechts-Gruppen (TCLG)
  17. vitaL – Beratung für Schwangere
  18. Weisses Kreuz
  19. Akademie Psychotherapie und Seelsorge
  20. ERF (Evangeliums Rundfunk)
  21. Familiy (betrieben von der SCM Bundes-Verlag gGmbH)
  22. FeG Deutschland
  23. Gnadauer Verband
  24. EWTN
  25. Gemeinde Gottes Deutschland KdöR (Evangelische Freikirche Pfingstgemeinde)
  26. Die Heilsarmee
  27. Hilfe für Schwangere e.V.
  28. Interessenvertretung ungeborener Menschen e.V.
  29. Jugend Bewegt
  30. Mülheimer Verband e.V.
  31. Neufeld Verlag
  32. Ragg’s Domspatz
  33. Sundays for Life
  34. Wertevoll wachsen
  35. Anskar Kirche
  36. Rahel
  37. und

Organisationen, denen die Referent*innen angehören:

  1. ProLife Europe e.V.
  2. Beratungsstelle Aus-WEG?
  3. Schwanger – Du bist nicht allein e.V.
  4. Erzbistum Paderborn
  5. Patin für 9 Monate
  6. PROVITA Stiftung
  7. FTH Gießen (Freie Theologische Hochschule)
  8. Deutscher Bundestag
  9. Lebenshilfe
  10. Europäisches Institut für Philosophie und Religion

Schirmherrschaft, Kongressleitung, Referent*innen, Moderator*innen

  1. Jana Highholder
  2. Christine Lieberknecht
  3. Bischof Dr. Stefan Oster
  4. Prof. Dr. med. Paul Cullen
  5. Kuno Kallnbach
  6. Cornelia Kaminski
  7. Alexandra Maria Linder M.A.
  8. Mechthild Löhr
  9. Martin Scheuermann
  10. Daniela Städter
  11. Hubert Hüppe MdB a.D.,
    stellvertretender Bundesvorsitzender der CDL
  12. Hartmut Steeb
  13. Dr. Albrecht Voigt
  14. Kerstin Wieland
  15. Fabiola Kaminski
  16. Sandra Sinder
  17. Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
  18. Prof. Dr. Katharina Westerhorstmann
  19. Prof. Dr. Jörg Benedict
  20. Alexander Krauß &
  21. Sylvia Pantel
  22. Birgit Kelle
  23. Coolchickpeas
  24. Dr. Theresia Theuke und
  25. Claudio Kleinhans
  26. Bischof em. Dr. Hans-Jürgen Abromeit
  27. Weihbischof Florian Wörner (angefragt)
  28. Dieter Egert
  29. Manuela Steiner
  30. Dr. med. Kathrin Sander
  31. Petra Sauer
  32. Natalie Bayer-Metzler
  33. Dr. med. Ute Buth
  34. Sonja Fritzsch
  35. Heinrich Ottinger
  36. Ursula Linsin-Heldrich
  37. Hannelore Reichert
  38. Dorothee Erlbruch
  39. Reinhard Klein
  40. Monika Friederich
  41. Andrea Müller
  42. Nikolaus Franke
  43. Dr. med. Susanne van der Velden
  44. Prof. Dr. Manfred Spieker
  45. Rainer Beckmann
  46. Dr. theol. Werner Sosna
  47. Stefan Rehder
  48. Angelika Secker
  49. Brit Bechtloff
  50. Dr. iur. Felix Böllmann
  51. Thomas Traub
  52. Dr. Detlev Katzwinkel
  53. Dr. Heike Fischer
  54. Michael Schröder
  55. Prof. Dr. Christoph Raedel
  56. Michael Ragg
  57. Renate Greinert
  58. Dr. med. Oliver Dodt
  59. Gudrun Theurer
  60. Prof. Dr. med. Axel Bauer

Quelle: https://www.bundesverband-lebensrecht.de/wp-content/uploads/sites/42/2020/10/Pro_Leben-Wuerde_web-2.pdf

Der evangelikale Leben.Würde Kongress 2022 (3)

Teil I

Teil II

Teil III

Dieser Beitrag steht mit allen Grafiken und Screenshots im Archiv zur Verfügung

Teil III befasst sich mit der Kongressleitung des christlich fundamentalen/evangelikalen Leben.Würde Kongress 2022 und diese Kongressleitung, bestehend aus 10 Personen, hat es in sich. Sie vereint vom evangelikalen Querdenker (Hartmut Steeb), das Who is Who von Impf“skeptiker*innen“ und Abtreibungsgegner*innen, darunter

Screenshot vom Programmflyer mit Fotos und Namen der Kongressleitung: Prof. Dr. med. Paul Cullen, Kuno Kallnbach, Cornelia Kaminski, Alexandra Maria Linder M.A., Mechthild Löhr, Martin Scheuermann, Daniela Städter, Hartmut Steeb, Dr. Albrecht Voigt, Kerstin Wieland.

Mechthild Löhr von den Christdemokraten für das Leben (CDL), dem Bundesverband Lebensrecht (BVL) mit Kontakten zu Opus Dei, Agenda für Europa und zur Hayek-Gesellschaft. Sie schreibt für die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit und für CATO, ist Mitglied der CDU und sie trat 2018 in die WerteUnion ein.

Auch mit dabei sind Cornelia Kaminski und Alexandra Maria Linder. Beide stecken hinter VitaL – Beratung für Schwangere. Mehr über Kaminski und Linder und über ihre Kontakten hier

Linder ist u.a. bekannt geworden als Buchautorin und weil sie das Narrativ „fötale Organernte von abgetriebenen Kindern“ erfunden hat.

Auch sie gehört zu den Impf“skeptiker*innen“. Denn sie behauptet, dass „Reste von abgetriebenen Kindernin Impfstoffen enthalten seien, in Mitteln zur Verjüngung und zur Behandlung von Krankheiten.

Sie zu hören oder zu lesen ist grauenvoll.

Auch aus den Reihen organisierter Abtreibungsgegner*innen stammt Paul Cullen, Universitätsprofessor und seit diesem Jahr Mitglied des rechten und rassistischen Netzwerks Wissenschaftsfreiheit.

Er publiziert für CATO, für Tichys Einblick, wie aus nachfolgendem Screenshot hervorgeht schrieb er als Gastautor über das Thema „Probleme der Massenimpfung gegen SARS-CoV-2“. [1]

Screenshot, der die Angaben im Thread bestätigt. Ein Auszug mit Angaben über Paul Cullen, der am Ende seines Artikels zu finden ist. Über den Textangaben ist die Verlinkung, die zu tichyseinblick.de führt und dem Gastbeitrag von Paul Cullen zu lesen. Da steht folgendes: „Prof. Dr. med. Paul Cullen wurde 1960 in Dublin geboren und studierte Humanmedizin am University College Dublin. Es folgten Stationen in Dublin, Hannover, Münster und London, wo er am King‘s College ein Studium der Biochemie absolvierte. Cullen ist Internist, Labormediziner und Molekularbiologe. Derzeit leitet er ein großes medizinisches Labor in Münster in Westfalen und ist außerplanmäßiger Professor für Laboratoriumsmedizin an der Westfälischen Wilhelms-Universität. Cullen unterhält eine rege Vortragstätigkeit zu medizinischen und biomedizinischen Fragen, er hat über 250 wissenschaftliche Artikel und mehrere Bücher geschrieben und publiziert regelmäßig zu Fragen der biomedizinischen Ethik.“

Er schreibt auch für die rechtskatholische Die Tagespost, ist 1. Vorsitzender der Ärzte für das Leben und gehört dem Bundesvorstand des BVL an.

Er ist bei den „Christen im Widerstand“ sehr beliebt. Denn er ist Impf“skeptiker“. Er ist in der Vergangenheit auch durch antisemitische Äußerungen aufgefallen. Mehr zur Person von Cullen hier

Auch mit dabei ist der evangelikale Querdenker und ehemalige Generalsekretär der Evangelische Allianz Deutschland (EAD) Hartmut Steeb, der in seinen Artikeln für das Gemeindenetzwerk z.B. auf Boris Reitschuster verweist oder auf Rubikon zurückgreift oder auf Thomas Külken.

Mehr dazu hier

Mindestens 50% der Kongressleitung, also die Hälfte, verfügt über Kontakte zu One Of Us und damit auch zu Agenda für Europa, einer europaweiten antifeministischen und LGBTQI-feindlichen Organisation, die u.a. nicht nur Abtreibungen komplett verbieten lassen will, sondern auch die Antibabypille und Scheidungen, sowie einen sog. Sodomieparagraphen einführen lassen will, um Homosexualität bzw. Homosexuelle kriminalisieren zu können. Mehr dazu hier

Weniger bekannt ist Kuno Kallnbach, ehemaliger Programmchef des evangelikalen Gästehaus Schönblick, die Redaktionsleiterin von idea Daniela Städter und Martin Scheuermann Vorstandsmitglied von idea, der darüberhinaus zur christlichen Medieninitiative Pro gehört und Vorstandsmitglied des Kongress christlicher Führungskräfte (KcF) ist.

Noch weniger bekannt sind der Religionsphilosoph Dr. Albrecht Voigt und Kerstin Wieland, die ebenfalls zur Kongressleitung gehören.

Zusammenfassend lässt sich an dieser Stelle festhalten, dass zwei Bundestagsabgeordnete, nämlich Sylvia Pantel und Alexander Krauß, einen Kongress als Referent*in unterstützen, von denen 50% der Kongressleitung nachweislich Verbindungen zu One Of Us unterhielten bzw. unterhalten und damit in Verbindung zur Agenda für Europa stehen.

Wie weit LGBTQI-feindlichkeit das Leben und Überleben von FLINTA* oder queeren Menschen gefährdet, kann mensch zum gegenwärtigen Zeitpunkt in Ungarn miterleben und hier wird ein erster Teil der Ziele von Agenda für Europa bereits umgesetzt.

Der Regierungschef der Fidesz Viktor Orbán brachte erst in diesem Jahr einen Entwurf ins Parlament, der mittlerweile verabschiedet wurde und der „Bildungsprogramme zu Homosexualität oder Werbung von Großunternehmen, die sich mit Homosexuellen solidarisch erklären“ verbietet. [2]

Aufklärungsbücher und jegliche Darstellung oder Abbildung von Homosexualität und trans Menschen sind damit verboten. Das betrifft Filme, Magazine, Zeitungen, aber ebenso auch Theater, Kabaretts, Kunst und Literatur … .

In der Öffentlichkeit sollen zukünftig nur noch cisgeschlechtliche und heterosexuelle Themen, Abbildungen, Handlungen zu sehen und zu lesen sein.

Damit werden FLINTA* und queere Menschen, also alles was mit LGBTQI zu tun hat, aus der Öffentlichkeit verbannt und damit wird auch das Existenzrecht betroffener Menschen in Frage gestellt, kurzum sie werden für vogelfrei erklärt.

Denn darauf läuft es letzten Endes nach der Stigmatisierung hinaus. [3]

D.h. unter dem Dach dieses Kongresses, der von 2 Bundestagsabgeordneten als Referent*innen unterstützt wird, werden Kongressteilnehmer*innen sein, die hierzulande Zustände wie in Polen oder in Ungarn anstreben.

Teil IV wird sich u.a. mit den Referent*innen des Kongresses beschäftigen.

Bilder dieser Erde

Die Bilder können hier angesehen werden

Schmelzwasser-See auf Grönland. Die Folgen des Klimawandels sind auf Grönland besonders deutlich zu sehen. [1]
Bildbeschreibung: Foto eines ebensolchen Schmelzwasser-See auf Grönland. Zu sehen Wasser umgeben von einer Eisfläche. 

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Die Erde aus dem All betrachtet zeigt einen Hafen an der Küste Irans. [2]
Bildbeschreibung: Foto ist eine Luftaufnahme aus dem All und zeigt einen Hafen an der Küste Irans. Zu sehen darauf vermutlich wüstenartige Landschaft, Flussverläufe und eine Stadt. 

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Eine Luftaufnahme der mexikanischen Halbinsel Yucatán. [3]
Bildbeschreibung: Eine weitere Luftaufnahme aus dem All der mexikanischen Halbinsel Yucatán. Große Teile des Fotos zeigen das blaue Meer, darunter eine Küstenabschnitt der vermutlich an Gebirge angrenzt. 

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Eine Luftaufnahme der Sahara. [4]
Bildbeschreibung: Diese Luftaufnahme von der Sahara zeigt vermutlich Gebirge, welches in Teilen an den in den Höhen vereist ist. Die Flächen wirken marmoriert, Farben von weiß, über gelb zu beige bis braun. 

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Die Geysire von Madagaskar. [5]
Bildbeschreibung: Die Foto zeigt einen der im Tweet benannten Geysire. Diese sind umgeben von hügeligen Landschaften, in grün und rot. Zu sehen ist ist viel Himmel in bunten Farben. Der Geysir sieht aus wie ein kleiner, gnubbeliger Hügel in orange, rot braun. Aus diesem fließt eine Flüssigkeit, die Umgebung des Geysirs ist flach und feucht, wirkt wie glatte Fläche aus hellem Gestein.

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Ein Foto aus dem Yellowstone Nationalpark. [6]
Bildbeschreibung: Ein Foto aus dem Yellowstone Nationalpark, vermutlich aufgenommen von einem Hügel oder aus einem Helikopter. Es zeigt drei türkise Seen. Darüber etwas was Dampf darstellen könnte. Direkt herum trockenes Land, im Hintergrund Tannenwälder, bergiges Land und (unspektakulärer) Himmel. 

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Die Regenbogen-Berge im Geopark Zhangye Danxia. [7]
Bildbeschreibung: Das Foto der Regenbogen-Berge ist sehr farbenprächtig. Zu sehen sind eben jene Hügel. Diese sind wenig bewachsen, zumindest nicht von Bäumen. Die Farbigkeiten sind meist bläulich, rötlich leuchtend, gelblich. Die Farben wechseln sich streifenmäßig ab. 

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Der Regenbogenbaum Eucalyptus Deglupta, der bis zu 80 Meter hoch werden kann. [8]
Bildbeschreibung: Zu sehen der Stamm des Baums. Dieser ist braun, gelb, rötlich in voneinander abgegrenzten Flächen. Im Hintergrund Wald. 

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Caño Cristales – El río de los cinco colores. Ein Fluss im kolumbianischen Nationalpark Serranía de la Macarena. [9]
Bildbeschreibung: Foto des Flusses. Im Hintergrund des Flusses ein Wasserfall. Dieser stellt Teil des Flusses dar. Der vordere Teil des Flusses ist bedeckt von einer farbigen Masse (in gelb und rot). Woraus diese Masse besteht, ist nicht ersichtlich.
Um den Flussverlauf hügelige, steinige Klippen, diese sind oben bewaldet, im Hintergrund Himmel.

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Richat Struktur, Mauretanien. [10]
Bildbeschreibung: Vermutlich eine Luftaufnahme aus großer Höhe. Es zeigt Landflächen in verschiedenen Strukturen (darunter vermutlich Berge) und Farbigkeiten. Im Vordergrund kreisartige lineare Landstruktur, umgeben von blauer Fläche (Wasser?).

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Cascada des Colores, La Palma Kanaren. [11]
Bildbeschreibung: Zu sehen Wasserfall, dieser wird umrahmt von farbigem Gestein in gelb, rot, grün. 

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In Brasiliens einziger Wüste Lençóis Maranhenses entstehen jedes Jahr tausende Seen. [12]
Bildbeschreibung: Gezeigt werden wüstenartige Hügel/Dünen. In den flachen Teilen der Dünen steht Wasser, was mehrere eher längliche Seen ergibt. 

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Kugelförmige Gesteinsformationen am Strand von Coastal Otago.Nach Legenden der Maori sind die Moeraki Boulders auf der Südinsel Neuseelands Überreste von einem Schiffswrack, die an die Küste gespült wurden.“ [13]
Bildbeschreibung: Zu sehen eben jene kugelförmigen Gesteinsformationen (drei Stück) am Strand. Diese wirken relativ hoch, sind karg und teilweise umgeben von Wasser.

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Kalkhaltige Thermalquellen in der Nähe des türkischen Ortes Pamukkale. [14]
Bildbeschreibung: Zu sehen sind die Thermalquellen. Das Wasser kommt aus Quellen, welche aus Gestein hervorkommt. Das Gestein ist stufenförmig, unten sammelt sich das Wasser. Es dampft, die Farbigkeit eher hell. Im Vordergrund Gräser. 

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„Love Valley heißt dieses Tal im türkischen Nationalpark Göreme. Die äußerst interessant geformten Tuffsteingebilde sind im Laufe mehrerer Millionen Jahre entstanden.“ [15]
Bildbeschreibung: CN Genitalien: Fünf phallusartige Gesteinsformationen. Zu sehen die einzelnen Gesteinsschichten (braun, beige). Im Hintergrund wüstenartige Hügel und Himmel. 

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Das Nordlicht, das entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen auf die obere Schicht der Erdatmosphäre treffen. [16]
Bildbeschreibung: Foto zeigt Nordlicht am Himmel in einer Nachtszene. Davor Hügel/Berge und eine Wasserfläche (Meer oder Fjord vielleicht). Der Himmel variiert von blau zu gelb, zu grün, zu orange bis hin zu gelb (von oben nach unten). Sterne sind auch zu erkennen. 

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Die Zhangajie Berge in der Provinz Hunan (China). [17]
Bildbeschreibung: Aufnahme aus der Höhe, Berglandschaft. Die meisten Hügel gehen sehr steil, fast gerade, hinauf, dadurch harte Schluchten. Das Gestein scheint auch in höchster Höhe von Bäumen auf kleinen Flächen bewachsen. Im Hintergrund eher plateauartiges Gebirge und Himmel. 

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Der Amazonas. Die Heimat von rosaroten Flussdelphinen, Jaguaren, Papageien … [18] und die Lunge dieser Erde.
Bildbeschreibung: Luftaufnahme des Amazonas-Waldes. Dieser wird durch durchlaufen von einem größeren unbegradigten Fluss.

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Nach dem Abholzen. [19]
Bildbeschreibung: Luftaufnahme zeigt Amazonas-Wald nach dem dem Abholzen. Kleine Flächen des Waldes stehen noch, alle anderen stellen nur noch karges Land dar mit rötlicher Erde.

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Im Mai 2021 wurde die Fläche von Hongkong abgeholzt. [20]
Bildbeschreibung: Auch hier die Luftaufnahme abgeholzter Wälder, auf den Flächen teilweise Gestrüpp und Holzstämme. Nebenan steht noch Wald.

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Und das wird unweigerlich Einfluss aufs Klima nehmen und das Aussehen dieser Erde nachhaltig verändern. Eine Erde mit einzigartigen Landschaften, deren Zerstörung bevorsteht.

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit (9)

Dieser Beitrag steht mit allen Screenshots und Grafiken auch im Archiv zur Verfügung

Beitrag Teil 9: Das rechte und rassistische Netzwerk Wissenschaftsfreiheit hatte mit Datum vom 19.04.2021 weitere Mitstreiter*innen gewinnen können. Von 405 ist das Netzwerk auf 442 Mitstreiter*innen gewachsen. [1]

Screenshot, der die Angaben im Thread belegt.

Mit dabei ist auch der Staats- und Sozialwissenschaftler „Prof. Dr.“ Jochen Bohn von der Universität der Bundeswehr München, der eine militärische Vita hat. [2]

Die „neu“rechte Wochenzeitung Junge Freiheit zitierte Bohn 2011 im Rahmen eines Artikels mit der Überschrift: „Wofür töten, wofür sterben?

Bohn hatte nämlich einen Text für das Magazin Campus geschrieben. Die JF dazu: „Eine junge Zeitschrift, die noch militärische Ideale vertritt und gegen den Werteverfall in der Bundeswehr kämpft.“

Bohn hatte in diesem Text betont, „dass soldatische Identität gesellschaftliche Identität“ voraussetze. Und weiter: „Wenn ein Soldat nicht mehr für Deutschland, sondern für das Gute kämpfe, könne er sich nicht mehr mit seinem Land identifizieren und wisse somit nicht mehr, wofür er kämpfe oder vielleicht auch sterbe. Bohn will wieder mehr Ideologie in der Bundeswehr sehen und stellt fest, daß die Bundeswehr dafür erst einmal wieder eine Identität braucht.[3]

Screenshot, der die Angaben im Thread belegt.

Mit dabei unter den neuen Mitstreiter*innen des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit ist auch der Theologe „Prof. Dr.“ Ludger Schwienhorst-Schönberger.

Er macht keinen Hehl daraus, dass er homosexuellenfeindlich ist und er sprach sich in seinem Artikel für die rechte katholische Tagespost gegen „die Dekonstruktion der christlichen Lehre vom Menschen als Mann und Frau“ aus.

Schwienhorst-Schönberger, der Theologe vom Institut für Bibelwissenschaft, schreibt auch für die österreichische Zeitung Die Furche. In einem Artikel vom Oktober 2020 beschäftigte er sich mit der Frage: „Moria: Ist das unchristlich?“ und gelangte nicht etwa zu einem Nein.

Ganz und gar nicht. Er, der an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien forscht und lehrt, kam zu dem Schluss, dass Mitleid und Hilfe auch Grenzen hat und dass „Gläubige aus christlicher Sicht zu unterschiedlichen Lösungen gelangen

und weiter: „Es kann nicht unsere Pflicht sein, uneingeschränkt zu helfen, weil es nicht möglich ist. Wir können es nicht. Und wir sollten auch kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unserer Hilfe Obergrenzen setzen.[4]

Für das Lasalle-Haus Bad Schönbrunn in Edlibach in der Schweiz fungiert er auch als Referent.

Der Trägerverein des Hauses ist dem Jesuitenorden zuzuordnen. [5] Zum Preis von nur 290 CHF plus Kost & Logis können wohlhabende christliche Menschen an einem 2tägigen Kurs mit Schwienhorst-Schönberger und Wilfried Dettling SJ teilnehmen. [6]

Dann geht es am Wochenende im September 2021 um Sinnsuche und Lebenskunst, während gleichzeitig weitere Menschen im Mittelmeer ertrinken oder in Lagern verelenden werden.

Doch wie der Referent, der Theologe, bereits auf eine so menschenverachtende Art und Weise festgestellt hat, hat Hilfe eben ihre Grenzen.

Wer sich sonst noch dem Netzwerk angeschlossen hat, kann hier nachgelesen werden.

Was nicht im Blog steht, ist das was unter der Rubrik „Presse & Beiträge“ auf der Website des Netzwerks und zwar unter Berichterstattung zur Netzwerkgründung zu finden ist.

Interessant ist dabei wie weit das Netzwerk nach rechts und rechtsaußen offen ist und das ganz unverkrampft öffentlich. Hier wird sich auch nicht verstellt. Hier wird verlinkt zur Preußischen Allgemeinen Zeitung, zur Jungen Freiheit und zu Tichys Einblick.

Hier wird ein „Schutzraum nur für freies Denken“ gefordert. Ein Denken, das so frei ist, dass hier Rassismus, LGBTQI-feindlichkeit, Antisemitismus, Antifeminismus und Misogynie … gedeihen können und im Namen der Wissenschaft weiterverbreitet werden.

So, als habe es die Toten der rassistisch-/antisemitisch-motivierten Attentate in Hanau oder Halle nie gegeben.

Ungeachtet der Tatsache, dass eine deutliche Zunahme antisemitisch motivierter Straftaten und Angriffe zu verzeichnen ist.

Ungeachtet der Tatsache, dass eine deutliche Zunahme rassistisch-motivierter Straftaten und Angriffe zu verzeichnen ist.

Ungeachtet der Tatsache, dass auch die Angriffe und Straftaten gegen queere und trans Menschen zugenommen haben.

Ungeachtet der Tatsache, dass die Zahl versuchter und vollendeter Femizide während der Corona-Pandemie noch weiter gestiegen ist.

Hier beim Netzwerk Wissenschaftsfreiheit fühlt mensch sich sogar verfolgt. Erst vor wenigen Tagen schrieb das Gründungsmitglied Dieter Schönecker einen Artikel für die NZZ mit dem Titel: „Ja, es gibt die Cancel Culture. Und nein, es handelt sich nicht um harmlose Einzelfälle. Letzteres zu behaupten, hiesse sogar: zu bagatellisieren“. [7]

In diesem Artikel setzte er „strukturellen Rassismus“ mit „Cancel Culture“ gleich.

Text: Selbstredend stehen Kritik und Cancel-Culture nicht auf einer Stufe. Dabei gibt es schwierige Fragen zu klären: Wie lassen sich rechtswidrige Angriffe auf die Wissenschaftsfreiheit von solchen, die zwar rechtskonform sind, aber dennoch illegitim, unterscheiden? Kann es umgekehrt rechtswidrige, aber legitime Boykottmassnahmen gegen Wissenschafter geben? Welche verschiedenen Typen von Cancel-Culture gibt es? Warum gibt es Cancel-Culture von links wie von rechts? Was ist überhaupt «die Wissenschaft», auf deren Freiheit sich die Kritiker der Cancel-Culture beziehen? Es lohnt sich, darüber nachzudenken, so wie es sich lohnt, etwa über strukturellen Rassismus nachzudenken. Die Strategie polemischer Verharmlosung führt uns dagegen nicht weiter.

Was einem Schlag ins Gesicht gleichkommt z.B. für die Hinterbliebenen der Opfer von Hanau, die ihre Herzensmenschen, Söhne, Töchter, Brüder, Schwestern … begraben mussten und ihren Verlust betrauern, vermutlich für den Rest ihres Lebens.

Screenshot mit Fotos und Namen der in Hanau getöteten Menschen. Darunter die Überschrift: „Angehörige zu Hanau. „Unsere Welt blieb stehen am 19. Februar“ Stand: 19.02.2021 04.10 Uhr“.

[8]

ber was kann ich von einem Netzwerk erwarten, dass sich ganz genauso anhört wie gewöhnliche CoroNazis bzw. Querfaschist*innen.

So wurde im Rahmen einer Demonstration am 24.04.2021 in Düsseldorf unter dem Motto „Studentendemo – Zurück auf den Campus“, an der auch Max Otte von der CDU, der WerteUnion und der AfD-nahen Desiderius-Erasmus-Stiftung als Redner teilgenommen hat, u.a. „eine Meinungsdiktatur an Hochschulen angeprangert“. [9]

Interessanterweise wurde die Veranstaltung mit Max Otte, Gunnar Kaiser und Martin Schwab im Vorfeld im sog. „Demokratischer Kalender“ angekündigt.

Screenshot, der die Angaben im Text belegt.

[10]

Gunnar Kaiser ist bereits bekannt, weil er u.a. im letzten Jahr gemeinsam mit Milosz Matuschek den rechten Appell für freie Debattenräume initiiert hatte und dieser von mittlerweile 70 Mitstreiter*innen des rechten und rassistischen Netzwerks Wissenschaftsfreiheit unterzeichnet worden ist.

Und damit endet Teil 9 zum rechten und rassistischen Netzwerk Wissenschaftsfreiheit

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit (8)

Dieser Beitrag steht mit sämtlichen Screenshots und Grafiken auch im Archiv zur Verfügung

Ein angewiderter Blick auf das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und den Rassismus, den dieses Netzwerk in sich trägt und eifrig weiterverbreitet. [1]

Screenshot von der Webseite des Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und zwar die Selbstdarstellung.

Zunächst einmal gilt es festzuhalten, dass nicht jede*r Rassist*in automatisch rechts/extrem rechts ist. Allerdings ist jede*r Rechte/extreme Rechte immer u.a. auch rassistisch.

Daraus ergibt sich
a) Rassismus ist eine Gemeinsamkeit, die die Mitte™ mit Rechten und extremen Rechten verbindet
und
b) Rassismus ist eine Gemeinsamkeit, die die Mitte™, Rechte und extreme Rechte mit rechtsterroristischen Attentätern teilt.

Wie bereits hinreichend im Blog dargelegt, besteht das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit nicht nur aus extremen Rechten oder „Rechtsradikalen“ (wie z.B. Jörg Baberowski), Neofaschisten (wie z.B. David Engels) oder Rechtslibertären (wie z.B. Ulrike Ackermann, Gunter Schnabl), sondern ebenso aus Personen/Mitstreiter*innen, die der Mitte™ zugeordnet werden können und von denen mancher bereits als Rassist in Erscheinung getreten ist (z.B. Heiner Rindermann, Fritz Söllner).

Andere wiederum nicht und doch vereint sie folgende Aussage des Netzwerks Zitat:

„Tatsächlich ist die Frage, ob und inwiefern es menschliche Rassen gibt, Gegenstand sachorientierter biologischer und wissenschaftsphilosophischer Diskussionen.“

Nachzulesen im Screenshot oder hier: archive.is/zMzOM unter Abschnitt c) Wie soll gesprochen werden müssen?

Die Quellen des Abschnitts ist im Text angegeben.

Dieses letzte Zitat des rechten und rassistischen Netzwerks ist die Entgegnung auf die Jenaer Erklärung aus dem Jahr 2019 in dem das Institut für Zoologie und Evolutionsforschung der Friedrich-Schiller-Universität das Konzept der „Rasse“ als das Ergebnis von Rassismus und nicht als dessen Voraussetzung definierte.
Nachzulesen hier

Screenshot des ersten Abschnitts der Jenaer Erklärung. Die Quelle zum nachlesen ist im Thread angegeben.

Wenn das rassistische + rechte Netzwerk Wissenschaftsfreiheit im 21. Jahrhundert über mögliche „menschliche Rassen“ debattieren will und darüberhinaus noch darüber wie sich diese unterscheiden, dann betreibt das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit nichts anderes als „Rassenlehre“.

Symbolisch dazu ein Bild vom Cover des Buches „Die menschlichen Rassen“ von Dr. Rudolf Lämmer mit einem Vorwort von Dr. W. von Gonzenbach, Professor an der E.T.H. Zürich aus dem Jahr 1936.

Siehe Text.

Die „Theorie“, die Menschen in verschiedene „Rassen“ einteilt, wird gemeinhin als „Rassenlehre“ oder „Rassenkunde“ verstanden.

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an Heiner Rindermann, der dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit angehört. Er behauptet, dass schwarze Menschen bzw. geflüchteten Menschen aus Afrika über verminderte kognitive Fähigkeiten verfügen.

Doch Heiner Rindermann ist nicht irgendein rassistischer Heini, der ignoriert werden kann, sondern er ist ein Mann der Wissenschaft mit akademischen Titeln und der Befähigung an einer Hochschule/Universität forschen und unterrichten zu dürfen,

Er ist außerdem ein Buchautor, der sich aktuell mit einem rechten/rassistischen Netzwerk verbunden hat und dessen rassistischer vermeintlich wissenschaftlicher Schmutz Rechte und Rassist*innen geradezu beflügelt.

So z.B. Hartmut Pilch, der im Mai 2016 vom Vorsitzenden von Pegida-München Heinz Meyer laut SZ „kaltgestellt“, also rausgeschmissen, wurde. [2] Pilch ist Betreiber des Blogs a2e, der Rindermanns rassistische Vorlage für einen eigenen Beitrag nutzte, der den Titel trägt: „Durchschnitts-IQ 93 bei eingewanderten arabischen Uni-Eliten? Es kann nicht sein, was nicht sein darf.“

In Pilchs Blog ist die Rede davon dass „zwei-Drittel der neuen Asylmigranten“ „funktionale Analphabeten“ seien … , um nur eines dieser widerlichen Beispiel zu nennen. [3]

Tichys Einblick führte im Nov. 2019 ein Interview mit Rindermann mit dem Titel: „Psychologe Heiner Rindermann: Intelligentere Gesellschaften sind reichere Gesellschaften. Nicht nur wirtschaftlicher Erfolg, sondern auch die gesellschaftliche und kulturelle Moderne sind ohne Intelligenz unmöglich. Dabei spielen aber auch die Gene eine mitentscheidende Rolle, sagt der Chemnitzer Psychologie-Professor Heiner Rindermann.“ [4]

Ist dort zu lesen.

Screenshot, der die Angaben im Text beweist.

[5]

Schon die Nazis der NSDAP konnten für ihre „Rassenlehre“ auf „Rassenhygiene“ und „Rassentheorie“ aus dem 19. Jahrhundert zurückgreifen und diese auf das „deutsche Volk“ übertragen. [6]

Ihre praktische Umsetzung erfolgte durch die Nürnberger „Rasse“gesetze, [7] auf die sich 2017 der antisemitische Ahriman-Verlag berief.

Screenshot eines Textes des Ahriman-Verlags, der die Angaben im Thread beweist.

Diese Gesetze hatten Millionen von Toten zur Folge.

Auch die „neuen“ Nazis, also nicht die Originale, sondern die die z.B. im Deutschen Bundestag ein- und ausgehen …, freuen sich auf vermeintlich rassistische Erkenntnisse aus der Welt der Wissenschaft zurückgreifen zu können.

Fritz Söllner, Ökonom der TU Illmenau, ist so ein Fall. Er ist Stichwortgeber für die neofaschistische AfD.

Screenshot eines Veranstaltungstermins mit Prof. Dr. Fritz Söllner der AfD in Plauen. "Massenmigration und Sozialstaat?" am 23.09.2020.

Unter dem Deckmantel von Wissenschaftlichkeit verbreitet auch Susanne Schröter antimuslimischen Rassismus, deren Thesen bei Rassist*innen auf fruchtbaren Boden fallen und die nur auf eine vermeintlich wissenschaftliche Expertise gewartet haben.

Hier unten im Bild ist Susanne Schröter mit dem stramm rechten Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer zu sehen. Das Foto entstand im Rahmen einer Veranstaltung der CDU Lahn-Dill. [8]

Bild belegt die Angaben im Text.

Im Wetzlar-Kurier schrieb der MdL Frank Steinraths dazu einen Artikel über den „politischen Islam“ und dessen Gefahren, während er gleichzeitig geflissentlich ignorierte, dass es auch ein „politisches Christentum“ gibt.

Doch genaugenommen sind nicht nur Söllner, Rindermann oder Schröter gefährlich, sondern alle 405 Mitstreiter*innen (Zahl abgerufen am 15.04.2021) des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit, egal ob sie schon einschlägig in Erscheinung getreten sind oder nicht, sind die Stichwortgeber für die nächste Generation Rassist*innen und „neuer“ Rechter oder Nazis.

Denn sie verbreiten gepaart mit vermeintlich wissenschaftlichem Background genau die menschenverachtende Hetze, die Rechte, extreme Rechte und Rechtsterroristen zum weitermachen motivieren wird.

An dieser Stelle möchte ich daran erinnern, dass das rassistisch motivierte Attentat am 19.2.2020 in Hanau 9 Tote zur Folge hatte.

Bild einer Wandbemalung. Rassismus Tötet von Hanau bis Moria mit den Gesichtern der Opfer von Hanau.

Und weil Rassismus tötet, sind alle 405 Mitglieder/Mitstreiter*innen des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit und die, die noch folgen werden, für BPoC lebensgefährlich.

Wer sich für das rassistische und rechte Netzwerk Wissenschaftsfreiheit interessiert findet im angeschlossenen Blog die Doku

 

Netzwerk Wissenschaftsfreiheit – 5

Dieser Beitrag steht auch im Archiv zur Verfügung

Ein weiterer Beitrag zum rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, also Teil 5.

Während die Corona-Pandemie und die hetzenden CoroNazis/Querfaschist_innen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, hat das rechte Netzwerk am 27.03.2021 weitere Mitglieder/Mitstreiter_innen gewinnen können.

Insgesamt sind es jetzt 360. Im Archiv hier zu lesen: https://archive.is/mAnXG (Stand 27.03.2021).

360 Hochschulprofessor_innen/Wissenschaftler_innen scheinen auf den ersten Blick wenig zu sein. Zumal sich die Anzahl von Hochschulen in Deutschland in WS 2020/2021 auf insgesamt 423 [1] belief und es im Jahr 2019 an deutschen Hochschulen 36.139 hauptberufliche Professoren und 14.408 hauptberufliche Professorinnen, also insgesamt 50.547, [2] gegeben hat.

Unter diesem Aspekt könnte mensch annehmen, dass diese 360 eine vernachlässigbare Gruppe sind. Doch halt, so einfach ist das nicht!

Denn die Mitglieder/Mitstreiter_innen müssen im gesellschaftlichen Kontext betrachtet werden. Im Kontext einer Gesellschaft in deren Mitte oder in deren Strukturen Rassismus, Antifeminismus/Sexismus/Misogynie, LGBTQI-feindlichkeit, Antisemitismus, Ableismus, … Klassismus tief verankert sind.

Neu hinzugekommen sind beim rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit auch die beiden Klimawandelleugner „Dr.“ Hans-Joachim Dammschneider und „Dr.“ Sebastian Lüning.

Beide gehören zum Team des Instituts für Hydrographie, Geoökologie und Klimawissenschaften (IFHGK) [3] mit Sitz im schweizerischen Ägeri. [4]

Screenshot mit Fotos von Hans-J. Dammschneider und Sebastian Lüning auf der Webseite des IFHGK

Während Dammschneider für EIKE publiziert, war Lüning Referent der 13. EIKE Internationalen Klima- und Energiekonferenz im November 2019 in München. [5]

Gemeinsam gaben Dammschneider und Lüning im Herbst 2019 eine schriftliche Stellungnahme zum Klima für den Thüringer Landtag ab. Weitere Stellungnahmen von Lüning sollen eigenen Angaben zufolge in Hamburg, Bayern und Baden-Württemberg erfolgt sein. [6]

Mehr über Lüning, der u.a. im Januar 2019 im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der geschichtsrevisionistischen Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft (SWG) und der neofaschistischen AfD im Deutschen Bundestag einen Vortrag gehalten hat, hier.

Im letzten Jahr gehörte übrigens Lüning zu den Autoren einer Sammelschrift der Ludwig-Erhard-Stiftung zum Thema „Wohlstand für Alle – Klimaschutz & Marktwirtschaft“.

Foto vom Cover der Sammelschrift

[7]

Lüning ist also gut vernetzt und sehr aktiv, wie zu sehen ist.

Soviel zu den beiden Klimawandelleugnern, die sich im rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit mit Evangelikalen, christlichen Fundis, Kreationist_innen, Rassist_innen, Rechten, Misogynen, extremen Rechten und Rechtslibertären verbunden haben.

Denn zu den neuen Mitstreiter_innen gehört auch der Mathematikprofessor der Universität Osnabrück „Prof. Dr.“ Matthias Reitzner.

Er kann dem Spektrum des christlichen Fundamentalismus zugeordnet werden.

Er ist bereits häufiger aufgefallen, z.B. 2009 als er die LGBTQI-feindliche Marburger Erklärung unterzeichnet hat.

2017 war Reitzner Kontaktperson für christlich-fundamentale Veranstaltungen zum Thema „Reformation 2017 – aktuell wie vor 500 Jahren?“ u.a. mit Peter Hahne, Thomas Schirrmacher oder Ulrich Parzany von der Bekenntnisbewegung. [8]

Interessant war/ist in diesem Fall die angegebene E-Mail-Kontaktadresse, die direkt zur Universität Osnabrück führte.

Screenshot, der die Angaben im Text belegt. Die E-Mail-Adresse lautete wie folgt: matthias[dot]reitzner[at]uni-osnabrueck[dot]de

[9]

2018 gehörte Reitzner zu den Unterstützern des Kreuzerlass. Da die Webseite nicht mehr existiert, verweise ich aufs Archiv: http://archive.is/vGJPB.

In dieser ökumenischen Erklärung katholischer und evangelischer Professoren und Hochschullehrer der Theologie zum bayrischen Kreuzerlass, bekannten sich insgesamt 84 Personen zum Kreuz in der Öffentlichkeit.

Darunter auch Elmar Nass (u.a. Gesellschaft zur Förderung von Wirtschaftswissenschaften und Ethik e.V.[GEW]), der ebenfalls zum rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gehört.

2019 unterzeichnete Reitzner die Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“, initiiert vom pegidahaften Verein Deutsche Sprache (VDS) mit dem Vorsitzenden Walter Krämer, der gleichfalls zum Netzwerk gehört und der wenn ihm danach ist, ein H*tler-Zitat oder eine widerliche Greta Thunberg-Karrikatur in den Schaukasten der Universität hängt.

Der Fall ist bekannt. Bilder gibt es dazu auch. Deswegen geht es weiter ins Jahr 2020, als Reitzner den rechten Apell für freie Debattenräume unterzeichnet hat. Zu finden unter der laufenden Nr. 6,433. [10]

Aktuell ist Reitzner Vorsitzender des Kirchenvorstands der Evang.-Luth.-Paulusgemeinde Osnabrück. [11]

Ein weiteres neues Mitglied im rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit ist der Kreationist „Prof. Dr.“ Siegfried Scherer, Biologe der TU München. Er ist auf der Referentenliste der extrem rechten Burschenschaft Danubia München zu finden. [12]

Screenshot der die Angaben im Text bestätigt

[12]

Die Münchner Burschenschaft Danubia wird regelmäßig im VS-Bericht Bayern unter „Rechtsextremismus“ aufgeführt. [13] Hier ein Screenshot aus dem VS-Bericht aus dem Jahr 2019.

Screenshot vom bayerischen VS-Bericht zur Münchner Burschenschaft Danubia

[13]

Auch wenn der VS keine seriöse Quelle ist, kann mensch erkennen, dass Scherer keine Berührungsängste vor einer Burschenschaft hatte, die vom VS beobachtet wurde und wird.

Aktuell ist Scherer Kuratoriumsmitglied des Institut für Glaube und Wissenschaft (IGUW) mit Sitz im mittelhessischen Marburg. Das Institut ist angegliedert bzw. gehört zur Studentenmission in Deutschland e.V. (SDM), das ebenfalls in Marburg angesiedelt ist.

Die SDM ist ein mit der Evangelischen Allianz Deutschlandverbundenes Werk“. D.h. die SDM und ihre Organisationen arbeiten auf der Basis der Glaubensgrundsätze / Ideologie der EAD. [14]

Die IGUW und die SDM sind also evangelikal/christlich-fundamental.

Bis 2006 war Scherer übrigens Vorsitzender der evangelikalen/kreationistischen Studiengemeinschaft Wort und Wissen e.V., die zum Netzwerk der EAD gehört und zwar zu den „nahestehenden Werken, Kirchen, Verbänden“. [15]

2009 berichtete der Spiegel u.a. über Scherer unter der Überschrift: „Die kruden Thesen deutscher Anti-Darwinisten“. [16]

Über Scherer, der 2017 einen „Darwin-Vortrag beim (Frauen)Frühstück 15.09.2017“ für die Evangelikalen der Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) Berlin Wedding gehalten hat, [17] und der seit 1979 mit Dr. phil. Sigrid Hartwig Scherer verheiratet ist, die Beraterin für die Christlich-therapeutische Lebensberatung – Psychotherapie – Supervision ist, [18] gäbe es noch viel zu sagen.

Ein Beispiel habe ich noch, doch zuvor einige Anmerkungen.

„Wir“ sehen also hier im rechten Netzwerk Wissenschaftsfreiheit eine unselige Allianz aus Klimawandelleugnern, Evangelikalen/christlichen Fundis, Rechtslibertären, die den Sozialstaat ablehnen, Rassist_innen oder Rechte und extreme Rechte, sowie bisher ein Kreationist.

Das ist eine unselige und sehr gefährliche Verbindung von Professor_innen und Hochschullehrer_innen, die an den Universitäten lehren und im Namen des Netzwerks Veranstaltungen planen.

Das ist insofern eine sehr gefährliche Kombination, weil all jene im Rahmen von Seminaren oder Veranstaltungen an den Universitäten auf Studierende stoßen, die aus der Mitte der Gesellschaft stammen und deren Werte in sich tragen.

Demzufolge Rassismus, Antifeminismus/Sexismus/Misogynie, LGBTQI-feindlichkeit, Antisemitismus, Ableismus, … Klassismus, die in der Mitte und in deren Strukturen tief verankert sind.

Hier werden sie in ihren Unwerten in den Veranstaltungen, den Seminaren, den Vorlesungen und durch die akademischen Schriften der vermeintlich honorigen Damen und Herren bestätigt und verstärkt.

Und diese Stimmen kommen aus der Wissenschaft. Wie z.B. „Prof. Dr.“ Susanne Schröter (Uni Frankfurt/M.), die antimuslimischem Rassismus eine vermeintlich akademische und damit eine wissenschaftlich fundierte Begründung liefert, ganz genau so wie „Prof. Dr.“ Christiane Schirrmacher (Uni Bonn), wissenschaftliche Leiterin des evangelikalen „Instituts für Islamfragen“. Bei diesem „Institut“ handelt es sich allerdings um einen Verein, der sich mit Spenden finanziert, der von den Evangelischen Allianzen in Deutschland, in Österreich und der Schweiz getragen wird. [19]

Beide tragen antimuslimischen Rassismus und Islamfeindlichkeit in die Mitte der Gesellschaft hinein.

Ein anderes Beispiel ist „Prof. Dr.“ Siegfried Scherer (Hg.), der mit Reinhard Junker das kreationistische Schulbuch „Evolution – Ein kritisches Lehrbuch“ verfasst hat und damit in Schulen vorgedrungen ist.

Erschienen ist das Buch im Weyel-Verlag, Gießen. Hier wird die aktuell 7. aktualisierte und erweiterte Auflage aus dem Jahr 2013 zum Stückpreis von 26,90 € angeboten. [20]

Screenshot zeigt das Cover vom Buch und einige Angaben zum Buch selbst.

[20]

Screenshot zum Buch. Besonders interessant ist die Überschrift: „Wer liest dieses Buch mit Gewinn?“

[20]

Dieses „Schulbuch“, das von den meisten Bundesländern nicht für den Unterricht freigegeben wurde, wurde 2002 mit dem Schulbuchpreis ausgezeichnet. Das Sprachrohr der EAD, idea, berichtete darüber.

Screenshot von idea vom 20.11.2002. Text: „Schulbuchpreis für Evolutionskritiker Ein Biologiebuch auf der Grundlage des christlichen Schöpfungsglaubens ist mit dem Schulbuchpreis 2002 ausgezeichnet worden. Die Autoren des bisher in den meisten Bundesländern für den Schulunterricht nicht freigegebenen Buches „Evolution – ein kritisches Lehrbuch“, Siegfried Scherer und Reinhard Junker, erhielten den Preis der Vereins „Lernen für die deutsche und europäische Zukunft“ am 17. November in Bielefeld.

[21]

Tatsächlich fand dieses kreationistische Buch doch Eingang in den Unterricht und zwar an der staatlichen Liebig-Schule (Gießen) und der evangelikalen Privatschule, der August-Hermann-Franke-Schule (Gießen). 2007 wurde darüber berichtet. [22]

Der hessische Grünen-Fraktionschef Tarek Al-Wazir soll in diesem Zusammenhang gesagt haben: „Auf die Idee, dass sie (die Schöpfungslehre) in den Biologieunterricht gehört, kommen nur George Bush, der iranische Religionsminister und Karin Wolff.“ [23]

K. Wolff von der CDU war zu dieser Zeit hessische Kultusministerin,

Doch dies waren nicht die einzigen Schulen, an denen dieses Buch Verwendung gefunden hat. U.a. noch an der Georg-Müller-Schule mit 4 Standorten in Bielefeld und Steinhagen

Begeistert vom Buch waren auch der „Elternverein NRW“ und der Philologenverband NRW. [24]

Anmerkung: Der Elternverein NRW gehörte zu den Sponsoren der rechten 5. Vollversammlung der wahren Schwarmintelligenz

Ich möchte an dieser Stelle diesen extralangen Beitrag beenden und hoffe, ich konnte für eine notwendige kritische Aufmerksamkeit des rechten Netzwerks Wissenschaftsfreiheit werben.

Versuch einer Einschätzung des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit

In Bearbeitung!!!

Wie angekündigt werden hier die Entwicklungen des rechten Netzwerks Wissenschaftsfreiheit dokumentiert.

Mit Stand vom 19.03.2021 hat das Netzwerk insgesamt 298 Mitglieder/Mitstreiter_innen. 56 Personen haben in 2020 den rechten Appell für freie Debattenräume unterzeichnet.

Dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit gehören auch „Wissenschaftler_innen“ aus dem Ausland an.

Zu nennen sind: Uni Wien, TU Wien, Universitäten Graz, Liechtenstein und Bern, Stanford University, Claremont Graduate University, Chuo University Tokyo, Universität Lausanne, Griffith University Brisbane, Universität Innsbruck, Ökonom. University of Management and Economics in Vilnius/Litauen, die Universitäten Zürich und Sankt Gallen.

Unerwähnt wurde der Lehrstuhl für internationale und europäische Politik, Verwaltungswissenschaften an der Andrássy Universität in Ungarn von Henrik Hansen.

Von der Goethe-Uni Frankfurt/M. haben sich 9 dem Netzwerk angeschlossen, jeweils 8 von den Universitäten Köln und Bonn, jeweils 7 von den Universitäten Passau, Siegen und Münster.

Jeweils 6 von den Universitäten Gießen und Tübingen und jeweils 5 von den Universitäten Hamburg und Bremen, um hier einen kleinen Überblick zu verschaffen.

Denn von Einzelfällen kann nicht mehr die Rede sein.

Seit Gründung werden 7 Wissenschaftler_innen nicht mehr aufgeführt. Möglicherweise haben sie es sich anders überlegt.

Die Fachgebiete erstrecken sich u.a. auf Germanistik (9) plus Sprachwissenschaften (2), sowie Historiker_innen (35), Jurist_innen (44), Politolog_innen (28), Mathematiker (5), Physiker (6), Philosoph_innen (26), Theolog_innen (10).

Die Naturwissenschaften sind also ganz eindeutig unterrepräsentiert.

Was lässt sich noch über das rechte/menschenverachtende Netzwerk sagen, nachdem der langweilige Teil abgeschlossen ist?

Das Manifest des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit basiert auf der Annahme, „dass die verfassungsrechtlich verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre zunehmend unter moralischen und politischen Vorbehalt gestellt werden soll.“

Da ist die Rede von „wissenschaftlichen Debatten, die im Keim erstickt werden“. Beispiele werden allerdings keine genannt. Da ist die Rede von „moralischer Diskreditierung“ und wieder wird kein einziges Beispiel genannt.

Warum nicht?

Weil dann deutlich wird, dass die Mitglieder/die Mitstreiter_innen des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit an der Seite von Rechten, Rassist_innen, Misogynen … stehen, mit ihnen gemeinsame Sache machen und diese in ihrer menschenverachtenden Ideologie unterstützen.

Um diese Tatsache zu verschleiern, ist die Sprache des Netzwerks, des Manifests, bewusst undifferenziert und vage.

Es ist dabei erstaunlich wie wenigen das auffällt, gerade im Hinblick darauf, dass sich das Netzwerk aus Wissenschaftler_innen, aus Forschenden und Lehrenden zusammensetzt.

Es ist auch erstaunlich, wie wenig Kritik dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit entgegnet wird.

Erst jüngst wehrte sich Dieter Schönecker, Gründungsmitglied des Netzwerks, der im WS 2018/2019 als Gastredner die Rechten/Rassisten Norbert Bolz, Egon Flaig, Thilo Sarrazin und Marc Jongen (AfD) an die Universität Siegen eingeladen hatte, [1] in einem Beitrag für dlfkultur gegen eine Definition von Rassismus und Antisemitismus.

Niemand“, so schrieb Schönecker, dürfe verbindlich festlegen, „was Begriffe wie „Antisemitismus“ oder eben auch „Rassismus“ aus der Sicht der Wissenschaft bedeuten“.

D.h. dieser Ideologie folgend, denn nichts anderes steckt dahinter, darf nur die Wissenschaft Rassismus und Antisemitismus definieren.

Er und seinesgleichen werden allerdings den Teufel tun und eine Definition anbieten, denn davon lebt das Netzwerk. Vom Jammern und Wehklagen, vom Verschleiern und Vertuschen.

Wie das aussieht, belegt die Pressemitteilung des Netzwerks vom 19.02.2021.

Die Pressemitteilung lautet wie folgt: „Pressemitteilung 19. Februar 2021

Stellungnahme des Netzwerks zu den freiheitsfeindlichen Angriffen auf Professorin Maisha-Maureen Auma, vom 18. Februar 2021

Das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit setzt sich dafür ein, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland frei forschen können, ohne dabei politischem Druck ausgesetzt zu werden.

Frau Prof. Dr. Maisha-Maureen Auma ist derzeit Gegenstand einer Hetzkampagne, die von Herrn Dr. Hans-Thomas Tillschneider (AfD) initiiert wurde. Herr Tillschneider überschreitet die Grenzen wissenschaftlicher Kritik, wenn er dazu aufruft, die Professorin für Diversity Studies „in ihre Schranken zu verweisen“.

Wir wenden uns entschieden gegen diese Grenzüberschreitung.“

In dieser Pressemitteilung wird mitgeteilt, dass Hans-Thomas Tillschneider von der AfD dazu aufgerufen hat die Professorin Dr. Maisha-Maureen Auma in „ihre Schranken zu verweisen“.

In der Pressemitteilung wird daraus eine Grenzüberschreitung und ein freiheitsfeindlicher Angriff.

Doch tatsächlich richtet sich der Angriff des Neofaschisten Tillschneider gegen eine gebildete schwarze Frau, die als Hochschulprofessorin im Bereich Diversity Studies forscht und lehrt.

Es ist also ein rassistisch und misogyn motivierter Angriff auf eine schwarze Professorin, deren Arbeitsschwerpunkte auch Rassismuskritik, Dekolonialisierung und Intersektionalität, sowie Critical Race Theory umfassen.

Was ist hier passiert? Hier werden Rassismus und die Erfahrungen von Betroffenen ganz einfach ausgeblendet bzw. negiert. Denn das ist es was passieren würde, wenn es keine Rassismusdefinition gäbe.

Aber hier passiert noch mehr. Denn durch die Formulierungen können sich auch Personen angesprochen fühlen, die nicht rechts sind.

Personen/Wissenschaftler_innen, die aus der Mitte stammen und stets behaupten, es gäbe keine Hautfarben, sondern nur Menschen und die wären eh alle gleich.

Durch die vagen und ungenauen Formulierungen werden immer mehr Personen/Wissenschaftler_innen angesprochen werden können, die noch nicht einschlägig in Erscheinung getreten sind und die das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit dadurch harmlos erscheinen lassen.

Während das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit für sich in Anspruch nimmt die Wissenschaft zu vertreten und als Garant für deren Freiheit einzustehen

Anmerkung: Würden sie das tun, müssten sie sich mit dem bayrischen Hochschulgesetz auseinandersetzen, der „unternehmerischen Universität“ und der Ökonomisierung von Forschung und Lehre [2]

und darüber hinaus sich mit akademischen Titeln schmücken können und so der eigenen menschenverachtenden Ideologie, denn nichts anderes steckt hinter dem Netzwerk Wissenschaftsfreiheit, einen vermeintlich wissenschaftlich abgesicherten Background verpassen.

Wie gesagt das Netzwerk lebt vom Vertuschen und Verschleiern seines wahren Charakters und genau deshalb werden hier die Entwicklungen des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit dokumentiert.